Ein Land voller Ideale am Anfang (1949), mißbraucht und verdorben am Ende (1989) - aber nichtsdestotrotz eine Filmkunst, die den Umständen entsprechend ihresgleichen suchte. Auffällig, wie oft bei Interpretationen aus heutiger Sicht vom bewussten Widerstand und immerwährenden Versuch der Vereinigung beider deutscher Staaten die Rede ist. Oftmals ist es aber einfach nur der mehr oder weniger gelungene Versuch, Alltag im eigenen Land wiederzuspiegeln, was eben nicht immer einfach war und manchmal unfreiwillig komisch wurde. Mag sich jeder sein eigenes Bild machen und die KünstlerInnen vor und hinter der Kamera bewundern, die ihr Handwerk nicht nur gelernt hatten, sondern es mit ausgezeichneter Qualität darboten, die immer wieder international ausgezeichnet, gewürdigt und bewundert wurden! Interessant ebenfalls die Synchronarbeiten - heute aus marktwirtschaftlichen Gründen von hochdotierten Schauspielern übernommen - damals wegen geradezu perfektionistischer Qualitätsansprüche - oftmals sind es heute noch bei TV-Wiederholungen vieler internationaler Produktionen die Synchronstimmen der DDR-KünstlerInnen - achso - noch etwas - es wird auffallen, daß die KünstlerInnen, die heute in den Retroshows als DDR-Stars Auskunft geben möchten, nicht wirklich hier vorkommen - dies also auch mein kleiner Beitrag zur realeren Betrachtungsweise - in diesem Sinne: Viel Spaß beim Stöbern und Entdecken! Generell sehr schade ist, daß es zwar mehr und mehr Lexika zur DEFA gibt, leider die vielen Fernsehproduktionen völlig vernachlässigt werden und da wäre noch einmal ein immenses Reservoir für alle Fans von diesem oder jenem cineastischen Meisterwerk! Eines würde ich mir aber ganz doll und bestimmt immer wieder wünschen: Die Filmkritiken einer Frau Renate Holland-Moritz!
= Berlin-Film
&
= verlinkte Extraseite
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Logisch freue ich mich über
Kommentare, Ergänzungen etc.
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= ORB - Silvesterschwank
- DDR 1983-1989 - Autor und Regie: Hans-Joachim Preil - In den 6 Folgen geht
es um die jährliche Organisation des Silvester-Programms im Ferienheim
Bergkristall. Im Mittelpunkt steht einerseits der völlig gestresste Heimleiter
Helmut Oberpichler (Willi Scholz), der seiner Meinung nach immer alles im Griff
hat und Alois Wachtel (Alfred Müller), der eigentlich bei der Post arbeitet,
aber sein Herz ans Ferienheim (und vor allem dessen Schnapsvorrat) verloren
hat. Stammbesetzung: Alfred Müller, Willi Scholz, Margitta Preil, Marita
Gerasch, Joachim Kaps, Werner Senftleben, Brigitte Krause, Irmelin Krause, Georgia
Kullmann, Marcus Hopp & In jeder Folge einen prominenten Überraschungsgast,
der zum guten Schluß zum Gelingen der Silvesterparty beiträgt.
Ferienheim Bergkristall - Silvester
fällt aus
Gast: Helga Göring, Wolfgang Greese, Giso Weißbach = 1985
Ferienheim Bergkristall - Mach'
mal 'n bißchen Dampf
Gast: Dagmar Frederic, Manja Göring, Paul Arenkens = 1984
Ferienheim Bergkristall - Das
ist ja zum Kinderkriegen (I)
Gast: Heidi Weigelt, Dietmar Richter-Reinick, Friedericke Aust = 1986
Ferienheim Bergkristall - So
ein Theater
Gast: Margot Ebert, Wilfried Ortmann, Hans-Joachim Preil = 1987
Ferienheim Bergkristall - Alles
neu macht der May
Gast: Peter Wieland = 1989

= ORB - Fernsehschwank - seit 28. 12. 1984
- Olga, Irmgard und Mathilde (Helga Göring, Marianne Kiefer, Ingeborg Krabbe),
drei Damen in den "reiferen" Jahren, sind die drei reizenden Schwestern,
die in 7 Folgen der Serie abenteuerliche Episoden erleben und für ungebremste
Heiterkeit sorgen. Stammbesetzung: Lutz Jahoda, Annette Gunkel, Andreas Schumann,
Rainer Doering & pro Folge ein prominenter Gast
Drei reizende Schwestern - Eine
alte Fregatte (Folge 3)
Gast: Ursula Karrusseit
Drei
reizende Schwestern - Willkommen im Rampenlicht
Gast: Jutta Vulpius, Wolfgang Ostberg, Traute Sense, Paul Arenkens, Ursula am
Ende = 1988
Drei reizende Schwestern - Das
blaue Krokodil
Gast: Marianne
Wünscher, Kaspar Eichel = 1989
Drei reizende Schwestern - Familienfest
mit Folgen
Gast: Gisela May, Frank
Schöbel, Gerd E. Schäfer
Drei reizende Schwestern - Trick
17
Gast: Doris Abeßer, Christel Peters, Paul Arenkens = 1987
Mitschnitte
* 1995 - Gern-Seh-Abend mit Ingeborg Krabbe
Maxe in Blau
mit Gerd E. Schäfer, Traute Sense, Marianne Kiefer, Ingeborg Krabbe, Ursula
Christowa-Staack, Herbert Köfer
1981 - MDR - SilvesterFernsehschwank
* Überleitung zu "Drei reizende Schwestern" (ursprüngliche
Schwänke siehe Helga
Hahnemann)
Ein irrer Duft von frischem
Heu
Ein SED-Parteisekretär (Peter Reusse) erwirbt sich den Ruf eines Wunderheilers
- bald ist er sowohl der Kirche als auch der SED ein Dorn im Auge. Letztere
schickt eine Kontrollperson (Ursula Werner), die aber dem "Wunderheiler"
auch verfällt.
mit Ursula Werner, Peter Reusse, Ursula Christowa-Staack, Martin Hellberg, Jan
Triska, Roland Knappe
1977 - ORB - PolitKomödie nach dem gleichnamigen Lustspiel von Rudi Strahl
- 85 min
Frau Jenny Treibel
Kommerzienrat Treibel (Günter Naumann)
war für Jenny (Gisela May), der geborenen Bürstenbinder, eine gute
Partie. Nur den Sinn fürs "Poetische" vermißt sie an ihm.
Nun soll es ihr jüngster Sohn Leopold (Henry Hübchen) besser haben
- mit der verarmten, aber aus gebildeten Kreisen stammenden Corinna (Gabriele
Heinz).
1976 - ORB - LiteraturDrama - 95 min mit Gisela May, Henry Hübchen, Günter
Naumann, Gabriele Heinz, Madeleine Lierck, Petra Hinze
Schauspielereien - Kajütboot
gesucht & Die Heiratsannonce
Ein kleiner Blick auf die unwahrscheinlichen SuperQualitäten beider Protagonisten,
die bis heute, so unterschiedlich sie auch sein mögen, unterschätzt
werden!
mit Gisela May, Alfred Müller - 1982 - ORB - Komödie - 70 min
Go, Trabi, go
Zwanzig Jahre hat ER (Trabi "Schorsch")
auf dem Buckel, brachte Udo (Wolfgang Stumph) und Rita (Marie Gruber) zum Standesamt
und stellte für die Zeugung von Jacqueline (Claudia Schmutzler) seine klebrigen
Plastiksitze zur Verfügung. Nun muß Trabi "Schorsch" die
dreiköpfige Familie aus Bitterfeld ins Land der Zitronen bringen. Auf den
klapprigen Kofferraumdeckel hat Lateinlehrer Udo das Motto der Fahrt gepinselt:
Neapel sehen und sterben. Bevor die Familie Struutz allerdings ihr Ziel erreicht,
sterben einige Illusionen über den schönen "goldenen" Westen.
1990 - Deutschland - N3 - NachwendeKomödie - 96 min mit Wolfgang Stumph,
Marie Gruber, Claudia Schmutzler, Ottfried Fischer, Dieter Krebs, Dieter Hildebrand,
Billie Zöckler, Konstantin Wecker, Monika Baumgartner, Barbara Valentin
* Der 1973 ausgebürgerte Regisseur Peter Timm hat's mit den Auto's, u.
a. "Manta, Manta"!
Go, Trabi, go II - Das war der
wilde Osten
Als die wackere Ossi-Familie Struutz unter
Führung von Oberhaupt Udo (Wolfgang Stumph) aus dem Urlaub zurückkehrt,
trifft sie der Schlag. Nicht nur, daß sich die Smog-Wolken über Bitterfeld
verzogen haben, das Struutz'sche Domizil muß einem Golfplatz weichen und
fällt einer Explosion zum Opfer. Nur eine obskure Erbschaft (eine Gartenzwergfabrik!)
kann die Familie vor dem Ruin retten.
1992 - Deutschland - NachwendeKomödie - 103 min mit Wolfgang Stumph, Marie
Gruber, Claudia Schmutzler, Rolf Zacher, Uwe Friedrichsen
Wie füttert man einen Esel?
Fernfahrer Fred hat entlang der weiten Straßen zahlreiche Liebesverhältnisse,
die er immer wieder gerne auffrischt. Bei einer Tour nach Bulgarien wird er
in Prag in einen Unfall verwickelt, und sein Beifahrer Orje, der dabei seine
Mundharmonika verschluckt, fällt aus. Die Tschechin Jana setzt durch, dass
Fred sie an Orjes Stelle mitnimmt. Ihr gefällt der Mann, und sie plagt
sich redlich mit dem Schwerlaster und damit, Freds Aufmerksamkeit zu gewinnen.
Doch Fred ist mehr daran interessiert, sein Adressenbüchlein Station für
Station „abzuarbeiten“. Jana mangelt es nicht an Einfällen, ihn dabei zu
stören. Langsam schwindet sein Ärger darüber, und auf der Rückfahrt,
im Prunkbett eines ungarischen Schlosses, finden sie endlich zusammen.
1974 - MDR - Komödie - 95 min - ist 92 min mit Manfred Krug, Karla Chadimowa,
Jana Gyrova, Hana Talpova, Marianne
Wünscher,
Kati Bus, Fred Delmare, Ference Baracsi, Christel Bodenstein, Josef Hlinomaz,
Rolf Hoppe, András Mész, Mila Mysliková, Maria Stefanová,
Jan Trista
* Musik Günther Fischer / Gesang Manfred Krug, Claus-Renft-Combo, Illés-Ensemble,
Impuls 73, Phönix, Victor Sodoma und Shut up
Orpheus in der Unterwelt
Die Liebe zwischen Orpheus (Wolfgang Greese)
und Eurydike (Dorit Gäbler) ist erloschen. Sie wird von Göttervater
Jupiter (Rolf Hoppe) und Unterweltboß Pluto (Achim Wichert) umworben;
er amüsiert sich auch lieber anderwertig mit seinen jungen Musik-Schülerinnen.
Orpheus freut sich gar, als die Götter seine Gattin entführen. So
muß Autor Offenbach (Gerry Wolff) selbst ins Geschehen eingreifen, um
seinen Helden auf Touren zu bringen.
1974 - MDR - MusikKomödie nach der gleichnamigen Operette von Hector Cremieux
und Jacques Offenbach - 88 min - mit: Dorit Gäbler, Rolf Hoppe, Wolfgang
Greese, Helga Piur, Fred Delmare, Gerry Wolff, Lisa Macheiner, Achim Wichert,
Fred Düren
Alle meine Mädchen
Ein Student der Filmhochschule erhält
den Auftrag, einen Dokumentarfilm über eine Frauenbrigade im Berliner Glühlampenwerk
zu drehen. Sein berufliches Interesse wandelt sich langsam in persönliche
Anteilnahme: er nimmt selbst aktiv Anteil an Konflikten der Brigade.
1979 - ORB - AlltagsDrama - 76 min mit Andrzej Pieczynski, Lissy Tempelhof,
Monica Bielstein, Madeleine Lierck, Barbara Schnitzler, Viola Schweitzer
Claire Berolina
Frisch und originell in Szene gesetzte,
biografisch nicht immer exakte Ausschnitte aus dem Leben der populären
Volkssängerin und Kabarettistin Claire Waldoff, die es in ihrer unnachahmlichen
und von derbem Witz geprägten Art verstand, in den ersten Jahrzehnten des
20. Jahrhunderts die Berliner Kleinkunst-Szene wesentlich mitzuprägen.
ORB - 1987 - Biographie/Drama - 90 min mit Maria Mallé, Dorit Gäbler,
Christel Bodenstein, Karla Chadimowa, Fritz Hille, Peter Buchheim
Nikolaikirche
Teil I = Deutschland vor der Wende: Die
Leipzigerin Astrid (Barbara Auer) steckt in einer persönlichen Krise, die
sie auch am DDR-System zweifeln läßt. Nach dem Tod ihres Vaters 1987
stürzt sich die Architektin in die Friedensbewegung, die sich jeden Montag
unter Pastor Ohlbaum (Ullrich Mühe) in der Nikolaikirche einfindet. Ganz
anders ihr Bruder Sascha (Ulrich Matthes), der 1989 noch fest an die Zukunft
des Arbeiter- und Bauern- Staates glaubt. Die Konfrontation zwischen den Geschwistern
ist unabwendbar. Der Geistliche Ohlbaum gerät zunehmend ins Visier der
Staatssicherheit... & Teil II = Bei den Bachers spitzen sich die Konflikte
zu. Astrid (Barbara Auer), die sich der Friedensbewegung angeschlossen hat,
gerät immer öfter mit ihrem Bruder Sascha (Ulrich Matthes) aneinander.
Der wiederum erhält vom Staatssicherheitsdienst den Auftrag, seine eigene
Mutter (Annemone Haase-Wolf) zu bespitzeln: Sie bekommt Besuch (Alfred Müller)
aus Westberlin.
Deutschland/Österreich - 1995 - B3/arte - HistorienDrama - 167 min im TV
und 138 min im Kino von Frank Beyer mit Barbara Auer, Annemone Haase-Wolf, Ullrich
Mühe, Ulrich Tukur, Otto Sander, Ulrich Matthes, Günther Naumann,
Alfred Müller, Daniel Minetti, Alfred Müller, Rolf Ludwig, Peter Sodann
* Nach dem gleichnamigen Roman von Erich Loest - Ein ehrlicher, historisch nicht
immer korrekter Film, der es aber schafft, vom dümmlich-sächsischen
Gebrüll "Wir sind ein Volk" wegzukommen. Wichtig für die
Zukunft - auch für Relationen und persönliche Konfliktbewältigung.
Abgehauen
"Die DDR braucht endlich - und wie!
- Rosas rote Demokratie", singt Wolf Biermann 1976 bei einem Auftritt im
Westen und verscherzt sich damit die letzten Sympathien bei Honecker und seinen
Genossen. Als die Regierung den unbequemen Barden aus dem Staate wirft, reagiert
die Künstler-Elite der DDR mit einem gepfefferten Protestbrief. Um die
Wogen zu glätten, lädt das Politbüro die einflußreichen
Unterzeichner zu einem Gespräch in die Villa des DEFA-Stars Manfred Krug
(Peter Lohmeyer) ein. Während der sachlichen Debatte, die Krug heimlich
auf Tonband festhält, ahnt der populäre Schauspieler nicht, welche
Schikanen die Staatsmacht für ihn bereithält. Entgegen aller Zusagen
wird er mit einem - nie ausgesprochenen - Berufsverbot belegt, das ihn 1977
zum Handeln zwingt: Er beantragt seine Ausreise in den Westen. Die nächsten
Wochen sind geprägt von Behördengängen, Selbstzweifeln und sozialer
Isolation.
Deutschland - 1998 - Biographie/Drama - 90 min mit Peter Lohmeyer, Manfred Krug
* Frank Beyer erhielt für dieses Kammerspiel den Grimme-Preis.
* Ulrich Plenzdorf und Frank Beyer setzten diese Erinnerungen von Manfred Krug
in Szene. Ich persönlich mochte schon damals Herrn Krug nur bedingt - seine
schauspielerischen Leistungen waren nun nicht wirklich so einmalig - es war
eben einer unter sehr vielen sehr guten Künstlern - seine JazzPlatten mochte
ich als Schnulzenliebhaber, seine gerade nach der Wende geäußerten
Statements waren mir suspekt. Ist halt einer unter vielen, der mit manchen Sachen,
die er machte, meinen Nerv traf - ein sogenannter Widerständler ist er
nur, weil er sich selbst dazu ernannte und als solcher gut vermarktete. Interessant,
die der meinen ähnliche Einstellung von Angelica
Domröse in ihrer Biografie "Ich fang' mich selbst ein"
- sehr empfehlenswert!
Ein Volk sprengt seine Mauern
Die Öffnung
der Berliner Mauer; die stürmischen Ereignisse an der deutsch/deutschen
Grenze. Bilder, die in ihrer Emotionalität Millionen Menschen in aller
Welt bewegten. Mit aktuellem Bildmaterial, Aussschnitten aus dem Benefizkonzert
der Berliner Philharmoniker, dem "Konzert" für Berlin mit Joe
Cocker, Nina
Hagen, Udo Lindenberg sowie einem filmhistorischen
Rückblick. Deutschland - 1990 - Dokumentation - 75 min - ist 74 min
Sonnenallee
Sie pinkeln auf den Antifaschistischen Schutzwall
und würden für ein Album der Rolling Stones oder eine "Junglers"-Hose
von C&A ihr Leben geben. Micha (Alexander Scheer) und seine Clique versuchen
alles, um sich dem sozialistischen Alltag der 70'er zu entziehen. Ein schwieriges
Unterfangen, denn sie leben im Ostberliner Teil der Sonnenallee, im Schatten
der Mauer und im Revier eines minderbemittelten Grenzers (Detlev Buck). Und
zu Hause? Da sitzt die fluchtbereite Mutter (Katharina Thalbach) mit der nervenden
West-Verwandtschaft beim Rotkäppchen-Sekt.
Deutschland - 1999 - SAT-1
- Komödie nach einem Roman von Thomas Brussig - 94 min mit Alexander Scheer, Katharina Thalbach, Henry Hübchen,
Detlev Buck, Ignaz Kirchner, Margit Carstensen, Christine Harbort, Alexander
Beyer, Robert Stadlober, Teresa Weißbach
Berlin - Ecke Schönhauser
Unter dem U-Bahnbogen auf der Schönhauser
Allee treffen sich täglich die 16-/17-jährigen, denen der Platz im
Elternhaus zu eng wird. Mutproben sind an der Tagesordnung, und für eine
Westmark, wirft man schon mal eine Laterne ein. Der Bauarbeiter Dieter sucht
auf der Straße die Freiheit, Kohle flüchtet vor seinem ständig
betrunkenen Stiefvater, Karl-Heinz ist schon auf der kriminellen Bahn, und Angela
muß zu Hause Platz machen, wenn die Mutter den Freund empfängt. Karl-Heinz
versucht Kohle in seine dunklen Geschäfte zu ziehen, und nach einem vermeintlichen
Totschlag flüchten die beiden nach Westberlin, wo Kohle im Auffanglager
tragisch ums Leben kommt. Dieter entflieht der zweifelhaften "Fürsorge"
des Lagers und kehrt nach Hause zurück. Er will für seine Schuld einstehen,
um danach ein neues Leben beginnen zu können - und er will zu Angela, die
ein Kind von ihm erwartet.
DDR - 1957 - 79 min mit Ekkehard Schall, Ilse Page, Harry Engel, Ernst-Georg
Schwill, Helga Göring, Anselm Glücksmann, Erika Dunkelmann, Maximilian
Larsen, Raimund Schelcher, Ingeborg Beeske, Siegfried Weiß, Manfred Borges,
Hartmut Reck, Jürgen Holtz, Gerhard Soor, Gerhard Rachold, Adi Tischmeier,
Heinz Schröder, Peter Kiwitt, Gerd Michael Henneberg, Horst Friedrich,
Rolf Ripperger, Hella Jansen, Brigitte Stroh, Dorothea Thiesing, Albert Zahn,
Paul Streckfuß, Jean Brahn
Königskinder
Filmballade nach dem Motiv des Volksliedes
von den zwei Liebenden, die zueinander nicht kommen konnten. Ein Liebesfilm,
der zugleich ein Kapitel Zeitgeschichte ist und vom Beginn des Naziterrors bis
in die Schützengräben des Zweiten Weltkrieges führt. Magdalena
(Annekathrin Bürger) und Michael (Armin Müller-Stahl) sind zwei Arbeiterkinder
aus Berlin. Sie haben sich ewige Treue geschworen. Mit der Machtergreifung der
Nazis wird ihre Liebe allerdings auf eine harte, lange Probe gestellt. Michael,
der sich den Faschisten nicht beugt, wird zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.
Magdalena, die seine politischen Aktivitäten immer ängstlich betrachtet
hat, wächst über sich hinaus und tritt an seine Stelle. Als auch sie
in Gefahr gerät, wird sie von Jürgen, einem ehemaligen Freund, der
sich zwar auf die Seite der SA geschlagen hat, aber sein Gewissen nicht verloren
hat, gerettet. Als Michael aus dem Zuchthaus in ein Strafbatallion gesteckt
wird, trifft er Jürgen wieder. Gemeinsam liegen sie in den Schützengräben
des Zweiten Weltkrieges und laufen schließlich gemeinsam zur Roten Armee
über. Eines Tages, so hofft Michael, wird er Magdalena wiedersehen.
DDR - 1962 - 89 min mit Annekathrin Bürger,
Armin Mueller-Stahl, Ulrich Thein, Marga Legal, Charlotte Küter, Monika
Lennartz, Manfred Krug
Hostess
Die Hostess Jette (Annekathrin Bürger),
die seit zwei Jahren mit dem Automechaniker Johannes (Jürgen Heinrich -
"Wolff's Revier") zusammenlebt, trennt sich von diesem und beginnt,
ihr gegenseitiges Verhältnis zu überprüfen. Dabei wirken die
Ehekrise ihres Bruders und der Liebeskummer ihrer Kollegin eher abschreckend.
Erst ein Flirt mit dem Ex-Freund (Regisseur Rolf Römer und im wirklichen
Leben Ehemann von Annekathrin Bürger) verschafft ihr klare Sicht und sie
kehrt schließlich wieder zu ihrem Freund zurück.
DDR - 1975 - 98 min mit Annekathrin Bürger, Jürgen
Heinrich, Roswitha Marks, Berndt Stichler, Manfred Karge, Angela Brunner, Rolf
Römer
* Upss - Erotik im DDR-Kino im amüsanten 70'er-Look, mit vielen wunderschönen
Berlinbildern und einem SpecialAuftritt von Nina
Hagen und den von Veronika Fischer gesungenen
Filmsongs.
Der Tunnel
Ein Bruder gräbt
1961 einen Tunnel unter die Mauer von West nach Ost, um seine Schwester in den
Westen zu holen.
- mit Heino Ferch - Deutschland - Mauerdrama nach einer wahren Begebenheit - 90 min
El Cantor - DDR-Film von und mit Dean Reed gewidmet
dem chilenischen Sänger Victor Jarra, der in Unitad Popular als "El Cantor" gefeiert
wurde und nach dem Sturz der Allende-Regierung ein Opfer der Putschisten wurde. - Das HorrorSzenario fand übrigens
1973 in Santigo de
Chile (mittlerweile nachweisbar durch die CIA
gelenkt) am 11. September statt und hatte im Jahre 2003 ein trauriges 30-jähriges
Jubiläum! - 1977 - 90 min - mit Dean Reed
- Friederike Aust - Gerry Wolff - Thomas Wolff - Georgi Rositsch
- Auf dieser DVD ist anschließend noch
eine Dokumentation: Dean Reed - Ein sozialistischer Cowboy! - Sehr späte Reminiszenz an den Idealisten
Dean Reed - Amerikaner der sich bewußt in der DDR für’s Ziel mißbrauchen
ließ und daran scheiterte!
(Wer mehr wissen möchte: http://www.DeanReed.de & http://www.DeanReed.de/video/video.html)
Blutsbrüder
Man schreibt das Jahr 1864: Am Sand Creek richten amerikanische Soldaten ein
Massaker unter den Cheyenne an. Angewidert von den Greueltaten zerbricht der
Soldat Harmonika (Dean Reed) die US-Flagge und rettet der Indianerin Rehkitz
das Leben. Noch lange hegt ihr Bruder "Harter Felsen" (Gojko Mitic)
Zweifel an der Aufrichtigkeit des Weißen, doch dieser sucht die Freundschaft
des Stammes. Schließlich übertzeugt von den Bemühungen, erhält
Harmonika Rehkitz zur Frau. Doch das Glück währt nur kurze Zeit: Eines
Tages wird die junge Frau von Bleichgesichtern ermordet. Das ruft die Rache
Harmonikas auf den Plan.
* Dean Reed schrieb am Szenarium mit
mit Dean Reed, Gojko Mitic, Gisela Freudenberg, Jörg Panknin, Cornel Ispas,
Toma Dimitru
DDR - 1975
Kit & CO
Vom Abenteuer und sensationellen Goldfunden angelockt, macht sich der Journalist
Kit Bellow (Dean Reed) Ende des 19. Jahrhunderts auf den Weg nach Alaska. Kaum
vom Schiff runter outet er sich vor der bezaubernden und noch dazu erfolgreichen
Goldgräberin Joy als Greenhorn. Die Strapazen einer Schneewanderung nicht
gewöhnt, fällt er bereits nach kurzer Zeit vor Erschöpfung um
- mitten in eine Pfütze, aus der ihn ein anderer Abenteurer wieder herausziehen
muß. Mit diesem neuen Freund namens Shorty gelangt er schließlich
wohlbehalten in Dawson City an. Kits Ziel: Die Hebung des Schatzes aus dem sagenumwobenen
Goldsee und die Eroberung des Herzens der schönen Frau.
* nach Erzählungen von Jack London
* Bei den Dreharbeiten zu diesem Film wechselte Renate Blume die Männer
- vom Chef-Indianer zum Chef-Cowboy - vom Mitic zum Reed.
* Krug und Reed mochten sich gar nicht - Reed hielt Krug für einen Bourgeois
und Krug hielt Reed für einen Spinner.
mit Dean Reed, Rolf Hoppe, Renate Blume, Siegfried Kilian, Manfred Krug, Monika
Woytowicz
DDR - 1974
Sing,
Cowboy, sing
Als singendes Duo im Wilden Westen - da hat man's nicht leicht. Das müssen
auch Joe und Beny (Dean Reed und Vaclav Neckar) einsehen. Doch was so ein richtiger
Cowboy ist, der hat noch mehr drauf: Mit Rodeoreiten verdient sich Joe den einen
oder anderen Extra-Dollar und die Bewunderung der kleinen Susann. Zu gern hätte
sie ihn zum Vater, aber die Mama hat bereits Heiratspläne. Der reiche und
finstere Farmer Dave soll es sein. Susann hat da jedoch noch ein Wörtchen
mitzureden.
* Dieser Film brachte tatsächlich zwei Hits zustande: u. a. "Susann"
* Regie und Szenarium von Dean Reed
* Einer der erfolgreichsten Filme des Jahres 1981 (was wohl auch an der Produktion
des
Jahres an sich
lag)
mit Dean Reed, Vaclav Neckar, Kerstin Beyer, Violeta Andrei, Jurie Darie, Helena
Ruzickova
DDR - 1981 - KinderMusikkomödie - 86 min -
Amiga-Story

Die Geschichte des ältesten deutschen Schallplattenlabels ist auch eine
Geschichte der DDR-Unterhaltungsmusik mit: Chris Doerk, Reinhard Lakomy, Tamara
Danz, Veronika Fischer, Günter Fischer u. v. a. m.
Mitschnitte
* Tony Krahl & Gruppe City ("Am Fenster") bei River-Boat-Talk-Show
1992
Es lebe unsere DDR
40 Jahre lang
"bombardierten" Ulbricht, Honecker & Co. die DDR-Bürger mit
Erfolgsparolen. Ob Mode, Musik, Kindergarten oder Kultur, kein Lebensbereich
blieb verschont. Die Propaganda für den real existierenden Sozialismus
- aus heutiger Sicht bitter-komisch.
Deutschland - 1997 - arte - Dokumentation - 65 min
Flotter Osten 
Ein Jahrzehnt Werbung in der DDR. Diese Zusammenstellung der witzigsten Werbefilme
aus dem real existierenden Sozialismus der 60’er Jahre zeigt, wie (unfreiwillig)
komisch die DDR war. Tausend Tele Tips war die einzige Werbesendung im
DDR-Fernsehen und lief ab 1960. Mit flotten Werbesprüchen wie: "Baden
mit Badusan" oder "AKA Elektrik - in jedem Haus zu Hause", wurden
hier DDR-Produkte angepriesen. Wurde im Jahre 1975 eingestellt.
Busen, Broiler und Bananen
Wie man sich 2003 an die DDR-Jugend auf SAT-1 erinnern wollte. 45 min
Genial daneben
Hella von Sinnen, Hugo Egon Balder u. a. suchen nach angeblich typischen Ostbegriffen
wie: Komplex-Annahmestelle und Nuttenbrosche - 2003 - SAT-1 - 45 min
Mitschnitte
* Tausend Tele Tips
* Der Fischkoch empfiehlt 1963
* Hans-Georg Stengel zum 35. Jahrestag der DDR (1984) über die Codierung
der Autokennzeichen
* 1991 - Wolfgang Stumpf beim MDR-Klub mit Antje Garden
* 1986 - Gustav & Erich
* 1988 - Leni Statz & Wolfgang Röder
* 1964 - Günti Krause
* 1986 - Gustav & Erich
* ttt - Tausend Tele-Tips - Werbung für "6 aus 49"

Eberhard
Chors
Zusammenschnitte - Erinnerungen an einen großen Komiker - ORB - 2000 -
anlässlich seines Todes - 45 min
* 1965 - Eberhard Cohrs - mit Bobby Böhlke in "Das war ‘ne Wolke"
* 1964 - Eberhard Cohrs - mit Herrn Feuerstein in "Das war ‘ne Wolke"
* 1963 - Eberhard Cohrs - mit Mary Halfkat in "Eberhard Cohrs läßt
bitten"
* 1998 - Eberhard Cohrs - "Gernsehabend"
* 1977 - Eberhard Cohrs - "Am laufenden Band" - 1. Auftritt nach Übersiedlung
* 1963 - Eberhard Cohrs - mit Herrn Feuerstein in "Eberhard Cohrs läßt
bitten"
* 1990 - Eberhard Cohrs - "Spielspaß live"
* 1994 - Eberhard Cohrs - mit Winfried Krause in "Der Nächste bitte
bzw. Da bleibt kein Auge trocken"
* 1990 - Eberhard Cohrs - mit Herbert Köfer in "Zwischen Frühstück
und Gänsebraten"
* 1997 - Eberhard Cohrs - "Weihnachten bei uns"
* 1998 - Eberhard Cohrs - "Gernsehabend"
* 1963 - Eberhard Cohrs - mit Fernsehkoch Kurt Drummer in "Da lacht der
Bär"
* 1994 - Eberhard Cohrs - mit Winfried Krause in "Der Nächste bitte
bzw. Da bleibt kein Auge trocken"
* 1963 - Eberhard Cohrs - mit Bobby Böhlke in "Das war ‘ne Wolke"
* 1964 - Eberhard Cohrs - mit Bobby Böhlke in "Das war ‘ne Wolke"
* 1965 - Eberhard Cohrs - mit Bobby Böhlke in "Das war ‘ne Wolke"
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siehe unter anderem auch:
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Da die DDR ein sehr kinderfreundliches Land war, gab es natürlich auch
sehr viele, sehr gute Produktionen für den Nachwuchs:
Vom Märchenland über Professor Flimmrich bis hin zu den Sommerferien-Filmtagen
- es war immer was dabei!
1957 - Meine Frau
macht Musik (s/w) -
Revuefilm
Lotte
in Weimar - Die inzwischen verwitwete Hofrätin (Lilli Palmer) weilt 44 Jahre nach der Trennung von Johann
Wolfgang von Goethe 1816 erneut in Weimar. Der ehrwürdige Literat (Martin
Hellberg) begegnet ihr distanziert. - mit Lilli Palmer, Martin Hellberg, Rolf Ludwig, Jutta Hoffmann,
Katharina Thalbach, Monika Lennartz, Dieter Mann, Hilmar Baumann, Walter Lendrich
- 1974 - 124 min - frei nach Thomas Mann, für den sich
HollywoodStar Lilli Palmer extra in der DDR bewarb
Top Secret (Hollywood-Persiflage nicht nur auf den Osten) = Der amerikanische
Rockstar Nick Rivers (Val Kilmer) bekommt ein ungewöhnliches Angebot: Er
darf bei einem Kulturfestival in der DDR ein großes Konzert geben. In
Wahrheit soll sein Auftritt allerdings nur als Ablenkungsmanöver dienen,
denn die Volksarmee bereitet den Einmarsch in die Bundesrepublik vor. Nick bekommt
Wind von der Sache und trifft mit einer bunten Truppe von Widerstandskämpfern
zusammen. Gemeinsam wollen sie die finsteren Pläne der Militärs stoppen.
- u. a. wird der blonde Held (Christopher = Christopher) aus "Die
blaue Lagune" kurzerhand von einer Truppe Piraten verwöhnt, woran
er sich sehr gern erinnert, auch wenn die Erinnerung durch einen Pappmachestier
wieder geweckt wird ;-) - USA - 1983 - 91 min - mit Val Kilmer, Lucy Gutteridge, Christopher
Villiers, Omar Sharif, Peter Cushing, Jeremy Kamp, Billy J. Mitchell
Octopussy - 13. Bond-Film - (James
Bond in der DDR)
Der
zerrissene Vorhang (Torn Curtain) (Alfred Hitchcock im Osten) - Der amerikanische Wissenschaftler Michael
Armstrong (Paul Newman) setzt sich mit seiner Verlobten Sarah (Julie Andrews)
in die DDR ab. Er entlockt dem Leipziger Professor (Robert Donath) die Formel
für dessen Raketenabwehrprojekt. Aber Stasi und KGB müssen verhindern,
daß sie außer Landes gelangt. - Hitchcocks 50. Film mit deutschen Schauspielern
wie Wolfgang Kieling! - 1966 - 126 min - mit Paul Newman, Julie Andrews, Wolfgang Kieling,
Lila Kedrova, Tamara Toumanova, Hansjörg Felmy, Ludwig Donath, Günter
Strack, Gisela Fischer, David Opatoshu, Mort Mills
Westler ![]()
Coming Out ![]()
Ich bin meine eigene Frau ![]()
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Die gesamte Übersicht der DEFA-Filme findet ihr hier unter ![]()
Viele Erinnerungen an DDR-Fernsehproduktionen findet ihr unter ![]()
folgende
Filme ![]()
1972/73
- Die sieben
Affären der Dona Juanita - nach dem gleichnamigen Roman von Eberhard
Panitz - 380 min - vier Teile - mit Renate Blume, Alfred Müller, Werner
Tietze, Winfried Glatzeder, Dieter Wien - Episoden aus dem Liebesleben einer
jungen Architektin (Renate Blume), die auf ihrer Großbaustelle wegen wechselnder
Männerbekanntschaften moralisch "angeklagt" wird. In einzelnen
Passagen greift Frank Beyer Szenen seines verbotenen Films "Spur der Steine"
auf.
1974
- Das Schilfrohr - nach
einer Erzählung von Anna Seghers - 91 min - mit Walfriede Schmitt, Klaus-Peter
Thiele, Carl-Hermann Risse, Petra Hinze, Günter Wolf, Helga Göring
- Die Geschichte einer Frau, die 1944 einen Flüchtling in ihrem Hause beherbergt.
In der Stunde der größten Gefahr versteckt sie ihn in einem angrenzenden
See. Nach dem Krieg findet sie, in ihrem Selbstvertrauen gestärkt, die
Kraft zu einem Neuanfang.
1974/75
- Die unheilige
Sophia - nach dem Roman von Eberhard Panitz - 213 min - 2 Teile - mit
Renate Richter, Wolf Kaiser, Lisa Macheiner, Dieter Mann, Arno Wyzniewski -
Ein Geschichtslehrer, der jährlich seinen Urlaub in einem kleinen Dorf
bei Berlin verbringt, begegnet dort immer wieder Legenden über eine einstige
Bewohnerin, von der niemand wusste, woher sie kam, als sie im Frühjahr
1945 im Dorf auftauchte. Sie ließ ihren Bräutigam durch die Rote
Armee verhaften, rettete 50 ukrainischen Kriegsgefangenen das Leben, beherrschte
Russisch wie ihre Muttersprache und wurde Bürgermeisterin. 1946 heiratete
sie ihren vorzeitig aus der Gefangenschaft entlassenen Bräutigam und verschwand
noch in der Hochzeitsnacht spurlos. Viele Jahre später recherchiert der
Geschichtslehrer die Geschichte der "roten Sophia" und macht erregende
Entdeckungen.
1975
- Geschwister - 80 min
- mit Marijam Agischewa, Stefan Naujokat, Bert Paul, Walfriede Schmitt, Dietmar
Richter-Reinick - Ein allein stehender, bei der Bahn beschäftigter Vater
lernt eine ebenfalls allein stehende Kollegin kennen und lieben. Die beiden
beschließen zu heiraten. Beide bringen Kinder mit in die Ehe. Damit die
Familie zusammenwächst, sollen die Kinder ihre Ferien gemeinsam - und zunächst
noch ohne Eltern - an der Ostsee verbringen.
1976
- Absage
an Viktoria - nach dem gleichnamigen Roman von Eberhard Panitz - 109 min
- mit Monika Woytowicz, Hanns-Jörn Weber, Jutta Wachowiak, Ruth Kommerell,
Erika Dobslaff - 1961 flüchtet die Lebensgefährtin eines Kraftwerkers
in den Westen. Die Frau möchte ihre zurückgelassene Tochter nachholen,
aber durch den Bau der Mauer und das Einschreiten der Mutter des Mannes kommt
es nicht mehr dazu. Von den Genossen unterstützt, verurteilt er die Flucht
seiner Frau und sagt sich von ihr los.
1979/80
- Oben
geblieben ist noch keiner - Komödie - 84 min - mit Heinz Rennhack, Solveig
Müller, Alfred Struwe, Jürgen Zartmann, Gisbert-Peter Terhorst - Die
Geschichte eines jungen Draufgängers, der im Abenteuer Fallschirmsport
seine Erfüllung sucht. Statt jedoch die graue Theorie der Ausbildung folgsam
in die Praxis umzusetzen, bringt er einigen Spaß in den knochentrockenen
Sportbetrieb.
1980
- Guten
Morgen, Du Schöne
- 85 min - TV-Dokumentation nach dem gleichnamigen
Buch von Maxi Wander - Das Interviewbuch "Guten Morgen, du Schöne"
war 1977 ein Bestseller in der DDR: 15 Frauen öffneten ihre Seele. Theaterregisseur
Langhoff verfilmte drei dieser Gespräche auf Tonband mit drei populären
Schauspielerinnen (Jutta Wachowiak, Lotte Loebinger, Ruth Reinecke): Eine Sekretärin,
eine hochbetagte Dame und eine junge Mutter plaudern über ihr Leben.
1980 - Eine
Anzeige in der Zeitung - TV-Produktion nach dem gleichnamigen Roman von Günter
Görlich
1985/86 - Das wirkliche Blau -
nach dem Roman "Das wirkliche Blau"
von Anna Seghers - 86 min - mit Henry Hübchen, Marijam Agischewa, Arno
Wyzniewski, Gojko Mitic, Ute Lubosch - Ein mexikanischer Töpfer stellt
ein Geschirr her, das er mit einem wunderschönen blauen Muster verziert.
Eines Tages bleibt der blaue Farbstoff, den er aus Deutschland bezieht, aus.
In Europa ist Krieg ausgebrochen. Als er erfährt, dass sein Cousin das
Geheimnis des blauen Farbstoffs kennt, macht sich der Töpfer auf die Reise.
1990 - Die Hallo-Sisters - Deutschland - 82 min - mit Gisela May, Ilse Werner, Harald
Juhnke, Tuncel Kurtiz, Ulrich Wildgruber - Ein ehemaliger Rundfunk-Sendeleiter,
inzwischen alkoholabhängiger Rentner in Berlin, überredet zwei zerstrittene
Schlagersängerinnen, die er in den 50er Jahren zum Erfolg geführt
hatte, zu einem für sie restlos mißlungenen Auftritt im Fernsehen.
2000 - Deutschlandspiel
- 180 min - TV-DokuDrama mit Udo Samel,
Peter Ustinov, Rudolf Wessely, Peter Fitz, Lambert Hamel, R. Kowalski, Nicole
Heesters - Am 07. Oktober 1989 zelebriert das SED-Regime den 40. Jahrestag der
DDR. Während die Menschen auf der Straße "Wir sind das Volk"
rufen und den sowjetischen Ehrengast mit "Gorbi"-Rufen feiern, drischt
Honecker stoisch seine alten Phrasen. Selbst Gorbatschow kann diesen Starrsinn
nicht länger nachvollziehen. Er bricht seinen Besuch vorzeitig ab. Zwei
Tage später demonstrieren 70.000 Menschen in Leipzig. Wird die Staatsführung
dem Beispiel aus Peking folgen und ein Blutbad anrichten? Die Ereignisse, die
zur Einheit führten, sind bekannt. Eine zu einem kurzweiligen Politkrimi
verdichtete Chronik des Mauerfalls mit einem Mix aus Dokumaterial, Interviews
mit Zeitzeugen und Spielszenen.Gezeigt wird, was hinter den Türen des SED-Politbüros,
in Bonn, Paris oder London besprochen wurde oder wie der Jugendsender "ELF99"
auf die Ereignisse reagierte. U.a. brillieren Lambert Hamel als Helmut Kohl,
Rudolf Wessely als Erich Honecker, Nicole Heesters als Margret Thatcher und
Peter Ustinov als stellvertetender Botschafter Moskaus in OstBerlin.
2002 - Good
Bye, Lenin
- 121 min - mit Daniel Brühl, Katrin
Saß, Florian Lukas, Chulpan Khamatova, Maria Simon, Alexander Beyer -
In den letzten Tagen der DDR fällt die Mutter eines 21-jährigen Ostberliners
ins Koma und wacht erst nach der Wiedervereinigung wieder auf. Um ihr Herz zu
schonen, gaukeln ihr der Sohn und seine Schwester vor, dass die DDR noch existiere,
was zunehmend schwer fällt. Die schöne Grundidee führt zu einer
tragikomischen Abfolge von Ereignissen, die die DDR trotz aller Makel als verlorene
Heimat zeigt. Ein warmherziges Werk mit ansprechenden Ideen und bewundernswert
recherierter Detailtreue - aber sehr plakativ. Hierfür gab's aber mal wieder
einen Silbernen Bären auf der Berlinale.
Katrin Saß hat nun 3
Berlinale-Auszeichnungen!
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Eine kleine subjektive Sammlung von Erinnerungen auch aus dem Fernsehen!
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Alle DEFA-Kinofilme auf einen Blick!
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Logisch freue ich mich über
Kommentare, Ergänzungen etc.