Ich weiß schon, manchmal wird der grüne Rasen als Hintergrund nervig;
aber zu Ostern soll man ja auch bischen suchen - also viel Spaß dabei.




Gründonnerstag - 21. 04. & Karfreitag - 22. 04.
Ostersonntag - 24. 04. & Ostermontag - 25. 04.
Ostern ist das große Frühlingsfest. Die Natur ist zu neuem Leben erwacht. In dieser schönsten Zeit des Jahres feiern die Christen die Auferstehung des Herrn. Ostern ist neben Pfingsten das älteste und es ist das höchste Fest der Christenheit. Seine Wurzeln liegen im jüdischen Passah- (Pessach)-Fest. Das deutsche Wort "Ostern" leitet sich vom indogermanischen Wort für "Morgenröte" ab. Die Osterzeit beginnt mit dem Ostermorgen und endet 50 Tage später mit Pfingsten. Bis zum 3. Jahrhundert feierte man Ostern als einen Festtag, im 3. Jahrhundert wurde dann die Woche vorher, die Karwoche, als Vorbereitungszeit zur Fastenzeit; im 4. Jahrhundert wurden die "drei heiligen Tage" von Gründonnerstag Abend bis Ostersonntag Morgen als Höhepunkt des Kirchenjahres eingeführt. Das 1. Konzil von Nicäa (325) legte fest, dass der Ostersonntag am 1. Sonntag nach dem 1. Vollmond nach Frühlingsanfang gefeiert wird. Daraus ergibt sich, dass der Ostersonntag nach dem im Westen gültigen gregorianischen Kalender frühestens am 22. März, spätestmöglich am 25. April stattfindet. Die orthodoxen Kirchen berechnen Ostern nach dem julianischen Kalender, der gegenüber unserem gregorianischen derzeit um 13 Tage zurückhinkt. Nach orthodoxer Tradition darf Ostern außerdem nicht vor oder zusammen mit dem jüdischen Passahfest gefeiert werden. Deshalb feiern orthodoxe und westliche Kirchen das Osterfest meist an unterschiedlichen Sonntagen.
Lust auf einen gemeinsamen Osterspaziergang? - da oder dort ;-)

w ü n s c h t       E u c h     a l l e n

     



















Bis zum 16. Jahrhundert wurden die Ostereier von verschiedenen Tieren gebracht. In einigen Regionen kam der Fuchs (Hessen/Westfalen) oder der Hahn (Thüringen), in anderen der Storch, der Kuckuck (Schweiz), der Kranich oder der Auerhahn, um die Ostereier zu verstecken.

Der Osterhase wird zum ersten Mal vom Medizinprofessor Georg Franck von Frankenau im Jahr 1682 (andere Quelle: 1678) in seiner (medizinischen) Abhandlung "De ovis paschalibus – von Oster-Eiern" erwähnt. Er schildert den Brauch für die Region des Elsass und der angrenzenden Gebiete und ergeht sich über die negativen gesundheitlichen Folgen, die der übermäßige Verzehr dieser Eier mit sich bringe.

Die Ursprünge der Verbindung des Hasen mit Ostern – und vor allem mit der Eierherstellung – sind jedoch unklar. Folgende Hypothesen stehen im Raum, die aber allesamt noch nicht wirklich stichhaltig sind: Immer noch gerne debattiert ist die etymologische Verwandtschaft des Wortes "Ostern" (das gleichwohl sicher über mittelhochdeutsch "ôstern", althochdeutsch "ôstarâ" vom germanischen "austro" = Osten? herrührt), mit einer nicht sicher nachgewiesenen angelsächsischen Frühlingsgöttin Eostre bzw. dem germanischen Äquivalent Ostara und ebenfalls der germanischen Erdgöttin Holda, deren Symbol Hase und Ei sind (Beides Zeichen für Leben und Fruchtbarkeit.). Auch die griechische Fruchtbarkeitsgöttin Aphrodite hat den Hasen als Zeichen.


Das Osterfest basiert auf dem Mondkalender, der erste Vollmond nach Frühlingsanfang markiert diesen Termin, der darauf folgende Sonntag ist der Ostersonntag. Der Mond wird durch den Hasen symbolisiert, auch unser Märchen vom Hasen und dem Igel basiert hierauf. Man kann im Bild des Vollmondes auch tatsächlich, mit etwas Phantasie, einen Hasen erkennen, in unseren Breiten liegt er schräg auf dem Kopf.

Das protestantische städtische Bürgertum entwickelte ab etwa 1700 den Brauch des Ostereiersuchens. Oft erwähnt wird die Möglichkeit einer "städtischen" Entwicklung des Osterhasens als Erklärung für die Kinder, wo die Eier herkämen. Bauernkinder hätten eine solche Geschichte nicht geglaubt. Bei näherem Hinsehen erweist sich das jedoch als wenig stichhaltig - ein Stadtkind des 18. Jahrhunderts dürfte sehr wohl mit Hasen und Hennen vertraut gewesen sein. Dass der Osterhase eine protestantische Erfindung sei, wird dadurch erklärt, dass sich in katholischen Gegenden durch die Fastenzeit zu Ostern ein großer Bestand an Eiern angehäuft hat. Da Protestanten ihre Kinder nicht mit dem katholischen Brauch des Fastens bekannt machen wollten, haben sie zur Erklärung dieses Phänomens den Osterhasen erfunden.

Einige frühe bemalte Ostereier zeigen das Dreihasenbild - eine Darstellung von drei Hasen mit lediglich drei Ohren insgesamt, bei denen aufgrund der "Doppelverwendung" von Ohren dennoch jeder Hase zwei Ohren hat; dies ist heute ein bekanntes Symbol für die Dreieinigkeit (die ursprüngliche Bedeutung ist unklar). Eventuell könnte man von dieser Darstellung auf den Hasen als Eierlieferant gekommen sein.

Es ist ebenfalls überliefert, das der Gründonnerstag als Zahlungs- und Zinstermin für Schulden galt. Die Gläubiger zahlten oft mit Eiern und Hasen. Eine Überlieferung besagt, dass ein Schuldner, der seinem Gläubiger alles zurückzahlen konnte, einem Hasen gleicht, der nun nicht mehr von den Hunden gehetzt würde. Wobei mit Schuldnern diejenigen Bauern gemeint waren, die ihren Lehnsherren meist am Gründonnerstag Abgaben, beispielsweise in Form von Naturalien, meist Eiern, leisten mussten.

Warum bringt der Osterhase die Ostereier? Der Hase kommt im Frühjahr auch vermehrt zur Futtersuche in die Dörfer und Gärten. Und aufgrund seines Verhaltens, sich in der Nähe von Menschen aufzuhalten, wurde ihm vermutlich das Ablegen der Ostereier angedichtet. Aus alten Aufzeichnungen aus Zürich geht der Osterhase als Überbringer der Ostereier folgendermaßen hervor: Es ist von den Paten der Brauch gewesen, Kinder einzuladen, um mit ihnen den Osterhasen zu jagen, d. h. es wurden die im Garten versteckten Eier gesucht. Die bunten Eier wurden dabei dem Osterhasen zugeschrieben, weil er viel schneller als die Hennen war, und diese keine bunten Eier legen konnten. Dieser Brauch ist also eher dem Erklärungsnotstand der Erwachsenen gegenüber den Kindern zuzuweisen, denn der Osterhase war glaubhafter als Überbringer der Ostereier als die Hennen. So kamen warscheinlich im Laufe der Zeit der Osterhase und die Ostereier zusammen.


Es gibt regional und konfessionsbedingt viele unterschiedliche Osterbräuchen, u. a.:

Ostereier zu färben, zu verstecken, zu suchen und zu essen ist ein weit verbreiteter Brauch. Das Ei ist Smbol des Lebens, der Fruchtbarkeit und der Erneuerung. In früheren Zeiten wurden die Ostereier der Frühlingsgöttin Ostara zum Opfer gebracht, heute gelten Sie eher als Zeichen der Freunschaft. Das Essen von Eiern zu Ostern sollte nicht nur die Manneskraft stärken, sondern auch der allgemeinen Gesundheit dienen. Zur 40 tägigen Fastenzeit durften keine Eier gegessen werden. Damit die in der zwischenzeit anfallenden Eier nicht schlecht wurden, mussten sie haltbar gemacht werden. Dazu kochte man sie in Wasser. Es ist überliefert, dass Pflanzenteile zum Färben der Eier mit in das Kochwasser getan wurden. So wurden später die gekochten von den rohen Eiern unterschieden. Seit dem 12. Jahrhundert ist vornehmlich der Ostersamstag der Tag an dem die Ostereier gefärbt werden, um dann mit anderen Lebensmitteln in bunten Körben zu Ostern in der Kirche geweiht zu werden. Am Ostersonntag dürfen die Kinder dann die vom Osterhasen versteckten Ostereier suchen. Beim suchen der Ostereier war die Farbe nicht bedeutungslos. Zuerst ein blaues sollte Unglück bringen, ein rotes Osterei dagegen 3 Tage Glück.

Dem Osterwasser wird eine besonders heilende und Glück bringende Wirkung nachgesagt. Es gilt als das Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit. Selbst dem Ostertau kommt eine besondere Bedeutung zu. Früher haben die Frauen im fliessenden Osterwasser gewaschen. Das Wasser wurde schon früh am Ostersonntag von der Quelle geholt, weil dieses Osterwasse die Fruchtbarkeit förderte, wenn es schweigend nach Hause gebracht wurde. Da Wasser ein wertvolles Gut war, wurden oft die Quellen und Brunnen mit Blumen und anderen Dekorationen geschmückt.

Das Abbrennen eines Osterfeuers, in der Nacht von Ostersamstag auf Ostersonntag und in der folgenden Nacht ist ein alter Brauch. Gegen Abend trifft man sich zur Entzündung des über den Winter angesammelten Haufens aus Zweigen und Holz. Das Osterfeuer sollte den Winter und böse Hexen sowie Geister vertreiben. Oft werden auch Strohpuppen in der Mitte des Holzhaufens aufgestellt. Der Schein des Osterfeuers sollte Mensch und Haus vor Krankheiten und Unheil bewahren. Wer den Schein erblickte, dem sollte es Glück bringen. Die Osterfeuer wurden häufig auf Hügeln errichtet, um den Schein so weit wie möglich reichen zu lassen. Ein weiterer Brauch ist es, am Ostersonntag Feuerräder einen Berg hinunter rollen zu lassen. Am Karsamstag werden Wagenräder und Eisenreifen mit Stroh Umwickelt. Am Ostersonntag wird auf einem Berg ein aufgeschichteter Haufen aus Reisig angezündet. Ist dieser heruntergebrannt werden an ihm die Feuerräder entzündet und dann ins Tal gerollt.

Die Osterkerze und das Lichtfest haben Ihre Wurzeln in den Traditionen der alten Kirchen, die Osternacht mit vielen Kerzen zu erhellen. Aus der Stadt Rom ist der Brauch überliefert, die Osternachtsfeier mit zwei mannshohen Osterkerzen zu erleuchten. Die Osterkerze ist im Christlichen Glauben im 4. Jahrhundert entstanden. Die Kirchen Roms verwendeten die Osterkerze ab dem 7. Jahrhundert. Bis zum 10. Jahrhundert hatte sich diese Tradition in den verschiedenen westlichen Zivilisationen der Welt verbreitet. Alten Bräuchen nach wird die Osterkerze zu Beginn der Osternachtsfeier von Karsamstag auf Ostersonntag am geweihten Feuer entzündet und in die dunkle Kirche getragen. Die Osterkerze wird von der Gemeinde mit dreimaligem "Christus ist das Licht - Gott sei ewig Dank" begrüßt. Dazu wird das Exultet ( Preislied aus dem 1. Jahrtausend ) gesungen. Die festlich geschmückte Osterkerze wird dann auf dem Osterleuchter angebracht und die Gemeinde entzündet ihre mitgebrachten Osterkerzen an dieser Flamme. Damit soll bekundet werden, das Jesu der Ursprung des Lebens ist und Licht in die Dunkelheit bringt. Durch die Absenkung der Osterkerze in das Taufwasser bei der Weihung des selbigen wurde diese Bedeutung noch verstärkt. Die Motive auf den Osterkerzen bestehen meist aus Kreuzen, Bäumen, einem Lamm, einer Taube, dem Sonnenlicht oder Wasser. Die weisse Kerzenfarbe steht für die Hoffnung und das neue Leben. Auch bei Begräbnissen brennt die Osterkerze neben dem Sarg, um die Verbindung zwischen Tod, Taufe und Auferstehung zu verdeutlichen. Die Osterkerze brennt nur während der 50tägigen Osterzeit von Ostern bis Pfingsten, an Taufgottesdiensten und bei Beerdigungen.

Ostern - jatšy und die Sorben = Die älteste bekannte Erwähnung von sorbischen Ostereiern stammt aus der Zeit um 1700. Bis heute ist das Ostereierverzieren fest im Jahresbrauchtum der Sorben verankert. Weit verbreitet ist die Wachstechnik. Mittels besonders zurechtgeschnittener kleiner Gänsefedern wie auch mit Stecknadelkuppen wird auf die sauberen gekochten oder ausgeblasenen Eier heißes Wachs als Muster aufgetragen. Das erstarrte Wachs schützt die Schale vor der Farblösung. Anschließend wird das Wachs durch Erhitzen und Abwischen entfernt. Das Muster tritt nun in seiner ganzen Pracht hervor. Eine ruhige Hand verlangt auch die Kratztechnik. Dort wird auf das bereits gefärbte Ei das Muster mit einem spitzen Gegenstand eingeritzt. Bei der Ätztechnik trägt man auf das gefärbte Ei mit einer Schreibfeder Säure auf, welche die Farbe löst und wird dann vorsichtig abgewischt. Früher wurde Sauerkrautsaft, heute verdünnte Salzsäure benutzt. Bei der seltener praktizierten Wachsbossiertechnik wird farbiges Wachs wie bei der Wachstechnik auf ein weißes oder hell gefärbtes Ei aufgetragen und verbleibt auf der Schale.

Großer Beliebtheit erfreut sich auch heute noch bei den Kindern das Waleien. Im Garten oder auf einer Wiese werden die geschmückten Ostereier auf einer vorher angelegten, abschüssigen Bahn heruntergerollt, wobei sie natürlich ins Trudeln geraten, was den Reiz der Sache erhöht. Eier, die dabei von einem nachrollenden Ei getroffen werden, gelten als geschlagen und der Besitzer bekommt das Ei, ein Geldstück oder ein Bonbon. Dieser Brauch diente ursprünglich ebenfalls als Fruchtbarkeitszauber, der den für die Bauern so wichtigen Graswuchs fördern sollte.
Mit dem Osterwasser pflegte man sich zu waschen, besprengte aber auch das Vieh und mancherorts die Menschen, denen man begegnete. Früher holten in der Nacht zum Ostersonntag die Mädchen vor Sonnenaufgang das heilkräftige Osterwasser. Auf dem Weg zur Quelle oder zum Fließ wie auch auf dem Rückweg musste völliges Schweigen bewahrt werden. Geschöpft wurde das Osterwasser dort, wo es aus östlicher Richtung floss, also vom Sonnenaufgang. Die Burschen versuchten dann die Mädchen auf dem Rückweg zu erschrecken oder zum Sprechen zu bewegen. Wurde das Schweigegebot gebrochen, verlor das Osterwasser seine Gesundheit und Schönheit fördernde Wirkung. Die Mädchen brachten "Plapperwasser" heim und wurden verspottet.

Beim Osterspaziergang wurde nach der langen Winterzeit der Frühling und die Erneuerung der Natur begrüßt. Es wurde sich schön gemacht und neue Kleider wurden aufgetragen. Dieser Brauch wird auch heute noch mehr oder weniger vollzogen, da der Osterspaziergang meist die ganze Familie zusammenbringt und die Natur ihr übriges zur Gesundheit beiträgt.



 


Der Osterspaziergang  
(Johann Wolfgang von Goethe, Faust I)

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden, belebenden Blick.
Im Tale grünet Hoffnungsglück. Der alte Winter, in seiner Schwäche, zog sich in rauhe Berge zurück.

Von dort her sendet er, fliehend, nur ohnmächtige Schauer körnigen Eises
in Streifen über die grünende Flur.

Aber die Sonne duldet kein Weißes, überall regt sich Bildung und Streben.
Alles will sie mit Farben beleben; doch an Blumen fehlts im Revier.
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.

Kehre dich um, von diesen Höhen, nach der Stadt zurück zu sehen!
Aus dem hohlen finstern Tor dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern. Sie feiern die Auferstehung des Herrn,

Denn sie sind selber auferstanden:
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern, aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
aus dem Druck von Giebeln und Dächern, aus der Straßen quetschender Enge,
aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht

Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge durch die Gärten und Felder zerschlägt,
wie der Fluß in Breit und Länge so manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen, entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel, hier ist des Volkes wahrer Himmel,

Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!




Osterlämmer gibt es auf meiner schafigen Seite!














































  




Da bin ich live zu erreichen!