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Donnerstag
23. 09. 2010
Der Herbst ist als eine der vier Jahreszeiten
die Übergangszeit zwischen Sommer und Winter. In den gemäßigten
Zonen ist er die Zeit der Ernte und des Blätterfalls. Das Wort Herbst ist
verwandt mit engl. harvest, lat. carpere (= pflücken, Ernte) und griech.
karpós (Frucht, Ertrag). Es kommt von indogerm. sker (= schneiden). Ursprünglich
bedeutete Herbst "Zeit der Früchte", "Zeit des Pflückens",
"Erntezeit". Im Herbst färben sich die Blätter an den Bäumen,
bevor sie dann abfallen. Ursache ist der langsame Rückzug der Pflanzensäfte
in den Stamm bzw. in die Wurzeln. Das Chlorophyll wird abgebaut und andere Blattfarbstoffe
sorgen für die bunte Färbung. Bei diesen Farbstoffen handelt es sich
z. B. um Carotinoide und Anthocyane. Teils sind sie im Blatt bereits vorhanden,
teils werden sie neu gebildet, so bei den Anthocyanen. Die Farbstoffe haben
wahrscheinlich eine Lichtschutzfunktion für das Blatt.
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Sonntag,
03. 10. 2010 - Erntedankfest
Das Erntedankfest wird meist am 1. Sonntag im Oktober gefeiert.
Somit ist also das Ertedankfest ein beweglicher Festtag, dessen Termin man sich
also leicht selbst ausrechnen kann. Die Idee des Erntedankfestes geht wahrscheinlich
schon auf vorchristliche Religionen zurück. Schon im Judentum und in römischen
Religionen feierte man im Herbst die lebensnotwendigen, reichen Gaben der Erde.
Das bei uns verbreitete Erntedankfest geht vermutlich auf römisches Brauchtum
zurück. In der Kirche ist ein Erntedankfest seit dem 3. Jahrhundert belegt,
allerdings kein weltweit verbreiteter einheitlicher Festtermin. Ihn kann es
nicht geben, weil der Festzeitpunkt je nach Klimazone unterschiedlich fällt.
In Deutschland ist der erste Sonntag im Oktober erst 1972 von der Bischofskonferenz
festgelegt worden. Die Gemeinden sind aber nicht verpflichtet, dieses Fest auch
zu feiern. In evangelischen Gemeinden ist der Michaelstag (29. September) oder
einer der benachbarten Sonntage Festtag. In der katholischen Kirche steht heute
die Eucharistiefeier im Mittelpunkt, sowie die Weihe von mitgebrachten Ernte-Speisen
und den Dank dafür an Gott. Anschließend gibt es oft Umzüge,
wobei man u.a. die Erntedankkrone mitführt. In manchen Regionen werden
auch Wettbewerbe ausgetragen, über die schönste Erntekrone. Natürlich
darf meist auch die Erntekönigin nicht fehlen. in ländlichen Gemeinden
gibt es aus diesem Anlaß Jahrmärkte (Kirchweih, Kirmes, Kirta) und
es ist auch noch Brauchtum, Strohpuppen auf dem Feld zu verbrennen. Es gibt
natürlich auch Regionen, da hat man das Erntedankfest nach und nach abgeschafft
und an dessen Stelle tritt dann am Ende der allgemeinen Weinlese, das Weinlesefest.
Ein ländlicher Brauch zum Erntedank ist der Almabtrieb an diesem Tage.
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