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A n g e l i c a D
o m r ö s e

04. April 1941 (Sternzeichen Widder) in Berlin-Weißensee - DDR bis 1980
Vor allem eine Bühnenschauspielerin (u. a. Berliner Ensemble und staatliche
Schauspielbühnen in West-Berlin und in der Schweiz), die 1980 mit ihrem
Lebensgefährten Hilmar Thate die DDR verließ. Sie wirkt immer zart,
zerbrechlich und präsentiert mit Gestik und Mimik die feine Härte
und Kälte des Marmors in jeder ihrer Figuren. Die damalige Stenotypistin
bewirbt sich 1958 für die Rolle der Sigi in Slatan Dudows "Verwirrung
der Liebe" und wird unter 1.500 Bewerberinnen ausgewählt. Parallel
zu den Dreharbeiten beginnt sie ihr Schauspielstudium an der HFF Potsdam-Babelsberg.
Schon während des Studiums filmt Angelica Domröse und wird mit der
Titelrolle in "Papas neue Freundin" (1960) bei einem großen
Publikum bekannt. Von 1961 - 1966 spielt sie am Berliner Ensemble, ab 1966 an
der Berliner Volksbühne. Im Film übernimmt sie neben Leichtgewichtigem
bald Charakterrollen, so als Jüdin Ruth in Joachim Haslers Leonhard-Frank-Verfilmung
"Chronik eines Mordes" (1964/65) neben ihrem damaligen Ehemann Jirí
Vrstála (besser bekannt als Clown Ferdinand) oder als Fontanes "Effi
Briest" (1969). Ein erster Erfolg in einer Prager Produktion findet nach
dem Ende des Prager Frühlings keine Fortsetzung. Die Rolle ihres Lebens
erhält Angelica Domröse in dem später zum Kultfilm avancierten
Gegenwartsfilm "Die Legende von Paul und Paula" (1972/73) von Heiner
Carow. Mit der Rolle der "Fleur Lafontaine" (1977/78) nach Dinah Nelkens
Roman gestaltet Angelica Domröse eindrucksvoll ein Frauenschicksal durch
mehrere Jahrzehnte. Angelica Domröse kann sich aber auch außerhalb
der DDR in anspruchsvollen Fernsehrollen und vor allem am Theater durchsetzen.
In den neunziger Jahren wird sie Kommissarin in der Krimi-Reihe "Polizeiruf
110". Im Laufe der Jahrzehnte steht sie mehrfach im Mittelpunkt ihr gewidmeter
Film- und Fernsehporträts.
3 x wurde sie Fernsehliebling der DDR, 1966: Schauspielerin des
Jahres, 1969: Kunstpreis der DDR für Wege übers Land im Kollektiv,
1976: Nationalpreis der DDR II. Klasse, 1982: Goldene Nymphe (Beste Darstellerin)
für Die zweite Haut, 1986: Schauspielerin des Jahres, 1988: Josef-Kainz-Medaille,
1992: In einer Kritikerumfrage der Zeitschrift "Film und Fernsehen"
nach der besten DDR-Schauspielerin gelangt sie 1992 auf Platz 2, 2003: Goldene Henne für das Lebenswerk
Buchtipp: "Ich fang' mich
selber ein". Lübbe 2003. ISBN 3785721161
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Verwirrungen der Liebe

Beim Fasching funkt es zwischen
der Angestellten Siegi (Angelica Domröse) und dem Medizinstudenten Dieter
(Willi Schrade). Dessen Freundin, die Kunststudentin Sonja (Anne-Kathrin Bürger),
sieht das gar nicht gerne, andererseits fühlt sie sich zu Sigies Lover
Edy (Stefan Lisewski), einem kernigen Maurer hingezogen. Das Verwechslungsspiel
nimmt seinen Lauf. Eher unabsichtlich kommt es zum Partnertausch. Auf dem Faschingsball
gerät Dieter an Siegi. Ihre frisch-fröhliche, mädchenhafte Art
gefällt Dieter. Sonja beobachtet dieses Spiel gelassen, sieht in diesem
Intermezzo einen Prüfstein für ihre Beziehung. Während Siegi
und Dieter zum Urlaub ans Meer fahren, verliebt sich Sonja in Edy. Die Würfel
scheinen gefallen für diese neue Konstellation. Als beide Paare vor dem
Standesamt stehen, kommen sie aber zur Besinnung.
1958/59 - ORB - Liebeskomödie - 86 min mit Annekathrin Bürger, Willi
Schrade, Stefan Lisewski, Hannes Fischer, Martin Flörchinger, Ulrich Folkmar,
Horst Friedrich, Erik S. Klein, Hans Lucke, Friedrich Richter, Werner Wieland,
Günther Ballier, Gerhard Bienert, Marianne
Wünscher, Werner Dissel, Ursula Fröhlich, Maika Joseph,
Hildegard Küthe, Wolfgang Lippert, Peter A. Stiege, Werner Senftleben,
Willi Neuenhahn, Alexander Papendiek, Albert Zahn, Gisela Graupner, Barbara
Dittus, Ingolf Gorges, Kurt Kachlicki, Volkmar Kleinert, Thomas Langhoff, Monika
Lennartz, Horst Papke, Rolf Römer, Hans Teuscher, Arno Wyzniewski, Ursula
Körbs
* Filmdebüt von Angelica Domröse und Beginn einer langen erfolgreichen
Karriere
* und ganz viele DDR-Stars am Beginn ihrer Karriere in kleinen
Statistenrollen - man muß mal auf die Seminarszenen achten ;-)
* In den Faschingsszenen wurden Originalkompositionen und Arrangements von Gerd
Natschinski, Günter Hörig, Theo Schumann u. a. verwendet.
Ein Lord am Alexanderplatz

Ex-Heiratsschwindler Ewald Honig (Erwin Geschonneck)
hat sein Leben lang die Herzen der Damen gebrochen - und ihre Konten geplündert.
Nun kommt er aus Westdeutschland zu seiner Tochter Ina (Angelica Domröse)
nach Ostberlin, um hier einen geruhsamen Lebensabend zu verbringen. Er ist bereits
über die Fünfzig. Ina, ganz die Tochter ihres Vaters, versucht, sich
mit Hilfe graumelierter Herren finanziell zu sanieren. Während er seine
Tochter davon abzubringen sucht, indem er die Ehe ihrer „Opfer“ kittet, machen
es einige Damen fortgeschrittenen Alters Ewald schwer, der eigenen Versuchung
zu widerstehen. Indes ist die ungarische Kriminalistin Johanna Farkas auf der
Suche nach Ewald und der Kriminalpsychologe Dr. Achim Engelhardt auf der Suche
nach Ina. In eigener Sache sozusagen. Da sich beide nicht kennen, hält
Achim Johanna für die Gesuchte. So kommt es zu einem Liebes-Verwechslungsspiel
mit Happy-End.
1966/67 - ORB - s/w - Komödie - 111min - mit Marianne
Wünscher, Erwin Geschonneck, Armin Müller-Stahl,
Herbert Köfer, Carola Braunbock, Willi Schwabe, Monika Gabriel, Friedo
Solter, Erika
Dunkelmann, Willi Narloch,
Hannes Fischer, Joachim Bober, Ivan Malré, Edwin Marian, Jürgen
Reuter
* Musik von Gerd Natschinski
Unterm Birnbaum 
Der Gastwirt Abel Hradschek, der im Oderbruch eine Wirtschaft
betreibt, steht vor dem Ruin. Nicht schuldlos an der Misere ist seine Frau Ursula,
eine ehemalige Schauspielerin, eine "Zugereiste", für das Dorf
selbst nach elf Jahren immer noch eine "Fremde". Da kündigt eine
Firma aus Krakau den Besuch ihres Geldeintreibers an. Herr Szulski kommt, und
die Schulden werden bezahlt - angeblich mit einer aus einer Erbschaft stammenden
Summe. Am nächsten Morgen reist Szulski ab, benimmt sich aber - wie Magd
und Knecht beobachten - recht eigenartig. Wenig später wird seine Kutsche
in der Oder entdeckt; doch der Tote ist nicht aufzufinden. Hradschecks Nachbarin
lenkt den Verdacht auf den Gastwirt. Der Justizrat, der die Untersuchungen leitet,
läßt daraufhin unter dem Birnbaum graben, und tatsächlich wird
ein Toter gefunden, aber der liegt dort schon seit über zwanzig Jahren.
Der Gastwirt wiegt sich nun in Sicherheit. Aber seine Frau wird von Ängsten
und Schuldgefühlen geplagt. Schließlich will sie sich dem Pfarrer
offenbaren, doch der lehnt es ab, Mitwisser eines grausamen Verbrechens zu werden.
Ursula zerbricht an ihren Gewissensqualen. Der Tote ist im Keller vergraben,
aber Hradschek will ihn dahin schaffen, wo ihn alle vermuten: in die Oder. Doch
auf der Kellertreppe stürzt sich der Gastwirt zu Tode. Man findet ihn neben
seinem Opfer.


1973 - nach der Kriminalnovelle von Theodor Fontane - 86 min mit Erik S. Klein,
Agnes
Kraus, Norbert Christian, Manfred Karge, Günter
Junghans, Leon Niemczyk, Gert Gütschow, Hanjo Hasse, Heinz Scholz, Jürgen
Frohriep, Angelika
Waller
* Nach "Der stumme Gast" von Harald Braun
1945 die zweite Verfilmung von Fontanes Novelle.
Die Legende von Paul und Paula 
Ostberlin, Anfang der 70'er
Jahre: Die impulsive Paula (Angelica Domröse) pfeift auf Konventionen.
Nach einer gescheiterten Ehe erzieht die Kassiererin in einer Kaufhalle ihre
zwei Kinder allein. Paul (Winfried Glatzeder) sorgt sich zu sehr um das, was
die Leute denken; ist unglücklich verheiratet; will seine Karriere als
Außenhandelsreferent aber nicht durch eine Scheidung gefährden. Beide
haben eben Pech in der Liebe. Als Paula schon mit dem Gedanken an eine langweilige
Vernunftehe spielt, schlägt bei ihr der Blitz ein. In einer Musik-Kneipe
trifft sie Paul. Gesehen hat sie ihn schon oft, doch plötzlich tut sie
es mit anderen Augen. Auch er ist fasziniert. Hat ihre große Liebe eine
Chance?
1973 - ORB - KultLiebesfilm - 105 min mit Winfried Glatzeder, Heidemarie Wenzel,
Fred Delmare, Rolf Ludwig, Hans Hardt-Hardtloff, Dietmar Richter-Reinick, Frank Schenk, Peter
Gotthardt, Jürgen Frohriep,
Käthe Reichel, Eva-Maria Hagen





Hintergründe: Sowohl das Lied der Pudhys
"Geh' zu ihr" als auch die blauroten Herzen waren jahrelang ein Inbegriff
der Liebe für Generationen! 1973 stürmten die Leute die Kinos in der
DDR wegen eines Liebespaares: Paul und Paula. Das - sehr schöne - Aschenputtel
aus der Halbruine (Angelica Domröse) und der hoffnungsvolle Aufsteiger
aus dem Neubau (Winfried Glatzeder), die kuschelige Ehe und die absolute Liebe,
die Schranken und die Normen und die feinen Kompromisse, in deren Bürgerlichkeit
alles Neue, Andere erstickt, der Kampf der Ordnung um den ordentlichen Paul,
der Sieg der Paula-Liebe total: Wenn Paul den Kampfgruppenanzug ablegt und ins
blumengeschmückte Liebesbett steigt, ist Jubel im Kino angesagt. Und Zorn
im Auge der Wachsamen: War da nicht vor ein paar Jahren erst ein Film, in dem
ein Uniformierter in den Löschteich fiel ... ("Spur der Steine")?
Die durchgängig komödiantische und latent tragische, traurig-trotzige
Geschichte entsprach dem Lebensgefühl und dem, was viele mit dem Begriff
Sozialismus positiv verbanden. Viel soziale Potenz und moralische Energie zeigte
sich in den Reaktionen, war in der Poesie, den Liedern, Filmen, Theaterstücken
und Büchern der Zeit, in Jugend- und Singleclubs. Sie wurden nicht herausgefordert
und genutzt, somit mißtrauisch überwacht und administrativ kanalisiert.
Dabei war die Situation so einfach zu handhaben: Die drei beliebtesten DEFA-Filme
1973 hießen 1. "Apachen", 2. "Die Legende von Paul und
Paula", 3. "Nicht schummeln, Liebling" (siehe Frank
Schöbel). Jeder mittlere Medien - Manipulator kann mit dieser
gesellschaftstypischen Konstellation umgehen. Aber spätestens nach dem
beunruhigend spontanen und massenhaften Besuch von Heiner Carows "Die Legende
von Paul und Paula" gewinnen die Hardliner an Macht, wird gebremst, zurückgepfiffen.
Das 9. ZK-Plenum mit seinen Kulturattacken ist knapp vier Wochen später:
Statt aus den Filmen "Der Dritte" (Regie: Egon Günther) und "Die
Legende von Paul und Paula", statt aus den Filmen der neuen Regisseure
und Kameraleute, aus der wertvollen neuen Qualität der souveränen
Erzählerhaltung zur eigenen Welt maximal Gewinn und Ermunterung zu holen,
sind Raureif und Feinfrost angesagt. Projekte werden abgebrochen, auch knapp
vor Drehbeginn. So Klaus Poches "Die zweite Haut", die Bestandsaufnahme
einer Ehe, deren Partner sich prüfen, befragen, entdecken. Roland Gräf
wollte sie als zweite Regiearbeit nach "Mein lieber Robinson" realisieren.
Im Vergleich zu den Ritualen von 1965/66 ist es pikant, daß man jetzt
vom Abbruch der Dreharbeiten in der Kantine beim Mittagessen erfährt.
* Das Jugendprädikat "P14" wurde übrigens auf "P16"
verändert.
* Gewidmet ist der Film der Filmregisseurin Ingrid Reschke, die bei einem Autounfall
kurz zuvor tödlich verunglückte. Was deren Tochter Elke wohl heute
macht?
Daniel Druskat -
Teil 1 bis 5 

Tiefste Provinz: Im DDR-Kaff Altenstein wird Daniel Druskat (Hilmar
Thate), Vorsitzender der LPG, festgenommen. Warum? Druskats Tochter Anja (Sabine
Elshols) sucht bei Max Stephan (Manfred Krug) nach einer Antwort. Ihr Vater
und Stephan sind langjährige Freunde und erbitterte Rivalen zugleich. Denn
kurz vor Druskats Verhaftung hatte es zwischen ihnen eine äußerst
heftige Auseinandersetzung gegeben. Dann weiß Anja noch immer nicht, warum
ihr Vater verhaftet worden ist. Sein alter Freund, der LPG-Funktionär Max,
konnte ihr nicht helfen. Oder wollte er nicht? Liegen die Gründe in der
Vergangenheit? Anja erfährt, daß ihre Mutter in den letzten Kriegsmonaten
nur knapp der SS entgangen ist. Derweil werden auf einem Acker zwei Leichen
ausgegraben.
1975 - MDR - Drama mit Manfred Krug, Hilmar Thate, Ursula Karruseit,
Käthe Reichel, Norbert Christian, Angelika
Waller, Sabine Elshols
1. Teil = Daniel Druskat, Vorsitzender der landwirtschaftlichen
Produktionsgenossenschaft in Altenstein, wird verhaftet. Was hat sich der angesehene
und überzeugte Genosse zuschulden kommen lassen? Anja, Druskats halbwüchsige
Tochter, sucht Antwort auf diese Frage bei Max Stephan, Vorsitzender im Nachbardorf
Horbeck. Zwischen Stephan und ihrem Vater, langjährige Freunde und erbitterte
Rivalen zugleich, war es erst vor einigen Monaten wieder einmal zu einer offenen
Konfrontation gekommen. Großspurig hatte Stephan das Ansinnen Druskats
zurückgewiesen, aus beiden Genossenschaften eine leistungsstarke Kooperative
zu bilden. Der joviale und clevere Organisator Stephan, der auch gern mal die
Behörden zum Vorteil für sein Dorf übers Ohr haut, hält
nichts davon, sich mit den weit weniger erfolgreichen Altensteinern zusammenzutun.
Druskat hatte ihm und seinen unlauteren Methoden den Kampf angesagt. Zeugin
der Auseinandersetzung war auch Hilde, die Jugendliebe Druskats und spätere
Frau Stephans. Angeheizt durch Alkohol und Eifersucht auf Hildes noch immer
wache Zuneigung zu dem Witwer Druskat, hatte Stephan schließlich lauthals
gedroht, Druskat zu vernichten. Hat Stephan Druskats Verhaftung initiiert?
2. Teil = Bei Max Stephan konnte Anja nicht viel erfahren
über die Gründe der Verhaftung ihres Vaters Daniel Druskat. Sie wendet
sich nun an Anna Preibisch, Gastwirtin in Horbeck. Anna erzählt dem Mädchen,
was sich im Ort zugetragen hat in den letzten Monaten des Krieges: wie ihr Vater
als Halbwüchsiger elternlos mit einem Flüchtlingstreck ins Dorf kam,
wie ihre Mutter Irene als polnische Zwangsarbeiterin nur durch Annas beherztes
Eingreifen der Ermordung durch die SS entging, und wie schließlich auch
Druskat, verängstigt, hasserfüllt und halbtotgeschlagen, Zuflucht
in Annas Wirtschaft fand. Trotzdem hat Anja den Eindruck, dass Anna ihr etwas
verschweigt. Sollte die Verhaftung ihres Vaters im Zusammenhang stehen mit der
Ausgrabung zweier Leichen auf dem Acker? Max Stephan versucht unterdessen, den
altgedienten Parteifunktionär Gustav Gomolla auszuhorchen. Gomolla, versunken
in seinen Erinnerungen, erkennt plötzlich, dass Stephan etwas gegen Druskat
in der Hand gehabt haben muss. Warum sonst hätte er widerspruchslos hingenommen,
dass ihm Stephan seine Liebste, die Großbauerntochter Hilde Krüger,
wegschnappt? Weshalb sonst zögerte Druskat so lange, Stephan wegen des
Genossenschaftsbeitritts unter Druck zu setzen?
3. Teil = Druskat
legt bei der Staatsanwaltschaft sein Geständnis ab. Dabei steht sie wieder
vor ihm, die schmerzliche Erinnerung an das Schicksalsjahr 1960. Für Druskats
schwerkranke Frau Irene gibt es kaum noch Hoffnung. Rosemarie kommt als Hilfe
ins Haus, und trotz quälender Gewissensbisse verlieben sich beide leidenschaftlich
ineinander. Vom Kreissekretär Gomolla massiv unter Druck gesetzt, kann
Druskat dessen Forderungen nicht länger ausweichen. Er muss seinen Freund,
den Großbauern Max Stephan, mit allen Mitteln in die Genossenschaft zwingen.
Doch Stephans Schwiegervater, der alte Krüger, konfrontiert Druskat mit
einem Dokument, aus dem zweifelsfrei hervorgeht, dass Druskat in den letzten
Kriegswochen einen flüchtigen polnischen Zwangsarbeiter dem SS-Standgericht
ausgeliefert hat. So wahrt Max Stephan sein Gesicht und wird mit dem Beitritt
auch Vorsitzender der Genossenschaft in Horbeck. Druskat muss das Dorf verlassen;
er gibt vor, sich mehr um seine todkranke Frau Irene kümmern zu wollen.
Obwohl Max schließlich das Papier vernichtet, kann Druskat nicht länger
mit der Last seiner Schuld leben. Aber die Gastwirtin Anna hindert ihn an einer
Selbstanzeige, damit Irene in Frieden sterben kann. Jahrelang hat Druskat Rosemarie
(Angelika
Waller) nicht mehr gesehen. Jetzt, wo sie sich
wiederbegegnen, ist er gleich hin und weg. Ihr geht es genauso. Dennoch steht
die Frage zwischen ihnen: "Warum stellst du dich nicht?" Statt dessen
verstrickt sich Druskat immer tiefer in Rivalitäten zu seinem Freund Max
Stephan (Manfred Krug). Kommt die Zeit der Abrechnung?
4. Teil = Druskats
Tochter Anja kennt noch immer nicht die Gründe für die Verhaftung
ihres Vaters. Deshalb sucht sie dessen Geliebte Rosemarie in Bebelow auf. Doch
Rosemarie möchte, dass Druskat seiner Tochter selbst erzählt, was
vorgefallen ist. Sie fährt mit Anja zurück nach Altenstein, um Druskats
Arbeit während seiner Abwesenheit fortzusetzen: die Trockenlegung des Luchs.
Ebenso wie Stephan und Gomolla muss Rosemarie dort einsehen, dass die Altensteiner
keiner fremden Hilfe mehr bedürfen. Es hat sich viel getan, seit Druskat
die heruntergekommene Genossenschaft übernahm. Auf der Flucht vor der Vergangenheit
und mit dem festen Willen zu einem Neuanfang war Druskat damals mit seiner schwerkranken
Frau Irene ins Dorf gekommen, wo man ihm misstrauisch und herablassend begegnete.
Während sich die Erwachsenen alter Geschichten erinnern, wenden sich Anja
und Jürgen an Opa Krüger, Stephans Schwiegervater. So erfährt
Anja schließlich doch, was sich in jener verhängnisvollen Nacht kurz
vor Kriegsende zugetragen hat und wie der alte Krüger zu dem ihren Vater
belastenden Schriftstück kam.
5.
Teil = Einige Jahre nach
dem Tod seiner Frau trifft Druskat Rosemarie auf einem Kongress wieder. Man
ist sich fremd und innig vertraut zugleich. So sehr Druskat Rosemarie liebt,
so sehr fürchtet er, dass sie diese eine Frage ausspricht, die beide quält:
Warum stellst du dich nicht? Schuldgefühle und die Rivalität mit seinem
Freund Max Stephan und dessen Horbecker Vorzeigegenossenschaft bestimmen Druskats
Handeln. Aber trotz aller Mühen bleiben die Altensteiner nur Mittelmaß,
die Notwendigkeit neuer Organisationsformen in der landwirtschaftlichen Produktion
zeigt sich immer dringlicher. Eine Entwicklung, die Max Stephan mit seinem Einfluss
zu verhindern versucht. Bei einem Arbeitstreffen der Genossenschaftsvorsitzenden
des Bezirks in Horbeck sieht Druskat endlich eine Gelegenheit, mit Stephan abzurechnen.
Statt eine vorgefasste Initiative zur weiteren Leistungssteigerung zu verkünden,
legt er seine Ideen von einer umfassenden Zusammenarbeit der einzelnen Genossenschaften
dar. Stephans Stern beginnt zu sinken. Wenn er es nicht war, der seinen Freund
Druskat angezeigt hat, wer dann?
Effi
Briest

Die 17-jährige Effi Briest (Angelica Domröse)
vermählt sich mit dem steifen Baron von Instetten (Horst Schulze). Als
die ungleiche Ehe nach einem Fehltritt der jungen Frau scheitert, gerät
sie in gesellschaftliche Isolation.
1968-1970 - N3 - Gesellschaftsdrama
(nach Theodor Fontane) - 115 min mit Horst Schulze, Dietrich Körner, Inge
Keller, Marianne
Wünscher, Gerhard Bienert, Walter Lendrich
Die Weihnachtsgans Auguste
Gänse hat Opernsänger
Ludwig Löwenhaupt (Dietrich Körner) zum Fressen gern. An der Weihnachtsgans
Auguste beißt er sich allerdings die Zähne aus: Im Flug hat das schnatternde
Festessen die Herzen der Familie erobert. Aber so schnell läßt sich
Ludwig das Schlachtbeil nicht aus der Hand nehmen.
1978 - MDR - WeihnachtsKomödie
- 80 min mit Barbara Dittus, Dietrich Körner, Käthe Reichel, Daniel
Mewes, Stefanie Stappenbeck, Peter Bause
* frei nach der gleichnamigen Erzählung
von Friedrich Wolf
Flüchtige Bekanntschaften
Susanne (Angelica Domröse) ist
geschieden und alleinerziehend. In der Woche arbeitet sie als MTA, freitags
lauert die Einsamkeit. Die versucht sie, auf nächtlichen Streifzügen
nach Männern zu lindern. Eine ihrer flüchtigen Bekanntschaften ist
Walter (Günter Lamprecht): Am Morgen "danach" will er sie zunächst
schnell wieder loswerden.
Deutschland - 1982 - ARD-Mitschnitt ohne Vorspann
- Melodram - 100 min mit Günter Lamprecht, Christa Berndl, Dagmar Biener,
Hannes Messemer, Helmut Berger, Hilmar Thate, Margret Homeyer
Mitschnitte = 1993 - Riverboat-Talk-Show
Die Abenteuer des Werner Holt 
Während des Zweiten Weltkrieges melden sich die beiden Schulfreunde Werner
Holt und Gilbert Wolzow freiwillig zum Militär. Im Frühjahr 1945 verteidigen
sie an der Ostfront ihre Stellung gegen die vorrückende Rote Armee. Gilbert
hat das Kommando übernommen und befehligt nun die kleine Truppe. Während
Werner versucht, eine Funkverbindung mit dem Regiment herzustellen, ziehen in
seiner Erinnerung die Stationen seines jungen Lebens vorüber: Er blickt
zurück auf den Beginn seiner Freundschaft mit Gilbert und ihren gemeinsamen
Eintritt in die Armee, den ersten Einsatz als Flakhelfer, seine Bekanntschaft
mit Gundel und sein erotisches Abenteuer mit der Frau eines SS-Offiziers, welches
ihn mit Abscheu erfüllt. Seine anfängliche Begeisterung verblasst,
nachdem ihm seine Erlebnisse in ihrer Grausamkeit den Schrecken des Krieges
deutlich vor Augen führen. Allmählich beginnt er seinen Vater zu begreifen,
für dessen humanistische Lebenseinstellung er früher kein Verständnis
aufbringen konnte. Werners Haltung wandelt sich und bei einem Einsatz gegen
Partisanen verhilft er dem Mädchen Milena zur Flucht. Nun er kann auch
das Handeln seines Freundes Gomulka nachvollziehen, der zum Überläufer
wurde. Nachdem die vorwärts dringenden russischen Panzer noch einmal zurückgedrängt
werden können, kommt es zu einer Konfrontation mit Gilbert. Als dieser
einen aus Angst fliehenden Sechzehnjährigen erschießt, stellt sich
Werner offen gegen ihn und entwaffnet Gilbert. Dann bringt er ein Maschinengewehr
in Stellung und mäht ein ganzes Durchhaltekommando der SS nieder. Am Ende
kehrt Werner Holt der Front den Rücken und begibt sich auf den Weg zu Gundel,
um gemeinsam mit ihr ein neues Leben zu beginnen.
1964 - nach dem gleichnamigen
Roman von Dieter Noll - 165 min - s/w - Auszeichnungen: 1965 Filmfestival Edinburgh-Ehrendiplom,
Nationalpreis 2. Klasse, Erich Weinert Medaille, Filmpreis des Jugendmagazins
"Neues Leben", 5. Internationale Filmfestspiele Moskau (beste Verfilmung
eines antifaschistischen Films; Preis des sowj. Friedenskomitees) & 1966
Filmfestival Carthago-Ehrenmedaille Prädikat "Besonders wertvoll"
-
- mit Klaus-Peter Thiele, Manfred Karge, Arno Wyzniewski, Günter Junghans,
Peter Reusse, Dietlinde Greiff, Maria Alexander, Monika Woytowicz, Wolfgang
Langhoff, Wolf Kaiser, Erika Pelikowsky, Martin Flörchinger, Helga Göring,
Ingeborg Ottmann, Norbert Christian, Kurt Steingraf, Hans-Joachim Hanisch, A.
P. Hoffmann, Herbert Körbs, Kaspar Eichel, Horst Jonischkan, Kurt Kachlicki,
Karl Zugowski, Rolf Römer, Rudolf Ulrich, Horst Kube, Günter Naumann,
Jochen Thomas, Helmut Schreiber, Peter Borgelt, Volkmar Kleinert, Karla Chadimová,
Oldrich Lukes, Dieter Franke, Ingeborg Krabbe, Horst Hennig, Jürgen Rummel,
Johannes Maus, Trude Bechmann, Siegfried Seibt, Klaus Gehrke, Anita Drechsler,
Horst Gill, Dieter Bellmann
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folgende Filme ![]()
1952 - Bauern
erfüllen den Plan - Dokumentarfilm
1957 - Sheriff Teddy, Kinderfilm
1957 - Emilia Galotti - nach dem gleichnamigen Schauspiel von Gotthold Ephraim Lessing
- 91 min - s/w - Der Prinz von Guastalla begehrt die aus bürgerlichem Hause
stammende Emilia Galotti seit er ihr auf einer Gesellschaft begegnete. Tief
erschüttert ihn die Nachricht über deren bevorstehende Vermählung
mit dem Grafen Appiani. Sein Kammerherr Marinelli bietet dem Prinzen seine Hilfe
an, um die geplante Verbindung zu verhindern und ihm dadurch Zeit zu verschaffen,
Emilias Gunst für sich zu gewinnen. Als ein erster Versuch fehlschlägt,
greift Marinelli schließlich zu drastischen Mitteln: Bei einem inszenierten
Überfall auf die Hochzeitskutsche wird Appiani getötet. Sterbend durchschaut
er die Intrige und gibt dies in seinen letzten Worten der Mutter Galotti zu
verstehen. Emilia bringt man indes in scheinbare Sicherheit auf das nahe gelegene
Lustschloss des Prinzen. In Sorge um ihre Tochter eilt Claudia Galotti zu ihr,
und auch ihr Ehegatte Odoardo erscheint alsbald im Schlosse, nachdem er Kunde
vom Überfall erhielt. Durch die Gräfin Orsina - der verschmähten
Geliebten des Prinzen - erfährt er die wahren Hintergründe des Geschehens.
Aufgebracht will er Rache für die Ermordung Appianis üben und den
Prinzen erdolchen, lässt aber davon ab, um seine Tochter nicht zu gefährden.
Der Prinz bemüht sich derweil weiter um Emilias Zuneigung, so dass diese
sich nun nicht mehr sicher ist, ob sie seiner Verführung auf Dauer widerstehen
kann. Aus Verzweiflung über diese Schwäche will sie sich das Leben
nehmen. Ihr Vater verhindert die Tat, legt aber auf ihre dringende Bitte hin
dann selbst Hand an seine Tochter, um ihre Tugend zu wahren. - mit Karin Huebner,
Hans-Peter Thielen, Gisela Uhlen, Ernst Otto Fuhrmann, Gerhard Bienert, Maly
Delschaft, Horst Schulze, Gerry Wolff, Karl Heinz Peters, Alexander Papendiek,
Eduard von Winterstein, Helmut Straßburger, A. P. Hoffmann, Gertrud-Elisabeth
Zillmer, Agnes
Kraus, Marianne
Wünscher, Ellen Plessow, Axel Triebel, Heinz Rosenthal,
Guido Goroll, Karen Fredersdorf, Lissy Tempelhof, Marianne Worbs, Günther
Ballier, Hannes Felgner, Charles Hans Vogt, Hildegard Diestelmann, Christoph
Beyertt, Egon Vogel, Georg Helge, Erwin Behling, Herbert Ambach, Gustav Seyberlich,
Axel Thiesen, Klaus Räthel, Teddy Wulff, Gerda Müller, Peter Krassno-Glasoff,
Nico Turoff
1958 - Sie nannten ihn Amigo
1959
- Das
Leben beginnt
1960 - Papas neue Freundin
- s/w - 95 min - mit Peter Herden, Helga Raumer, Claus Jurichs, Birgit Neubert,
Eberhard Schaletzky, Klaus Adamski, Erich Franz, Ilse Kuklinski, Hildegard Röder,
Gustav Stähnisch, Fredy Barten, Gerhard Einert, Theresia Wider, Hansjoachim
Büttner, Friedrich Teitge, Hannes W. Braun, Hans Hellenberger, Bella Waldritter,
Monika Grimm, Peter Dommisch, Rosemarie Roth, Helmut Krätzig, Gertrud Brendler
- Franz Bach (Peter Herden), verheiratet mit Margarete (Helga Raumer und dreifacher
Vater, kommt kaum mehr aus dem Büro raus. Das liegt nicht daran, dass der
Herr Ingenieur so viel Arbeit hat. Schuld ist eher Praktikantin Irene (Angelica
Domröse). Filius Täve will Paps auf den Pfad der Tugend zurückführen.
Die vergnüglich-dramatische Eherettungsaktion im Hause Bach mit den amourösen
Abenteuern von Vater und Sohn kam so gut an, dass zwei Fortsetzungen folgten.
1961 - Vielgeliebtes Sternchen -
- s/w - 95 min - Fortsetzung
von "Papas neue Freundin" - mit Peter Herden, Claus Jurichs, Helga
Raumer, Eberhard Schaltzki - Schwierigkeiten bei einem jungen Ehepaar, Krach,
Flucht, Kontaktaufnahme und Versöhnung.
1960 - Die
Liebe und der Co-Pilot -
s/w - 97 min - Beim Dienstantritt in einer IL-14-Crew erlebt der neue Co-Pilot
Horst Schubert eine peinliche Überraschung. Ilse, der er kurz vorher noch
hochstapelnd als „Flugzeug-Kommandant“ den Hof gemacht hat, tritt ihm als Stewardeß
gegenüber. Aber damit nicht genug. Der im Dienst höfliche und gewissenhafte
Horst erweist sich im Privatleben als Don Juan. Als die Chartermaschine in Varna
landet, interessiert sich gar die bulgarische Polizei für ihn, weil seine
frühere Liebschaft Madelon spurlos verschwunden ist. Und von der Wirtin
zu Hause, die der vielen verflossenen und nicht verflossenen Freundinnen ihres
Untermieters kaum „Herr“ werden kann, ganz zu schweigen. Den bequemen, paschahaften
Kommandanten Richard kümmern die privaten Eskapaden seines Co-Piloten nicht,
deshalb nehmen die anderen Crew-Mitglieder, allen voran seine Ilse, seine „Erziehung“
in die Hand. Daß aus Horst und Ilse ein Paar wird, ist schließlich
nur eine Frage der Zeit. - mit Gerlind Ahnert, Bruno Carstens, Horst Drinda,
Jürgen Frohriep, Günther Haack, Harry Hindemith, Brigitte Krause,
Helga Labudda, Helga Piur, Josef von Santen, Sylva Schüler, Günther
Simon, Rudolf Ulrich, Wilfried Weschke
1961 - Die aus der 12 B
- frei nach dem Bühnenstück von Hedda Zinner: "Leistungskontrolle"
- s/w - 76 min - Die Abiturientenklasse ist mit ihrer jungen Deutschlehrerin,
Fräulein Platzke, unzufrieden. Die noch unerfahrene Pädagogin wird
durch das abweisende Verhalten der Schüler immer unsicherer. Am letzten
Tag vor den Winterferien versucht sie eine Kraftprobe und läßt einen
Aufsatz schreiben. Die Klasse ist empört, bis auf die ehrgeizige Margot
und den ängstlichen Dieter streiken die Schüler. In der Diskussion
um das Verhalten der beiden Streikbrecher nehmen die Schüler erstmals Anteil
am Schicksal der anderen, und es entwickelt sich langsam Kollektivgeist. Im
Winterlager kommt es zu einem Unglück. Dieter kann in letzter Minute aus
einem Schneesturm gerettet werden. Dabei bewährt sich die junge Lehrerin
ganz hervorragend, wodurch sie endlich die Achtung der Klasse gewinnt. - mit
Monika Bergen, Eckhard Bilz, Karin Freiberg, Justus Fritzsche, Albert Garbe,
Peter Hill, Vera Hinz, Uwe-Detlev Jessen, Günter Junghans, Helga Piur,
Peter Reusse, Karla Runkehl, Ernst-Georg Schwill, Jorst Schön, Jochen Thomas
1961 - Wenn
du zu mir hältst -
s/w - 67 min - Auszeichnungen: 1959 Literaturpreis des FDGB - Professor Burghardt
liest erschüttert den Abschiedsbrief seiner Nichte Liane, die sich mit
einer Überdosis Tabletten das Leben nehmen wollte. Rückblenden erzählen,
wie es dazu kam: Seit ihre Eltern beim Bombenangriff auf Dresden umkamen, lebt
Liane beim Onkel, einem Wissenschaftler, der Politik und Bürokratie verachtet.
Den neuen Parteisekretär Karhoff, Lianes Freund, akzeptiert und schätzt
er dennoch, weil er sich als fähig erweist. Nur in einem Punkt gibt es
Streit. Karhoff verhindert wegen Ereignissen im Jahre 1953 die Einstellung von
Fred Lenka, den der Professor schon als Kind kannte. Es stellt sich heraus,
daß Karhoff im Recht ist. Lenka erweist sich als Agent, hat sich von Liane
die Forschungsergebnisse des Onkels erschwindelt. Er wird gefaßt und Liane
gerettet. - mit Hans Flössel, Klaus Gendries, Erich Gerberding, Walther
Issberner, Heinz-Dieter Knaup, Hans-Erich Korbschmitt, Erich Mirek, Gisela Naumann,
Horst Quednow, Werner Röwekamp, Traute Sense, Valter Taub, Johannes Wieke,
Gerry Wolff
1962 - An französischen Kaminen
- 99 min - s/w - Deutsche Bundeswehrsoldaten beziehen 1962 in einem französischen
NATO-Stützpunkt Quartier, unter ihnen der Schlosser Klaus Wetzlaff aus
dem Rheinland. Durch sein hilfsbereites Verhalten gewinnt er in Jeanne, der
Tochter des Bürgermeister, eine Freundin. Außerdem die Anerkennung
von Major Siebert, dem das Verhalten von Klaus geeignet scheint, die Aversionen
der Bevölkerung abzubauen und die Greueltaten der Nazi-Truppen vergessen
zu machen, denn die Bundeswehr hat große Pläne. Denen soll unter
anderem die Ruine einer Kapelle, in der während des Krieges Zivilisten
ermordet wurden, zum Opfer fallen. Es gibt Proteste, und ein Reporter ist der
Vergangenheit eines einflußreichen Bundeswehrgenerals auf der Spur. Dieser
hatte den Mord damals befohlen. Mit anderen bekommt Klaus den Auftrag, die Akten
dieser Bluttat zu stehlen. Bei dem Unternehmen, einem inszenierten Autounfall,
kommt der Reporter ums Leben. Klaus wird von seinem Gewissen geplagt, und er
entwendet die Akten wieder, um sie französischen Patrioten zu geben. Er
flieht von der Bundeswehr, doch auch im Frankreich de Gaulles ist er nicht sicher.
Aber er hat die Achtung und Liebe von Jeanne gewonnen. - mit Arno Wyzniewski,
Hannjo Hasse, Harry Hindemith, Raimund Schelcher, Günther Simon, Evelyn
Cron, Jörg Kaehler, Gerd Biewer, Gerry Wolff, Marianne
Wünscher, Albert Zahn, Horst Jonischkan, Willi Neuenhahn,
Werner Röwekamp, Hans Feldner, Gerhard Rachold, Fredy Barten, Harald Hauser,
Günter Junghans, Hans-Hartmut Krüger
1962 - Oh, diese Jugend - 110 min - Fortsetzung der Fernsehfilme
"Papas neue Freundin" und "Vielgeliebtes Sternchen" - mit
Peter Herden, Helga Raumer, Karin Schröder, Claus Jurichs - Probleme von
Halbstarken im Hause Bach, mit Lederjacken, Laienspiel, Tränen und Happy-End.
1963 - Das Stacheltier - Engel, Sünden und Verkehr,
EP2: Der Wettlauf des Hasen mit dem Igel - frei nach dem Mächen der Gebrüder Grimm - s/w
- Zwei Zwillings-Teenager campen an einem See. Eines der Mädchen begegnet
einen wild fahrenden "Wolga"-Besitzer. Durch den Luftzug fällt
ihr Moped um, das kleine Kofferradio gibt keinen Ton mehr von sich. Als sie
ihn an der Tankstelle wiedertrifft, schlägt sie ihm eine Wettfahrt vor.
Der stolze "Hase" geht im Vertrauen auf seine Pferdestärken darauf
ein: Der Sieger erhält zwei Flaschen Sekt und zwei Küsse, der Igel
hält dagegen: zwei Faßbrausen und zwei Liter Benzin. An den See zurückgekehrt,
überlegt sie sich mit ihrer Schwester einen Plan, um den Gecken zu überlisten.
So geschieht es auch: nach dem Start an der Tankstelle bleibt die eine zurück,
während der Hase im schnellen Tempo der Badestelle zustrebt, wo ihn das
zweite Mädchen schon erwartet. Er durchschaut den Trick nicht, drängt
auf mehrfache Wiederholung und muß schließlich - mit überhitztem
Motor - den Preis entrichten. Erst als er eine Kneipe betritt um sich mit Alkohol
zu beruhigen, entdeckt er die "beiden Igel" am Tisch, glaubt zuviel
getrunken zu haben und rutscht am Tresen nach unten... - mit Brigitte Krause,
Manfred Krug, Kurt Rackelmann, Sprecher: Gerry Wolff, Musikinterpreten: Ruth
Homann, Jazz-Optimisten, Manfred Krug - EP1 siehe bei Marianne
Wünscher
1963 - Die Hochzeit von Länecken
1963 - Julia lebt - s/w - 82 min - Auf einem Schwimmfest
lernt der Soldat Gunter Rist die Professorentochter Penny kennen. Aus dem einfachen
Jungen und dem verwöhnten Mädchen wird ein Liebespaar. Gunter jedoch
paßt nicht in ihre Kreise, wird von Pennys versnobten, intellektuellen
Freunden brüskiert. Penny ödet diese Art und ihr bisheriger Lebensstil
an, dennoch ist sie ihm verhaftet und traut ihrer Liebe zu Gunter nicht. Schließlich
fährt sie mit ihrem alten Verehrer Bob in Urlaub. Gunter, der nach einem
Unfall im Krankenhaus liegt, begegnet dort der Krankenschwester Li. Sie verstehen
sich gut. Doch als Penny nach Gunter ruft, weil sie ihn braucht, geht er zu
ihr zurück. Li ist schwanger, aber versucht nicht, ihn zu halten. Da wird
der Grenzsoldat Gunter von feindlichen Schüssen schwer verletzt. mit Martin
Flörchinger, Rosemarie Funk, Herbert Graedtke, Jutta Hoffmann, Günter
Junghans, Karla Kersten, Erik S. Klein, Heinz-Dieter Knaup, Ruth Kommerell,
Hans-Peter Reinecke, Peter Reusse, Peter Sindermann, Fred Staglies, Fred Thomalla
1963
- Drei
Kriege - Fernseh-Trilogie über drei Kriege, in denen in den letzten
150 Jahren Deutsche gegen Russland kämpften - 85 min - mit Wilfried Weschke,
Gerry Wolff, Hans-Edgar Stecher, Sigrid Göhler - 1. Teil: Tauroggen nach dem Roman "Es geht
nicht ohne Liebe" von Jan Koplowitz - die Geschichte eines Mädchens
und eines jungen Mannes, die in die Wirren des napoleonischen Krieges gegen
Russland hineingerissen werden.
1964 - 2.
Teil: Hinter den Fronten - erzählt vom Schicksal der Lehrerin
Ruth Peters, die zusammen mit ihrem Mann Ludwig und dem Freund der Familie,
Stephan Dowidat, die Schrecken des Ersten Weltkriegs erlebt.
1963 - Sonntagsfahrer
- s/w - Am 12. August 1961 machen sich in Leipzig acht Menschen in drei Autos
auf den Weg nach Berlin. Sie wollen in den Westen. Initiator ist der Spießer
Spiessack, er treibt die anderen, die sich mit gemischten Gefühlen auf
das Abenteuer eingelassen haben, an. Es wird eine Fahrt mit zahlreichen Zwischenfällen
und Panikstimmung, die die unterschiedlichen Charaktere aneinanderprallen läßt.
Am nächsten Tag endlich in Berlin angekommen, ist ihnen der Grenzübertritt
verwehrt. Es bleibt nur der Rückweg. Zu Hause wird Spiessack von einem
Polizisten in seinem Wohnzimmer erwartet – unter der von ihm an die Wand geschmierten
Parole: „Wir kommen wieder“. - mit Erika Dunkelmann, Gerd Ehlers, Hans Finohr,
Walter E. Fuß, Erich Gerberding, Herwart Grosse, Harald Halgardt, Rita
Hempel, Hartmut Kirschke, Irene Korb, Erich Mirek, Günter Naumann, Wolfgang
Ostberg, Helmut Schreiber, Ellinor Vogel
1964 - Chronik eines Mordes -
- nach dem Roman "Die Jünger Jesu" von Leonhard Frank - 88 min
- s/w - In einer westdeutschen Stadt Mitte der 50er Jahre. Am Tag seiner Amtseinführung
wird Bürgermeister Zwischenzahl erschossen. Die Täterin ist die junge
Jüdin Ruth Bodenheim, die mit ihrem Handeln Vergeltung für den Mord
an ihren Eltern suchte. Trotz der vorliegenden eindeutigen Beweislast gegen
Ruth ist die Justiz sichtlich bemüht, die Sache zu vertuschen... aus Furcht
vor einem Skandal. Anders als ihr Jugendfreund und jetziger Ehemann Dr. Martin,
will Ruth das Stillschweigen nicht akzeptieren. Sie kann die traumatischen Erlebnisse
ihrer Vergangenheit nicht vergessen. Der Tod ihrer Eltern, für den Zwischenzahl
als ehemaliger SA-Mann mit verantwortlich war, und ihr zeitweiliges Leben in
einem Wehrmachtsbordell, lassen Ruth keine Ruhe finden. Mit einer Akte voll
gesammelter Zeugenaussagen und Dokumente über das Schicksal ihrer Eltern,
u. a. auch Beweise für Zwischenzahls Schuld, wandte sie sich an die Behörden
- jedoch ohne den erhofften Erfolg. So legte sie selbst Hand an den Kriegsverbrecher
und nimmt die Strafe dafür in Kauf. Beeindruckt von Ruths Hartnäckigkeit,
den gesamten Fall Zwischenzahl an die Öffentlichkeit zu bringen, entscheidet
sich der Staatsanwalt Dr. Hoffmann ihre Verteidigung vor Gericht zu übernehmen.
- mit Ulrich Thein, Jirí Vrstala, Bohumil Smida, Martin Flörchinger,
Willi Schwabe, Antje Ruge, Arno Wyzniewski, Norbert Petznick, Monika Lennartz,
Helmut Schreiber, Stefan Lisewski, Gisela Graupner, Hans Klering, Siegfried
Weiß, Helmut Bruchhausen, Werner Schulz-Wittan, Horst Quednow, Bruno Müller,
Günther Müller, Rita Richter, Fredy Barten, Anna-Maria Horn, Katharina
Recknitz, Alois Herrmann, Erich Böhme, Gertrud Brendler, Elisabeth Hermanns,
Klaus-Jürgen Müller, Martin Richter, Elke Rieckhoff, Agnes
Kraus, Janina Rzasa-Adynowska, Maria Popwassilewa-Nitzsche, Wolfgang
Joachim, Friedrich Teitge - Musik von Gerd Natschinski
1965 - Die Reise nach Sundevit
1965 - Entlassen auf Bewährung - s/w - 90 min - Mit dem Motorrad hat Konrad Schenk,
genannt Conny, einen Mann angefahren und Fahrerflucht begangen. Dafür kam
er ins Gefängnis, führte sich gut, machte eine Ausbildung als Drucker
und wurde vorzeitig entlassen. Nun arbeitet er in einem Betrieb, zwei Jahre
auf Bewährung. Als in seiner Brigade Geld gestohlen wird, fällt der
Verdacht der Meisterin sofort auf ihn. Sie klärt die Kollegen über
sein Vorleben auf. Alle mißtrauen ihm plötzlich. Conny betrinkt sich
in seiner Verzweiflung, und in diesem Zustand trifft er auf seine Freundin Ute,
die bis dahin zu ihm hielt. Nun wendet auch sie sich von ihm ab. Conny geht
zu einem ehemaligen Mitgefangenen, und der spannt ihn sofort für kriminelle
Geschäfte ein. Ohne Führerschein fährt er mit dessen Auto, um
einen Auftrag zu erledigen. Er wird von der Polizei gestoppt, und man bittet
ihn, einen verletzten Jungen ins Krankenhaus zu bringen. Er leistet die Hilfe
und besinnt sich. - mit Bärbel Bolle, Erich Brauner, Helga Göring,
Hans Hardt-Hardtloff, Karl Kendzia, Volkmar Kleinert, Heinz Klevenow, Krista-Sigrid
Lau, Otto Mellies, Ingeborg Otmann, Helga Raumer, Gudrun Ritter, Karl Sturm,
Erik Veldre
1967 - Als Hitler den Krieg überlebte (Ja, spravedi
nost) - Psychothriller - CSSR - 90 min - mit Fritz Dietz, Karel Höger,
Jiri Vrstala - Der Film spielt zeitlich vor den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen
und geht davon aus, daß Hitler noch lebt: Der "Führer"
befindet sich schwerkrank in der Hand einer Antinazi-Organisation, nach deren
Vorstellungen er erleiden soll, was zahllosen Menschen in seinem Namen zugefügt
wurde, ohne dabei zu sterben. Als fanatische Nazis ihn befreien wollen, stellt
sich heraus, daß die Terroristen auswechselbar, daß die Antifaschisten
von gestern die Faschisten von morgen sind.
1967 - Schatten über Notre Dame - 168 min - mit Herbert Köfer, Alfred
Müller, Jiri Vrstala, Wolfgang Greese - Ein Journalist kommt 1939 in Paris
einer Geheimorganisation auf die Spur, die mit ihren Mordtaten die Machtübernahme
durch die deutschen und italienischen Faschisten vorbereiten will. Erst nach
dem Krieg kann er seine Ermittlungen abschließen und die Schuldigen zur
Verantwortung ziehen. Auf historischen Ereignissen beruhender, mehrteiliger
Kriminalfilm fürs Fernsehen der DDR.
1968 - Wege
übers Land (mehrteilige
TV-Produktion) - Der fünfteilige Fernsehfilm beschreibt das bewegte Schicksal
der jungen Magd Gertrud Habersaat während der Kriegs- und Nachkriegswirren
in Deutschland. Ihr Schicksal führt sie nach der Heirat mit Emil Kalluweit
nach Polen, wo sie das Grauen der Deportation und des Mordens erleben. Dort
adoptieren sie ein jüdisches Mädchen und einen polnischen Jungen.
Kurz darauf meldet sich ihr Mann freiwillig an die Front. Nach dem Krieg, ihr
Mann ist nicht mehr zurückgekehrt, geht sie mit den Kindern zurück
in ihr Heimatdorf und findet zunächst auf ihrem alten Hof Arbeit. Aus eigener
Kraft gelingt es ihr, in kürzester Zeit den zweitgrößten Bauernhof
des Dorfes aufzubauen. Doch als die Kollektivierung beginnt ist Gertrud empört.
Sie will ihren Hof nicht hergeben. Die Kinder sind inzwischen groß und
gehen ihre eigenen Wege. Gertrud verliebt sich in den neuen Bürgermeister
Willi Heyer, ein deutscher Kommunist, dem die Flucht aus dem Konzentrationslager
gelang. Doch er soll auf einen anderen Posten in die Stadt abberufen werden.
Nachdem er aber erfährt, dass Gertrud ihren verschollenen Ehemann Kalluweit
für tot erklären lassen will, möchte er sie heiraten. Doch dann
taucht plötzlich Emil Kalluweit wieder auf. Aus Westdeutschland. Er will
sie überreden mit ihm zu gehen... - mit Ursula Karusseit, Armin Mueller-Stahl,
Manfred Krug, Christa Lehmann, Erika Pelikowsky, Erik S. Klein, Carmen-Maja
Antoni, Lothar Bellag, Volkmar Kleinert, Otto Dierichs, Helga Raumer, Hans Hardt-Hardloff,
Elsa Grube-Deister, Ireneusz Kanicki, Gerd Ehlers
1. Auf einem Hof in Mecklenburg sehnt die Magd Gertrud
Habersaat die Heimkehr des Großbauern vom Polenfeldzug herbei. Proper,
ehrgeizig und fleißig, teilt sie schon seit einigen Jahren das Bett Jürgen
Lesstorffs und bewirtschaftet seinen Besitz, als sei es der ihre. Der Bauer
hat ihr die Ehe versprochen. Aber jetzt, wo sie ein Kind erwartet, hat er andere
Pläne, für die eine nicht standesgemäße Ehe nur hinderlich
wäre. Er möchte teilhaben an der von den Nazis verkündeten Eroberung
der Welt. Lesstorff beginnt ein Verhältnis mit der Gräfin Palvner
und wird von ihr protegiert. Um ihre Würde zu wahren, lässt Gertrud
das Kind abtreiben und heiratet Emil Kalluweit, einen landlosen Bauernsohn,
dem die braunen Machthaber eine eigene Scholle in den besetzten polnischen Gebieten
zugeschanzt haben. & 2. Gertrud und Emil Kalluweit sind ausgezogen, um sich
in den eroberten polnischen Gebieten eine eigene Existenz zu schaffen. Doch
nach ihrer Ankunft in der neuen Heimat erleben sie das Grauen der Deportationen
und des Mordens ringsumher. Während Kalluweit versucht, sein aufkeimendes
Entsetzen zu verdrängen, nimmt Gertrud ungeachtet der Gefahr ein kleines
jüdisches Mädchen im Hause auf. Unterdessen lässt die deutsche
Führungsriege im Gouvernement, zu der auch Lesstorff gehört, wahllos
Zivilisten abschlachten, um jeden Widerstand zu ersticken. Emil Kalluweit wird
von SS-Mann Schneider gedrängt, sich den Erschießungskommandos anzuschließen.
Das Ansinnen stürzt ihn in einen verzweifelten Konflikt. Schneider wird
ihm aber keine Ruhe lassen und außerdem beginnen die Behörden, nach
der Herkunft des Kindes zu forschen. Als Gertrud für ein paar Tage verreist,
will ihr Mann das Mädchen heimlich fortschaffen. Gertrud sieht nur eine
Möglichkeit, das jüdische Mädchen zu retten. Sie wendet sich
wegen der Papiere an Lesstorff. Resigniert willigt Kalluweit ein, dass Gertrud
die Kleine zusammen mit einem polnischen Jungen adoptiert. Dann meldet er sich
freiwillig an die Front. Zur gleichen Zeit gelingt Willi Heyer, einem deutschen
Kommunisten, mit einem polnischen Professor die Flucht aus dem Konzentrationslager.
& 3. Nachdem der Krieg endlich vorbei ist, begegnen sich Gertrud und Heyer,
die schon einmal flüchtige Bekanntschaft geschlossen haben, wieder. Zu
Tode erschöpft vom einsamen Marsch durch die eisige, verwüstete Landschaft
hat Gertrud endlich ihr Heimatdorf erreicht und mit den beiden Kindern und einem
Säugling, den sie unterwegs aufgelesen hat, in der einst so verachteten
Tagelöhnerkate ihrer Mutter Unterschlupf gefunden. Jetzt drohen ihr die
Kinder, wie viele andere, an Unterernährung und Entkräftung wegzusterben.
Willi Heyer, den die Besatzungsmacht als Bürgermeister des Ortes eingesetzt
hat, beschlagnahmt die Kühe der Großbauern, um dem Elend abzuhelfen.
Lesstorff kehrt aus englischer Kriegsgefangenschaft zurück. Er bittet Gertrud,
wieder zu ihm zu ziehen. Doch Gertrud, wohl wissend, dass Lesstorffs Wunsch
nur dem nüchternen Kalkül der neuen Machtverhältnisse entspringt,
lehnt das Angebot ab. Lediglich zur Arbeit geht sie auf den Lesstorff-Hof. Dort
läuft sie dem ehemaligen SS-Mann Schneider in die Arme, dem Lesstorff auf
Empfehlung alter Kameraden Unterschlupf gewährt. Schneider bedroht und
belästigt Gertrud, woraufhin sie mit ihren Kindern davonlaufen will. Unterwegs
begegnet ihr Willi Heyer, der gerade von der russischen Kommandantur zurückkehrt,
wo er Rechenschaft ablegen musste über die Vorgänge um die beschlagnahmten
Kühe der Großbauern. Heyer überredet sie zur Umkehr. Als beide
gemeinsam ins Dorf kommen, tobt im Bürgermeisteramt, angestachelt von SS-Schneider
und den Großbauern, bereits der Mob. Im Handgemenge stirbt Lesstorff durch
einen Schuss aus Schneiders Waffe. Der Hof wird enteignet und aufgeteilt, aber
Gertrud hat sich geschworen, nie wieder fremdes Land anzunehmen. & 4. Aus
eigener Kraft hat es Gertrud geschafft: Nach dem Großbauern Heinemann
ist sie die reichste Bäuerin im Dorf. Aber die Zeit steht nicht still.
Moderne Maschinen müssen auf den Feldern eingesetzt werden, will man die
Erträge weiter steigern. Die Kollektivierung beginnt. Funktionäre
aus der Stadt fordern die Bauern zur Genossenschaftsbildung auf. Gertrud ist
empört und macht aus ihrer Meinung keinen Hehl. Wofür hat sie sich
abgerackert, wenn sie jetzt wieder alles hergeben und mit den weniger Fleißigen
und Erfolgreichen teilen soll? Dabei wächst ihr die Arbeit schon jetzt
über den Kopf. Die Kinder gehen eigene Wege. Gertruds Sohn Stefan begeistert
sich für die neue Landtechnik und wird Lehrling auf der Maschinenausleihstation
des Ortes. Mala hat einen Bräutigam und will Kindergärtnerin werden.
Und Willi Heyer, der Mann, den Gertrud liebt, wurde auf einen Posten in die
Stadt abberufen. Nachdem er erfahren hat, dass Gertrud ihren verschollenen Ehemann
Kalluweit für tot erklären lassen will, möchte er ihr einen Heiratsantrag
machen. & 5. Gertrud erlebt noch einmal ereignisreiche Tage und Wochen.
Emil Kalluweit, der die ganze Zeit geglaubt hat, sie sei tot, taucht unversehens
aus Westdeutschland auf. Er versucht, Gertrud zu überreden, mit ihm zu
gehen, jetzt, da ihr Land sowieso bald wieder enteignet werde. Sein Ansinnen
bewirkt, was Willi Heyer mit seiner geschulten Argumentation nicht geschafft
hat: Gertrud wird zur glühenden Anhängerin der Kollektivierung. Die
Bauern tragen ihr den Vorsitz der neu gegründeten Genossenschaft an. So
plötzlich wie Emil Kalluweit trifft auch ein gewichtiger Brief aus Polen
ein. Stefans leibliche Mutter fordert ihren Sohn zurück. Sie konfrontiert
Gertrud mit schweren Anschuldigungen. Was ist damals wirklich geschehen? Innerlich
zerrissen muss Stefan Abschied nehmen, und auch Mala stellt nun Fragen nach
ihrer Herkunft. Kalluweit ist inzwischen klar geworden, dass Gertrud nie wirklich
seine Frau war und ihre Ehe keine Zukunft hat. Der Weg für eine glückliche
Beziehung Gertruds mit Willi Heyer ist endlich frei.
1968 - Alchimisten - nach dem gleichnamigen Roman von
Eduard Klein - 146 min - 2 Teile - mit Hannjo Hasse, Harry Hindemith, Heinz
Behrens, Hans Hardt-Hardtloff - Fernsehfilm über die unzureichenden
Produktionsmethoden eines Chemiebetriebes, die durch eine Havarie ans Licht
kommen und zu zahlreichen Reklamationen führen. Gegen den Widerstand der
Leitung, die alle Schwierigkeiten wegzureden versucht, aber mit Unterstützung
der Belegschaft macht sich ein Parteisekretär an die Lösung des Problems.
1968/1987 -
Die
Russen kommen
1969
- Krupp
und Krause - nach dem gleichnamigen Buch von K.H. Helms - 5 Teile - 93/91/103/82/89
min - mit Günther Simon, Rudolf Ulrich, Herbert Köfer, Helga Göring,
Lissy Tempelhof, Jaecki Schwarz, Harry Hindemith - Prestigeproduktion des DDR-Fernsehens
- 1. "Warum ist es am Rhein so schön"; 2. "Maskenball";
3. "Bis die Haie torkeln"; 4. "Zerbrochen sind die Ringe";
5. "Die Zeit der Fundamente".
1970/71 - Arthur
Becker - s/w - 291 min -
1. Teil = 94 min; 2. Teil = 89 min; 3. Teil = 108 min - mit Jürgen Zartmann,
Horst Schulze, Ani Spassowa, Angel Strojanow, Gunter Schoß - Kampf und Schicksal einer deutschen Brigade unter
der Führung des jungen Kommunisten Arthur Becker im spanischen Bürgerkrieg.
1971
- Karriere
1971
- Die Chansonreise - 76 min
- mit Gisela May, Jean-Claude Pascal, Günter Döhring, Gerti Möller
- Alte Lieder und neue Chansons werden zu einer musikalischen Reise durch das
Havelland vor den Toren Berlins zusammengefasst. Den Hintergrund der Auftritte
zahlreicher Sängerinnen und Sänger bilden stimmungsvolle Aufnahmen
der Baumblüte in der traditionellen Obstbau-Landschaft.
1971/72 - Eva und Adam oder Gefechte mit Napoleon - Fernsehfilm-Reihe
- I. Folge - 93 min - mit Ursula Karusseit, Dietmar Richter-Reinick, Birgit
Schmidt, Ilko Berthold - Geschichte der Ehe zwischen einer jungen Arbeiterin,
die nach einem Sonderstudium in eine exponierte Stellung rückt, und ihrem
Mann, einen einfachen Schweißer, der hofft, daß seine Frau nach
dem Studium wieder mehr Zeit für ihn und die Kinder haben wird.
1972 - Eva und Adam oder Privat nach Vereinbarung - Fernsehfilm-Reihe
- II. Folge - 91 min - mit Helga Göring, Rudolf Ulrich, Barbara Dittus,
Matthias Günther - Eine fünfzigjährige Frau, die ihre eigene
persönliche und berufliche Entwicklung dem Fortkommen ihres Mannes als
Zahnarzt opferte, wird nun durch eine jüngere Rivalin verdrängt.
1973 - Eva und Adam oder drum prüfe - Fernsehfilm-Reihe
- IV. Folge - 98 min - mit Horst Drinda, Lissy Tempelhof, Ursula Karusseit,
Helga Göring - Eine junge Frau heiratet nach Erlangung ihres Doktortitels
einen Betriebsdirektor. Doch die Ehe ist gefährdet, als der Mann seine
Arbeitsstelle in eine andere Stadt verlegen muss und beide sich nur am Wochenende
sehen.
1973 – Die Brüder Lautensack - s/w - 3 Teile - Literaturverfilmung nach
Feuchtwanger - mit Citbir Filcik, Rolf Hoppe, Petra Hinze - 2. Teil: Der Aufstieg
des "Sehers" Lautensack (Citbor Filcik) geht weiter. 1932 übermnimmt
er die Leitung des Propagandablattes "Deutschlands Stern". Als Sprachrohr
der Nazis "prophezeit" er dem Volk Dinge, die ihm sein Bruder eingeflüstert
hat. Und der muss es wissen: Er zählt zur neuen Führungselite der
Wehrmacht. (100 min)
1974 - Mein lieber Mann und ich - 105 min - mit Klaus Piontek, Rolf Hoppe,
Ernst Kahler, Michael Gwisdek - Die Frau eines Schauspielers ist vom Hausfrauendasein
nicht ausgefüllt. So sucht sie sich eine Arbeit als Kraftfahrerin. Doch
sie fühlt sich auch im Beruf durch die Joyialität des männlichen
Vorgesetzten diskriminiert, der sich mit ihrem Mann verbündet und sie zum
Erziehungsobjekt degradiert.
1975 - Ikarus
1976/77 – Abschied vom Frieden - 275 min - 3 Teile - nach dem gleichnamigen Roman von F.C. Weiskopf - mit Angelika
Waller, Horst Schulze, Norbert Christian, Erwin
Geschonneck, Jutta Hoffmann, Ezard Haußmann, Irma Münch, Madeleine
Lierck, Erika Pelikowsky, Lutz Jahoda, Manfred Krug, Marta Raffael, Wolfgang
Penz, Friedericke Aust - Familiengeschichte vor dem historischen Hintergrund des
Jahres 1913. Im Strudel zeitgeschichtlicher Ereignisse bewegen sich die individuellen
Schicksale in der Familie eines Prager Zeitungsverlegers. Dreiteilige, ambitionierte
Romanverfilmung des DDR-Fernsehens, die aufgrund der Ausreise Manfred Krugs
aus der DDR zwei Jahre auf ihre Erstausstrahlung warten musste.
1977/78 - Fleur Lafontaine - 200 min TV und 116 min Kino - nach dem Roman "Das angstvolle
Heldenleben einer gewissen Fleur Lafontaine" von Dinah Nelken - mit Hilmar
Thate, Eberhard Esche, Gisela May, Fred Düren, Gerhard Bienert, Jutta Hoffmann,
Hans Teuscher, Herwart Grosse, Käthe Reichel - Lebensweg einer Frau, die
fast über ein halbes Jahrhundert immer wieder tiefe seelische Konflikte
durchlebt und schließlich 1948 nach einem schweren Unfall dem Arzt in
einer neurologischen Klinik ihre Lebensgeschichte erzählt.
1978 - Der Galgensteiger - Schweiz
- 120 min - mit Hilmar Thate, Günter Lamprecht, Hans Heinz Moser, Mathias
Gnädinger - 1977 koordinierten sich die Fernsehanstalten DRS, ZDF und ORF
für die Ringsendung "Trilogie 1848": An Hand je einer nationalen
Episode sollte die Revolutionsbewegung skizziert werden, die 1848 ganz Europa
durchzog. Der Schweizer Beitrag hebt die Bedeutung Rudolf Steigers, der 1845
mit einem Umsturzversuch in seiner Vaterstadt Luzern den Auftakt zur Revolution
eidgenössischer Machart gegeben hatte, hervor. Die importierten DDR-Stars
Hilmar Thate und Angelica Domröse müssen sich mit markigen Politparolen
plagen.
1978/79 – Bis daß der Tod euch scheidet -
- 100 min - Auszeichnungen: Prädikat
"Wertvoll"; Filmpreis des Jugendmagazins "Neues Leben" 1980
für das Jahr 1979; I. Internationales Spielfilmfestival der DDR Karl-Marx-Stadt
1980, Preis für Drehbuch an Günther Rücker - Regie & Drehbuch:
Heiner Carow - mit Katrin Saß, Martin Seiffert, Renate Krößner,
Horst Schulze, Peter Zimmermann, Werner Godemann, Henny Müller, Alfred
Struwe, Berko Acker, Elisabeth Andrees, Carl Heinz Choynski, Irmgard Kuhlmey,
Joachim Lukas, Michèle Marian, Lina Patermann & Gruppe 'City' - Glück
währt nicht ewig. Das müssen sich auch Verkäuferin Sonja (Katrin
Saß) und Bauarbeiter Jens (Martin Seiffert) eingestehen. Während
Jens nach einem Familienleben strebt, in dem seine Frau Heim und Kind versorgt,
sucht Sonja die Bestätigung im Beruf. Bald hat das Ehepaar einen Punkt
erreicht, von dem es kein Zurück zur Liebe mehr gibt. & Jens und Sonja
sind Anfang 20. In ihrer Verliebtheit heiraten sie überstürzt, ohne
für die Ehe wirklich reif zu sein. Die Probleme beginnen, als ihr erstes
Kind geboren wird. Jens, der als Bauarbeiter einen ausreichenden Verdienst hat,
möchte, zumal er als Kind familiäre Geborgenheit vermisst hat, dass
Sonja sich nur noch dem Kind widmet. Doch sie hat andere Vorstellungen. Heimlich
macht sie die Facharbeiterprüfung. Jens ist empört und schlägt
im Affekt zu. Als er aus einer Seltersflasche trinkt, die aber Putzmittel enthält
– Sonja weiß das und hindert ihn nicht – , kommen beide zur Besinnung.
Sie wollen sich eine zweite Chance geben.
1979/80 - Am grauen Strand, am grauen Meer - 90 min - Drama nach der Novelle "Hans und Heinz
Kirch" von Theodor Storm - mit Fred Düren, Martin Seiffert, Ruth Reinicke,
Annemone
Haase - In einer tristen
Kleinstadt an der Ostsee lebt der ehrgeizige Schiffseigner Hans Kirch (Fred
Düren) mit seiner Familie. Sohn Heinz (Martin Seiffert) liebt die aus einfachen
Verhältnissen stammende Wieb Harmsen (Angelica Domröse). Als der Vater
von der Beziehung erfährt, überwirft er sich mit seinem Sohn. Wütend
verlässt Heinz die Stadt. Erst 17 Jahre später kehrt er zurück.
Doch im Ort kommen Zweifel an Heinz' Identität auf. Nur seine Jugendliebe
Wieb hält zu ihm.
1980 - Don Quichottes Kinder - Deutschland - 84 min - mit Dietrich Mattausch,
Nikolas Klakow, Tushka Benthaak, Sigfrit Steiner, Dieter Laser, Pola Kinski, Gunter Berger, Christoph
Beyertt, Michael Tregor - Nach der Scheidung der Eltern, die sich endlich ihrer
scheinprogressiven Lebenslüge bewußt wurden, leidet ein 11jähriger
Junge unter den zwanghaften Emanzipationsanstrengungen seiner Mutter. In seiner
Ratlosigkeit gibt er eine Zeitungsannonce auf, in der er nach einer verständigen
Freundin sucht. Dies wird von der Presse zwar sensationsträchtig ausgespielt,
verhilft aber sowohl dem Jungen als auch der Mutter zu einer Lösung.
1981 - Die zweite Haut
(TV-Produktion, Deutschland)
1982 - Randale -
- Deutschland
- 101 min - mit Jocelyn Boisseau, Eva Kotthaus, Gerda Gmelin, Herta Worell -
Während eines Praktikums in einem süddeutschen Heim für schwererziehbare
Mädchen erleidet eine Studentin Schiffbruch, weil sie ihre idealistischen
Vorstellungen nicht mit der Wirklichkeit in Einklang bringen kann.
1983 - Hanna von acht bis acht - mit Franziska Bronnen, Anja Jaenicke, Rose Renée Roth,
Wolfgang Büttner, Lisa Kreuzer, Udo Vioff, Heidi Brühl, Amadeus August,
Manfred Seipold
1984 - Mamas
Geburtstag - Deutschland
- mit Helmut Lohner, Brigitte Horney, Michael Hinz, Anita Kupsch, Johanna Elbauer,
Peter Capell, Peter Aust - Victor ist sterbenskrank. Bei der Geburtstagsfeier
seiner greisen Mutter will er reinen Tisch mit der Familie machen.
1985
- Fräulein - Deutschland - 107 min - mit Peter Franke, Lou Castel,
Mareile Geisler, Michael Klein,
Heinz-Werner Kraehkamp, Cordula Gerburg, Margret Homeyer, Bob Anderson, Paulus
Manker
- Deutschland Mitte der 60er Jahre: Eine Kriegerwitwe nimmt einen ehemaligen
französischen Kriegsgefangenen auf, der ihr Geliebter wird. Nachdem er
in seine Heimat zurückgekehrt ist, taucht ihr für tot erklärter
Mann als Spätheimkehrer wieder auf. Der Neuanfang der Ehe scheitert, als
er von der Existenz des Franzosen erfährt. Nach seinem Tod sucht die Frau
ihren einstigen Geliebten in Frankreich und findet ihn als Familienvater.
1985 - Blanche oder Das Atelier im Garten (TV-Produktion, Deutschland)
1986 - Kir Royal (TV-Serie Deutschland) u. a. mit Senta Berger - Die
Domröse spilet hier die Rolle der Peggy Kaufmann
1986 - So viele Träume
1989 - Die Skorpionfrau - Österreich - 101 min - mit Fritz Hammel, Peter Andorai,
Heinz Weixelbraun, Johanna Tomek - Eine geschiedene Richterin Mitte Vierzig
beginnt eine Liebesbeziehung mit einem weitaus jüngeren Rechtspraktikanten,
in deren Verlauf sie gegen Enttäuschungen und Erniedrigungen ankämpfen
und um ihre Würde ringen muß.
1990 - Hurenglück -
Deutschland - 90 min
- Drama - mit Hilmar Thate, Marco Hofschneider, Kurt Weinzierl - Mit ihrem behinderten
Sohn lebt Eva (Angelica Domröse) abgeschieden in einer bayrischen Kleinstadt.
Die Liebe des Kioskbesitzers Grosser erwidert sie nicht. Eva ist Männern
gegenüber distanziert. Der Grund wird bekannt, als sich ein Fremder bei
Eva einnistet: Hager (Hilmar Thate) behauptet, sie habe früher für
ihn angeschafft und schulde ihm Geld.
1991 - Die Verfehlung -
Deutschland - 104
min - Ost-West-Drama nach einer Erzählung von Werner Heiduczek - mit Gottfried John, Jörg Gudzuhn,
Dagmar Manzel, Katja Paryla,
Christine Harbort, Günter Schubert, Dirk Kummer - Etwa ein Jahr vor dem
Fall der Mauer verliebt sich die 50-jährige Putzfrau Elisabeth (Angelica
Domröse) aus Ostdeutschland in den Hamburger Hafenarbeiter Jacob (Gottfried
John), der auf Besuch in der DDR ist. Als sie Silvester 1988 die Verlobung mit
ihm bekannt gibt, bekommt sie die Repression des angeschlagenen Staates mit
voller Wucht zu spüren. - Der letzte KinoFilm von Regisseur Heiner Carow
(siehe Legende von Paul und Paula). Carow starb 1997.
1992 - Vater Mutter Mörderkind
1993 - Angelica Domröse
und Hilmar Thate: Erinnerungen
an "Daniel Druskat"
- TV-Dokumentarfilm
1994 - Polizeiruf
110: Samstag, wenn Krieg ist
- Deutschland - 94 min - mit Markus Knuefken, Felix Eitner, Heino Ferch, Wolf-Dietrich
Sprenger - Werktags ist Siggi der nette Konditor von Ichtenheim, samstags geht
er mit seiner Skin-Head-Bande auf Tour - bis sich die Freundin des Anführers
Wolf (Heino Ferch) mit einem Italiener einläßt. Wolf erschlägt
sie. Der Tatverdacht fällt auf Zeuge Yogi (Felix Eitner), Siggis geistig
behinderten Bruder. Hauptkommissarin Vera Brilewski (Angelica Domröse)
ermittelt.
1996 - Fähre in den Tod
1997 - Kalte
Küsse (TV-Produktion,
Deutschland)
1998 - Polizeiruf
110: Hetzjagd - Deutschland
- 90 min - mit Bernd Gnann, Stefan Reck, Erich Bar, Peter Ehrlich - Kinderschänder
haben im Knast nichts zu lachen. Wolfgang Straub (Stefan Reck), der wegen Mißbrauchs
seiner eigenen Tochter hinter Gitter muß, wird von seinen Mitgefangenen
gedemütigt und vergewaltigt. Daß er seine Unschuld beteuert, interessiert
hier keinen. Wolfgang landet zu Unrecht in der psychiatrischen Abteilung. Dort
bringt ihn der ausgeklinkte Pferdemörder Dietmar (Erich Bar) tatsächlich
an den Rand des Wahnsinns, als er Wolfgang einen abgefangenen Brief seiner Tochter
vorliest, in dem sie von ihren Selbstmordabsichten schreibt. Wolfgang will nur
noch eins - raus. Da kommt ihm der Zufall zu Hilfe: Als die Kommissarin Vera
Brilewski (Angelica Domröse) wegen eines neuen Pferdemörders die Anstalt
besucht, rastet der irre Dietmar aus. Wolfgang nutzt seine Chance und nimmt
die Polizistin als Geisel.
2003 - Tal
der Ahnungslosen - mit Nisma
Cherrat, Kirsten Block, Florian Panzner, Günter Kurze, Johannes Brandrup,
Marianne Linden, Jean Claude Mawila - Kurz vor ihrem 40. Geburtstag wird die
Polizeikommissarin Eva Meyer von Frankfurt am Main in ihre Geburtsstadt Dresden
versetzt. Seit 22 Jahren ist die Afro-Deutsche, die ihre Eltern nie kennen lernte
und in Kinder- und Jugendheimen aufwuchs, nicht mehr hier gewesen. Sie beschließt,
ihre "Heimkehr" zu nutzen, um endlich dem Geheimnis ihrer Herkunft
auf die Spur zu kommen. Aus Stasi-Unterlagen erfährt sie schließlich,
wer ihre Eltern sind und weshalb sie als Baby in ein Heim abgeschoben wurde.
Doch als sie ihre Mutter mit der verdrängten Vergangenheit konfrontiert,
löst dies eine fatale Kettenreaktion aus.