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A g n e s K r a
u s

(eigtl. Irmgard Friederike Agnes Krause)
geboren 16. Februar 1911 in Berlin (Sternzeichen Wassermann) & gestorben
02. Mai 1995 in Berlin
Die Berliner Volksschauspielerin erhält ihre
künstlerische Ausbildung in den 20er Jahren bei Leopold Jessner am Staatstheater,
der sie irrtümlicherweise als künftige Tragödin sieht. Ab 1936
ist sie in ersten kleinen Rollen an der Volksbühne unter Eugen Klöpfer
zu sehen. Im zweiten Weltkrieg arbeitet sie dann bei den Kammerspielen in München,
ehe sie die Bühne verlässt und zum Main-fränkischen Puppentheater
wechselt. Dem Puppenspiel widmet sich Agnes Kraus fortan einige Jahre. Nach
dem Krieg betreibt sie gemeinsam mit ihrer Schwester ein eigenes Puppentheater,
tritt mit selbstgebastelten Puppen zu Veranstaltungen und in Schulen auf. Parallel
dazu setzt sie ihre schauspielerische Laufbahn am Theater in Brandenburg fort.
Später ist sie in Potsdam engagiert, wo sie als Darstellerin in Klassikern
nur wenig Erfolg hat. Seit Mitte der 50er Jahre gehört sie langjährig
zum Berliner Ensemble, kann hier ihre Wandelbarkeit unter Beweis stellen. Sie
litt sehr (wie die weltweit bekannte & anerkannte, nur in Deutschland völlig
negierte Diseuse Gisela May) nach 1989 unter den fürchterlichen Intrigen
der zweiten Garde des Berliner Ensembles.
Viele kleine Parts in DEFA-Streifen übernimmt sie. Ihre Spät-Karriere
mit großem Popularitäts-Schub machte Agnes Kraus im hohen Alter im
Fernsehen. (Auch hier - wie bei Marianne
Wünscher
- sehr bedauerlich, daß alle FilmLexika ausschließlich Kinofilme
auflisten und die vielen guten Fernsehproduktionen unerwähnt bleiben!)
Da war Frau Kraus die allseits beliebte schrullige, tiervernarrte, menschlich
komplizierte Alte mit viel Herz und Schnauze. Unverwechselbar ist ihre träge
Stimme! Das war sie übrigens im wirklichen Leben auch - die Tiernärrin
sorgte oft für Turbulenzen am Wohn- und/oder Drehort! Sie wurde 5 x Fernsehliebling der
DDR!

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Neumanns Geschichten
1986 - TV-Serie - Episoden Trautes Heim
und Eheprobleme
Das verhexte Fischerdorf
Der Werbechef des VEB Gravo-Druck Mauritius Halbermann – genannt Mauts – ist
nicht nur arbeitsbesessen, sondern auch voller großartiger Einfälle.
Als er wiederum einen solchen seinem Direktor vorstellen will, ist der im Urlaub
– mit Familie und einigen Kollegen, darunter Lore, die Mauts insgeheim als seine
zukünftige Frau betrachtet. Architekt Teddy indes hat die Absicht, auch
ins Urlaubsparadies Aaldorp zu fahren, um sich mit Lore zu verloben. Mauts schließt
sich ihm an und gedenkt, seine Pläne mit den Kollegen in Aaldorp zu beraten.
Die allerdings lassen sich von ihm die Urlaubsstimmung nicht vermiesen, und
nach allerlei merkwürdigen Vorkommnissen erkennt auch Mauts, daß
Ferien eine schöne Sache sind – woran Lore keinen geringen Anteil hat.
1962 - musikalische Komödie nach der gleichnamigen Filmerzählung von Hans Peter - s/w - mit Horst Drinda, Lutz Jahoda, Brigitte Krause,
Gerd E. Schäfer, Gustav Müller, Mathilde Danegger, Gerlind Ahnert, Erika Dunkelmann, Elsa Grube-Deister,
Monika Hildebrand, Werner Lierck, Horst Kube, Kurt Rackelmann, Ingeborg Reiche,
Willi Neuenhahn, Alwin Brosch, Veronika Axmann, Karla Kersten, Gerlind Ahnert,
Mathilde Danegger, Erika Dunkelmann, Elsa Grube-Deister, Monika Hildebrand,
Horst Kube, Werner Lierck, Ingeborg Reiche
Florentiner 73 ![]()
Die blonde Brigitte (Edda Dentges) hat sich auf die Annonce "Sonniges Berliner
Mutterherz vermietet tadelloses möbliertes Zimmer" gemeldet und wird
nun von der Witwe Klucke (Agnes Kraus) so richtig bemuttert. Die "Klucken"
hält das hübsche Mädel für naiv und unerfahren, doch Birgit
ist tüchtig im Beruf und strebt nach Selbständigkeit. Sie hat das
Elternhaus Hals über Kopf verlassen, weil die Mutter (Carola Braunbrock)
nicht einsah, daß sie den Mann, von dem sie ein Kind erwartet (Klaus-Peter
Thiele), nicht heiraten kann. Nach der anfänglichen Enttäuschung über
ihr neues Zuhause, das einem "Verschiebebahnhof" gleicht, gewöhnt
sich Brigitte bald an die mütterliche Fürsorge ihrer Vermieterin und
die liebenswerten Eigenarten der anderen Hausbewohner: an Witwe Knatter mit
ihrem "Wochenendfreund" Hugo, an die Hartmanns aus der "Flunderküche",
an Fräulein Maaß und ihre drei "internationalen" Kinder,
an Ehepaar Regler, das sich sehnlichst Nachwuchs wünscht, und insbesondere
an den jungen Studenten Wolfgang.
1971 - ORB - s/w - mit Steffi Spira, Jessy Rameik, Gudrun Ritter, Edda Dentges,
Klaus-Peter Thiele, Carola Braunbock, Friedrich Richter, Anne Wollner, - mit Günter Sonnenberg, Hertha Thiele,
Erich Petraschk, Arnim Mühlstädt, Norbert Speer, Liselott Baumgarten,
Henryk Steinberg, Jörg Wendland, Oliver Baudach, Berthold Schulze, Gerd
E. Schäfer, Marianne Kiefer, Trude Brentina, Stefen Jakobson, Hans G. Brown,
Anne Fröhlich, Wilhelm Gröhl, Maria Rouvel, Hilde Kneip, Günter
Stahnke
* Komödie nach der Erzählung "Das Durchgangszimmer" von Renate
Holland-Moritz
Neues aus der Florentiner 73
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Brigitte (Edda Dentges) hat sich in den Studenten Wolfgang verguckt. Aber so
einfach finden die beiden nicht zueinander, es hagelt Mißverständnisse.
Da greift Mutter Klucke (Agnes Kraus) ein. Gemeinsam mit Frau Knatter (Steffi
Spira) richtet sie aber nur Chaos an.
1974 - ORB - Komödie - mit Steffi Spira, Jessy Rameik, Gudrun Ritter, Edda
Dentges, Marianne Kiefer, Herbert Köfer, Gerd E. Schäfer, Norbert
Speer, Klaus-Peter Thiele
Schwester Agnes 
Die rührige Agnes (Agnes Kraus) kümmert sich seit mehr als 30 Jahren
um die Hilfsbedürftigen der Gemeinde. Rücksicht auf die Bedenken von
Bürgermeister Patschek (Jochen Thomas) nimmt sie dabei nicht. Daß
sie sich dauernd in Dinge einmischt, die sie nichts angehen, macht nicht nur
dem Bürgermeister das Leben schwer.
1974/75 - ORB - Komödie - mit Jochen Thomas, Micaela Kreißler, Walter
Richter-Reinick, Edgar Külow, Fred Delmare
Viechereien
Alles, was bellt, jault, miaut und krächzt, läßt das Herz der
netten Alma Krause (Agnes Kraus) höher schlagen. Besonders stolz ist die
Tierarztwitwe auf ihren französischen Bully. Neffe Heinz Rascher (Wolfgang
Penz) strebt den Veterinärsberuf an, möchte aber nicht in einer Kleintierpraxis
versauern. Alma weiß in dieser Situation Rat.
1977 - ORB - Komödie - mit Wolfgang Penz, Fred Delmare, Fred Mahr, Marta
Raslova, Helena Büttner
Oh diese Tante
Alma Krause (Agnes Kraus) ist zwar nicht mehr die Jüngste, gehört
aber noch längst nicht zum alten Eisen. Davon ist Dr. Kröpelin (Fred
Mahr) überzeugt. Er macht der resoluten Dame einen Heiratsantrag. Doch
Alma will von einem zweiten Frühling nichts wissen. Die Tierarztwitwe verübelt
ihrem Galan sein Hobby: die Jagd.
1977/78 - ORB - Komödie - Fortsetzung von "Viechereien" mit Fred Mahr, Wolfgang Penz, Maria Raslova,
Fred Delmare
Alma schafft alle
Tante Alma vom Heimatzoo in Groß-Klückow kümmert sich liebevoll
um die Tiere, die ihr ein und alles sind. Außerdem ist sie aktiv in der
Gemeinde tätig. Als die Ruhelose sich auch noch mit den Liebesproblemen
von Hannes Felix (Gojko Mitic) befaßt, ist sie endlich ausgelastet.
1979/80 - ORB - Komödie - mit Fred Delmare, Fred Mahr, Helena Büttner,
Gojko Mitic, Günter Schubert
Aber Doktor
Gutmütigkeit ist eine Tugend. Bei Doktor Flanke (Vlastimil Brodsky) ist
aus der guten Eigenschaft eine Schwäche geworden. Der liebenswürdige
Dentist kann niemandem einen Wunsch abschlagen. So auch nicht den flotten Damen
der Eishockeymannschaft, die er medizinisch betreut. Als hätte er nicht
schon genug Sorgen mit seiner Hilfsbereitschaft, macht ihm auch noch die Trainerin
(Jana Brecherová) schöne Augen - überraschenderweise mit Erfolg!
Nur Schwester Agnes (Agnes Kraus) muß eben überall ihre Charakternase
hineinstecken...
1978/79 - ORB - Komödie - mit Vlastimil Brodsky, Jana Brecherova, Herbert
Köfer, Julie
Juristova, Henry Hübchen, Ursula Christowa-Staack
Benno macht Geschichten




Der Berliner Junge Benno freundet sich mit dem Rentner Oskar (Erwin Geschonneck)
an. Endlich passiert was. Nur das Dickschädel Oskar sich unbedingt mit
seiner Nachbarin Irma (Agnes Kraus) und dem Proll Ralf (Henry Hübchen)
anlegen muss, stört die Idylle ein wenig.
1. Teil = Benno ist einigermaßen ratlos. Seine Eltern sind beide viel
beschäftigt und selten zu Hause, vernachlässigen ihn. Er aber sehnt
sich nach Geborgenheit und nach jemandem, der für ihn da ist. Da lernt
der kleine Pfiffikus bei einem Ferienaufenthalt den Rentner Oskar kennen und
beide lieben sich. Oskar, Elektriker, Uhrensammler, Koch- und Zauberkünstler
in einer Person, lässt das Kinderherz höher schlagen, bei ihm ist
immer was los, und wenn es nur der Ärger mit den Nachbarn ist ... &
2. Teil = Benno hat in Oskar nicht nur einen neuen Freund, sondern auch einen
Wahl-Opa gefunden, dem er durch einfallsreiche Streiche zur Seite steht. So
werden Niespulver im Schlafzimmer und Ameisen im Bett zu unangenehmen, aber
nicht selten vorkommenden Überraschungen für die Nachbarn, die das
aber - laut Benno - verdient haben. Oskar steht wie ein Mann zu dem Jungen und
respektiert seine Eigenheiten, wenn es auch manchmal schwer fällt.
mit Erwin Geschonneck, Henry Hübchen, Walfriede Schmitt, Renate Blume,
Torsten Rennert, Wolfgang Greese
1982 - ORB - KinderAlltagsKomödie - 141 min = 70 & 71 min
Mensch Oma
Teil
1: "Stefan ist weg", Teil 2: "Hochzeit mit Hindernissen",
Teil 3: "Kinder, Kinder..."
Die
beherzte Oma Johanna Wuttig stürzt sich ständig mit nicht zu bremsender
Hilfsbereitschaft in die Probleme ihrer Kinder und Enkel. In ihrer oft rauen
Schale steckt ein warmherziger Kern.
1983 - MDR - Komödie - 292 min - 4 Teile - mit Walter Lendrich, Sigrid Göhler, Birgit
Edenharter, Matthias Martius
* 4. Teil fehlt noch hier - "Weitere Aussichten - heiter"
Professor Mamlock
Eine deutsche Universitätsstadt
zu Beginn des Jahres 1933. Professor Mamlock ist Jude und Chef einer chirurgischen
Klinik. Politik interessiert ihn nicht, auch nicht die Warnung vor den Nazis.
Er setzt auf Staat, Familie und humanistische Prinzipien. Den verwundeten Kommunisten
Walter versorgt er zwar medizinisch, aber er versteht ihn nicht. Seinem Sohn
Rolf weist er die Tür, als dieser zum Widerstandskämpfer wird. Seiner
Tochter Ruth glaubt er nicht, daß man sie als Jüdin aus der Schule
geworfen hat. Auch die völkischen Reden des Dr. Hellpach hat er nie ernst
genommen. Erst als auch er seine Arbeit verliert und von SA-Leuten aus der Klinik
geführt wird, bricht sein Glaube an Recht und Ordnung zusammen. Durch die
Intervention eines einflußreichen Unternehmers bekommt er seine Arbeitserlaubnis
wieder. Als Chefchirurg muß er jedoch die Entlassungsliste der anderen
jüdischen Mitarbeiter unterschreiben. Mamlock weigert sich, es kommt zur
Auseinandersetzung mit dem kommissarischen Leiter Dr. Hellpach, in deren Verlauf
sich die Ärztin Inge Ruoff, Mitglied der NSDAP, auf die Seite Mamlocks,
stellt. Aber Mamlock sieht für sich keinen Ausweg und wählt den Freitod.
1961 - s/w - nach dem gleichnamigen Drama von Friedrich Wolf
- Regie: Konrad Wolf - mit Wolfgang Heinz, Ursula Burg, Hilmar Thate, Lissy
Tempelhof, Doris Abeßer, Ulrich Thein, Harald Halgardt, Herwart Grosse,
Peter Sturm, Franz Kutschera, Günther Grabbert, Kurt Jung-Alsen, Manfred
Krug, Günter Naumann
Auszeichnungen: II. Internationales Filmfestival Moskau 1961, Goldmedaille;
II. Internationales Filmfestival Neu Delhi 1961, Silberne Lotosblume. -
Karbid und Sauerampfer 
Kalle, Arbeiter in einer
Dresdner Zigarettenfabrik und Vegetarier, will nach Kriegsende mit dafür
sorgen, dass wieder produziert werden kann. Dafür wird Karbid gebraucht.
Er erfährt von Karbidfässern in Wittenberg, die er auf abenteuerliche
Weise – per Anhalter – nach Dresden zu bringen trachtet. Sein Zahlungsmittel
sind Zigaretten, seine Wegzehrung Sauerampfer. Er trifft u.a. auf die hilfsbereite
Karla, bei der er am liebsten für immer bliebe, kann ein Stück des
Weges auf einem LKW zurücklegen, wird der Plünderei verdächtigt
und gerät in die Fänge eines geschäftstüchtigen US-Soldaten.
Schließlich kommt er mit zwei von sieben Fässern am Ziel an.
1963 - Komödie
- s/w - mit Erwin Geschonneck,
Marita Böhme, Manja Behrens, Margot Busse, Rudolf Asmus, Hans-Dieter Schlegel,
Fred Delmare, Bruno Carstens, A. M. Presnezow, Leonid P. Swetlow, Fred Ludwig,
Günter Rüger, Fritz Diez, Jochen Thomas, Otto Saltzmann, Albert Zahn,
Wolfram Handel, Peter Dommisch, Werner Möhring, Gerd Ehlers, Hans Hardt-Hardtloff,
Peter Kalisch, Frank Michelis, Hermann Eckhardt, Georg Helge, Elsa Grube-Deister,
Gina Presgott, Sabine Thalbach, Else Koren, Maria Besendahl, Gertrud Brendler
Leichensache Zernik
Berlin 1948. Der Maschinenwärter
Horst Kramm ist soeben in den Dienst der Kriminalpolizei eingetreten. Sein erster
Fall, er soll eine diebische Nutte verhaften, entbehrt nicht einer gewissen
Komik. Der nächste jedoch ist bitterernst. Ein Frauenmörder treibt
sein Unwesen in der Vier-Sektoren-Stadt, die geteilten Kompetenzen raffiniert
ausnutzend. Zwei Leichen, bis zur Unkenntlichkeit durch Säure verätzt,
wurden bereits in Berlin-Buch gefunden. Die Kriminalisten des demokratischen
Sektors haben inzwischen das Tatmotiv ermittelt, doch ihre weitere Arbeit wird
durch die Bildung eines eigenen Polizeipräsidiums für die drei Westsektoren
unterbrochen. So können sie zwei weitere Morde nicht verhindern. In einer
angesichts der politischen Situation grotesken Lage gelingt es ihnen unter großen
Anstrengungen dennoch, den Täter zu fassen.
1972
- s/w - Auszeichnung für das Kollektiv Helmut Nitzschke, Joachim Plötner,
Claus Neumann, Georg Kranz 1973 den Heinrich-Greif-Preis I. Klasse; und damals:
Prädikat "Wertvoll" mit Alexander Lang, Gert Gütschow, Norbert
Christian, Kurt Böwe, Hans Hardt-Hardtloff, Annemone Haase, Lissy Tempelhof,
Käthe Reichel, Ute Boeden, Jörg Gillner, Jürgen Holtz, Rolf Hoppe,
Günter Naumann, Dieter Wien
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siehe auch:

Unterm Birnbaum (Angelica
Domröse
und Angelika
Waller)
Der Mann, der nach der Oma kam (Rolf
Herricht)
Der Baulöwe (Rolf
Herricht)
Musterknaben
(Rolf
Herricht)
Hochzeitsnacht im Regen (Frank
Schöbel)
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Familie Rechlin (Marianne
Wünscher)
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folgende Filme ![]()
1936 - Eskapade. Seine offizielle
Frau - mit Renate Müller,
Georg Alexander, Grethe
Weiser, Walter Franck, Martha von Kossatzky, Franz
Zimmermann, Paula Denk, Paul Otto, Harald Paulsen, Reinhold Bernt, Irmgard Krause
(Pseudonym von Agnes Kraus bis Ende des 2. Weltkrieges) - Filme der NS-Zeit
sind im Kontext der staatlich beeinflussten Produktion und Rezeption zu sehen.
Im Friseursalon des Hotels Imperial in Paris wird Frau Lenox ihre Frisur beim
Färben so vollständig ruiniert, daß es ihr unmöglich ist,
ihren Mann, den amerikanischen Colonel Arthur Lenox, nach Petersburg zu begleiten,
wo er eine Erbschaftsangelegenheit zu regeln hat. Das Mißgeschick im Friseursalon
ist auf Betreiben polnischer Patrioten geschehen, die dadurch Madame Helene
die Möglichkeit verschaffen, als Frau des Kavaliers Lenox die russische
Grenze zu überschreiten, ohne von der russischen Geheimpolizei aufgehalten
zu werden. Helene hat in Rußland verschiedene wichtige politische Aufträge
zu erfüllen, wobei es ihr zustatten kommt, daß die russischen Verwandten
ihres offiziellen Gatten in höchsten russischen Kreisen verkehren. Immer
wieder versteht sie es, dem Polizeipräsidenten ein Schnippchen, zu schlagen,
und zuletzt versteht sie es sogar, durch den Gouverneur Polens, den Großfürsten
Ignatieff, in die Peter-Pauls-Festung geführt zu werden, wo drei polnische
Patrioten auf ihre Todesstrafe warten und durch Helene Werkzeuge zu ihrer Flucht
eingeschmuggelt bekommen. Um Helene zu überführen, hat der russische
Polizeipräfekt durch ein fingiertes Telegramm die richtige Frau Lenox nach
Petersburg bestellt. Ihr Gatte kommt dadurch in eine peinliche Lage, versteht
es aber, den Polizeipräfekten zum Verschweigen der Tatsachen zu bringen
unter der Bedingung, daß auch er auf seiner Seite über das Versagen
der russischen Geheimpolizei keinen Gebrauch machen wird. Helene fährt
während dieser Zeit bereits mit den drei entkommenen Polen, unter denen
ihr Verlobter ist, schon jenseits der russischen Grenze.
1952 - Frauenschicksale - mit Sonja Sutter, Lotte Loebinger,
Anneliese Book, Susanne Düllmann, Ursula Burg, Gertrud Meyen, Maly Delschaft,
Angela Brunner, Charlotte Küter, Annelise Matschulat - Ort der Handlung
ist das Berlin der 1950er Jahre. Junge Frauen aus Ost und West begegnen dem
verführerischen Conny, der sie nach Belieben ausnutzt und wieder fallen
lässt. Renate, aus bürgerlichen Verhältnissen stammend, wird
für ihn zur Diebin und schuld am Tod ihres Bruders. Die Jurastudentin Barbara,
Überlebende eines KZs, sehnt sich nach etwas Geborgenheit. Die Näherin
Anni erwartet ein Kind von Conny und wird eiskalt abserviert. Allein die abgetakelte
Westberliner Adlige Isa von Trautwald scheint die passende Gefährtin für
Connys lockeren Lebenswandel zu sein.
1953 - Die Unbesiegbaren - 102 min - s/w - mit Alice Treff, Willy
A. Kleinau, Tamara Osske, Werner Peters, Kurt Oligmüller, Karl Paryla,
Erwin Geschonneck, Harald Mannl, Arno Paulsen, Gerhard Bienert, Hanns Groth,
Walter Brandt, Heinz Hinze, Wilhelm Koch-Hooge, Norbert Christian, Karl Kendzia,
Lutz Götz, Herbert Rüdiger, Heino Winkler, Herbert Richter, Paul Pfingst,
Sascha Stützer, Albrecht Bethge, Georg Helge, Heinz Scholz, Albert Venohr,
Helene Riechers, Wolf Beneckendorff, Hans-Joachim Schoelermann, Paul R. Henker,
Ludwig Sachs, Erna Sellmer, Max Diekmann, Angelika Hurwicz, Egon Vogel, Aribert
Grimmer, Nico Turoff, Friedrich Teitge, Toni Meitzen, Siegfried Weiß,
Rolf Ludwig, Axel Triebel, Fredy Barten, Charlotte Böttge, Charles Hans
Vogt, Willi Schwabe, Paul Streckfuß, Kurt Sperling, Frank Michelis, Bella
Waldritter, Elfie Dugal, Erich Nadler
1953/54 - Kein
Hüsung - nach dem gleichnamigen Roman von Fritz Reuter - 93 min
- mit Eva Kotthaus, Rudolf
H. Krieg, Willy A. Kleinau, Rudolf Klix, Hanns Anselm Perten, Ursula Burg, Antje
Ruge, Norbert Christian, Otto Saltzmann, Otto Blumenthal, Herbert Rüdiger,
Dorothea Thiesing, Hans-Edgar Stecher, Siegfried Weiß, Karen Fredersdorf,
Maria Besendahl, Ellen Plessow, Walter Schramm, Georg Helge, Horst Schumann,
Willi Schwabe, Ursula Drews, Rolf Ripperger, Ilse Bastubbe, Edith Wildenhain,
Charles Hans Vogt, Paul R. Henker, Hans-Joachim Schoelermann, Friedrich Teitge,
Peter Priemer, Lothar Bonasiack, Marianne
Wünscher,
Erich Nadler, Hans Sanden, Guido Goroll, Hermann Stetza - über die menschenunwürdigen
Verhältnisse auf den mecklenburgischen Gütern in der ersten Hälfte
des 19. Jahrhunderts.
1954 -
Ernst Thälmann - Sohn seiner Klasse - 119 min - mit Günther Simon, Hans-Peter Minetti,
Erich Franz, Erika Dunkelmann, Raimund Schelcher, Gerhard Bienert, Karla Runkehl,
Walter E. Fuß, Rudolf Klix, Hans Klering, Robert Trösch, Gerhard
Lau, Oswald Foerderer, Sergej-I. Kalinin, Alexej-M. Plesnizow, Leonid-N. Ritter,
Wolf Kaiser, Werner Peters, Johannes Arpe, Karl Kendzia, Carla Hoffmann, Hermann
Dieckhoff, Hans-Edgar Stecher, Werner Pledath, Karl Weber, Peter Schorn, Gerd
Jäger, Martin Flörchinger, Judith Harms, Steffie Spira, Arthur Pieck,
Hannes Fischer, Paul Paulsen, Joe Münch-Harris, Hans Flössel, Karl-Eugen
Lenkerring, Wilfried Ortmann, Ursula Röschmann, Lotte Loebinger, A. P.
Hoffmann, Frithjof Ruede, Harry Studt, Walter Grimm, Harro Tenbrook, Willi Schwabe,
Wilhelm Puchert, Friedrich Gnaß, Heinz Walter Mörke, Ingeborg Naß,
Fredy Barten, Charlotte Böttge, Wolf Beneckendorff, Axel Triebel, Otto
Dierichs, Erich Brauer, Wilhelm Gröhl, Ernst-Otto Tickardt, Theo Shall,
Johannes Maus, Rudolf Fleck, Paul R. Henker, Walter Lendrich, Erich Mirek, Karl
Brenk, Paul Streckfuß, Nico Turoff, Charlotte Küter, Kurt Dunkelmann,
Wolfgang Sasse, Otto Roland, Kurt Wetzel, Hannjo Hasse, Heinz Kögel, Wolfgang
Brunecker, Kurt Wenkhaus, Gerhard Hänsel, Jean Brahn, Hans Finohr, Gustav
Püttjer, Fred Mahr, Rudolf Ulrich, Dorothea Thiesing, Hermann Stetza, Hans
Rose, Waldemar Jacobi, Frank Michelis, Hans-Dieter Schlegel, Albert Venohr,
Peter-Paul Goes, Hans Fiebrandt, Jochen Thomas, Ludwig Sachs, Wilhelm Hinrich
Holtz, Wilhelm Otto Eckardt, Paul Pfingst, Friedrich Teitge, Richard Nagy, Werner
Dissel, Oskar Neugebauer, Karl Lange
1954/55 - Ein Polterabend - nach der gleichnamigen Alt-Berliner Posse
von Werner Bernhardy - mit Willy A. Kleinau, Hella Ferstl, Rolf Moebius, Karl
Weber, Eva Brumby, Johannes Maus, Paul Hoffmann, Herbert Köfer, Maximilian
Larsen, Charlotte Brummerhoff, Marianne
Wünscher
- Held des Films ist Adolf Glasbrenner, Satiriker im Berlin Mitte des 19. Jahrhunderts.
Er hat sich in die Schauspielerin Adele Peroni verliebt. Glasbrenner ist mit
seiner scharfen Zunge und spitzen Feder den Regierenden ein Dorn im Auge, was
seine Verlobte in Schwierigkeiten bringt. Ihr Engagement am Königlichen
Schauspielhaus und die Ehe mit ihr ist für den demokratisch gesinnten Glasbrenner
unvereinbar. Er will mit einem "Polterabend" ihren Auftritt stören.
Andererseits droht die Reaktion mit Glasbrenners Verhaftung, wenn Adele den
Vertrag nicht unterschreibt. Also unterschreibt sie und läßt es auf
einen zünftigen Polterabend im Theater ankommen.
1955 - Das
Stacheltier - Schreck in der Morgenstunde - s/w - Hurtigs Frau stellt fest, daß es sich um einen
Unglückstag handelt, wie ihr der Wahrsager Prof. Mühsam vorausgesagt
habe. Sie überredet ihren Mann zu einem Besuch bei ihm. Er ist überrascht,
wie genau dieser ihn kennt, und vergißt, daß ihn seine Frau detailliert
eingeweiht hat. Als er dessen Rat befolgt, weist er einen dunklen Mann ab und
bringt sich um eine neue, bessere Stellung bzw. zerreißt einen Briefumschlag,
der aber 600 Mark für ihn enthielt. Prof. Mühsam wird indessen von
der Kriminalpolizei verhaftet. - mit Judith Harms, Heinz Scholz, Werner Segtrop,
Charles Hans Vogt
1956 - Die Millionen der
Yvette - mit Josephine Back,
Wolf Kaiser, Anne Dessau, Peter Herden, Otto Eduard Stübler, Gerhard Bienert,
Sabine Thalbach, Hans-Joachim Büttner, Ruth Baldor, Rolf Defrank, Marianne
Wünscher
1954 -
Pole Poppenspäler - 84 min - s/w - nach der gleichnamigen Novelle von Theodor Storm
- Auf seiner Wanderschaft begegnet der norddeutsche Handwerker-Geselle Paul
seiner Freundin aus Kindertagen wieder, der Puppenspieler-Tochter Lisei. Die
beiden lieben sich, heiraten, und Paul kehrt mit Lisei und ihrem alten Vater
in seine Heimatstadt zurück. Er ist ein angesehender Handwerker, doch die
von Standesdünkel geprägten Bürger sind nicht bereit, die Ehefrau
zu akzeptieren. Die fortwährenden Schmähungen bedrücken Lisei
und den Vater, doch Paul steht fest zu ihnen. Er ist sogar einverstanden, daß
der Schwiegervater sein Puppenspiel wieder aufnimmt. Die erste Vorstellung wird
zu einem Fiasko, das der Alte nicht überlebt. Die Liebe von Lisei und Paul
jedoch ist stark, sie trotzen dem Spott und dem Hochmut der Leute. - mit Heliane
Bei, Heinz Höpner, Willi Kleinoschegg, Annemarie Hase, Wilhelm Koch-Hooge,
Leny Marenbach, Lou Seitz, Herbert Richter, Rudolf Klix, Aribert Grimmer, Egon
Vogel, Rudolf Schröder, Charles Hans Vogt, Herbert Rüdiger, Nico Turoff,
Erwin Luck, Friedrich Radtke, Wolfgang Schwarz, Ines Henning, Paula Braend,
Kirsten Schmidt, Else Korén, Ellen Plessow, Erich Nadler, Eduard Bornträger
1956 - Thomas
Müntzer - nach einer
Filmerzählung von Friedrich Wolf - Der Film schildert das Schicksal des
Pfarrers Thomas Müntzer, der zum Führer und Ideologen der Reformation
im Deutschland des 16. Jahrhunderts wird. 1523 kommt er mit seiner Frau Ottilie
ins thüringische Allstedt, um eine Pfarrstelle zu übernehmen. Mutig
tritt er für die Lehre Luthers ein, aber während dieser sich von den
Volksmassen abwendet, wird Müntzer zu deren Sprecher. Er muß nach
Süddeutschland fliehen, schließt sich dort den aufständischen
Bauern an, aber es zieht ihn wieder nach Thüringen. In Mühlhausen
stößt er zu Heinrich Pfeiffer, mit dem er die Stadt 1525 zum Zentrum
der thüringischen Bauernerhebungen macht. Doch es kommt zum Konflikt mit
den Bauern und Handwerkern, die nicht begreifen, daß ihre einzelnen Aktionen
zu einer großen nationalen Erhebung zusammengeführt werden müssen,
um erfolgreich zu sein. Müntzer geht nach Frankenhausen, wo sich ein führerloses
Bauernheer versammelt hat. Der Verrat beginnt in den eigenen Reihen. Nach der
Niederlage gegen das Fürstenheer wird Müntzer gefangengenommen und
hingerichtet. Seinen Mitstreitern hinterläßt er die Aufforderung,
sich nun mit den Brüdern aus Rhein und Main zu verbünden. Ganz Deutschland
müsse ins Spiel kommen: „Die Bösewichter müssen dran.“ - mit
Martin Angermann, Franz Arzdorf, Ruth Baldor, Richard Bendey, Marianne Berger-Fritsche,
Heinz Appel, Maria Besendahl, Gerhard Bienert, Karl Block, Fritz Bogdon, Erich
Brauer, Carola Braunbock, Bruno Atlas-Eising, Liesel Eckhardt, Hansjoachim Büttner,
Ilse Bastubbe, Wolfgang Carl, Norbert Christian, Rudolf Christoph, Fritz Decho,
Maly Delschaft, Fred Diesko, Joachim Diestelmann, Fritz Diez, Joachim Dill,
Herrmann Eckhard, Gerhard Einert, Hans Emmerich, Willi Endtresser, Harry Engel,
Hans Fiebrandt, Gretel Fiedler-Meierhöfer, Horst Günter Fiegler, Rudolf
Fleck, Elfriede Florin, Martin Flörchinger, Oswald Foerderer, Werner Freyberg,
Erich Fritze, Hannjo Hasse, Ursula Blank, Roland Gandt, Albert Garbe, Kurt Getkr,
Heinz Gies, Horst Giese, Joachim Giese, Friedrich Gnass, Hans Gora, Guido Goroll,
Aribert Grimmer, Hella Gruel, Lutz Götz, Hans W. Hamacher, Harald Grünert,
Hans-Joachim Hegewald, Georg Helge, Hans Hellenberger, Paul R. Henker, Gerd
Michael Henneberg, Peter Herden, Albert Hetterle, Edith Hildebrandt, Jack Hillie,
Wilhelm Hinrich Holtz, Heinz Hinze, Peter Hippler, Adolf Peter Hoffmann, Hans
Holl, August Holler, Waldemar Jacobi, Hans Horst Jochmann, Walter Jupé,
Wolfgang A. Kaehler, Wolf Kaiser, Heinz Kammer, Heinz Keuneke, Edmund Kirchner,
Hans Klering, Max Klingberg, Sepp Klose, Carlo Kluge, Wolfgang Bachmann, Paul
Knopf, Hans Knötzsch, Hans Joachim Koch, Else Koren, Peter Krasso-Glasoff,
Jan Krüger, Ruth-Maria Kubischek, Bert Köhler, Heinz Laggies, Gerhard
Lah, Alfred Land, Hans Flössel, Otto Lange, Rochus Lankau, Gerhard Lau,
Walter Lendrich, Aut Leumann, Willy Linke, Paul Lipinski, Renate Lohse, Franz
Loskarn, Rolf Ludwig, Gerd Löschke, Herbert Manz, Liesel Marek, Dietrich
Mechow, Helene Meiselmann, Toni Meitzen, Luppert Meteor, Frank Michelis, Carola
Morgenthal, Harald Moszdorf, Gerda Müller, Erich Nadler, Arthur W. Neubert,
Hugo Nillius, Liselotte Oesterreich, Uwe-Jens Pape, Alexander Papendiek, Wolfgang
Erich Parge, Paul Paulsen, Rudi Petters, Kurt Pfeiffer, Paul Pfingst, Hans Pietrta,
Bernhard Plage-Plathen, Ellen Plessow, Brigitte Plotzki, Günther Polensen,
Harry Preuss, Wilhelm Puchert, Gustav Püttjer, Erwin Behling, Hans Rüdiger
Renn, Friedrich Richter, Heinz Jochen Riemer, Ilona Ringer, Kurt Rust, Günter
Sacher, Ludwig Sachs, Otto Sauter-Sargo, Hans Schille, Paul Scholz, Joe Schorn,
Siegmar Schramm, Walter Schramm, Rudolf Schröder, Willi Schwabe, Werner
Segtrop, Curt Semmt, Johannes Siegert, Otto Sommer, Günter Sonnenberg,
Steffi Spira, Hans Steinberg, Hermann Stetza, Peter A. Stiege, Alexander Stillmark,
Helmut Straßburger, Paul Streckfuß, Fred Ebrecht, Wolfgang Stumpf,
Otto Eduard Stübler, Margarete Taudte, Friedrich Teitge, Harro Tenbrook,
Wolfgang Thal, Doris Thalmer, Ulrich Thein, Dorothea Thiesing, Josef Tietze,
Werner Toelcke, Curt Trepte, Axel Triebel, Gustav Trombke, Werner Tronjeck,
Nico Turoff, Erich von Dahlen, Ulrich von der Trenck, Gabriele Wackwitz, Dieter
Wallraube, Hans Wehrl, Siegfried Weil, Franz Weilhammer, Karl-Heinz Weiß,
Ulrich Wenzel, Helmuth Wenzlau, Ingeborg Werzlau, Willi Wietfeldt, Kurt Wildersinn,
Heino Winkler, Teddy Wulff, Otto Zedler, Paul Zeidler, Gertrud-Elisabeth Zillmer,
Paul Funk, Johanna Zschokke
1957 - Emilia Galotti - nach dem gleichnamigen Schauspiel von
Gotthold Ephraim Lessing - 91 min - s/w - Der Prinz von Guastalla begehrt die
aus bürgerlichem Hause stammende Emilia Galotti seit er ihr auf einer Gesellschaft
begegnete. Tief erschüttert ihn die Nachricht über deren bevorstehende
Vermählung mit dem Grafen Appiani. Sein Kammerherr Marinelli bietet dem
Prinzen seine Hilfe an, um die geplante Verbindung zu verhindern und ihm dadurch
Zeit zu verschaffen, Emilias Gunst für sich zu gewinnen. Als ein erster
Versuch fehlschlägt, greift Marinelli schließlich zu drastischen
Mitteln: Bei einem inszenierten Überfall auf die Hochzeitskutsche wird
Appiani getötet. Sterbend durchschaut er die Intrige und gibt dies in seinen
letzten Worten der Mutter Galotti zu verstehen. Emilia bringt man indes in scheinbare
Sicherheit auf das nahe gelegene Lustschloss des Prinzen. In Sorge um ihre Tochter
eilt Claudia Galotti zu ihr, und auch ihr Ehegatte Odoardo erscheint alsbald
im Schlosse, nachdem er Kunde vom Überfall erhielt. Durch die Gräfin
Orsina - der verschmähten Geliebten des Prinzen - erfährt er die wahren
Hintergründe des Geschehens. Aufgebracht will er Rache für die Ermordung
Appianis üben und den Prinzen erdolchen, lässt aber davon ab, um seine
Tochter nicht zu gefährden. Der Prinz bemüht sich derweil weiter um
Emilias Zuneigung, so dass diese sich nun nicht mehr sicher ist, ob sie seiner
Verführung auf Dauer widerstehen kann. Aus Verzweiflung über diese
Schwäche will sie sich das Leben nehmen. Ihr Vater verhindert die Tat,
legt aber auf ihre dringende Bitte hin dann selbst Hand an seine Tochter, um
ihre Tugend zu wahren. - mit Karin Huebner, Hans-Peter Thielen, Gisela Uhlen,
Ernst Otto Fuhrmann, Gerhard Bienert, Maly Delschaft, Horst Schulze, Gerry Wolff,
Karl Heinz Peters, Alexander Papendiek, Eduard von Winterstein, Helmut Straßburger,
A. P. Hoffmann, Gertrud-Elisabeth Zillmer, Angelica
Domröse, Marianne
Wünscher, Ellen Plessow, Axel Triebel, Heinz Rosenthal,
Guido Goroll, Karen Fredersdorf, Lissy Tempelhof, Marianne Worbs, Günther
Ballier, Hannes Felgner, Charles Hans Vogt, Hildegard Diestelmann, Christoph
Beyertt, Egon Vogel, Georg Helge, Erwin Behling, Herbert Ambach, Gustav Seyberlich,
Axel Thiesen, Klaus Räthel, Teddy Wulff, Gerda Müller, Peter Krassno-Glasoff,
Nico Turoff
1957 -
Vergeßt mir meine Traudel nicht - 86 min - s/w - frei nach einer Filmerzählung
von KuBa (= Kurt Barthel) "Hexen" / "Vergeßt mir meine Traudel nicht"
- Als Traudel sechs Jahre
alt ist, stirbt ihre Mutter im KZ Ravensbrück. "Vergesst mir meine
Traudel nicht" ist der letzte Satz eines Briefes ihrer Mutter. Traudel
trägt ihn immer bei sich, während sie bei Pflegeeltern und später
im Heim lebt. Traudel ist mal wieder aus der Erziehungsanstalt ausgerissen.
Kurz darauf läuft sie dem jungen Lehrer Wolfgang Auer, genannt Kiepe, vors
Motorrad. Vorschriftsmäßig gibt der ihr nach dem Unfall seine Adresse,
Traudel jedoch kann keine Personalien vorweisen. Sie überspielt diese Tatsache
mit Naivität und Gerissenheit zugleich. Nachdem Kiepe sie mitgenommen und
für sie sogar ein Kleid "besorgt" hat, in dem Glauben er nehme
es von Traudels bösem Pflegevater, hat er endgültig die Nase voll
von ihr und lässt sie unterwegs stehen. Damit ist die Sache für Traudel
jedoch nicht erledigt. Am Abend kreuzt sie vor Kiepes Wohnung in Berlin auf.
Dessen Zimmergenosse, der gelernte Damenschneider und amtierende Volkspolizist
Hannes Wunderlich, hält sie für die "Braut" seines Freundes
und empfängt sie zuvorkommend. Mit Mühe gelingt es ihm, Traudels Anwesenheit
vor der strengen und neugierigen Hauswirtin Frau Palotta geheimzuhalten. Als
Kiepe heimkehrt und das Mädchen in seinem Bett vorfindet, ist er empört,
zumal Traudel ihn Hannes gegenüber als Sittenstrolch darstellt. Hannes
hingegen zeigt Verständnis für das Mädchen, besorgt ihr einen
Personalausweis - bis er erfährt, dass sie von der Polizei gesucht wird.
Jetzt ist es Kiepe, der seinen Freund zu überzeugen versucht, dass man
Traudel erziehen kann. Frau Palotta hat indes ebenfalls eine interessante Entdeckung
zu ihrer neuen, unerwünschten Hausbewohnerin gemacht und stellt nun Nachforschungen
über Traudels Herkunft an, natürlich nicht, ohne Hannes in ihrer redseligen
Art von dieser Neuigkeit zu berichten. Statt sie auszuliefern, kümmert
dieser sich weiterhin um das Mädchen, das ganz allein auf der Welt steht,
und verliebt sich schließlich in sie. Nach einiger Verwirrung, die Traudel
durch ihr Verhalten gestiftet hat, klärt sich am Ende dank Zeitzeugen das
Geheimnis um ihre Eltern und deren trauriges Schicksal. Traudel erhält
einen richtigen Ausweis und darf - nun volljährig - mit Hannes glücklich
werden. - mit Eva-Maria Hagen, Horst Kube, Günter Haack, Erna Sellmer,
Günther Simon, Maria Besendahl, Jean Brahn, Egon Vogel, Meta Wodrich, Fred
Delmare, Paul R. Henker, Paul Pfingst, Jochen Thomas, Charlotte Küter,
Kurt Rackelmann, Rudi Schiemann, Sabine Thalbach, Nico Turoff, Otto Eduard Stübler,
Gertrud Brendler, Walter E. Fuß, Dieter Perlwitz, Erich Fritze, Alexander
Papendiek, Manfred Krug, Albert Zahn, Hermann Stetza, Willi Schrade
1957 - Das
Stacheltier - Auf höchster Ebene
- s/w - Um die Reparatur an einem Stallgebäude, in dem die Hannemanns ihre
Meerschweinchen halten, durchzusetzen, schreibt das Ehepaar, das sich mit dem
Hausvertrauensmann Zunz überworfen hat, gleich an höchste Regierungsstellen.
Die wenden sich sofort wegen des "einfallenden Hauses" an den Bürgermeister
des Ortes, der Alarm auslöst, um die Gefährdung von Einwohnern zu
verhindern. Dessen Besichtigung zusammen mit Kollegen und der Feuerwehr entlockt
Zunz einen Lachausbruch. Er erläutert ihnen den wahren Zusammenhang. Die
Reparatur erfolgt, aber nicht für die Meerschweinchen, sondern zum Einrichten
dringend benötigen Lagerraums für die Konsum-Genossenschaft. Frau
Hannemann resumiert: "Siehste, wir hätten uns noch höher beschweren
sollen!" - mit Friedrich Gnass, Paul R. Henker, Adolf Peter Hoffmann, Ellinor
Vogel
1958 -
Sonnensucher - s/w - Regie: Konrad Wolf - Es singt Lissy
Tempelhof! - Wismut 1950. Der Uranbergbau führt Menschen unterschiedlicher
Art zusammen. Solche, die einen neuen Lebenssinn suchen, aber auch Abenteurer
und Gestrandete. Zwei Frauen, bei einer Razzia in Berlin aufgegriffen, kommen
zwangsweise. Das Mädchen Lutz, das schon früh als Waise das Leben
von der härtesten Seite kennengelernt hat, und Emmi, die sich nach dem
Krieg prostituierte, um zu überleben. Lutz verliebt sich in den Kumpel
Günter, lebt einige Zeit mit ihm und verläßt ihn nach großer
Enttäuschung. Zwei andere bemühen sich um sie: der Obersteiger Franz
Beier und der sowjetische Ingenieur Sergej. Sie sind nicht nur im Ringen um
das Mädchen Rivalen. Sergej, dessen Frau im Krieg von Deutschen ermordet
wurde, mißtraut Beier, der zwar mit seiner faschistischen Vergangenheit
gebrochen hat, aber sich nicht zu diesem Teil seiner Vergangenheit bekennt.
Lutz heiratet Beier, bei dem sie erstmals im Leben als Frau Achtung erfährt,
aber sie entdeckt, daß sie in Wahrheit Sergej liebt. - mit Ulrike Germer,
Günther Simon, Franz Beier, Erwin Geschonneck, Manja Behrens, Viktor Avdjuško,
Willi Schrade, Erich Franz, Norbert Christian, Brigitte Krause, Peter-Paul Goes,
Wladimir Jemeljanow, Horst Kube, Rimma Schorochowa - (Die Leitung des DEFA-Studios
für Spielfilme hatte in Übereinstimmung mit den Schöpfern des
Films beschlossen, diesen Film zurückzuziehen. Voraufführung: 20.07.71,
anläßlich des 25. Jahrestages der SDAG Wismut in Ronneburg, Erstsendung
im DDR-Fernsehen: 27.03.1972).
1958 - Die
Feststellung - nach dem
gleichnamigen Bühnenstück von Helmut Baierl - s/w - Ein republikflüchtig
gewordener Bauer kehrt enttäuscht aus dem Westen in den Ort Oslitz (DDR)
zurück. Er und seine Frau sollen Haus und Hof wiederbekommen, doch der
Fall wird Anlaß für eine ungewöhnliche LPG-Versammlung. Der
Vorsitzende, ein Genosse aus der Stadt und die Bauern wollen herausfinden, was
den Rückkehrer zur Flucht veranlaßt hat und ob man diese hätte
vermeiden können. Der Bauer gibt vor, daß der Vorsitzende ihn wegen
illegaler Düngerkäufe in die LPG pressen wollte. Dieser interpretiert
sein Verhalten anders. Zur Aufklärung der Angelegenheit, und um Lehren
daraus zu ziehen, spielen die Anwesenden die Vorgänge vor der Flucht mit
vertauschten Rollen nach. - mit Erik S. Klein, Käthe Reichel, Karl Kendzia,
Harry Hindemith, Peter Marx, Hans Wehrl, William Adelt, Edith Trecker, Waltraut
Kramm, Ilse Bastubbe, Hans-Georg Simmgen, Gerry Wolff
1959 - Kein
Ärger mit Cleopatra
- s/w - Was den Funktionären der LPG in Bolbitz nicht gelingt, das schafft
der schwarze Genossenschafts-Cornwall-Eber sozusagen im Alleingang. Er nimmt
den Einzelbauern die Scheu vor der LPG, indem er nachts heimlich deren Säue
deckt. Die schwarzen Ferkel versetzen die Bauern erst in Schrecken, denn schwarze
Würfe bedeuten Unglück und setzen eine Sünde voraus. Als Sünde
wird von den Abergläubischen, allen voran Oma Kahlow, die Kollektivierung
angesehen. Doch als selbst des Pfarrers Sau nicht verschont bleibt, und man
herausfindet, wer der „Übeltäter“ ist, löst sich der Aberglaube
in Gelächter auf, und die Scheu vor der LPG ist gebannt. - mit Peter Sturm,
Carola Braunbock, Maly Delschaft, Gerd Ehlers, Angela Brunner, Monika Lennartz,
Dieter Perlwitz, Horst Kube, Peter Dommisch, Heinz Scholz, Maria Besendahl,
Hans Klering, Ferry Radl, Margit Schaumäker
1959 - Das
Stacheltier - Die offene Hand
- s/w - Ein auf Trinkgeld versessener Friseur verfolgt einen Kunden bis auf
die Straße, um einen zusätzlichen Betrag einzuheimsen. Völlig
überrascht ist er dagegen, als andere Berufsgruppen genauso verfahren:
die Straßenbahn setzt sich erst in Bewegung, nachdem er den Schaffner
einen entsprechenden Obulus hat zukommen lassen. Ebenso handelt die Blumenverkäuferin.
In der Telefonzelle streckt sich eine Hand aus dem Apparat,die bedacht sein
will. Er verzichtet auf das Gespräch. Als er seine Freundin endlich erreicht,
sie ihn küßt und er ihr in totaler Verwirrung ein Trinkgeld offeriert,
haut sie ihm eine 'runter und geht. - mit Peter Dommisch, Gudrun Jochmann, Hans
Klering, Siegfried Seibt
1960 - Steinzeitballade - 85 min
- s/w - nach dem Roman "Anna Lubitzke"
von Ludwig Turek - Ein Trupp
Trümmerfrauen arbeitet im zerstörten Berlin des Jahres 1946 für
den Bauunternehmer Scharrhahn. Jede denkt nur ans eigene Überlegen, verheimlicht
die kleinen, unter den Trümmern gemachten Funde ängstlich vor den
anderen. Nur die alte Frau Knorz und die Vorarbeiterin Anna Lubitzke versuchen,
Hilfsbereitschaft unter den Frauen zu wecken. Anna gelingt es, sie zum gemeinsamen
Vorgehen gegen ihren Zement schiebenden Bauherrn zu bewegen. Nach seiner Verhaftung
übernimmt Anna die Leitung des Betriebes. In freiwilliger Arbeit errichten
die zur Einsicht gekommenen Frauen für die in den Trümmern hausende
Kollegin Hermine eine Laube am Stadtrand und festigen ihren Gemeinschaftssinn
bei einer fröhlichen Richtfestfeier. - mit Gisela Rimpler, Else Grube-Deister,
Friedel Nowack, Gina Presgott, Ruth Maria Kemper, Monika Reeh, Gerd E. Schäfer,
Günter Naumann, Peter Sturm, Carola Braunbock, Margrit Glaser, Manfred
Günther, Willi Neuenhahn, Johannes Weidmann
1961 - Eine
Handvoll Noten - Bäckergeselle
Andreas Blume ist ein begeisterter Trompeter und möchte gern Musik studieren.
Sein Vater und Meister aber ist dagegegen. So bleibt Andreas auch nicht länger
in der kleinstädtischen Bäckerei des Vaters, sondern geht nach Berlin
zu Freund Paul in eine Großbäckerei. Und wie es sich trifft, fehlt
der Kapelle des Betriebes gerade ein Trompeter. Andreas steigt ein, wird sogleich
Kapellenleiter. Sein plötzlicher Ruhm kommt auch dem Vater zu Ohren. Nachdem
Paul und Andreas ihre Liebesverwicklungen mit der Sekretärin Gerti und
der Verkäuferin Hannchen geklärt haben, steht alles zum besten, und
Andreas Vater setzt sich nun sogar für das Musikstudium seines Sohnes ein.
- mit Ilse Bastubbe, Angela Brunner, Axel Dietrich, Ingeborg Dirgardt, Erika
Dunkelmann, Albert Garbe, Gerd Michael Henneberg, Hans Klering, Walter Lendrich,
Werner Lierck, Stefan Lisewski, Heinz Quermann, Günther Simon, Rudolf Ulrich,
Musikinterpreten: 4 Pico-Bellos, 4 Teddies, Colibris, DEFA-Sinfonieorchester,
Fred Frohberg, Martin-Möhle-Combo, Tanzorchester des Berliner Rundfunks,
Tanzorchester Fips Fleischer, Vineta Trio
1962 - Peter
und das Einmaleins mit der Sieben
- s/w - Peter ist ein pfiffiger Junge, und seit er die kleine Akrobatin Susanne
kennt, träumt er davon, auch zum Zirkus zu gehen. Warum er in der Schule
das Einmaleins büffeln soll, ist ihm deshalb unverständlich. Aber
als die Klasse in den Zirkus will und er die Karten besorgen soll, verrechnet
er sich um einen Platz - seinen! Das gibt ihm zu denken, aber Susanne greift
helfend ein und nimmt ihn mit in die Manege. Hier tritt ein rechnender Esel
auf, und Peter soll dessen Künste kontrollieren. Die Blamage allerdings
ist groß, als Peter die Aufgabe nicht lösen kann. Vor allem vor Susanne
ist ihm die Sache peinlich, und er sieht ein, daß das Rechnen doch überall
nötig ist. - mit Evamaria Bath, Gundula Baumann, Helge Dutz, Evelyn Exner,
Kurt Gawallek, Helga Göring, Hans Klering, Horst Kube, Werner Lierck, Eva
Neitzel, Dieter Perlwitz, Martina Reh, Gerd E. Schäfer, Nico Turoff, Theresia
Wider
1962 - Rüpel - s/w - Über Mathias, den Neuen in
der 7. Klasse, sind die anderen Schüler ärgerlich. Er hat schlechte
Zensuren, kommt meist zu spät und verschwindet manchmal früher. Aber
mutig ist er, das haben die 12jährigen schon bemerkt. Bei einer Mutprobe
(wer hält es am längsten im Eiskeller aus?) wollen sie den Grund für
sein Verhalten herausbekommen. Doch der Junge schweigt, und so lassen sie ihn
eingesperrt allein. Heiner aber befreit ihn. Er kennt Mathias‘ Problem und ist
nicht ganz unschuldig daran. Mathias‘ Mutter ist blind, und Heiner hat durch
egoistisches Verhalten den Tod ihres Hundes Bella verschuldet. Seitdem muß
Mathias seiner Mutter bei einigen Wegen helfen. Bei einem Ausflug erfährt
die ganze Klasse davon, und die Schüler haben eine Idee, wie sie die Sache
wieder in Ordnung bringen können: Heiners Hund Rüpel soll von nun
an Blindenhund sein. - mit Ilse Bastubbe, Helga Bialek, Gerhard Buch, Leni Dallmer-Lucas,
Hans Feldner, Maika Joseph, Ruth Kommerell, P. Krakau, Horst Lommatzsch, Dieter
Perlwitz, Otto Stark, Friedrich Teitge, Lissy Tempelhof, Georg Thies
1962 -
Revue um Mitternacht - 104 min - Revuefilm - Musik von Gerd
Natschinski - Vier Personen: ein Dramaturg, ein Komponist, ein Autor und ein
Architekt – werden vom Produktionsleiter Kruse, der sich etwas leichtfertig
verpflichtet hat, einen Revuefilm zu drehen, zur Realisierung des kühnen
Vorhabens zusammengerufen. Der einzige, der sich hemmungslos an die große
Aufgabe herantraut, ist der kleine Komponist Ritter. Die Produktionsassistentin
Claudia ist nicht die einzige, die dem unerfahrenen, aber enthusiastischen Mann
mißtraut. Ritter jedoch gelingt es nicht nur, die Bedenken der anderen
zu zerstreuen und ihre Kreativität zu aktivieren, er gewinnt am Ende auch
Claudia. Und selbstverständlich gelingt das Werk zu einer flotten mitreißenden
Revue, deren musikalische, tänzerische und artistische Nummern sich sehen
lassen können. - mit Christel Bodenstein, Manfred Krug, Werner Lierck,
Claus Schulz, Hans Klering, Gerry Wolff, Johannes Arpe, Jochen Thomas, Willi
Schwabe, Nico Turoff, Heinz Walter Mörke, Günter Arndt, Nicole Felix,
Claus Groß, Georg Irmer - Es singen und spielen u a.: Nicole Felix, Julia
Axen, Helga Brauer, Fanny Daal, Hartmut Eichler, Fred Frohberg, Günter
Hapke, Collins, DEFA-Sinfonieorchester, Hemmann-Quintett, Tanzorchester des
Berliner Rundfunks
1963 - Verliebt
und vorbestraft - s/w -
Hannelore wird von der Bauakademie als Praktikantin in die Brigade Fröhlich
geschickt, die am Strausberger Platz in Berlin Häuser errichtet. Die rauhbeinige
Gesellschaft mit dem hohen Bierkonsum ist nicht gerade entzückt davon –
außer Hanne, dem das Mädchen gefällt. Als er sich am 1. Mai
in alkoholisiertem Zustand prügelt und anschließend wegen Verdachts
auf „Raubüberfall“ verhaftet wird, ist es Hannelore, die die Kollegen aufrüttelt,
etwas zu unternehmen. Der Gedanke der Solidarität ist ihnen neu, aber sie
lernen schnell, ihn in die Tat umzusetzen. Und so wird aus der Truppe am Ende
doch noch ein gutes Kollektiv und aus Hanne und Hannelore ein Ehepaar. - mit
Doris Abeßer, Horst Jonischkan, Herbert Köfer, Erhard Köster,
Siegfried Kilian, Günter Junghans, Peter Dommisch, Nico Turoff, Dieter
Franke, Hilmar Bodendieck, Erich Hammer, Werner Lierck, Werner Pfeifer
Kurt Sperling, Kurt (Wachtmeister im Revier)
1963 - Die
Hochzeit von Länneken
- 84 min - s/w - nach dem gleichnamigen Roman von Herbert Nachbar - Auszeichnung damals: Prädikat "Wertvoll".
- Auf der Boddeninsel Länneken halten sich die alten Sitten und Machtverhältnisse
zäh. Auch die Gründung der Fischereigenossenschaft hat den Einfluß
der reichsten Fischer, Heinrich Pröpping und Johannes Grabe, nicht brechen
können. In ihren Kindern, Henning Grabe und Bärbel Pröpping,
sind ihnen jedoch nicht nur Widersacher im Hinblick auf den alten Familien-Konkurrenzkampf
erwachsen, sondern auch Verfechter der neuen Zeit. Henning wird von seinem Vater
des Hauses verwiesen, weil er Bärbel heiraten will, von deren Vater aber
freudig aufgenommen. Der hofft, durch diese Vereinigung im Kampf um die seit
langem umstrittenen besten Fangplätze den Sieg davonzutragen. Doch Henning
und Bärbel setzen sich für eine Genossenschaft höheren Typs ein,
die die Konkurrenz der einzelnen Brigaden beseitigt und eine gerechte Verteilung
der Fangplätze an alle Fischer herbeiführen soll. Der alte Pröpping
enterbt daraufhin seine Tochter. Die Hochzeit der jungen Leute und den Fortschritt
können die beiden Alten jedoch nicht aufhalten. - mit Fred Delmare, Hans Klering, Hanns Anselm
Perten, Harry Hindemith, Otmar Richter, Brigitte Beier, Dorothea Thiesing, Walter
Lendrich, Wolfgang Arndst,
Fritz Barthold, Maria Besendahl, Ralph Borgwardt, Werner Czalla, Christa Knie,
Ruth Kommerell, Arthur Kupke
1963/64 - Der geteilte Himmel - (s/w) - Drama - 114 min - nach dem gleichnamigen
Roman von Christa Wolf - Regie: Konrad Wolf - Rita (Renate Blume) und Manfred
(Eberhard Esche) leben gemeinsam in Halle/Saale. Der politische Alltag im geteilten
Deutschland zermürbt die Beziehung der beiden mehr und mehr. Schließlich
geht Manfred in den Westen. Entgegen seiner Hoffnung bleibt Rita parteitreu
in der DDR. Konrad Wolf (der Bruder von Markus Wolf - ehemaliger Stasi-Chef)
inszenierte diesen Film nach einem Roman von Christa Wolf (auch Drehbuch mit
ihrem Mann Gerhard Wolf zusammen) mit bemerkenswerten differenzierten Tönen!
& Nach einer tiefen seelischen Krise kehrt Rita Seidel in ihr kleines Dorf
zurück und lässt die zurückliegenden Jahre Revue passieren. Ihre
Beziehung zu Manfred Herrfurth, einem zehn Jahre älteren Chemiker, der
ihr einst Selbstvertrauen gegeben und sie zum Lehrerstudium ermutigt hatte,
krankt zum einen an der Spießigkeit seiner Eltern. Aber auch Manfred war
verbittert geworden, da sein Betrieb das von ihm entwickelte chemische Verfahren
ablehnt. Die einzige Alternative scheint für ihn die Übersiedlung
nach Westberlin zu sein. Rita besucht ihn dort, kann sich jedoch nicht entscheiden,
seinen Schritt mitzuvollziehen. - mit Renate Blume, Eberhard Esche, Hans Hardt-Hardtloff,
Hilmar Thate, Martin Flörchinger, Erika Pelikowsky, Günter Grabbert,
Horst Jonischkan, Petra Kelling, Jürgen Kern, Horst Weinheimer, Hans-Joachim
Hanisch, Frank Michelis, Paul Berndt, Christoph Engel, Uwe-Detlev Jessen, Erik
Veldre, Otto Lang, Lothar Bellag, Siegfried Menzel, Dorothea Volk, Geseta von
Etzel, Hildegard Röder, Waltraut Kramm, Angela Brunner, Karin Seybert,
Peter Herden, Maria Sänger, Willy Jänsch, Gerhard Hänsel
1964
- Sieh
den Menschen - 73 min - nach dem Roman "Die Aufgabe" von Bodo Uhse
- mit Helga Göring, Albert Hetterle, Irene Korb, Frank Schenk - Die Familie
von Karl Liebknecht bittet im Januar 1919 die Künstlerin Käthe Kollwitz,
den Ermordeten auf der Totenbahre zu zeichnen. Käthe Kollwitz kann sich
nicht sofort dazu entschließen; zu vieles ist ihr noch unklar in den politischen
Erscheinungen der Nachkriegszeit. Auch ihr Mann, der Arzt Dr. Karl Kollwitz,
kann und will ihr die Entscheidung nicht abnehmen. Nach der Begegnung mit einem
bei den Januar-Kämpfen verwundeten Matrosen und einem blutjungen Leutnant,
der sie an ihren 1914 gefallenen Sohn Peter erinnert, hört sie auf ihr
Gewissen und macht sich auf den Weg zur Bahre Liebknechts.
1964 - Engel im Fegefeuer - mit Eberhard Schaletzki, Günter
Lupowski, Wolfgang Grunz, Joachim Krause, Heidi Liesegang, Fred Delmare, Heinz
Suhr, Erik S. Klein, Jutta Peters, Jutta Hoffmann
1964 - Chronik eines Mordes -
- nach dem Roman "Die Jünger Jesu" von Leonhard Frank - 88 min
- s/w - In einer westdeutschen Stadt Mitte der 50er Jahre. Am Tag seiner Amtseinführung
wird Bürgermeister Zwischenzahl erschossen. Die Täterin ist die junge
Jüdin Ruth Bodenheim, die mit ihrem Handeln Vergeltung für den Mord
an ihren Eltern suchte. Trotz der vorliegenden eindeutigen Beweislast gegen
Ruth ist die Justiz sichtlich bemüht, die Sache zu vertuschen... aus Furcht
vor einem Skandal. Anders als ihr Jugendfreund und jetziger Ehemann Dr. Martin,
will Ruth das Stillschweigen nicht akzeptieren. Sie kann die traumatischen Erlebnisse
ihrer Vergangenheit nicht vergessen. Der Tod ihrer Eltern, für den Zwischenzahl
als ehemaliger SA-Mann mit verantwortlich war, und ihr zeitweiliges Leben in
einem Wehrmachtsbordell, lassen Ruth keine Ruhe finden. Mit einer Akte voll
gesammelter Zeugenaussagen und Dokumente über das Schicksal ihrer Eltern,
u. a. auch Beweise für Zwischenzahls Schuld, wandte sie sich an die Behörden
- jedoch ohne den erhofften Erfolg. So legte sie selbst Hand an den Kriegsverbrecher
und nimmt die Strafe dafür in Kauf. Beeindruckt von Ruths Hartnäckigkeit,
den gesamten Fall Zwischenzahl an die Öffentlichkeit zu bringen, entscheidet
sich der Staatsanwalt Dr. Hoffmann ihre Verteidigung vor Gericht zu übernehmen.
- mit Ulrich Thein, Angelica
Domröse,
Jirí Vrstala, Bohumil Smida, Martin Flörchinger, Willi Schwabe,
Antje Ruge, Arno Wyzniewski, Norbert Petznick, Monika Lennartz, Helmut Schreiber,
Stefan Lisewski, Gisela Graupner, Hans Klering, Siegfried Weiß, Helmut
Bruchhausen, Werner Schulz-Wittan, Horst Quednow, Bruno Müller, Günther
Müller, Rita Richter, Fredy Barten, Anna-Maria Horn, Katharina Recknitz,
Alois Herrmann, Erich Böhme, Gertrud Brendler, Elisabeth Hermanns, Klaus-Jürgen
Müller, Martin Richter, Elke Rieckhoff, Janina Rzasa-Adynowska, Maria Popwassilewa-Nitzsche,
Wolfgang Joachim, Friedrich Teitge - Musik von Gerd Natschinski
1965 - Der Frühling
braucht Zeit - 73 min -
s/w - Musik von Gerhard Siebholz - Der parteilose Ingenieur Heinz Solter ist
sich seiner Kompetenz bewußt und mutig genug, Kritik an überholten
Leitungsmethoden in seinem Betrieb zu üben. Aber er ist auch so vertrauensselig,
dem Drängen eines Vertreters der Hauptverwaltung nachzugeben, eine Gasrohrleitung
vorzeitig, entgegen den verbindlichen Standards freizugeben. Damit ist die Prämie
für den Betrieb gesichert, aber der während der winterlichen Kältewelle
eintretende Schaden überschreitet eine halbe Million Mark. Solter hatte
frühzeitig davor gewarnt, das kondensathaltige Gas aus eigener Produktion
in die Leitung einzuspeisen. Dennoch wird ihm als dem zuständigen Ingenieur
die Verantwortung zugewiesen. Er muß sich vor dem Staatsanwalt verantworten.
Er weist die Schuld von sich. Der anfangs gegen ihn eingenommene Untersuchungsrichter
beschließt, den Fall im Betrieb aufzurollen. Es stellt sich heraus, daß
Solter die Abnahme wider besseres Wissen auf Anweisung der Betriebsleitung vorgenommen
hat. Für Direktor Faber stehen Planerfüllung, Erfolg und seine eigene
Karriere an erster Stelle. Die Untersuchung des Falles führt zu heftigen
Auseinandersetzungen im Betrieb, in deren Verlauf die Leitungs- und Arbeitsmethoden
Fabers schonungsloser Kritik ausgesetzt sind. Immer mehr Mitarbeiter stellen
sich auf die Seite Solters. Es kommt zur Rücknahme der Anklage. - mit Eberhard
Mellies, Elfriede Née, Doris Abeßer, Rolf Hoppe, Günther Simon,
Karla Runkehl, Horst Schön, Kurt Barthel, Heinz Scholz, Friedrich Richter,
Hans Hardt-Hardtloff, Erik S. Klein, Albert Zahn, Nico Turoff, Hans Flössel,
Kurt Abeßer
1965 - Wolf unter Wölfen (TV-Produktion)
1965 - Die Allerschönste (TV-Produktion)
1966 - Hände
hoch- oder ich schiesse!
- s/w - Der Meißner Kriminalist
Holms langweilt sich, weil nichts passiert. Er träumt von einem großen
Fall, zum Beispiel, einen Einbruch in die Bank von England aufzuklären.
Doch stattdessen erhält er von seinem Major den Auftrag, einen Kaninchendiebstal
zu ermitteln. Zwischen Traum und Wirklichkeit die Orientierung verlierend, glaubt
er an Halluzinationen als sein Fahrrad gestohlen, wiedergebracht und wieder
gestohlen wird. Er geht zum Psychiater. Der rät ihm, ruhig zu bleiben und
alles zu ignorieren. Sein Nachbar und Freund, der EX- Ganove Pinkas will ihm
helfen und bereitet ein "großes Ding" vor.Mit seiner Bande klaut
er nachts vom Marktplatz das Denkmal des Herzogs Nepomuk. Eine wilde Verfolgungsjagd
bis Leipzig und zurück beginnt. Zum Schluss wird die Sache als grober Unfung
abgetan, und alle sind froh - nur Holms nicht, der wieder zum Psychiater geht.
Der Film, gedreht vom 11.9.1965 bis 7.1.1966 unter anderem in Altenburg, Naumburg
und Leipzig, wird in der Folge des 11. Plenums des ZK der SED zurückgehalten.
Das endgültige Verbot erfolgt mit Sätzen wie diesen: „Der Film ist
in seiner Aussage optimistisch und sehr heiter gestaltet. (…) Die HV Film hat
diesen Film staatlich nicht abgenommen, weil bei einer Konsultation das Ministeriums
des Inneren Einspruch gegen diesen Film erhoben hat. Der Grund ist, daß
bei der gegenwärtigen Situation auf dem Gebiet der Kriminalität dieser
Film nicht zu einer erhöhten Wachsamkeit der Bevölkerung aufrufen
würde, sondern den Eindruck erweckt, als sei alles in Ordnung.“ (DEFA-Betriebsarchiv)
Ein Volkspolizist, der in Melancholie verfällt und sogar den Psychiater
aufsucht, weil er außer Kaninchendiebstählen nichts zu tun hat –
das schien eine allzu absurde Konstellation… Das Material lagert im Bundesarchiv-Filmarchiv.
mit Rolf
Herricht, Bruno Carstens, Eberhard Cohrs, Evelyn
Cron, Fred Delmare, Gerd Ehlers, Adolf Peter Hoffmann, Hans Klering, Herbert
Köfer, Walter Lendrich, Werner Lierck, Edwin Marian, Hans-Joachim Preil,
Gerd E. Schäfer, Otto Stark, Zdenek Stepánek, Axel Triebel, Manfred
Uhlig
1967 - Das Mädchen auf
dem Brett - s/w - Auszeichnung
damals: Prädikat "Wertvoll" - Katharina Jens ist mit ihren achtzehn
Jahren bereits eine erfolggewöhnte Wasserspringerin. Bei einem internationalen
Wettkampf soll sie statt der ausgefallenen Teamgefährtin Claudia den schwierigen
anderthalbfachen Salto mit doppelter Schraube springen, um den Sieg für
die Mannschaft zu sichern. Sie versagt. Zu der Enttäuschung kommen Zweifel
an ihrer Leistungsfähigkeit. Trainer Korn stellt sie eine Woche vom Training
frei – Zeit zum Besinnen. Aber Katharina ist deprimiert über diesen Ausschluß.
Die Begegnung mit verschiedenen Menschen, dem Dramaturgen Klemm beispielsweise
, der mit ihr über das Wesen der Angst spricht, gibt ihr Hilfe. Und Peter,
ein junger Mann, den sie auf den ersten Blick mag, bringt sie auf einfühlsame
Weise dazu, über ihren Schatten zu springen. - mit Christiane Lanzke, Klaus
Piontek, Hannjo Hasse, Monika Woytowicz, Irene Korb, Norbert Christian, Helga
Göhring, Günter Grabbert, Irma Münch, Harald Moszdorf, Fritz
Marquardt, Willi Neuenhahn, Werner Wieland, Detlev Witte
1968 - Im
Himmel ist doch Jahrmarkt
- 81 min - Komödie - Musik von Gerd Natschinski - Amor spielt eine gewichtige
Rolle in dieser Geschichte um fünf junge, hübsche Sportlerinnen, die
vom Himmel fallen – sozusagen direkt in die Arme netter junger Männer.
Dem Trainer der Fallschirmspringerinnen ist das gar nicht recht, da ein bevorstehender
internationaler Leistungsvergleich die ganze Kraft seiner Schützlinge fordert.
Er verlangt Enthaltsamkeit in der Liebe. Dennoch gelingt es den Männern
nach allerlei Abenteuern, die Mädchen zu erobern. Am Ende ist auch der
Trainer zufrieden, denn seine Mädchen erreichen im Sport ihr Ziel. - mit
Angelika
Waller, Berko Acker, Klaus Bamberg, Regina Beyer,
Christel Bodenstein, Bruno Carstens, Hubert Hoelzke, Günter Junghans, Eva
Kárpáti, György Karpati, Ingeborg Nass, Peter Pollatschek,
Gesine Rosenberg, Heidrun Schwarz-Pollack
1968 - Jungfer, sie gefällt
mir - 104 min - frei nach
dem Schauspiel, der Novelle "Der zerbrochene Krug" von Heinrich von
Kleist - 1792 im Sächsischen.
Dorfrichter Adam hat es auf Jungfer Ev abgesehen, und deshalb ist ihm der Schmied
Ruprecht, der sie heiraten will, ein Dorn im Auge. Beim nächtlichen Fensterln
wird er von Ruprecht überrascht, bekommt zwar von diesem einen Krug auf
den Kopf, kann aber unerkannt entkommen. Evs Mutter verklagt Ruprecht wegen
des zerbrochenen Krugs beim Richter Adam, der in arge Verlegenheit gerät.
Trotz seiner Intrigen kommt die Wahrheit an den Tag. Justizrat Walter aus Dresden
rettet das Ansehen der Obrigkeit und sperrt Ruprecht wegen Körperverletzung
ein. Da er es aber auch auf Ev abgesehen hat, geht auf seinem Kopf ebenfalls
ein Krug zu Bruch, während Adam von durchziehenden preußischen Soldaten
als einstiger Dieb ihrer Regimentskasse wiedererkannt und festgesetzt wird.
- mit
Wolfgang Kieling, Monika Gabriel, Jan Spitzer, Rolf Ludwig, Marianne
Wünscher, Herbert Köfer, Otto-Erich Edenharter, Albert Garbe, Elsa Grube-Deister, Rolf
Hoppe, Ingeborg Nass, Horst Schulze, Nico Turoff, Joachim Zschocke
1969 - Im Spannungsfeld - mit Ekkehard Schall, Manfred Zetzsche,
Sabine Lorenz, Karla Runkehl, Johannes Wieke, Volkmar Kleinert, Manfred Borges,
Peter Kalisch, Ingeborg Nass, Dietrich Körner - Das Zeitalter der elektronischen
Datenverarbeitung hat begonnen. Der Mathematiker Dr. Bernhardt, Experte auf
dem Gebiet der EDV, kommt bei seinen Berechnungen zum Ergebnis, dass eine im
Bau befindliche Fertigungshalle nicht effizient ist. Im Werk sorgt diese Einschätzung
für Aufregung. Mitarbeiter sind verunsichert und fürchten um ihre
Arbeitsplätze. Auch Bernhardts Freundin Jutta ist irritiert, versteht sein
kühl berechnendes Verhalten nicht und trennt sich von ihm. In diesem Spannungsfeld
bemühen sich Werkleitung und Belegschaft um für alle Seiten akzeptable
Lösungen.
1969 - Dolles Familienalbum (TV-Serie)
1969
- Hart am Wind - Musik von Gerd Natschinski - Auszeichnung:
1971 Theodor Körner Preis an H. Thiel - Peter Drews ist Brigadier auf einer
Volkswerft an der Ostsee. Seine Elektrikerbrigade gehört zu den tüchtigsten.
Er liebt Brigitte, die einzige weibliche Mitarbeiterin, und sie mag ihn auch.
Die Beziehung wird lediglich durch seine Selbstherrlichkeit getrübt. Peter
denkt nicht daran, seine Leute in Entscheidungsfindungen einzubeziehen. Als
er den Einberufungsbefehl zur Marine bekommt, verkündet er seinen Beschluß,
daß sich die Brigade geschlossen meldet. Brigitte ist empört. Vier
Mann rücken mit Peter ein. Brigitte leitet nun den Rest der Brigade, die
am gleichen Schiff arbeitet wie die frischgebackenen Marinesoldaten. Dabei lernt
sie den jungen Leutnant Werner Asmus kennen, fühlt sich zu ihm hingezogen.
Aber sie kann trotz allem Peter nicht vergessen. Der erfährt inzwischen,
daß er mit seinen Methoden bei der Marine nicht durchkommt, gerät
auch mit den Freunden in Konfllikt. Der erfahrene Kapitän Baumert nimmt
sich seiner und Brigittes an und ist am Happy-End nicht ganz unbeteiligt. -
mit Uwe Baumgart, Paul Berndt, Regina Beyer, Ulrich Brehm, Lutz Dechant, Dieter
Jäger, Hans-Peter Minetti, Frank Obermann, Ernst-Georg Schwill, Norbert
Speer, Klaus-Peter Thiele, Rudolf Ulrich, Klaus Urban, Roger Zerath
1969/70
- Steinreich - TV-Produktion
- 74 min - nach dem Roman "Phantom Gold" von Theodor Dreiser - mit
Raimund Schelcher, Stefan Lisewski, Doris Abeßer, Fred Delmare - Der amerikanische
Mittelwesten um 1911: Ein Farmer bemüht sich, trotz seines wertlosen Landes,
seine Familie durchzubringen. Als auf seinem Grund eine Erzader entdeckt wird,
scheint sich alles zum Guten zu wenden.
1970 - Der verlorene Engel - 59 min
- s/w - nach der Novelle "Das schlimme Jahr" von Franz Fühmann - Es geht um einen Tag im Leben Ernst Barlachs,
den 24. August 1937; um einen Tag der Selbstverständigung, einen Tag kritischer
Selbstanalyse. In der Nacht vorher raubten Unbekannte aus dem Dom zu Güstrow
eine der ausdrucksstärksten Kunstschöpfungen Barlachs, den "Schwebenden
Engel", der seit jener Nacht verschwunden bleibt. "Wissen meine Figuren
mehr als ich?", fragt Barlach in einer Szene des Films. Man hatte ihn zum
freiwilligen Austritt aus der Akademie der Künste gedrängt und selbst
seine Ehrenmale für die Opfer des Weltkrieges beschlagnahmt oder vernichtet.
Vereinsamt und isoliert steht dieser große Künstler vor dem Ende
seiner Tage, ahnend, daß seine künstlerische Heimat links war. *
Der
Film war 1966 dem 11. Plenum des ZK der SED zum Opfer gefallen und kam erst
1971 in einer verstümmelten Fassung in die Kinos der DDR - getilgt wurden
zum Beispiel die eingebauten Lieder von Wolf Biermann. - mit Fred Düren, Erika Pelikowsky, Erik S. Klein,
Walter Lendrich, Heidemarie Wenzel, Frank Schenk, Carola Schirmer, Berko Acker,
Gerd Alverdes, Gerhard Hubert, Gerd Jurgons, Theodor Klubsch, Uwe Leonhardt,
Christa Michaelsen, Karl Paustian, Gerd Unger
1970 - Dornröschen - siehe ![]()
1970 - Kennen
Sie Urban? - s/w - frei
nach Gisela Karau: "Berichte aus den 60er Jahren, BZ am Abend" - Auszeichnungen:
Das Kollektiv - Ulrich Plenzdorf, Ingrid Reschke - erhielt 1971 den Heinrich-Greif-Preis
I. Klasse. Das Kollektiv - Ulrich Plenzdorf, Ingrid Reschke, Claus Neumann,
Rudi Werion - erhielt den Kunstpreis des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes
(FDGB) 1971 - Hoffi, der wegen Körperverletzung im Gefängnis war,
und sein Bruder Keule wandern von einer Großbaustelle zur anderen. Hoffi
ist auf der Suche nach Urban. Der Vermessungsingenieur und Genosse ist ihm während
eines gemeinsamen Krankenhausaufenthalts zum Vorbild geworden. Während
ihrer Suche bleiben sie auf einer Großbaustelle hängen. Hoffi ist
der Praktikantin Gila begegnet, und auch in der Brigade, die sich sehr für
ihn einsetzt, fühlt er sich wohl. Aber Gilas Eltern lehnen ihn wegen seiner
Vergangenheit ab. Mit ihnen kommt es zum Zerwürfnis, als Gila ein Kind
erwartet. Sie zieht aus. Hoffi gerät in neue Konflikte, kann sich zu einer
Heirat nicht entschließen. Gila ist schwer enttäuscht. Doch Hoffi
erkennt sein falsches Verhalten, wobei ihm viele „Urbans“ in seinem neuen Umfeld
geholfen haben. Und so gibt es für die beiden eine neue Chance. - mit Berndt
Renné, Jenny Gröllmann, Harald Wandel, Irma Münch, Manfred
Karge, Katja Paryla, Jürgen Heinrich, Thomas Neumann, Maria Rouvel, Evamaria
Bath, Karin Abicht, Peter Bause, Detlev Becker, Olaf Blume, Ute Boeden, Ralph
Borgwardt, Bernd Braun, Willi Delvoigt, Klaus Ebeling, Waltraud Gersdorf, Olaf
Graß, Konstantin Gulin, Petra Göbel, Edgar Harter, Roswitha Hirsch,
Rudi Kelm, Waltraut Kramm, Otto Krieg-Helbig, Gerhild Leider, Dieter Lück,
Dieter Löfgren, Ludmila Malachowa, Heike Martins, Klaus Mühlstein,
Birgit Otto, Richard Otto, Silvia Otto, Hartmut Pletau, Wilhelm Puchert, Kurt
Radeke, Doris Reinert, Angela Ritter, Elisabeth Rodewald, Adolf Schestakow,
Marina Schewtschenko, Jürgen Schimanke, Otto Schimdt, Heidemarie Schneider,
Horst Schneider, Herta Scholler, Otto Schröder, Hans-Jörg Schulz,
Günter Schwanebeck, Waltraud Seipel, Katharina Ullmann, Horst Voigt, Marion
Wawrzyniak, Thomas Wolke, Günter Zschäckel
1970 - Husaren
in Berlin
-
92 min - Komödie - Gastwirt
Augustin aus dem Märkischen hat für seine Tochter Andrea eine „gute
Partie“ ausgewählt: einen Berliner Kaufmann. Auf dem Weg zu ihm werden
sie von ungarischen Husaren unter Marschall Hadik gefangengenommen. Man schreibt
das Jahr 1757, es wütet der 7jährige Krieg. Andrea, die den Kaufmann
ohnehin nicht wollte, verliebt sich in den schneidigen Trompeter Pali. Die Husaren
ziehen nach Berlin, besetzen die nur von einer schwachen Truppe gesicherte Stadt.
Als der Kommandant zur Verteidigung der preußischen Metropole schreiten
will, kommt es jedoch nicht zum Kampf, sondern zu einer Verbrüderung zwischen
Husaren und Bevölkerung, die von Pali und Andrea angeführt wird. Einen
Tag lang dauert die Besatzung, dann müssen die Husaren vor dem nahenden
preußischen Heer fliehen. - mit Manfred Krug, Evelyn Opoczynski, Rolf
Herricht, Istvan Iglodi, Gabor Agardy, Ursula Am-Ende, Rose Becker, Norbert Christian, Friedrich-Wilhelm
Dann, Jochen Diestelmann, Peter Dommisch, Antol Farkas, Lajos Farkas, Hans Feldner,
Hans Flössel, Lilo Grahn, Herwart Grosse, Lutz Jahoda, Hans Klering, Horst
Kube, Franz List, Holger Mahlich, Ivan Malré, Willi Neuenhahn, Kurt Radeke,
Günter Rüger, Marianne Christina Schilling, Werner Schmidt-Winkelmann,
Helmut Schreiber, Günter Schubert, Kurt Sperlling, Friedrich Teitge, Herta
Thiele, Axel Triebel, Frantisek Velecký, Ilse Voigt, Siegfried Weiß
1971 - Liebeserklärung
an G. T. - mit Eva-Maria
Hagen, Ewa Krzyzewska, Jürgen Frohriep, Herwart Grosse, Traudel Kulikowsky,
Holger Mahlich, Erika Pelikowsky, Erik S. Klein, Otto Dierichs, Klaus Peter
Thiele
1972/73
- Unser
täglich Bier - 75 min - mit Katja Paryla, Dietrich Körner, Peter
Herden, Anne-Else Paetzold - Episoden aus dem Leben einer Köchin in einem
Ferienheim des Gewerkschaftsbundes irgendwo in der DDR
1973/74
- Heiße
Spuren - 67 min - Fernsehkrimi für Kinder nach dem Hörspiel
"Ein Fall für Kalle Kramer" von Brigitte Tenzler - mit Alfred
Scheid, Kerstin Kulakowski, Dieter Franke, Micaela Kreißler - Die Geschichte
eines zehnjährigen Schülers, der sich als Kriminalist betätigt
und dabei mit Übereifer zu Werke geht.
1977
- Peto,
das Eichhörnchen und die Wilddiebe (Kamaratka suska) - CSSR - 79 min - mit Ivan Rajniak, Julius Pantik,
Ondrej Jariabek, Eva Krizikova - Der Sohn eines Tierarztes versucht, wie die
anderen Jungen seiner Klasse, von seinem Vater ein Luftgewehr zu bekommen. Sein
Kamerad schafft es, indem er einen Fallensteller überredet. Bald schon
wird der "Wilderer", der ein Eichhörnchen bei seinen Schießübungen
verletzt hat, von der ganzen Schule gesucht.
1978 - Für Mord kein
Beweis - frei nach dem Roman
von Rudolf Bartsch: "Der Mann, der über den Hügel steigt"
- Die Leiche der Steffi Zinn wird aus einem See gefischt. Ihr Mann hatte die
gemeinsame Wohnung nach einem Streit verlassen, seine Frau am nächsten
Morgen nicht mehr angetroffen und als vermißt gemeldet. Das war eine Woche
zuvor. Hauptmann Lohm wird mit der Untersuchung beauftragt. Er kann keinen Beweis
für Mord finden. Bei der Beerdigung taucht ein Fremder auf und verschwindet
wieder. Nach einigen Tagen wird auch er tot aufgefunden. Es sieht nach Selbstmord
aus, ein Abschiedsbrief, in dem er sich als Mörder von Steffi Zinn bezichtigt,
ist auch da. Zinn gibt vor, diesen Mann nicht zu kennen, doch Lohm beweist ihm
das Gegenteil. Er überführt ihn des Mordes an seiner Frau und diesem
Mann und deckt das Motiv auf. Zinn lebt unter falschem Namen, er war KZ-Arzt
in Dachau. Der Fremde, damals sein Gehilfe, hat ihn erkannt und Steffi über
seine Vergangenheit informiert. - mit Winfried Glatzeder, Horst Schulze, Peter
Bause, Wolfgang Penz, Wolf Goette, Hans-Joachim Hanisch, Micaëla Kreißler,
Birgit Edenharter, Marianne
Wünscher,
Wolfgang Bathke, Christoph Engel, Gerd Michael Henneberg, Werner Lierck, Friedrich
Richter
1980/81
- Martin
XIII.
- 93 min - mit Herbert Köfer, Bianka Ungar, Gerald Ungar, Fred Delmare
- Für die Söhne der Familie Nehls war es eine Selbstverständlichkeit,
Seefahrer zu werden. Nun aber will der erste auf Land bleiben. Für den
Großvater ist das nur schwer zu verkraften.
1980/1981 - Hochhausgeschichten - TV-Serie - Der Baumonteur Frank Blumhagen
lebt in einem Hochhaus in Berlin und arbeitet auf einer Großbaustelle.
Im gleichen Haus wohnen auch seine in Scheidung lebenden Eltern. Frustiert beschließt
er, es ihnen nicht gleichzumachen und eine eigene glückliche Familie zu
gründen ... mit Jürgen Trott, Horst Schulze, Carl-Hermann Risse, Dorit
Gäbler, Klaus-Peter Plessow, Gerhard Bienert
1981 - Die Gäste der
Mathilde Lautenschläger
- TV-Produktion - Weil sie Geld für ein Auto benötigen, wollen Katrin
und Dieter ihre Verwandten schröpfen.
1983 - Wenn
ick nich wär -
65
min - mit Wolfgang Brüning, Margitta Preye, Christine Heinze, Annemone
Haase - Fernsehspiel - In vier Episoden wird Heiteres und Besinnliches aus dem
Leben von vier Frauen erzählt, die sich in Alltagssituationen zu bewähren
haben: eine resolute Berliner Toilettenfrau findet eine Handtasche mit viel
Geld; eine Schlachthofarbeiterin besucht ihre verwitwete Tochter, die einen
"Drang zum Höheren" hat; eine vereinsamte pensionierte Lehrerin
bemüht sich um Kontakt zu einer jüngeren Nachbarin; eine alte Frau
übernimmt die Aufsicht über ihren Neffen und stiftet mit ihren Gruselgeschichten
Verwirrung.
1983 - Verzeihung, sehen
Sie Fußball? - 86
min - Episodenfilm - Literarische Vorlagen: Carlos Cerda "Transmission
indirecta"; Edgar Külow "Irma und Herta" (Hier Wünscher
& Kraus); Helga Schubert "Überprüfung des Kanditaten";
Renate Holland-Moritz "Toleranzschwelle"; Katrin Lange "Heimspiel"
- Ein Hochhaus im Zentrum Berlins am 11. Juli 1982. Das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft
wird im Fernsehen übertragen. Um dieses Ereignis ranken sich fünf
Episoden: Fußballfanatiker Kneutzsch wird durch den unverhofften Besuch
einer Dame, der er auf eine Heiratsannonce geschrieben hat, hin- und hergerissen
zwischen dem spannenden Match und der ziemlich irritierten Frau ... Frau Dr.
Kobermann hat – unter Schmerztabletten stehend – die Badezimmer- mit der Korridortür
verwechselt und sich ausgesperrt. Ihr Mann sitzt unter Kopfhörern vorm
Fernseher und hört ihr Klingeln nicht, so daß sie im Nachthemd Zuflucht
bei einem Nachbarn, einem Flötisten, sucht. ... Nachdem ihn seine Exgeliebte
Carmen verlassen hat, die in die Heimat zurückkehren will, verfolgt der
Exilchilene Andrés das Spiel – in dem Wissen, daß auch sein Tausende
Kilometer entfernter Vater zusieht ... Ein in zwei Zimmern getrennt lebendes,
geschiedenes Paar kommt sich wieder näher, als der Mann Thomas die Frau
Michaela bittet, in ihrem Zimmer das Spiel ansehen zu dürfen ... Im Gedenken
an ihren verstorbenen Fußballer-Ehemann sitzt die Witwe Irma mit ihrer
alten Freundin Herta vor dem neuen Farbfernseher, wobei die Erinnerungen Herzlichkeit
und auch Streitsucht heraufbeschwören. - mit Corinna Harfouch, Jörg
Fabian, Leticia Garrido, Oscar Castro, Jutta Wachowiak, Marianne
Wünscher, Reimar-Johannes Baur, Alfred Struwe, Christine Schorn,
Hermann Beyer
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