Hakuna Matata


1966 - 1969 = meine Kindheit im Tropenparadies Zansibar/Tanzania
Ich habe nur noch ganz wenige Fotos. Zum einen war die Technik und die Entwicklung damals noch sehr teuer; zum anderen haben meine Eltern sehr viel mehr Dias gemacht, weil die damals preiswerter und in Farbe waren. Aber davon habe ich gar nichts mehr ;-(

Auf jedem Flug bekamen wir unsere Äquatortaufe - eine nette
Geste der KLM. Als kleines Kind fühlte ich mich damals sehr wohl dort bei
der KLM - ich durfte in die Pilotenkanzel, wurde von den Stewardessen verwöhnt.....

In diesem Haus haben wir gewohnt und ja, wir hatten auch Personal.
Was aber heute so einen negativen Beigeschmack hat, war zu damaliger Zeit an
diesem Ort der Welt völlig in Ordnung und normal. Unsere linken Nachbarn
waren Russen und ich wurde mit Toast und Kaviar vollgestopft, dass es Jahre
dauerte, bis ich wieder mit Genuß Kaviar essen konnte. Auch gab es immer
das begehrte russische Konfekt. Lecker!

Wappen von Tansania und Sansibar

Ein paar alte Postkarten habe ich noch gefunden!

Hier
waren Fotos durchaus nicht erwünscht. Der Islam ist weit verbreitet und
man mochte keine Abbilder von sich. Also wurden die europäischen Frauen
mit den niedlichen blonden Kindern dicht an solchen Gruppen vorbeigelotst und
es gab selten Ärger, weil man ja nur die eigene Familie fotografierte.
Wie gesagt: Geschichtsunterricht
gibt es hier nicht wirklich. Nur paar Übersichtlichkeiten und Erinnerungen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sansibar & http://de.wikipedia.org/wiki/Tansania
Das sind die beiden offiziellen Seiten,
auf denen man ganz viel Geschichte finden kann.
12.
Januar 1965 = Uraufführung
des DEFA - Dokumentarfilms „Uhuru kwa Sansibar” (Freiheit für Sansibar),
Regie: H. Reusch, in Leipzig zum Jahrestag der Revolution von Sansibar und Pemba.


Das
Staatsgebiet von Tansania grenzt an drei der größten Seen Afrikas:
im Norden an den Viktoriasee, im Westen an den Tanganjikasee und im Süden
an den Malawisee.
Im Norden Tansanias
liegt die Serengeti (Masai-Sprache = „weites Areal” / „große Ebene”),
einer der berühmtesten Nationalparks Afrikas.
Am bekanntesten
wohl der Film: "Serengeti darf nicht sterben".

Auch
wir waren einmal auf Safari - das ist das einzigste Bild - alles andere waren
Dias!
Im
Nordosten des Landes, unweit der Grenze zu Kenia, erhebt sich das höchste
Bergmassiv Afrikas, das Kilimandscharo-Massiv, dessen höchste Stelle -
der Uhuru
Peak
- auf dem Berg Kibo 5.895 m ü. NN liegt.
(Nur von daher kannte ich Schnee. Ich kann mich an ein Luxusschwimmbad erinnern,
mit Bar in der Mitte im Wasser, von wo aus man den Kilimandscharo sah. Da bewunderten
wir die weiße Kuppel sehr und wußten nicht, was es ist. Ich sah
das erste Mal Schnee auf den Straßen in Deutschland 1970, was immer zu
recht peinlichen Momenten für meine Mutter führte, wenn ich mich lautstark
und sehr naiv darüber äußerte.)
Sansibar ['zanziba???] (auch Zanzibar; arab.: al-Zandjibar) ist eine Inselgruppe
vor der Ostküste Afrikas. Sie besteht aus der Hauptinsel Sansibar (Suaheli:
Unguja, sprich: Unguudscha) mit einer Größe
von 1.658 km² und Pemba mit einer Größe von 984 km² im
Norden.
Die
Architektur der Altstadt Stonetown reflektiert bis heute diese Synthese aus
arabischen, indischen und schwarzafrikanischen Einflüssen, ist multikulturell
wie ihre Bewohner. Moscheen, Kirchen und Hindu-Tempel, afrikanische Märkte,
Kolonialbauten und britische Handelshäuser, ein omanisches Fort und geschnitzte
Holztüren, all das macht die Suaheli-Kultur Sansibars aus. Die Nationalsprache
ist Kisuaheli.

CoffeeMaker
- die standen überall rum und reichten die kräftige Brühe.
Ich durfte ja damals noch nicht - grins - aber dafür hängt nun eine
Souvenirpuppe in meinem Küchenmuseum - auch gut!
Die duftende "Nelkeninsel" Sansibar wurde nicht, wie allgemein dargestellt, 1890 von Großbritannien gegen die Insel Helgoland eingetauscht (Sansibar-Vertrag); tatsächlich war Sansibar nie deutsche Kolonie, sondern bis 1890 freies Sultanat.

In
der Botanik unterwegs - frisch geschlagene Kokosnüsse ausgetrunken, an
der Botanik gepikt und neckische Strandmode getragen. Übrigens, diese AfricaLook
Hemden und Hosen und Kleider aus den typischen Stoffen dort habe ich heute noch.
Teils auch einfach noch die Stoffe vom Meter - sprich - ganze Vorhänge
etc. Ketenge, wenn mich nicht alles täuscht, hieß / heißt das.
Und damals waren Flip-Flops die fast einzigste Schuhbekleidung, lediglich im
Busch trug man festes Schuhwerk und nur in der Stadt die feinen Lederschuhe.
Swahili (auch: Kiswahili, (Ki-)Suaheli) ist eine in Ostafrika weit verbreitete Bantu-Sprache.
Einer der bekanntesten Sätze des Swahili ist „Hakuna Matata“ aus Disneys
Der
König der Löwen und der Cartoon-Reihe Timon und Pumba. Es bedeutet „kein Problem“ oder „keine
Sorge“ (wörtlich: „es gibt keine Probleme“). Auch die Namen der Disney-Figuren
Simba und Rafiki stammen aus dem Swahili, sie bedeuten „Löwe“ und „Freund“.
Auch Safari („Reise“; ursprünglich aus dem Arabischen) und Jamboree sind
ins Deutsche übernommene Wörter aus dem Swahili.
Julius Kambarage Nyerere (* 13. April 1922 in Butiama (nahe dem Ostufer des Victoriasees); † 14. Oktober 1999 in London) war ein tansanischer Politiker. Er wurde als Sohn eines Häuptlings geboren, gehörte dem kleinen Volk der Zanaki an und war Katholik. Von 1949 bis 1952 studierte er als erster Tanganjikaner in Großbritannien an der Universität Edinburgh. Er wurde Lehrer, und gründete 1954 die Tanganyika African National Union (TANU) als nationale Massenpartei. 1960 wurde er Ministerpräsident, gab sein Amt jedoch nach Erreichen der Unabhängigkeit für Tanganjika Anfang 1962 auf, wurde im gleichen Jahr zum Staatspräsidenten von Tanganjika gewählt (1965, 1970, 1975 und 1980 Wiederwahl). Im April 1964 konnte Nyerere sein Land mit Sansibar zur Vereinigten Republik Tansania zusammenschließen. 1967 gab er seinen sozialistischen Überzeugungen in der "Deklaration von Arusha" politischen Inhalt. Nyerere verstaatlichte die Banken und andere Wirtschaftsunternehmen, forderte die Neugründung sozialistischer Dorfgemeinschaften (Ujamaa) und eine Reform des Schulwesens. 1985 trat er als Staatspräsident zurück, blieb aber bis 1990 Vorsitzender der Einheitspartei CCM ("Chama Cha Mapinduzi", "Revolutionäre Staatspartei").
Pemba (arabisch: al-Djazîrat al-Khadrâ’ – die grüne Insel) ist mit 984 km² (67 km lang und 22 km breit) und 300.000 Einwohnern die zweitgrößte Insel des Bundesstaats Sansibar (Zanzibar) der Vereinigten Republik Tansania. Die Hauptstadt ist Chake Chake.
Die Massai, Maasai, Maassai oder Masai sind ein nomadisch lebendes indigenes Hirtenvolk in Afrika, das in den weiten Ebenen im Süden Kenias sowie im Norden Tansanias beheimatet ist. Die Massai sind die wohl bekannteste Volksgruppe Ostafrikas. Die Massai halten einerseits an alten Traditionen und Lebensweisen fest, verstehen es aber andererseits auch, ihre Kultur touristisch zu vermarkten.
Tauchen
und Schnorcheln - Möglich ist das auf Sao Tomé, genauer auf Ilhéu
das Rolas, der kleinen "Schildkröteninsel" direkt am Äquator.

Daran
kann ich mich erinnern. Leider waren die Unterwasser- und Farbfotos so sehr
teuer damals und ich habe nicht ein einziges mehr. Aber dass ich auf den Schildkröten
geritten bin, das weiß ich noch. Und so ein kleiner Schildkrötenpanzer
hängt auch an meiner privaten Museumswand in der Küche, neben den
Korallen, Seesternen und Tigermuscheln. Nicht gekauft, sondern eben selbst im
Meer "geerntet".

Seesterne,
Kürbiskalebasse, NelkenKopf ..... - hängt alles in meinem kleinen
privaten Museum in der Küche.
Sansibar ist die einzige Heimat des Sansibar-Stummelaffen (Piliocolobs kirkii). Die Inselstrände von Prison Island werden von Meeresschildkröten für ihr Brutgeschäft aufgesucht. Buschbabies und Bananenschlangen gehören auch dazu!
Grüne Buschschlangen
(Philothamnus battersbyi) sind weit verbreitet und werden oft mit grünen
Mambas verwechselt, die jedoch hauptsäch- lich in Küsten- und tiefliegenden
Gebieten vorkommen. außerdem noch: Ein Kopf, der einem VW Käfer gleicht
(gemäss James Ashe), ein riesiges Auge und Farben von grün (Männchen),
braun (Weibchen), olive, grün-schwarz gesprenkelt bis ganz schwarz charakterisieren
die weitverbreiteten Boomslang (Dipholidus typus). Boomslang heisst in Afrikaans
Baumschlange, was aussagt, wo sie zu finden ist und dort ernährt sie sich
von Chamäleons, Vögeln und Nagern. Ihre Giftzähne liegen hinten
am Kiefer. Sie ist sehr agil, scheu und nicht agressiv. Sie muss stark provoziert
werden, was meist durch Schlangenfänger geschieht. Das langsam wirkende
Gift kann ohne Gegengift fatale Folgen haben, da es die Blutgerinnung verhindert
und innerliches Verbluten verursacht.

Zum
Entsetzen meiner Mutter habe ich auf der Veranda mittels Stöckchen mit
solchen Biestern gespielt.
Auch trugen die Skorpione in der Badewanne nicht gerade zur Beruhigung
meiner Mutter bei.
Aber als Kind ist man arglos und nicht so kopflastig und getan
haben mit die Viecher nichts.
Sie werden
kaum größer als Schoßhündchen, die Antilopen auf der Insel
Sansibar. Man nennt die Art Ader's Duiker und es gibt sie nur dort...

Buschbabies (Halbaffen) = Die
habe ich immer mit Bananen gefüttert!
Bei Viechern fällt mir noch mehr ein - mit Geckos habe ich
gerne gespielt, weil sie immer die Schwänze abwarfen und die Kunst war
es, sie zu fangen, ohne dass sie die Schwänze abwarfen.
Ständig hatte ich die Hemden- und Hosentaschen voller Einsiedlerkrebse,
mit denen ich gerne spielte und redete.
Außerdem hatten wir ständig eine Hauskatze, die durchaus
auf Ratten- und Schlangenjagd war - erst Schnurri (einen kleinen Tiger), dann
Minka (eine schwarzweiße Lady) - und die armen Katzen mußten sich
eine ganze Menge von mir spielwütigem Knaben gefallen lassen ;-)
Am
Eingang des berühmten Weingutes Cos d´Estournel in St. Estephe bei
Bordeaux befindet sich eine gewaltige, über und über kunstvoll geschnitzte,
dunkle Doppelflügel-Tür aus dem Sultanspalast von Sansibar. Der Kaufmann
Louis-Gaspard Estournel handelte im 19. Jahrhundert mit Araberpferden und bezahlte
sie vor Ort in arabischen Ländern des öfteren mit Fässern Wein
aus Bordeaux. Diese gewaltige Tür brachte er von einer seiner Reisen in
die arabischen Länder aus Sansibar mit und ließ sie als Eingang in
dem großen neuen Fasskeller-Gebäude seines Weingutes stirnseitig
an prominenter Stelle einbauen, wo sie seit über 170 Jahren eine Touristen-Attraktion
darstellt.

Diese
Tür wurde in unzähligen Varianten für Touristen verkauft. Eine
solche Tür hängt an meiner privaten Museumswand in der Küche.


Freddie
Mercury wurde unter dem Namen Farrokh Bulsara auf Sansibar geboren am 5. September
1946.
Seine Eltern waren persischer (Iran) Herkunft.
Nationalfeiertag
ist der 26. April, Tag der Union zwischen Tanganjika und Sansibar (1964).
„Sikukuu ya Uhuru” 9. Dezember, Tag der Unabhängigkeit (1961).
Mungu
ibariki Afrika (Gott segne Afrika) ist die Nationalhymne von Tansania.