M a r i a n n e   W ü n s c h e r

30. Dezember (Sternzeichen: Steinbock) 1930 in Berlin bis 09. August 1990
Sie war eine Institution in Film und Fernsehen der DDR und im Theater ("Der Biberpelz"). Die mollige Mimin wollte immer die zierliche Shakespeare-Julia spielen und konnte sie doch nur im Hörfunk sprechen. Sie stammte aus einfachen Verhältnissen, half als Kind in der elterlichen Wäscherei. Zu ihrem Beruf kam sie eher zufällig, als sie mit ihrer Schulfreundin kurzentschlossen an einer der nach dem Krieg neueröffneten Schauspielschulen vorsprach. Schon damals zeigten sich ihr komisches Talent und ihre Wandlungsfähigkeit, womit sie die Prüfenden bestens unterhielt und überzeugte. Darauf folgte 1947 - 1951 ihre Ausbildung zur Schauspielerin (bei Fritz Kirchhoff sowie Marie Borchardt), die sich Marianne Wünscher u.a. als Rundfunkansagerin und Hörspielsprecherin verdient. Den Anfang ihrer Bühnenlaufbahn machte die frischgebackene Absolventin am Deutschen Theater. Außerdem sammelte sie Kabarett-Erfahrungen in der "Parodie". 1952 wird sie von Intendant Fritz Wisten entdeckt, der sie an sein Theater am Schiffbauerdamm verpflichtet. Mit dessen Ensemble wechselt sie 1954 schließlich in die Volksbühne, wo sie bis 1990 blieb. Während ihres Bühnenschaffens entwickelte sie sich zur beliebten Volksschauspielerin. Als eine ihrer interessantesten Aufgaben bezeichnete die Künstlerin selbst einmal das asoziale Mädchen Emmi aus der "Ravensbrücker Ballade". Die Wünscher breitet mit differenzierten schauspielerischen Mitteln die Möglichkeiten und Fähigkeiten der Figuren vor den Zuschauern aus: Lebenserfahrung, Menschenkenntnis, durch die Arbeit gewonnene Vitalität und Robustheit. Wünschers Karriere vor der Kamera begann Mitte der 50er Jahre. Wie am Theater sah man sie auch beim Film zuerst häufig in Episodenrollen, die sie mit Präzision gestaltete. Mehrfach wirkte sie in satirischen "Stacheltier"-Produktionen mit, brachte hier ihre komödiantische Begabung zur Geltung. Gelegentlich konnte sie sich eindrucksvoll in Charakterstudien beweisen, doch war sie daneben gleichfalls bei heiteren Stoffen in ihrem Element. Neben ihrer Arbeit für Bühne, Film, Fernsehen, Hörspiel oder Synchron feierte die vielseitige Marianne Wünscher Erfolge als Chansoninterpretin. Sie führte durch eigene Fernsehsendungen ("Hand aufs Herz", "Chansons mit Marianne") und war Darstellerin in Kabarettrevuen. Außerdem engagierte sich die
Kunst- und Nationalpreisträgerin in der Politik, war  zeitweilig Abgeordnete der Liberaldemokratischen Partei Deutschlands (LDPD) Berlin und später einige Jahre Mitglied der Volkskammer der DDR. Wünschers erster Ehemann war Regisseur Gottfried Herrmann, ab 1963 war sie dann mit dem Komponisten Wolfgang Pietsch verheiratet. Die Besetzungslisten der Filme, in denen sie mitwirkte, sind ein "Who is Who"  der 1. Garde der DDR-SchauspielerInnen! 2 x wurde sie Fernsehliebling der DDR, bekam 1971 den Kunstpreis der DDR, 1977 den Nationalpreis der DDR und 1983 den Vaterländischen Verdienstorden in Bronze!
 
  



Familie Rechlin
1. Teil = Seit einem halben Jahr wird Berlin durch die Mauer geteilt. Noch tröstet man sich, dass der Zustand ja nicht lange anhalten kann. Im Westteil der Stadt, nur dreißig Minuten S-Bahn-Fahrt von ihrem Elternhaus entfernt, wohnt Beate, jung verheiratete Tochter der Rechlins. Gerade hat sie den ersten Enkel der Rechlins zur Welt gebracht, doch zur Empörung der frisch gebackenen Oma Ingelore Rechlin, die bis dahin die Familie mit fester Hand zusammengehalten hat, verweigert der Staat gegenseitige Besuche. Als ein Jahr später endlich Einreisegenehmigungen für Westberliner erteilt werden, hat sich Beate verändert. Auch ihr Bruder Bernd bleibt dem Elternhaus lieber fern, weil Ingelore der großen Liebe ihres Sohnes mit unverhohlener Feindseligkeit begegnet. Ihr passt nicht, dass Steffi nach der Entlassung aus dem Gefängnis, wo sie wegen versuchter Republikflucht saß, Unterschlupf bei Bernd sucht. Ingelores Angetrauter Hannes und dessen Vater Erich sehen den Familienalltag und die große Politik gelassener. Zum richtig großen Krach kommt es erst, als Mutter Rechlin erfährt, dass Hannes hinter ihrem Rücken in die Partei eingetreten ist.
2. Teil = Steffis unerfüllter Kinderwunsch beeinträchtigt ihr Verhältnis zu ihrem Mann. Als sie ihn endlich überreden kann ein kleines Mädchen aus dem Heim auf Probe zu holen, verzögert er den Adoptionsantrag so lange, bis das Kind einer anderen Familie zugesprochen wird. Mit dem Zusammenleben mit ihrem Mann unzufrieden, trennt sich Steffi von ihn. Mutter Rechlin stellt verbittert fest, das die Familie immer mehr auseinander bricht. Ihre Tochter Beate aus Westberlin kommt nicht einmal zum 50. Geburtstag ihres Vaters. Sie versucht nochmals zwischen ihrem Sohn und Steffi zu vermitteln um einen Teil der Familie zu retten. Kurz vor ihrem eigenen Geburtstag erreicht sie die Nachricht, dass ihre Tochter in Westberlin nach einem Autounfall in Lebensgefahr schwebt.
Mutter Rechlin beantragt ein Visum und fährt nach über zehn Jahren zum ersten Mal wieder in den Westteil der Stadt.
DDR 1981 = mit Hannes Rechlin (Gerry Wolff), Ingelore Rechlin (Marianne Wünscher), Steffi Rechlin (Katrin Saß), Bernd Rechlin (Frank Lienert), Erich Rechlin (Adolf-Peter Hoffmann), René Rechlin (Peter Welz / Rainer Gruss), Beate Zümmrich (Renate Reinicke), Siegfried Zümmrich (Holger Mahlich), AgnesKraus



Jede Woche Hochzeitstag
Der verwitwete Standesbeamte Robert Zimmermann (Rolf Hoppe) glaubt unerschütterlich an die Institution Ehe. Ganz anders seine Kollegin Helga Winkler (Helga Labudda). Die Scheidungsrichterin erlebt tagtäglich, wo all die "Bis daß der Tod euch scheidet"-Schwüre enden. Um Winkler vom Wahrheitsgehalt seiner Behauptung zu überzeugen, denkt sich Zimmermann eine heikle List aus.
1975 - Komödie - 93 min - mit Rolf Hoppe, Helga Labudda, Edda Dentges, Michael Gwisdek, Heidemarie Wenzel



Aber Vati - Teil I - Vati will nicht heiraten
Erwin Mai (Erik S. Klein) ist ein gestandener Kerl, der bei den Kollegen im Betrieb hoch im Kurs steht. Doch zu Hause legt der alleinerziehende Witwer gern die Füße hoch - und läßt sich von seinen Sprößlingen Kalle und Kulle (Rolf & Ralf Lemcke) das Fell über die Ohren ziehen. Klarer Fall für Erwins Schwester Elsbeth (Marianne Wünscher): Eine neue Frau muß ins Haus.
1972 - ORB - Komödie - mit Erik S. Klein, Helga Labudda, Ralf & Rolf Lemcke, Jochen Thomas, Martin Trettau
Mitschnitte = Kommentare und Making of-Einblendungen von damals

Aber Vati - Teil II - Vati will heiraten
Was soll’s! Damit seine Schwester Elsbeth (Marianne Wünscher) ihr Gejammer einstellt, gibt Witwer Erwin (Erik S. Klein) klein bei und entschließt sich, wieder zu heiraten. Jung und knackig soll sie sein. Wie das Fräulein Schultze (Ewa Szykulska). Entschlossen baggert Erwin die Blondine an, was das Zeug hält. Nur die Söhne Kalle und Kulle (Rolf & Ralf Lemcke) sind mit Vatis Wahl nicht einverstanden. Sie stehen auf Frau Büttner (Helga Labudda) vom Rummelplatz, denn die Dame läßt sie umsonst Karrussell fahren.
1973 - ORB - Komödie - mit Erik S. Klein, Helga Labudda, Ralf & Rolf Lemcke, Jochen Thomas, Ewa Szykulska
Aber Vati - Teil III - Vati hat geheiratet
Bruder werden ist nicht schwer... Seit Vati (Erik S. Klein) geheiratet hat, können sich Kalle und Kulle (Rolf & Ralf Lemcke) nicht nur über eine Mutter (Helga Labudda) freuen, mit der sie prima klarkommen. Auch die siebenjährige Fränze (Ina Reuter) gehört mit zur neuen Familie. Natürlich gibt es auch mal Knatsch. Als der sich allerdings zur ernsthaften Ehekrise auswächst, ergreift der Nachwuchs die Initative und merkwürdige Sachen geschehen...
1974 - ORB - Komödie - mit Erik S. Klein, Helga Labudda, Ralf & Rolf Lemcke, Jochen Thomas, Ina Reuter
Mitschnitte = Kommentare und Making of-Einblendungen von damals

Aber Vati - Teil IV - 5 Jahre später
Wenn die Katze aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse auf dem Tisch - genau das befürchtet Erwin Mai (Erik S. Klein), als sich seine Frau Monika (Helga Labudda) für einige Wochen zum Lehrgang verabschiedet hat. Werden die vier Kids ihn um den Finger wickeln? Kommt nicht in die Tüte, meint Vati und weiß auch schon ein Gegenmittel für die drohende Tobsucht: Disziplin! Ob die lieben Kleinen die bittere Medizin schlucken werden, bleibt abzuwarten.
1978/79 - ORB - Komödie - 93 min - mit Erik S. Klein, Helga Labudda, Ralf & Rolf Lemcke, Jochen Thomas, Ina Reuter, Jochen Thomas, Günter Wolf, Volkmar Kleinert
*** Diese Mini-Serie (ungeschnitten 267 min) war einer der Straßenfeger zu seiner Zeit. Die DDR hat auch verstanden, eine Übersättigung zu vermeiden und tatsächlich über Jahre hinweg, die Spannung und Vorfreude zu erhalten - im Gegensatz zu heute wurden die Quoten von den Zuschauern bestimmt und man drehte einen vierten Teil nach 5 Jahren, der genauso erfolgreich wurde.



- Soviel Lieder, soviel Worte
Alexej aus Moskau lernt kurz vor seiner Abreise zu den X. Weltfestspielen 1973 in Berlin Mascha kennen, die ihm sehr gefällt. In Berlin triff er sie wieder. Mascha tritt dort mit ihrem Kulturensemble auf. Sie wohnt bei Frau Krüger, deren Sohn Hans sie ebenfalls gefällt. Bei einer Veranstaltung glaubt Hans, Mascha zu sehen. Die beiden gehen zum Tanz. Als er mit ihr nach Hause will, ist sie empört. Er bemerkt nicht, daß es gar nicht Mascha ist, sondern die ihr sehr ähnlich sehende Maria aus Kraków. Alexej passiert das gleiche. Er verwechselt Maria mit Mascha. Die jungen Männer sind verwirrt ob der merkwürdigen Reaktionen der Mädchen, doch die haben sich inzwischen getroffen und das Rätsel gelöst. Sie lassen Alexej und Hans vor dem Happy-End noch ein bißchen zappeln.
* Ein sozialistischer Propagandafilm, der aber aufgrund der langen vergangenen Zeit den naiven Charme der dünnen Story rettet.
mit Nina Maslowa, Klaus-Peter Pleßow, Lew Prigunow, Regina Beyer, Ludmila Garniza, Karin Martin, Elvira Boldonowa, Holger Eckert, Tónis Ratsep, Dean Reed, Dietmar Richter-Reinick, Frank Schenk, Alfred Struwe, Johan Viding
1976
- Coproduktion mit UdSSR - 80 min - Musik von Gennadi Podelski und Uve Schikora, Gesang: Dean Reed, Christel Schulze, Uve-Schikora-Combo


siehe auch:

Drei reizende Schwestern (DDRKino)

Wie füttert man einen Esel? (DDRKino)

Claire Berolina (DDRKino)

Verwirrung der Liebe (AngelicaDomröse)

Effi Briest (AngelicaDomröse)

Ein Lord am Alexanderplatz (AngelicaDomröse)

Liebesfallen (NinaHagen)

Geliebte weiße Maus (RolfHerricht)

Der Mann, der nach der Oma kam (RolfHerricht)

DEFA-Disko 77 (RolfHerricht)

Heißer Sommer (FrankSchöbel)



folgende Filme


1953/54 -
Kein Hüsung  - nach dem gleichnamigen Roman von Fritz Reuter - 93 min - mit Eva Kotthaus, Rudolf H. Krieg, Willy A. Kleinau, Rudolf Klix, Hanns Anselm Perten, Ursula Burg, Antje Ruge, Norbert Christian, Otto Saltzmann, Otto Blumenthal, Herbert Rüdiger, Dorothea Thiesing, Hans-Edgar Stecher, Siegfried Weiß, Karen Fredersdorf, Maria Besendahl, Ellen Plessow, Walter Schramm, Georg Helge, Horst Schumann, Willi Schwabe, Ursula Drews, Rolf Ripperger, Ilse Bastubbe, Edith Wildenhain, Charles Hans Vogt, Paul R. Henker, Hans-Joachim Schoelermann, Friedrich Teitge, Peter Priemer, Lothar Bonasiack, AgnesKraus, Erich Nadler, Hans Sanden, Guido Goroll, Hermann Stetza - über die menschenunwürdigen Verhältnisse auf den mecklenburgischen Gütern in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

1954/55 -
Ein Polterabend - nach der gleichnamigen Alt-Berliner Posse von Werner Bernhardy - mit Willy A. Kleinau, Hella Ferstl, Rolf Moebius, Karl Weber, Eva Brumby, Johannes Maus, Paul Hoffmann, Herbert Köfer, Maximilian Larsen, Charlotte Brummerhoff, AgnesKraus - Held des Films ist Adolf Glasbrenner, Satiriker im Berlin Mitte des 19. Jahrhunderts. Er hat sich in die Schauspielerin Adele Peroni verliebt. Glasbrenner ist mit seiner scharfen Zunge und spitzen Feder den Regierenden ein Dorn im Auge, was seine Verlobte in Schwierigkeiten bringt. Ihr Engagement am Königlichen Schauspielhaus und die Ehe mit ihr ist für den demokratisch gesinnten Glasbrenner unvereinbar. Er will mit einem "Polterabend" ihren Auftritt stören. Andererseits droht die Reaktion mit Glasbrenners Verhaftung, wenn Adele den Vertrag nicht unterschreibt. Also unterschreibt sie und läßt es auf einen zünftigen Polterabend im Theater ankommen.

1955 -
Das Stacheltier - Es geht um die Wurst - s/w - Eine Stammtischrunde in Berlin-Prenzlauer Berg. Leo und Karl essen zu später Stunde, nach einem aufregenden Skatspiel, noch ein Paar HO-Würste aus dem Glas. Zu Hause bekommt Karl wegen der langen Sauferei Ärger mit Rosa. Am nächsten Morgen beginnen ihm die Hände zu zittern, als er vom Arbeitskollegen Heinrich erfährt, der Westberliner Sender RIAS habe vermeldet, HO-Würste seien vergiftet worden, im Prenzlauer Berg liegen Krankheitsfälle vor. Leo fühlt sich speiübel. Zu seiner großen Überraschung findet er die Kumpane, deren Namen als Todesfälle genannt worden waren, in trauter Runde gesund am Stammtisch vor. - mit Erwin Geschonneck, Horst Kube, Hannelore Wüst

1956 -
Das Stacheltier - Das Gold in der Ackerstrasse - s/w - Einige Bewohner der Ackerstraße (u. a. Herr Kunkel und Frau Thiel) melden sich freiwillig zu Enttrümmerungsarbeiten für den Bau eines neuen Kinderspielplatzes. Der Wirt Lupke von der Kneipe "Zum letzten Paradies" und seine Saufkumpane lehnen zunächst empört ab - bis ihnen Botze von einer wahrscheinlich unter dem Geröll liegenden Truhe mit Gold und Edelsteinen berichtet. Er selbst war Zeuge, wie sie in das dort ansässige Juwelier-Geschäft für Gold und Silber vor Kriegsende hingetragen wurde. Lupke macht ihn zu seinem Teilhaber. Er und seine Frau treffen alle Vorbereitungen zur West-Übersiedlung, um dort mit dem Schatz ein Spiel-Casino zu eröffnen. Knarsch tut so, als würde er rein zufällig zwischen den Steinen herumstöbern. Der Wirt entdeckt schließlich mit Hilfe einer Spitzhacke die Truhe. Sie enthält nur Zauberartikel in Form von Blumen, Spieldosen und Sprengkörpern, die in die Luft gehen und Lupkes Äußere ziemlich ramponieren. Botze, der indessen kräftig mittrinkt, läßt von Gästen die Kneipe demolieren. Den Rest räumt am nächsten Morgen ein voreilig engagierter Möbelspediteur aus. Elvira kehrt von einer Fahrt nach Westberlin, wohin sie bereits Koffer mit Wertsachen bringen sollte, ausgeraubt zurück. Der Bekannte Eddi, der ihr helfen wollte, hatte sich als Gangster entpuppt. Botze zieht an der Wirtshaustür das Rollo 'runter mit der Aufschrift "Feierabend" - mit Gerhard Bienert, Friedrich Gnass, Hans Stetter, Gustav Trombke

1956 -
Die Millionen der Yvette - mit Josephine Back, Wolf Kaiser, Anne Dessau, Peter Herden, Otto Eduard Stübler, Gerhard Bienert, Sabine Thalbach, Hans-Joachim Büttner, Ruth Baldor, Rolf Defrank, AgnesKraus

1957 -
Wo du hin gehst ... - frei nach dem Roman von Eduard Claudius: "Grüne Oliven und nackte Berge" - s/w - Während der Olympiade im Berlin des Jahres 1936 verteilen Antifaschisten Flugblätter, um die ausländischen Gäste über die politischen Zustände in Deutschland zu informieren. Die Gestapo macht Jagd auf sie. Einer der Widerstandskämpfer, Jakob Rhode, entkommt mit einer Schußverletzung. Die Schweizer Ärztin Thea hilft ihm, verliebt sich in ihn. Verstehen indes kann sie seinen aussichtslos scheinenden Einsatz nicht und will ihn mit in die Schweiz nehmen. Jakob lehnt ab. Er geht nach Paris und von dort nach Spanien. Thea folgt ihm, arbeitet als Ärztin in den Internationalen Brigaden. Der Kampf läßt sie nicht zusammenfinden. Erst nach der Niederlage kreuzen sich kurz ihre Wege im Internierungslager. Er bleibt inhaftiert, sie wird in die Schweiz abgeschoben, wo sie auf Jakob warten wird.
- mit Wolfgang Stumpf, Gisela Trowe, Raimund Schelcher, Gerry Wolff, Johannes Knittel, Josef Kamper, Alexander Papendiek, Otto Erich Edenharter, Heinrich Gies, Charlotte Küter, Hansjoachim Büttner, Almut Dorowa, Betty Loewen, Friedrich Richter

1957 -
Das Stacheltier - Ein Mann mit Herz - s/w - Direktor Laumann kommt sehr früh in den Betrieb, trifft dort auf die Reinemachefrau Müller, stürzt über den umgestülpten Teppich und wahrt Haltung, als ihm der Staubsauger beim Überprüfen eine Ladung Schmutz ins Gesicht bläst. Auch hat er ein Ohr für ihre Sorgen, daß ihr Verlobter Otto Wuppke mit der Heirat zögert, weil er in eine andere Schicht gekommen ist und sie kaum noch sieht. Laumann wird ihr helfen, macht sich sogar einen Knoten ins Taschentuch. Doch es handelt sich, wie auch in anderen Fällen, nur um leere Versprechungen - er vergißt es. Der Schichtmeister regelt von sich aus diese Angelegenheit. Laumann stutzt bei einer erneuten Begegnung, wundert sich über den Knoten und nimmt ihren Dank, obwohl er gar nichts getan hat, freudig entgegen. - mit Jean Brahn, Ruht Maria Kubitschek, Werner Pledath, Jochen Thomas

1957 -
Emilia Galotti - nach dem gleichnamigen Schauspiel von Gotthold Ephraim Lessing - 91 min - s/w - Der Prinz von Guastalla begehrt die aus bürgerlichem Hause stammende Emilia Galotti seit er ihr auf einer Gesellschaft begegnete. Tief erschüttert ihn die Nachricht über deren bevorstehende Vermählung mit dem Grafen Appiani. Sein Kammerherr Marinelli bietet dem Prinzen seine Hilfe an, um die geplante Verbindung zu verhindern und ihm dadurch Zeit zu verschaffen, Emilias Gunst für sich zu gewinnen. Als ein erster Versuch fehlschlägt, greift Marinelli schließlich zu drastischen Mitteln: Bei einem inszenierten Überfall auf die Hochzeitskutsche wird Appiani getötet. Sterbend durchschaut er die Intrige und gibt dies in seinen letzten Worten der Mutter Galotti zu verstehen. Emilia bringt man indes in scheinbare Sicherheit auf das nahe gelegene Lustschloss des Prinzen. In Sorge um ihre Tochter eilt Claudia Galotti zu ihr, und auch ihr Ehegatte Odoardo erscheint alsbald im Schlosse, nachdem er Kunde vom Überfall erhielt. Durch die Gräfin Orsina - der verschmähten Geliebten des Prinzen - erfährt er die wahren Hintergründe des Geschehens. Aufgebracht will er Rache für die Ermordung Appianis üben und den Prinzen erdolchen, lässt aber davon ab, um seine Tochter nicht zu gefährden. Der Prinz bemüht sich derweil weiter um Emilias Zuneigung, so dass diese sich nun nicht mehr sicher ist, ob sie seiner Verführung auf Dauer widerstehen kann. Aus Verzweiflung über diese Schwäche will sie sich das Leben nehmen. Ihr Vater verhindert die Tat, legt aber auf ihre dringende Bitte hin dann selbst Hand an seine Tochter, um ihre Tugend zu wahren. - mit Karin Huebner, Hans-Peter Thielen, Gisela Uhlen, Ernst Otto Fuhrmann, Gerhard Bienert, Maly Delschaft, Horst Schulze, Gerry Wolff, Karl Heinz Peters, Alexander Papendiek, Eduard von Winterstein, Helmut Straßburger, A. P. Hoffmann, Gertrud-Elisabeth Zillmer, AgnesKraus, AngelicaDomröse, Ellen Plessow, Axel Triebel, Heinz Rosenthal, Guido Goroll, Karen Fredersdorf, Lissy Tempelhof, Marianne Worbs, Günther Ballier, Hannes Felgner, Charles Hans Vogt, Hildegard Diestelmann, Christoph Beyertt, Egon Vogel, Georg Helge, Erwin Behling, Herbert Ambach, Gustav Seyberlich, Axel Thiesen, Klaus Räthel, Teddy Wulff, Gerda Müller, Peter Krassno-Glasoff, Nico Turoff

1957  -
Gejagt bis zum Morgen  - nach Erinnerungen von Ludwig Turek - 81 min - s/w - Deutschland um die Jahrhundertwende. Der Tod ihres Mannes bei einem Betriebsunfall ist für die Arbeiterfrau Martha Kurda ein schwerer Schicksalsschlag. Nun ist sie mit den zwei Söhnen Ludwig und Ulli auf sich allein gestellt. Die Familie lebt in Armut und muss um das tägliche Brot kämpfen. Bald wird Martha arbeitslos, die wenigen Ersparnisse reichen vorn und hinten nicht. Der 13jährige Ludwig versucht die Mutter zu unterstützen, indem er betteln geht. Große Sorgen macht ihnen außerdem der kleine Ulli, als dieser an Lungenentzündung erkrankt. Der Junge stirbt kurz darauf, weil die Familie die Kosten für einen Arzt nicht aufbringen kann. Um seinem Bruder wenigstens eine würdige Beerdigung zu verschaffen, stellt Ludwig sein Bett zur Verfügung, aus dem der Tischler Baumann einen Sarg zimmert. Auf dem Friedhof kommt es zwischen Ludwig und Baumann zu einem Streit, in dessen Verlauf der betrunkene Tischler in das ausgehobene Grab stürzt. Beim Anblick des regungslosen Körpers und dem Glauben an seine Schuld wird Ludwig von Angst ergriffen und läuft davon. Die kaiserliche Polizei verdächtigt den Jungen des Mordes und leitet die Fahndung ein. Währenddessen verteidigt Baumanns Sohn Karl, ein Drucker und überzeugter Sozialist, der Martha liebt und sie heiraten will, auf dem Präsidium entschieden die Unschuld des Jungen. Die Untersuchung des Gerichtsmediziners beweist schließlich, dass der alte Baumann nicht durch Fremdeinwirkung aus dem Leben schied, sondern der Vorfall auf dem Friedhof nur ein Unfall war, in dessen Folge er starb - unfähig sich in seiner Trunkenheit selbst zu helfen. Nachdem Ludwig die ganze Nacht auf der Flucht zugebracht hat, gejagt von den kaiserlichen Häschern, wird er am Morgen von Karl gerettet. Gemeinsam machen sich Martha, Karl und Ludwig jetzt auf den Weg in eine hoffnungsvollere Zukunft, mit Arbeit in Karls Druckerei. mit Manja Behrens, Raimund Schelcher, Wolfgang Obst, Siegfried Ewert, Siegfried Schürenberg, Annemarie Hase, Friedrich Gnaß, Günther Ballier, Wolf Beneckendorff, A. P. Hoffmann, Paul Pfingst, Nico Turoff, Gustav Püttjer, Werner Senftleben, Traute Sense, Siegfried Weiß, Otto Eduard Stübler, Karl-Heinz Weiß, Johannes Wieke, Gerry Wolff, Frank Michelis, Horst Friedrich, Friedrich Teitge, Ludwig Sachs, Petra Denardy, Barbara Uhlen, Maria Besendahl, Hermann Stetza, Liselott Baumgarten, Hannelore Freudenberger

1958 -
Nur eine Frau - 105 min - s/w - nach dem gleichnamigen Roman von Hedda Zinner - mit Karla Runkehl, Rudolf Grabow, Lore Frisch, Helga Göring, Ruth Baldor, Hanns Anselm Perten, Maly Delschaft, Hans Finohr, Albert Garbe, Eva-Maria Hagen, Isolde Thümmler, Hans Stetter, Hermann Matt, Hansjoachim Büttner, Peter A. Stiege, Marga Legal, Bella Waldritter, Edith Volkmann, Maria Besendahl, Charlotte Küter, Nana Schwebs, Christina Monden, Waldemar Jacobi, Herbert Kiper, Egon Vogel, Heinz Gies, Heinz Kögel, Hans Klering, Friedrich Teitge, Charles Hans Vogt, Otto Krieg-Helbig

1958 -
Klotz am Bein - s/w - Musik von Gerd Natschinski - Der junge Elektroinstallateur Gustav Hauschild lebt mit seiner Frau Christl bei den Schwiegereltern. Um der Enge zu entfliehen und ein eigenes Heim zu bekommen, ist er in der Wohnungsbau-Genossenschaft. Aber plötzlich erbt er ein Haus. Eine Bruchbude zwar, doch im Gegensatz zu Christl ist Gustav begeistert. Er kündigt bei der Genossenschaft und macht sich mit tatkräftiger Unterstützung des Schwiegervaters an den Ausbau. Doch das baufällige Gemäuer ist nicht zu retten, und als das Chaos nicht mehr zu überbieten ist, kehrt er reumütig zu Christl zurück und in die Genossenschaft. - mit Gerhard Bienert, Christel Bodenstein, Horst Drinda, Erika Dunkelmann, Hans Flössel, Harry Gillmann, Hans Hardt-Hardtloff, Paul R. Henker, Marga Legal, Hans-Joachim Martens, Vera Oelschlegel, Sabine Thalbach, Georg Michael Wagner, Karl-Heinz Weiß

1958 -
Der Prozeß wird vertagt - s/w - nach der Novelle „Michaels Rückkehr” von Leonhard Frank - 1955 kehrt der in der Nazi-Zeit emigrierte Jude Michael Vierkant aus dem Ausland in die Bundesrepublik Deutschland zurück, um die Verurteilung des damaligen Denunzianten Korn zu erwirken, der für die Ermordung seiner Schwester verantwortlich war. Korn ist wieder in Amt und Würden; Michaels Bemühungen blieben erfolglos. Es kommt zur direkten Auseinandersetzung zwischen den beiden, wobei Michael Korn in Notwehr erschießt. Er flieht und wird von der jungen, zurückgezogen lebenden Künstlerin Maria Jäger versteckt, dann doch von der Polizei gestellt und des vorsätzlichen Mordes angeklagt. Der Kriminalpolizei wird der Fall vom Verfassungsschutz aus der Hand genommen, der einen politischen Racheakt in kommunistischem Auftrag konstruiert. Michael gelingt es, aus dem Gefängnis zu entkommen. Maria und deren Freunde organisieren eine Pressekonferenz, auf der Michael die Zusammenhänge offenlegt. Der Prozeß wird vertagt. mit Raimund Schelcher, Gerhard Bienert, Gerry Wolff, Friedrich Richter, Waltraut Kramm, Brigitte Krause, Peter Kiwitt, Alexander Hegarth, Irmgard Armgart, Herbert Grünbaum, Hans W. Hamacher, Kurt Steingraf, Gisela Uhlen, Hans Wehrl

1958 -
Das Stacheltier - Verkaufskräfte gesucht - s/w - In einem Lebensmittelgeschäft stehen viele Käufer. Ganz besonders aufgebracht, weil es so lange dauert, ist Frau Schmidt. Sie klagt ihr leid Frau Schulz. Letztere hat - wie sie erzählt - wieder eine Arbeit aufgenommen, da ihr Mann auf Montage in die 'Schwarze Pumpe' delegiert worden ist. Auf ihren Rat hin, sich doch - da sie ja gelernte Verkäuferin sei - bei der HO zu bewerben, gibt die nichberufstätige Frau Schmidt zu bedenken, daß sie dazu gar keine Zeit habe, "weil's Einkaufen immer so lange dauert!" - mit Lore Hardt, Brigitte Krause, Albert Zahn

1958/59 -
Ware für Katalonien - mit Eva-Maria Hagen, Herwart Grosse, Manfred Krug, Marga Legal, Norbert Christian, Peter Sturm

1958/59 -
Senta auf Abwegen - mit Günther Simon, Karin Buchali, Ruth Maria Kubitschek, Wolf Kaiser, Albert Garbe, Walter Jupé, Werner Lierck, Johannes Arpe, Rudolf Fleck, Hans Klering

1959 -
Kabale und Liebe - - nach dem gleichnamigen Drama von Friedrich Schiller - 109 min s/w - Auszeichnungen: Das Kollektiv mit Regisseur Martin Hellberg, Kameramann Karl Plintzner, Architekt Harald Horn, Schauspieler Otto Mellies erhielt 1960 den Heinrich-Greif-Preis I. Klasse. - Schillers bürgerliches Trauerspiel führt an den Hof eines deutschen Kleinstaates im 18. Jahrhundert. Der Herzog finanziert sein luxuriöses Leben samt Mätresse Lady Milford durch Verkauf von zwangsrekrutierten Söldnern nach Übersee. Luise Miller, die Tochter des Stadtmusikus, liebt Ferdinand, den Sohn des Präsidenten von Walter. Dieser will seinen Sohn mit Lady Milford verheiraten, um stärkeren Einfluss am herzoglichen Hof zu erhalten. Ferdinand verweigert sich. Es wird eine Intrige gesponnen, die Ferdinand davon überzeugen soll, dass Luise einen anderen liebt. Er beschließt, Luise zu vergiften und selbst zu sterben. Zu spät erfährt er, daß er einer Lüge aufgesessen ist.
mit Wolf Kaiser, Otto Mellies, Karola Ebeling, Marion van de Kamp, Willi Schwabe, Martin Hellberg, Uwe-Jens Pape, Hans Finohr, Christine Schwarze, Waltraud Backmann, Jochen Diestelmann, Gustav-Karl Egerer, Marianne Epheser, Otto-Erich Edenharter, Karl-Heinz Fischer, Oswald Foerderer, Hannjo Hasse, Karl-Helge Hofstadt, Dieter Kaufmann, Otto Krone, Christa Lehmann, Alexander Papendiek, Günther Polensen, Marlies Reusche, Heinz Rosenthal, Fredy Roth, Werner Senftleben, Sepp Klose, Hannelore Freudenberger, Lisa Wehn, Ilse Voigt, Waltraud Backmann, Jochen Diestelmann, Otto Erich Edenharter, Gustav-Karl Egerer, Marianne Epheser, Karl-Heinz Fischer

1959 -
Das Stacheltier - Alles maßlos... ist übertrieben - s/w - Ein Klempner repariert in Frau Schulzes Küche die Wasserzuführung und schimpft über die mal zu weiten bzw. mal zu engen Wasserhahn-Ersatzteile - es fehlt eine Standardisierung. Kollege Schulze, Werkleiter einer Bügeleisenfabrik, demonstriert - dadurch angeregt - im selbigen Raum, was alles verändert werden könnte: Heizöfen, Tauchsieder, Nähmaschinen, Kaffeekannen, Butterdosen, ect.. Nur bei einem Gebrauchsartikel, dem Bügeleisen aus seiner Fabrik, wehrt er sich heftig gegen jegliche Standards. - mit Charlotte Brummerhoff, Werner Schall, Jochen Thomas

1960 -
Das Stacheltier - Die Trickbetrügerin - s/w - Bei Dr. Haßmichel, dem Chefredakteur des westdeutschen "Fränkischen Grenzboten", gehen zwei Meldungen ein: über eine 23jährige Trickbetrügerin, Emma Frey, die sich als Ostflüchtling ausgibt, sowie eine DDR-Bürgerin, Karoline Mertens aus Dresden, die von Volkspolizisten beim Grenzübertritt beschossen worden und im Krankenhaus gestorben sein soll, und ihre 13jährige Tochter Charlotte. Emma Frey erscheint bei ihm, gibt sich als Charlotte aus und erhält 300,- DM für ihren fiktiven Bericht. Dr. Haßmichel hält sie für echt und erklärt Frau Mertens, die nur Nasenbluten hatte, von Grenzern nicht verwundet wurde und den Betrug bei der Zeitung aufklären will, da ihre Tochter Charlotte bei der Großmutter geblieben ist, für eine Lügnerin. Letztere flieht durchs Toilettenfenster, da sie keine Chance zur Rechtfertigung sieht, und geht zurück in die DDR. - mit Charlotte Brummerhoff, Ruth-Maria Kemper, Willi Narloch
* Erste Film-Regie von Herwart Grosse, der vorher "Die Trickbetrügerin" auch am Deutschen Theater in Berlin inszeniert hat.

1960 -
Seilergasse 8 - s/w - Lisa Gau, ein etwas leichtlebiges Mädchen, wird in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Kriminalist Schirding, der im selben Haus wohnt, übernimmt die Untersuchung. Was auf den ersten Blick wie Selbstmord aussieht, erweist sich als Mord. In Verdacht gerät auch Schirdings Sohn Peter, der ein Verhältnis mit Lisa hatte und als Medizinstudent an Gift herankommt. Peter, dessen Verhältnis zum meist abwesenden Vater ohnehin gespannt ist, verläßt empört das Haus. Schirding versucht den Fall wegen Befangenheit abzugeben, aber seine Kollegen vertrauen ihm. So ermittelt er gewissenhaft weiter, kommt dem wirklichen Mörder auf die Spur und kann ihn stellen: Peters Freund Werner, der nach der Tat in den Westen fliehen will. Am Ende steht der Versöhnung von Vater und Sohn nichts mehr im Wege. - mit RolfHerricht, Martin Flörchinger, Manja Behrens, Dieter Perlwitz, Dietrich Kerky, Rudolf Ulrich, Albert Garbe, Charlotte Brummerhoff, Horst Schön, Lore Frisch, Norbert Christian, Amy Frank, Erich Franz, Friedrich Richter, Sylva Schüler

1959/60 -
Was wäre, wenn...? -  nach dem gleichnamigen Schauspiel von Hedda Zinner mit Willi Narloch, Gerd Ehlers, Heinz Frölich, Trude Bechmann, Fred Düren, Manfred Krug

1960 -
Die schöne Lurette - frei nach der Operette von Jacques Offenbach - 82 min - Karneval in Paris zur Zeit Ludwig XV. Die reizende Wäscherin Lurette will das bunte Treiben nutzen, um den etwas schwerfälligen Zimmermann Campistrel eifersüchtig zu machen, damit er ihr endlich seine Liebe gesteht. Der aber ist mit der Fertigung der Spottfiguren für den Umzug beschäftigt. Lurettes Wege kreuzen die des Herzogs von Marly und ihre Pläne die seinen. Mit einer fingierten Hochzeit will er die hübsche Lurette für ein amouröses Abenteuer gewinnen und sie danach dem König als neue Mätresse zuführen. Durch das Eingreifen der couragierten Wäscherin Marcelline, des endlich aktiv werdenden Campistrel sowie der anderen kann die ahnungslos flirtende Lurette vor der schändlichen Intrige des Herzogs gerettet werden. Der Karneval erlebt mit der glücklichen Umarmung von Lurette und Campistrel seinen Höhepunkt. - mit Evelyn Cron, Jiri Papez, Otto Mellies, Hannjo Hasse, Lore Frisch, Josef Peter Burgwinkel, Jochen Diestelmann, Peter Kiwitt, Werner Lierck, Bodo Mette, Willi Neuenhahn, Jirí Papez, Rolf Ripperger, Frank Peter Rohm, Jochen Thomas

1961 -
Der Mann mit dem Objektiv - Musik von Gerd Natschinski - Raketenpilot Os gerät aus dem Jahre 2222 durch eine technische Panne ins Jahr 1960. Vor den Augen Anitas taucht er aus einem See auf – nackt. Sie glaubt ihm zwar die Geschichte nicht, leiht ihm dennoch ihren Bademantel, damit er sich Kleidung besorgen kann. 24 Stunden dauert sein Aufenthalt, und er bringt so manche Überraschung – für ihn und die anderen. Daß Os kein Geld hat, ist noch das Geringste. Man hält ihn für den bekannten Schauspieler Marten und gibt ihm Kredit. Aber mit seinem GGO (Gefühls- und Gedanken-Objektiv) kann er hinter die Fassaden der Menschen blicken und sich nicht verkneifen, regulierend einzugreifen. Nachdem er einigen Wirbel angerichtet hat, ist die technische Panne an der Zeitenstrahlwand wieder behoben, und von Os bleibt nur ein Häufchen Kleidung übrig. Er aber nimmt die Gewißheit mit in die Zukunft, daß die Leute des Jahres 1960 noch nicht reif fürs GGO sind. - mit Erich Franz, Monika Hildebrandt, Maika Joseph, Erik S. Klein, Gertraud Kreißig, Micaéla Kreißler, Eduard Kubat, Helga Labudda, Christine Laszar, Rolf Ludwig, Axel Müller, Uta-Maria Schütze, Otto Stark, Sabine Thalbach

1961 -
Tanz am Sonnabend - Mord? - mit Gerry Wolff, Hans Klering, Hans Lucke, Johannes Arpe, Kurt Conradi, Rudolf Ulrich, Ruth Kommerell, Walfriede Schmitt

1960/61 - Das Filmmagazin Nr. 1 - 76 min - Zusammenstellung von acht kabarettistischen und zeitkritischen Kurzfilmen.Fortsetzungsprojekte waren: "Filmmagazin Nr. 2 - Achtung 8 x aufgeblendet" 1962, "Filmmagazin Nr. 3 - Stelldichein bei Huckebein" 1962/63 (siehe AngelikaWaller) und wurden nicht aufgeführt.
Gezeigt wird unter anderem ein FDJ-Funktionär, dessen Referat alle Zuhörer zum Einschlafen bringt, sowie ein westdeutscher Landtagsabgeordneter, der sich über ein aus der DDR stammendes Geburtstagsgeschenk empört. Eine andere Episode verfolgt die Geschichte eines Leierkastens von 1877 bis in die 50'er Jahre des 20. Jahrhunderts und der Sänger Lutz Jahoda präsentiert eine Schlagerrevue. 2. Teil : Die Vogelscheuche - Nach einem Gruppentanz findet sich ein Paar zusammen. Der junge Mann erliegt bald den Lockungen eines Mädchens. Da verkleiden sich die anderen als Gespenster, die Betrogene als Vogelscheuche und bedrängen den Untreuen nebst seiner Gespielin. Reumütig kehrt er schließlich zu seiner früheren Freundin zurück. Die jetzt verlassene wird nun mit den Sachen als Vogelscheuche behängt. Dazwischen taucht mehrfach ein Fotograf auf, um Bilder zu knipsen, sowie eine bigotte Dame, die an der Bar sitzt und in Höllenszenen als Teufelin agiert - mit Marlene Schellong, Bodo Schmidt, Gerd E. Schäfer, Sonja Voigt-Haas 5. Teil: Pickhuhns Geburtstag - s/w - Landtagsabgeordneter Dr. Lehmann kauft Blumen für seinen Parteifreund Pickhuhn zum Geburtstag. Dessen Frau bereitet indessen mit dem Dienstmädchen Selma die Feier vor. Herr Pickhuhn ist empört über das Geburtstagsgeschenk von seiner Gemahlin, einem Schmalfilmprojektor aus der "sogenannten DDR", vom VEB Optischewerke Dresden. Er als Landtagsabgeordneter darf ein Produkt von "drüben" nicht besitzen. Als die Gäste den versteckten Apparat entdecken, gibt er ihn als Leihgabe von seinem Kollegen Brandstetter aus. Dieser wird von Lehmann während einer Fraktionssitzung zur Rede gestellt, ist völlig verblüfft und schwört Rache. Doch Pickhuhn bremst seine Empörung mit dem Hinweis, er trage Unterhosen mit einem VEB-Zeichen, also auch östlicher Herkunft, wie seine Frau auf dem Wäscheplatz feststellen konnte. So einigen sie sich, daß Pickhuhn den Apparat beim Trödler Blume geliehen hat, der sich den Leihschein und später das Leigut teuer bezahlen läßt. Dr. Lehmann erhält eine Rüge wegen falscher Anschuldigung. Pickhuhns Freund Hummel bestätigt den Irrtum, der Apparat hat nicht Brandstetter sondern Blume gehört. Als kurze Zeit danach der Fraktionsvorsitzende eine Feier vorbereitet und dafür ebenfalls einen Projektor braucht, erhält er vom Verkäufer das ausländische Fabrikat ausgehändigt, das Pickhuhn zurückgegeben hat - aber diesmal ohne Fabrikats-Hinweis - mit Hansjoachim Büttner, Adolf Peter Hoffmann, Walter Lendrich, Emil Stöhr - Marianne Wünscher singt hier auch! 7. Teil: Dem Manne muß geholfen werden - Ein Ehepaar zerschlägt am Frühstückstisch beim Streit um eine Einweihungsfeier fast sein gesamtes Porzellan. Nachdem es sich abreagiert hat, stellt es fest, daß Ersatz gekauft werden muß, um die Party durchführen zu können. Doch die Verkäuferinnen schütteln mit dem Köpfen: bei fehlendem Kassenzettel nichts zu wollen; in acht bzw. zehn Monaten; Angebote passen nicht zu den noch vorhandenen Resten. Doch dem Manne kann bzw. muß geholfen werden. Der Weg dahin führt über eine Standardisierung, wie der Schauspieler Hubert Hoelzke im Bild feststellt. - mit Evamaria Bath, Hubert Hoelzke, Gina Presgott, Myriam

1961/62 -
Josef und all seine Brüder - 81 min - mit Ekkehard Schall, Siegfried Kilian, Hans-Dieter Schlegel, Axel Triebel - Die Geschichte eines Arbeitsbummelanten, der wegen eines Einbruchs im Gefängnis landet und sich nach der Haft erst vom englischen, dann vom französischen und amerikanischen Geheimdienst anwerben lässt. Von der Staatssicherheit der DDR jedes Mal entlarvt, wird er am Ende nach West-Berlin abgeschoben und dort als Märtyrer und Held der freien Welt gefeiert. - Wurde nie ins Kino übernommen.

1962 -
Die schwarze Galeere - s/w - nach der gleichnamigen Erzählung von Wilhelm Raabe - Antwerpen am Ende des 16. Jahrhunderts. Zum zweiten Mal fällt die Stadt in die Hände der plündernden und mordenden Spanier. Jan und Myga sind gerade zehn Jahre alt. Während Mygas Vater versucht, sich mit den Spaniern zu arrangieren, verläßt Jan mit seinem Vater das besetzte Land. Als Jan zum Jüngling herangewachsen ist, geht er zu den Geusen, und man vertraut ihm als Steuermann mit der „Schwarzen Galeere“ das beste Schiff an. Er übersteht zahlreiche Kämpfe und Gefahren, wird eines Tages jedoch von den Spaniern gefangengenommen. Er befreit nicht nur sich, sondern auch seine geliebte Myga aus den Händen der Feinde. 1609 müssen die Spanier die Unabhängigkeit der Nordprovinzen endgültig anerkennen. - mit Dietrich Körner, Gerry Wolff, Gerhard Rachold, Hans-Peter Minetti, Beate Hanspach, Else Wolz, Raimund Schelcher, Alexander Papendiek, Walter E. Fuß, Peter Kiwitt, Hans Feldner, Fred Kötteritzsch, Ingeborg Neef, Marlies Reusche

1961/62 -
Ach, du fröhliche...  - Drehbuch: Hermann Kant - nach der Komödie "Und das am Heiligabend" von Vratislav Blažek - 95 min - s/w - Der vielbeschäftigte Betriebsdirektor des VEB "13. August" Walter Lörke freut sich auf ein ruhiges Weihnachtsfest im Kreise der Familie. Dieser Wunsch soll sich aber nicht erfüllen, denn ausgerechnet am Heiligabend überrascht ihn seine Tochter Anne mit ihren Heiratsplänen, und stellt ihm den zukünftigen Schwiegersohn vor. Nicht nur die Tatsache, dass dieser Thomas Ostermann ein scharfer Kritiker der Arbeiter- und Bauernmacht ist und somit im Gegensatz zu seiner eigenen Überzeugung steht, ist Grund für Vater Lörkes Erregung. Irritiert ist er auch durch die bislang verheimlichte Schwangerschaft Annes, die zum Entschluss für eine baldige Hochzeit führte. Um seine friedliche Weihnacht gebracht, verlässt Vater Lörke empört das Haus. Anfängliche Wut und Enttäuschung kehren sich jedoch bald in Interesse für Thomas und das Bedürfnis ihn zu verstehen. So versucht Lörke an jenem Heiligabend zu ergründen, was die Ursache für dessen negative Einstellung dem Staat gegenüber ist. Während dieser nächtlichen Reise in die Vergangenheit des jungen Mannes wächst seine Achtung vor dem zukünftigen Schwiegersohn, der durch sein kompromissloses Eintreten für einen Freund, dessen Eltern republikflüchtig wurden, Schwierigkeiten bekam. Zweifellos zeugt Thomas' Verhalten von Charakterstärke und einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, aber erkennt Vater Lörke auch, daß es ihm an Vertrauen in den Staat mangelt. Durch Lörkes Unterstützung kommt Thomas schließlich selbst zu dieser Einsicht, und am Ende werden es doch noch fröhliche Weihnachten. - mit Erwin Geschonneck, Mathilde Danegger, Karin Schröder, Arno Wyzniewski, Günter Junghans, Rosemarie Schelenz, Herwart Grosse, Walter Jupé, Karla Runkehl, Gerd Ehlers, Erik Veldre, Jutta Wachowiak, Horst Jonischkan, Fred Delmare, Siegfried Kilian, Günter Rüger, Klaus Gehrke, Hans Bussenius, Yvonne Merin, Hans Hardt-Hardtloff, Ingeborg Krabbe, Paul Berndt, Ursula Blank, Johannes Frenzel, Walter E. Fuß, Horst Giese, Hermann Kant, Rudolf Mühle, Arthur W. Neubert, Dieter Pröhl, Wolfgang Roeder, Ingrid Schnell, Gerhard Scholz, Erich Weber

1962 -
Fetzers Flucht (TV-Produktion), in der die Wünscher eine Sängerin spielt.

1962 -
Wind von vorn - s/w - * Das Material gilt als vernichtet. - Schorsch und Hannes sind LKW-Fahrer eines Regelwerkes. Im Gegensatz zu seinem Freund Hannes, einem überzeugten Sozialisten, träumt Schorsch von der Selbstständigkeit. Als Hannes bei einem Unfall ums Leben kommt tritt Marianne seine Stelle an. Marianne ist geschieden, ihr Mann in den Westen gegangen. Schorsch verliebt sich in sie. Um sie als Beifahrerin zu gewinnen sabotiert er ihre eigenständige Arbeit. Marianne fühlt sich dem Druck nicht gewachsen und verläßt den Betrieb. Als Marianne ihren Mann, der aus dem Westen zurückkehrt, wiedersieht, erkennt sie, dass sie eigentlich Schorsch liebt. Die beiden heiraten. Beide werden weiterhin jeweils ihren eigenen LKW fahren. - mit Erwin Geschonneck, Ursula Werner, Peter Rose, Gerhard Lau, Otto Erich Edenharter, Otmar Richter, Jutta Wachowiak, Holger Mahlich, Hans Hardt-Hardtloff, Maria Besendahl, A. P. Hoffmann, Lutz Riemann, Wolfgang Thal

1962 - An französischen Kaminen - 99 min - s/w - Deutsche Bundeswehrsoldaten beziehen 1962 in einem französischen NATO-Stützpunkt Quartier, unter ihnen der Schlosser Klaus Wetzlaff aus dem Rheinland. Durch sein hilfsbereites Verhalten gewinnt er in Jeanne, der Tochter des Bürgermeister, eine Freundin. Außerdem die Anerkennung von Major Siebert, dem das Verhalten von Klaus geeignet scheint, die Aversionen der Bevölkerung abzubauen und die Greueltaten der Nazi-Truppen vergessen zu machen, denn die Bundeswehr hat große Pläne. Denen soll unter anderem die Ruine einer Kapelle, in der während des Krieges Zivilisten ermordet wurden, zum Opfer fallen. Es gibt Proteste, und ein Reporter ist der Vergangenheit eines einflußreichen Bundeswehrgenerals auf der Spur. Dieser hatte den Mord damals befohlen. Mit anderen bekommt Klaus den Auftrag, die Akten dieser Bluttat zu stehlen. Bei dem Unternehmen, einem inszenierten Autounfall, kommt der Reporter ums Leben. Klaus wird von seinem Gewissen geplagt, und er entwendet die Akten wieder, um sie französischen Patrioten zu geben. Er flieht von der Bundeswehr, doch auch im Frankreich de Gaulles ist er nicht sicher. Aber er hat die Achtung und Liebe von Jeanne gewonnen. - mit Arno Wyzniewski, AngelicaDomröse, Hannjo Hasse, Harry Hindemith, Raimund Schelcher, Günther Simon, Evelyn Cron, Jörg Kaehler, Gerd Biewer, Gerry Wolff, Albert Zahn, Horst Jonischkan, Willi Neuenhahn, Werner Röwekamp, Hans Feldner, Gerhard Rachold, Fredy Barten, Harald Hauser, Günter Junghans, Hans-Hartmut Krüger

1962 -
Das Stacheltier - Klapper macht Karriere - s/w - Der Schlagerkomponist und Texter Giorgio S. Klapper ist durch einen Zeitungsartikel über Nacht berühmt geworden. Seine Lebensgefährtin bewundert ihn, obwohl er berühmte Vorgänger kopiert und Schlager im Fließbandtempo prodoziert. Er lebt nur noch nach "seinen Bedürfnissen" - mit großen Autos und Häusern. Als ihn der Vertreter der Nationalen Front, Klibansky, für eine Veranstaltung ohne Bezahlung gewinnen will, lehnt er entrüstet ab: "Schließlich leben wir doch noch nicht im Kommunismus!" - mit Werner Lierck, Günter Naumann, Sabine Thalbach

1963 -
Das Stacheltier - Der Tanzlehrling - Eine Gruppe Tänzerinnen und Tänzer mit reichlich Gepäck hat Zug und Bus verpaßt. In einem Phantasieauto, das sich samt Fahrer aus einem Plakat löst, setzen sie die Reise fort. Während einer durch erhöhte Geschwindigkeit verursachten Reifenpanne bestaunt der Fahrer den Kostümfundus in einem Koffer, wagt erste, zaghafte Tanzschritte und animiert vier der Ballettgirls zu verschiedenen Revueszenen. Als die Gruppe in ein anderes Auto überwechseln kann und am Auftrittsort eintrifft, stellt sie fest, daß die Kostüme fehlen. Der erste Fahrer hat sie vertauscht, begeistert mit zwei Strichmännchen weitergetanzt und erst dannsich auf den Weg gemacht, um ihnen den Koffer nachzubringen. Den Damen bleibt inzwischen nichts Anderes übrig, als in ihrer Straßengarderobe aufzutreten. So wird er mit Freuden begrüßt, nun kann die farbenprächtige Revue beginnen. Als er mit seinem Gefährt auf der Bühne erscheint und sich einzuordnen versucht, wird er weggestoßen und zum Abfahren bewegt...da erwacht die Truppe, als nach langem Warten der Bus kommt und das Auto nebst Tanzlehrling wieder im Plakat verschwunden ist. - mit Claus Schulz, Renate Tschenett

1963 -
Das Stacheltier - Engel, Sünden und Verkehr - 3-Teiler (EP 2 siehe AngelicaDomröse), EP1: Schutzengel - s/w - Ein Liebespaar küßt sich im Auto mitten auf Berlins Straßen. Der Hauptschutzengel ruft die Schutzbrigade im Himmel, die den Vorgang - nicht den Verkehr - neidvoll über ihre Bildschirme beobachten, dazu auf, die irdischen Unfälle um 10% zu senken. Nach Reichung des Antisex-Trunks wird höchste Alarmstufe ausgelöst, da die Liebenden sich inzwischen im Kreisverkehr mit geschlossenen Augen küssen. Schutzengel Nr. 6 wird per Rakete in die Karl-Marx-Allee, Berlin, beordert, um ein Unheil zu verhüten.Sie landet im Auto, tippt den Betroffenen auf die Köpfe, was sie erschrecken läßt, und kehrt erfolgreich in die himmlischen Gefilde zurück, wo ihr die Chefin ein Lob ausspricht. Weniger glücklich wäre sie gewesen über die Tatsache, daß Nr. 6 heimlich eine Flasche Pilsner-Bier hat "mitgehen" lassen und zum Kosten herumreicht. Nr. 6 ist es auch, die Manfred Krug in einem Auto auf dem Bildschirm entdeckt, der schnell verschwindet. Ein Sprecher beginnt das Märchen vom Hase und dem Igel zu erzählen, was nicht gerade Jubel unter den jungen Damen auslöst. Fortsetzung nach dritter Episode: Sie bedauern, daß sie weder Manfred Krug, noch "Die Vier Brummers" 'haben können' und vergessen darüber ihre verantwortungsvolle Tätigkeit zur Verhinderung von Unfällen auf der Erde. Beim 100. Verkehrscrash tobt der Hauptengel, entläßt - da Planstellen eingespart werden müssen - die Schutzbrigade, die sich begeistert im irdischen Bereich wiederfindet und kulinarischen Genüssen hingibt. Er folgt ihnen per Rakete und versucht als Polizist mittels Verkehrsregelung eine Schadensbegrenzung durch die fehlende himmlische Leitstelle zu erreichen. Schutzengel 6 sieht Manfred Krug, der seinen PKW "Wolga" wieder auf Touren gebracht hat , und will mit diesem wetten, daß sie ihn gleich küssen werde - wonach ihm im Augenblick nicht der Kopf steht. Inzwischen stoppt der Hauptengel das Liebespaar aus dem Kreisverkehr und verpaßt ihm einen Stempel. Als sie selbiges auch bei Manfred Krug machen will, muß sie feststellen, daß er korrekt 15 m vor der Kreuzung entfernt geparkt hat, um Nr. 6 zu küssen... - Musikinterpreten: Die 4 Kerstins, Dresdner Tanzsinfoniker, Mary Halfkath, Günter Hörig - mit Schutzbrigade im Himmel: Tänzerinnen des Metropol-Theater und Johanna Freiberg und Christa Dutschmann, Helga Dürr, Monika Gabriel, Lilo Grahn, Inge Grunwald, Hildegard Hoffmann, Manfred Krug, Sieglinde Lucker, Charlotte Pöhlmann, Ursula Reinwald, Erika Schmidt, Erik Veldre, Ira Veldre, Jutta Wachowiak, Brigitte Zimmermann

1963/64 -
Monolog für einen Taxifahrer - 39 min - mit Fred Düren, Helga Göring, Adolf Peter Hoffmann, Gina Presgott, Walter Jupe, Helga Piur - Ein Taxifahrer bringt Heiligabend eine junge alleinstehende Frau zur Entbindung ins Krankenhaus. Anschließend macht er sich, obwohl er sich nichts sehnlicher als einen ruhigen Feierabend wünscht, auf die Suche nach dem ebenfalls jugendlichen Vater des Kindes. Eine fürs Fernsehen der DDR inszenierte moderne Weihnachtsgeschichte, die wegen "modernistischer Tendenzen" und angeblicher Verzerrung des sozialistischen Gesellschaftsbildes nie ausgestrahlt wurde.

1963/64 - Mir nach, Canaillen - Drehbuch: Ralf Kirsten, Manfred Krug nach Motiven des Romans "Eine Sommerabenddreistigkeit" von Joachim Kupsch - 108 min - mit Manfred Krug, Monika Woytowicz, Erik S. Klein, Fred Düren, Carola Braunbock, Norbert Christian, Marion van de Kamp, Helga Göring, Fritz Decho, Harald Halgardt, Helmut Schreiber, Walter Lendrich, Heinz Scholz, Jutta Wachowiak, Fritz Links, Hans Hardt-Hardtloff, Otto-Erich Edenharter, Axel Triebel, Friedrich Teitge, Helmut Bruchhausen, Willi Neuenhahn, Horst Papke, Peter Dommisch, Gerhard Vogt, Edwin Marian - Die tollkühnen Erlebnisse eines jungen Schäfers, der preußische Soldatenwerber überlistet, heftige Reit- und Degenabenteuer besteht, den Adel des sächsischen Königshofes der Lächerlichkeit preisgibt und die Liebe eines hübschen Fräuleins gewinnt. Ein turbulenter Spaß, sichtlich von der französischen Mantel- und Degen-Komödie "Fanfan, der Husar" mit Gerard Philippe und GinaLollobrigida beeinflusst.

1964 -
Wolf unter Wölfen - nach dem gleichnamigen Gesellschaftsroman von Hans Fallada - 420 min - 4 Teile - mit Armin Mueller-Stahl, Annekathrin Bürger, Wolfgang Langhoff, Inge Keller, Herbert Köfer, Jürgen Frohriep, Ekkehard Schall - Die Geschichte von Wolfgang Pagel, eines Spielers ohne Arbeit, und der Gelegenheitsprostituierten Petra Ledig. Um ihr zu helfen, folgt er adligen Bekannten auf ein Rittergut. Angesichts der Vorbereitungen zu einem Putsch gegen die Regierung, in die er verstrickt wird, wendet er sich von den alten Freunden ab und sucht gemeinsam mit Petra einen ehrlichen Weg zum Glück. 1. Teil: Die Stadt und ihre Ruhelosen, 2. Teil: Schwüle über dem Land, 3. Teil: Es kommen des Teufels Husaren, 4. Teil: Ende und Anfang.

1965 - König Drosselbart - siehe

1965 -
Tiefe Furchen - frei nach dem gleichnamigen Roman von Otto Gotsche - s/w - Nach zwölf Jahren KZ-Haft kommt der „Rote Schuster“ im Mai 1945 in sein Dorf zurück. Als neuer Bürgermeister nimmt er den Aufbau einer demokratischen Ordnung in Angriff. Er stößt auf den Widerstand alter Nazis, aber auch auf die Bereitschaft vieler, einen Neuanfang zu wagen. Gebhardt, ein Angestellter auf dem Hof des Großbauern und Kriegsverbrechers Winter, gehört zu letzteren. Er trägt schwer an seiner Schuld – auch weil er sich damals die Kate des Schusters angeeignet hat. Doch dieser vertraut ihm und überträgt ihm die Verwaltung des enteigneten Winter-Hofs. Gebhardts Sohn Georg, mit dem Winter-Hof-Sohn Arthur befreundet und noch immer im Geiste des Faschismus befangen, verachtet deshalb den Vater. Erst ein verbrecherischer Anschlag Arthurs bringt ihn zur Einsicht. - mit Fred Delmare, Kaspar Eichel, Erwin Geschonneck, Hans Hardt-Hardtloff, Kurt Kachlicki, Karl Kendzia, Renate Krößner, Katja Kuhl, Katja Paryla, Helga Raumer, Gudrun Ritter, Lissy Tempelhof, Rudolf Ulrich, Ellinor Vogel

1966 - Geschichten jener Nacht - 109 min - s/w - Episodenfilm - Auszeichnungen Prädikat: "Wertvoll" für die Episoden "Materna" und "Der große und der kleine Willi" - mit Hans Hardt-Hardtloff, Peter Sindermann, Renate Bahn, Dieter Mann, Jenny Gröllmann, Ulrich Thein, Erwin Geschonneck, Jaecki Schwarz, Werner Dissel, Eberhard Esche, Inge Keller, Peter Reusse, Horst Schulze, Johannes Wieke - In der Nacht vom 12. zum 13. August 1961, Bau der Mauer, werden Menschen in Situationen gestellt, in denen sie sich menschlich und politisch bewähren müssen. 1. In „Phönix“ entschließt sich ein Kampfgruppenkommandeur, seinen jungen Genossen in jener Nacht zu Hause zu lassen, denn der feiert gerade Hochzeit. 1933 hatte er eine ähnliche Situation erlebt. Damals kam der Genosse dennoch – wie der junge Mann heute. 2. In „Die Prüfung“ entscheidet sich ein 18 jähriges Mädchen, ihren republikflüchtligen Eltern nicht in den Westen zu folgen. 3. Der Maurer „Materna“ (siehe AngelikaWaller) hatte sich 1945 geschworen, nie wieder ein Gewehr in die Hand zu nehmen. Die Ereignisse des 17. Juni 1953 veränderten seine Haltung, und auch in dieser Nacht steht er mit dem Gewehr Posten. 4. „Der große und der kleine Will“ - der kleine versucht, in einer geklauten Kampfgruppenuniform nach Westberlin zu kommen, der große hält ihn auf. Bei einem brutalen Angriff anderer Flüchtlinge schlägt sich der kleine Willi auf die Seite des großen, der ihm durch sein verständnisvolles Verhalten Achtung abgerungen hatte. (EP 4 spielt die Wünscher mit)
* Der Film entstand mit Unterstützung der Nationalen Volksarmee der DDR und der Kampfgruppen.
* Es tanzen Isolde Pötsch, Karin Vetter, Kriemhild Backmann-Eufe, Petra Rogge-Kühn, Bernd Schürmann, Herbert Hentschel, Hans-Dieter Scheibel, Dimiter Bolger.

1966/67 -
Turlis Abenteuer  - nach einem Marionettenmärchen basierend auf Motiven der Erzählung "Pinocchios Abenteuer" von Carlo Collodi - Gesang: Roswitha Trexler, Manfred Krug - 72 min - Aus einem besonders schönen Stück Lindenholz schnitzt Spielzeugmacher Kasimir Turli - eine aufgeweckte Marionette, die sprechen und sich bewegen kann, und überhaupt einem Menschenkind sehr ähnelt. Wie Pipifax und die anderen Kinder mag auch Turli lieber spielen und Faxen machen, anstatt in der Schule fleißig zu lernen. Das kommt dem Eselshändler Muriel gerade recht, denn wer immer nur faul ist und nicht denkt, den macht er zum Esel und verkauft ihn als Zirkustier. So schickt Muriel seine treuen Ergebenen, die Füchsin Mirzilla und den Kater Eusebius aus, um die Kinder in sein Reich voller Vergnügungen zu locken. Turli, dessen Vater Kasimir auf der Suche nach ihm im Bauch eines großen Fisches gefangen wurde, hat inzwischen die Gefahr des Müßiggangs erkannt und sie gemeinsam mit seinen Kameraden, denen plötzlich lange Ohren, Hufe und Schwänze wuchsen, zu spüren bekommen. Mit Hilfe der guten Fee Euphrosina gelingt es ihm, Kasimir zu retten und seine Freunde von Muriels Zauber zu erlösen. Wegen seiner guten Taten wird Turli am Ende zu einem richtigen Jungen aus Fleisch und Blut, der seinen Vater liebt und gern zur Schule geht. - mit Martin Flörchinger, Alfred Müller, Vera Oelschlegel, Peter Pollatschek, Martin Hellberg, Herwart Grosse, Helmut Schreiber, Harald Popig, Hans Hardt-Hardtloff, Jürgen Marten, Detlef Wolf, Carola Zschockelt, Andreas Nehring, Detlef Salzsieder - Stilistisch sehr reizvoll aufgrund des Zusammenspiels von realen Darstellern mit Marionetten.

1967 -
Mirandolina (Theateraufzeichnung fürs Fernsehen)

1968 -
Androklus und der Löwe - nach einem Bühnenstück von George Bernard Shaw - 107 min - mit Herbert Köfer, Gerhard Bienert, Stefan Lisewski, Marita Böhme - Rom zur Zeit der Christenverfolgung: Ein Schneider entgeht seinem Schicksal, als Löwenfraß zu enden, weil er in der Arena auf einen Löwen trifft, dessen Verletzung er versorgt hat.

1968 -
Nebelnacht - nach dem gleichnamigen Roman von Heiner Rank - s/w - Oberleutnant Kreutzer untersucht mit seinem jüngeren Kollegen Arnold einen Verkehrsunfall, bei dem ein Motorradfahrer ums Leben kam. Die Spuren deuten auf vorsätzliche Tötung. Verdächtig ist der Chefarzt Dr. Nikolai, dessen Wartburg am Unfall beteiligt war. Trotz eines Alibis verhält er sich merkwürdig, unter den Kollegen seiner Klinik gibt es Spannungen, auch sein Sohn zeigt auffälliges Benehmen. Kreutzer geht in präziser Kleinarbeit allen Spuren, jedem Verdacht nach, gerät dabei manches Mal in Widerspruch zu seinem jungen Assistenten, der zu vorschnellen Schlußfolgerungen neigt. Am Ende hat sich seine Methode ausgezahlt. Er kann den Täter, der Dr. Nikolais Wagen für krumme Geschäfte benutzte, stellen. - mit Hannjo Hasse, Hans-Peter Minetti, Inge Keller, Lissy Tempelhof, Rolf Hoppe, Peter Borgelt, Gisela Büttner, Hans Hardt-Hardtloff, Sabine Krug, Ernst Meincke, Wolfgang Pampel, Erika Pelikowsky, Käthe Reichel, Gunter Schoß

1969 -
Aus unserer Zeit - EP 4: Der Computer sagt: nein  - Episodenfilm - mit Alfred Müller, Jessy Rameik, Leon Niemczyk, Heinz Behrens, Hans Hardt-Hardtloff, Peter Dommisch, Werner Lierck, Willi Schrade, Renate Heymer (1. „Die zwei Söhne” - 2. „Das Duell” - 3. „Gewöhnliche Leute” - 4. „Der Computer sagt nein”)

1969 -
Dr. Med. Sommer II - 90 min - s/w - Auszeichnungen: 1971 Heinrich Greif Preis 1. Klasse, Prädikat "Wertvoll", Rotkreuzfilmfestival Warna (Goldmedaille) - Ein kleines Krankenhaus irgendwo in der DDR. Hierher kommt Dr. med. Sommer (Nr. II, da der Oberarzt ebenfalls Sommer heißt), um seine Facharztausbildung als Chirurg zu absolvieren. Er kommt mit Idealen, vor allem möchte er ein Vertrauensverhältnis zu den Patienten und Kollegen herstellen. Gewissenhaft, freundlich und aufmerksam versucht er, im Klinikalltag seinem Ideal gerecht zu werden. Wenn ihm etwas kritikwürdig erscheint, greift er selbstverständlich ein: streitet mit einem jungen Kollegen über dessen zynische Haltung, sorgt dafür, daß die Schwesternschülerin Emmylie nicht als Putzfrau ausgenutzt wird. Er beherzigt die Ratschläge des routinierten Oberarztes und des weitsichtigen Professors, hat Erfolge, muß aber auch mit Rückschlägen fertig werden, z.B. dem Selbstmord eines krebskranken Patienten, dem er die Wahrheit über seinen Zustand offenbarte. - * Der Film entstand mit Unterstützung der Ärzte und Schwestern des Kreiskrankenhauses Greiz und des Städtischen Krankenhauses Berlin-Köpenick. - mit Werner Tietze, Juliane Koren, Martin Flörchinger, Wolfgang Greese, Margret Allner, Karin Gregorek, Peter Aust, Dorothea Garlin, Gert Gütschow, Jutta Hoffmann, Frank Michelis, Willi Neuenhahn, Jürgen Ohl, Peter Rahnfeldt

1969 -
Weil ich dich liebe ... - 97 min - Ein Forschungsauftrag führt den Veterinärmediziner Dr. Gerd Thiessen in ein Volkseigenes Gut. Seine Frau Eva hat ihre Arbeit aufgegeben, um ihn begleiten zu können. Thiessens Neuerungsvorhaben stoßen bei einigen auf Widerstand, aber in der attraktiven und erfolgreichen Tierärztin des Nachbarorts, Sabine Ladenbach, findet er eine Verbündete. Ihre souveräne Position imponiert ihm, und über die gemeinsamen Interessen entwickelt sich ein intimes Verhältnis. Frau Eva beginnt auf ihre Weise, um den Mann zu kämpfen. Sie integriert sich in die neue Umgebung, sucht sich Aufgaben, um ihrem Mann und seiner Tätigkeit nahe zu sein. Thiessen erkennt in ihr den wahren Lebenspartner und auch, daß er nicht im Alleingang, sondern nur mit Unterstützung des Kollektivs nützliche Arbeit vollbringen kann. - mit Roman Wilhelmi, Ursula Werner, Marita Böhme, Günter Grabbert, Günther Simon, Monika Däbritz, Jürgen Frohriep, Heinz Gerlach, Kurt Goldstein, Hans Maikowski, Horst Papke, Gerhard Paul, Berndt Stübner, Hannelore Wüst

1968 -
Jungfer, sie gefällt mir - 104 min - frei nach dem Schauspiel, der Novelle "Der zerbrochene Krug" von Heinrich von Kleist - 1792 im Sächsischen. Dorfrichter Adam hat es auf Jungfer Ev abgesehen, und deshalb ist ihm der Schmied Ruprecht, der sie heiraten will, ein Dorn im Auge. Beim nächtlichen Fensterln wird er von Ruprecht überrascht, bekommt zwar von diesem einen Krug auf den Kopf, kann aber unerkannt entkommen. Evs Mutter verklagt Ruprecht wegen des zerbrochenen Krugs beim Richter Adam, der in arge Verlegenheit gerät. Trotz seiner Intrigen kommt die Wahrheit an den Tag. Justizrat Walter aus Dresden rettet das Ansehen der Obrigkeit und sperrt Ruprecht wegen Körperverletzung ein. Da er es aber auch auf Ev abgesehen hat, geht auf seinem Kopf ebenfalls ein Krug zu Bruch, während Adam von durchziehenden preußischen Soldaten als einstiger Dieb ihrer Regimentskasse wiedererkannt und festgesetzt wird. - mit Wolfgang Kieling, Monika Gabriel, Jan Spitzer, Rolf Ludwig, AgnesKraus, Herbert Köfer, Otto-Erich Edenharter, Albert Garbe, Elsa Grube-Deister, Rolf Hoppe, Ingeborg Nass, Horst Schulze, Nico Turoff, Joachim Zschocke

1970 -
Der rote Reiter - Jugendfilm - 76 min - s/w - 1920 macht sich der 16jährige Arbeiterjunge Michael aus dem Erzgebirge auf den Weg nach Rußland. Er möchte ein roter Reiter bei Budjonny werden, um im Land der sozialistischen Revolution für die Interessen der Arbeiterklasse zu kämpfen. Es wird eine abenteuerliche Reise, reich an Gefahren und Versuchungen. Unmittelbar nach dem Aufbruch muß er vor Reichswehrposten fliehen. Er kommt zum Wanderzirkus „Peroni“, wo ihm der Feuerspeier Gustel weiterhelfen soll. Beinahe wäre er dort der Kunstreiterin Fanny und der verlockenden Aussicht erlegen, Kaskadeur zu werden. Nach einem Aufenthalt bei einer jugendlichen Diebesbande gelangt Michael auf ein Schiff, das nach Osten fährt. Er entdeckt, daß das Schiff Waffen für die Weißgardisten schmuggelt und sorgt dafür, daß die Gewehre in die Hände der Sowjets geraten. Er schafft es, nach Petrograd zu kommen und wird in Budjonnys Reiterarmee aufgenommen. - mit Burkhard Mann, Gerhard Lau, Klaus Pönitz, Regina Popig-Heeger, Rüdiger Giese, Ralph Borgwardt, Juri Gamzin, Wolfgang Gorks, Siegfried Kellermann, Juliane Korén, Holger Mahlich, Helmut Schreiber, Nico Turoff, Horst Ziethen

1972 -
Der kleine Kommandeur - Der sechsjährige Florian, genannt Flo, lebt zur Zeit allein mit seinem Vater, einem NVA-Offizier, in Burgstadt. Die Mutter ist zum Studium in Berlin. Mit seiner Kindergartengruppe will er sich an der Maidemonstration beteiligen, und er ist der verantwortliche „Kommandeur“ für die Vorbereitung. Plötzlich wird der Vater nach Berlin abkommandiert, um dort an der Maiparade mitzuwirken. Flo fühlt sich alleingelassen, ist traurig, richtet Schaden im Kindergarten an und schämt sich dafür, bsonders vor seiner Freundin Fanni. Er will zum Vater, rückt aus und schleicht sich als blinder Passagier auf einen Elbkahn. Dort wird er entdeckt und erfährt, daß der Kahn gar nicht nach Berlin fährt. Dafür bringt ihn die Polizei nach Berlin. Dort nehmen ihn die Eltern in Empfang, und seine Freunde sind auch da. - mit Marita Böhme, Michaela Gabriel, André Hanisch, Jürgen Huth, Sven Kaden, Micaéla Kreißler, Dieter Mann, Alfred Müller, Helmut Müller-Lankow, Erika Pelikowsky, Dagmar Plietz, Tom Schilling, May Schubert

1972/73 -
Eva und Adam oder Wieviel Sterne hat der Himmel - Fernsehfilm-Reihe - III. Folge - 97 min - mit Jenny Gröllmann, Herbert Köfer, Helga Göring, Frank Schenk - Ein 17jährige Gärtnerin bricht ihre Lehre ab und treibt ziellos umher. Erst die Liebe zu einem willensstarken jungen Mann lässt sie über ihren bisherigen Weg und die Zukunft nachdenken. - Folge I - Eva und Adam oder Gefechte mit Napoleon - Folge II - Eva und Adam oder Privat nach Vereinbarung - Folge IV - Eva und Adam oder drum prüfe - siehe AngelicaDomröse

1974/75 -
Konzert für Bratpfanne und Orchester - mit Jaecki Schwarz, Marga Legal - Bum beteiligt sich mit seinen Freunden am "Tag der guten Einfälle" mit einem lustig instrumentierten "Orchester" aus Pfannen, Löffeln, Flaschen und anderen ausrangierten Gegenständen. Hauptattraktion ist eine "musikalische" Kaffeekanne. Ein lustiger Real-Trickfilm.

1974/75 -
Heute ist Freitag - 71 min - NinaHagen, Dieter Montag, Käthe Reichel, Kurt Böwe - Eine Laborantin und ein Facharbeiter in der DDR sind seit dem Sommer zusammen. Unbeschwert genießen sie ihre junge Liebe - bis zu jenem Freitag, der sie vor eine Entscheidung stellt.

1975 -
Die Entführung - 87 min - mit Frank Schenk, Dietmar Richter-Reinick, Christoph Heidmann, Constanze Engelhardt - Ein junger Mann kommt aus der Bundesrepublik zu Besuch in die DDR. Hinter der Maske des sympathischen Besuchers verbergen sich unlautere Absichten. Er soll zwei Kinder aus der DDR in die Bundesrepublik Deutschland entführen. Da mit der Entführung der beiden eine beträchtliche Erbschaft verknüpft ist, nimmt der Mann jedes Risiko in Kauf.

1975 -
Der Staatsanwalt hat das Wort: 2,5 Karat

1976 -
Ottokar der Weltverbesserer - nach dem gleichnamigen Roman von Ottokar Domma mit Lars Herrmann, Uwe Hoffmeister, Astrid Heinze, Karin Gregorek, Kurt Böwe

1976/77 -
Die Flucht - 94 min - Die Geschichte eines Arztes, der sich aus Enttäuschung über die Ablehnung seines Forschungsprojekts entschließt, die DDR zu verlassen, schließlich aber seinen Entschluß rückgängig machen will. - mit Armin Mueller-Stahl, Jenny Gröllmann, Erika Pelikowsky, Wilhelm Koch-Hooge, Karin Gregorek, Simone von Zglinicki, Rolf Hoppe, Winfried Glatzeder, Gerhard Bienert, Trude Bechmann

1977 -
Anton der Zauberer - Komödie - 106 min - Auszeichnungen: Das Kollektiv Karl Georg Egel, Günter Reisch, Ulrich Thein erhielt 1979 den Heinrich-Greif-Preis I. Klasse; Kritikerumfrage der Sektion Theorie und Kritik des Verbandes der Film- und Fernsehschaffenden der DDR 1979 - bester DEFA-Film des Jahres 1978; bester DEFA-Film im komischen Genre 1978. - Der Automechaniker Anton Grubske ist ein pfiffiger Bursche. 1945 entgeht er der Kriegsgefangenschaft, entzieht sich den Fängen der Gastwirtswitwe Sabine und kehrt in sein Heimatdorf zurück. Dort heiratet er die Tochter seines Chefs, macht die Werkstatt zu einem florierenden Unternehmen, indem er mit aufgemöbelten Autowracks den ganzen Kreis motorisiert. Er schröpft die Großbauern weidlich und deponiert das Geld bei seiner alten Freundin Sabine, die ihn auch noch in Schiebereien verwickelt, so daß Anton bald Millionär ist. Seine Umtriebe bringen ihm vier Jahre Gefängnis ein, wo er sich ebenfalls als Organisationstalent bewährt hat und als Aktivist entlassen wird. Seine Million ist allerdings dahin, Sabine hat sich mit dem Geld in die Schweiz abgesetzt. Aber Anton macht weiter Karriere, als Ersatzteilbeschaffer eines Traktorenwerkes. Sein Ruf hat inzwischen RGW-Dimensionen erlangt, als er von Sabine, die verunglückt ist, die hohe Lebensversicherung und einen Straßenkreuzer erbt. Das Geld schenkt er der Stadt, den Straßenkreuzer schickt er in die Schrottpresse, und ob dieser großartigen Tat betrinkt er sich so fürchterlich, daß sein Herz versagt. - mit Ulrich Thein, Anna Dymna, Erwin Geschonneck, Barbara Dittus, Marina Krogull, Erik S. Klein, Alfred Struwe, Ralph Borgwardt, Dezsö Garas, Werner Godemann, Grigori Grigoriu, Leon Niemczyk, Jessy Rameik, Gerry Wolff

1977 -
Polizeiruf 110: Alibi für eine Nacht

1978 -
Rentner haben niemals Zeit = Das Rentnerehepaar Anna und Paul Schmidt (Helga Göring und Herbert Köfer) wollen auf ihre alten Tage das Leben so richtig genießen. Doch durch viele verzwickte Alltagssituationen und den damit verbundenen Problemen die es zu lösen gilt, kommen sie überhaupt nicht zu der erhofften Erholung. Anna und Paul wollen auf ihre alten Tage das Leben so richtig genießen. Sie fahren in den Urlaub und wollen sich vom Alltag erholen. Aber da bringt sie eine gefundene Brieftasche in eine wirklich prekäre Lage. Beim Angeln fischt Paul das Portemonnaie aus dem Wasser und bringt es dem Besitzer zurück. Doch statt sich zu bedanken, beschuldigt dieser Paul, Geld aus der Börse genommen zu haben. Anna will Pauls Unschuld beweisen. Wieder zu Hause müssen die beiden ihrem Freund, dem Friseurmeister Locke, helfen, der ebenfalls in Schwierigkeiten steckt. Er wird von seiner Frau erwischt, als er eine andere umarmt. Frau Locke setzt ihren Mann daraufhin vor die Tür. Anna und Paul können dem nicht tatenlos zu sehen und bieten Locke Unterschlupf. Frau Locke dagegen glaubt, ihr Mann sei bei seiner Geliebten. Auch eine teure Windjacke spielt eine Rolle. Als Paul sie beschädigt, tischt er Anna eine merkwürdige Geschichte auf. - mit  Anna Schmidt (Helga Göring), Paul Schmidt (Herbert Köfer), Herr Locke (RolfHerricht), Ulrike Weise (Uta Schorn), Eduard Pappke (Erwin Geschonneck), Ruth Liebig (Marianne Wünscher), Maria (Karin Ugowski), Karl-Heinz (Heinz Behrens), Georg (Reinhard Michalke), Hanna (Irma Münch), Fritz Köhler (Jochen Thomas), Frau Klein (Margarete Taudte), Frau Locke (Brigitte Krause), Silke (Renate Reinecke), Sattler (Edgar Külow), Günter (Kaspar Eichel), Annelore (Sonja Hörbing) = Der Huckelkuchen - Diplomatie - Der Koffer - Der Fund - Heimlichkeiten - Der Ausflug - Geschenke - Gipsbein - Heiratspläne - Der Ausreißer - Der Ring - Der neue Vater - Polterabend - Die Lüge - Möglichkeiten - Der Schandfleck - Der Hexenschuß - Starthilfe - Der Star - Die Kur

1978 -
Für Mord kein Beweis - frei nach dem Roman von Rudolf Bartsch: "Der Mann, der über den Hügel steigt" - Die Leiche der Steffi Zinn wird aus einem See gefischt. Ihr Mann hatte die gemeinsame Wohnung nach einem Streit verlassen, seine Frau am nächsten Morgen nicht mehr angetroffen und als vermißt gemeldet. Das war eine Woche zuvor. Hauptmann Lohm wird mit der Untersuchung beauftragt. Er kann keinen Beweis für Mord finden. Bei der Beerdigung taucht ein Fremder auf und verschwindet wieder. Nach einigen Tagen wird auch er tot aufgefunden. Es sieht nach Selbstmord aus, ein Abschiedsbrief, in dem er sich als Mörder von Steffi Zinn bezichtigt, ist auch da. Zinn gibt vor, diesen Mann nicht zu kennen, doch Lohm beweist ihm das Gegenteil. Er überführt ihn des Mordes an seiner Frau und diesem Mann und deckt das Motiv auf. Zinn lebt unter falschem Namen, er war KZ-Arzt in Dachau. Der Fremde, damals sein Gehilfe, hat ihn erkannt und Steffi über seine Vergangenheit informiert. - mit Winfried Glatzeder, Horst Schulze, Peter Bause, Wolfgang Penz, Wolf Goette, Hans-Joachim Hanisch, Micaëla Kreißler, Birgit Edenharter, AgnesKraus, Wolfgang Bathke, Christoph Engel, Gerd Michael Henneberg, Werner Lierck, Friedrich Richter

1979 - Einfach Blumen aufs Dach - Komödie - 91 min - Auszeichnungen: Kritikerumfrage der Sektion Theorie und Kritik des Verbandes der Film- und Fernsehschaffenden der DDR 1980, Beste DEFA-Komödie aus dem Kinoprogramm 1979. Prädikat "Wertvoll". - Der Hochspannungsmonteur Hannes Blaschke und seine Frau Maxi, Busfahrerin, haben Familienzuwachs bekommen: Zwillinge. Das stellt sie vor ein Problem. Ihr Trabant ist zu klein, um die große Familie, zu der noch zwei Söhne und ein Hund gehören, aufzunehmen. Mit Hilfe seiner Brigade und eines Ministers gelingt es Hannes, einen Tschaika zu bekommen – zum Schrottpreis. Nach anfänglicher Ablehnung sieht Maxi die Staatskarosse als Gebrauchsgegenstand, während Hannes sich in der Zuvorkommenheit, die ihm plötzlich überall entgegengebracht wird, sonnt. Seine Kollegen werden über den einst so bescheidenen Hannes langsam ärgerlich. Sie verpassen dem Repräsentationsauto ein blumiges Outfit und Hannes damit einen Denkzettel. - mit Martin Trettau, Barbara Dittus, Lars Jung, Carl Heinz Choynski, Jaecki Schwarz, Werner Godemann, Carmen-Maja Antoni, Paul Arenkens, Harald Engelmann, Hanjo Hasse, Albert Hetterle, Madeleine Lierck, Thomas Neumann, Achim Wolff

1979 -
Die Schmuggler von Rajgorod - nach der gleichnamigen Erzählung von Günter Karl mit Walter Plathe, Leon Niemczyk, Lenka Pichliková, Katrin Saß, Eberhard Mellies, Margrit Manz, Irene Kownas, Christoph Lau, Peter Skarke, Jan Anskath

1981 -
Casanova auf Schloß Dux (TV-Produktion

1981 -
Verflucht und geliebt (TV-Produktion

1982 -
Polizeiruf 110: Der Unfall

1982 -
Ach du meine Liebe - 90 min - mit Jaecki Schwarz, Karin Ugowski, Simone von Zglinicki, Franziska Troegner - Das beschauliche Leben eines linkischen Versicherungsvertreters ändert sich radikal, als er eine Heiratsanzeige aufgibt.

1982/83 -
Alfons Köhler - 92 min - mit Reimar Johannes Baur, Christine Schorn, Christian Grashof, Dietrich Körner - Auf der Suche nach der Wahrheit seines Lebens steht für einen humorvollen und beliebten Mann plötzlich alles auf dem Spiel. Er gerät in Gefahr, seine Freunde zu verlieren.

1982/83 -
Zille und ick - nach dem Musical „Der Maler von Berlin” von Dieter Wardetzky mit Kurt Nolze, Daniela Hoffmann, Thomas Zieler, Doris Abeßer, Hans Otto Reintsch, Erik S. Klein, Uwe Zerbe, Eckhard Müller, Marliese Mirkoff, Angela Brunner

1983 -
Verzeihung, sehen Sie Fußball? - 86 min - Episodenfilm - Literarische Vorlagen: Carlos Cerda "Transmission indirecta"; Edgar Külow "Irma und Herta" (Hier Wünscher & Kraus); Helga Schubert "Überprüfung des Kanditaten"; Renate Holland-Moritz "Toleranzschwelle"; Katrin Lange "Heimspiel" - Ein Hochhaus im Zentrum Berlins am 11. Juli 1982. Das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft wird im Fernsehen übertragen. Um dieses Ereignis ranken sich fünf Episoden: Fußballfanatiker Kneutzsch wird durch den unverhofften Besuch einer Dame, der er auf eine Heiratsannonce geschrieben hat, hin- und hergerissen zwischen dem spannenden Match und der ziemlich irritierten Frau ... Frau Dr. Kobermann hat – unter Schmerztabletten stehend – die Badezimmer- mit der Korridortür verwechselt und sich ausgesperrt. Ihr Mann sitzt unter Kopfhörern vorm Fernseher und hört ihr Klingeln nicht, so daß sie im Nachthemd Zuflucht bei einem Nachbarn, einem Flötisten, sucht. ... Nachdem ihn seine Exgeliebte Carmen verlassen hat, die in die Heimat zurückkehren will, verfolgt der Exilchilene Andrés das Spiel – in dem Wissen, daß auch sein Tausende Kilometer entfernter Vater zusieht ... Ein in zwei Zimmern getrennt lebendes, geschiedenes Paar kommt sich wieder näher, als der Mann Thomas die Frau Michaela bittet, in ihrem Zimmer das Spiel ansehen zu dürfen ... Im Gedenken an ihren verstorbenen Fußballer-Ehemann sitzt die Witwe Irma mit ihrer alten Freundin Herta vor dem neuen Farbfernseher, wobei die Erinnerungen Herzlichkeit und auch Streitsucht heraufbeschwören. - mit Corinna Harfouch, Jörg Fabian, Leticia Garrido, Oscar Castro, Jutta Wachowiak, AgnesKraus, Reimar-Johannes Baur, Alfred Struwe, Christine Schorn, Hermann Beyer

1983 -
Der Biberpelz - Theateraufzeichnung fürs Fernsehen - die Wünscher ist Mutter Wolfen

1985 -
Ich geh' zur Oma, Staatsanwalt: Folge 96 - Helga Rothe war viele Jahre der Mittelpunkt in ihrem Haus. Sie half ihrer allein stehenden Tochter Iris und erzog den Enkelsohn. Helga Rothe verwöhnt Mathias und erfüllt ihm alle Wünsche. Seit Iris mit Harry Buchwald verheiratet ist, hat Oma Rothe nicht mehr das alleinige Sagen im Haus. Es kommt deshalb häufig zum Streit um die Erziehung des 15-Jährigen. Und als die junge Familie auch noch auszieht, versucht Helga Rothe mehr denn je, Mathias an sich zu binden. Dies bedarf keiner großen Anstrengung, weiß doch der Junge, dass er bei der Oma alles darf und von ihr alles bekommen kann. Selbst für Fehlstunden in der Schule schreibt sie ihm gegen den Willen ihrer Tochter die Entschuldigungszettel. Auch seinen größten Wunsch, endlich ein eigenes Moped zu besitzen, erfüllt ihm Oma Rothe, obwohl Mathias noch keine Fahrerlaubnis hat. Bei einer Probefahrt mit seiner Freundin verursacht Mathias einen schweren Verkehrsunfall. Freundin Ramona verstirbt noch am Unfallort. Mathias selbst ist schwer verletzt. - mit Iris Buchwald (Karin Ugowski), Harry Buchwald (Andreas Schmidt-Schaller), Mathias Rothe (Thomas Dannemann)

1985 -
Das Buschgespenst - nach dem gleichnamigen Roman von Karl May - 2 Teile - 174 min - mit Rolf Ludwig, Kurt Böwe, Marianne Wünscher, Detlef Gieß, Barbara Dittus - Etwas Unheimliches geht in einem kleinen Ort im Erzgebirge vor sich. Ein Buschgespenst treibt sein Unwesen, ein Mord geschieht, und schließlich taucht ein mysteriöser Fremder auf, der sich beim Förster einmietet und angeblich auf der Suche nach seiner früheren Frau ist.

1985/86 -
Wie die Alten sungen...   - Spielfilm unter Verwendung von Szenen und Gestalten des DEFA - Films „Ach, du fröhliche...” (1962) mit Erwin Geschonneck, Andrea Lüdke, Karin Schröder, Arno Wyzniewski, Barbara Dittus, Fred Delmare

1986 -
Polizeiruf 110: Das habe ich nicht gewollt

1987 -
Polizeiruf 110: Im Kreis

1989 -
Tierparkgeschichten - Familienserie, DDR 1989, 7 Folgen - Der Tierpark Hoegersund ist Schauplatz der siebenteiligen Fernsehserie mit heiteren und bisweilen auch nachdenklichen Geschichten über Menschen und Tiere, Natur und Umwelt und ihre Wechselbeziehungen. Tierparkdirektor Mattke ist seiner Arbeit mit Leib und Seele verschrieben. Der Park ist sein Lebenswerk. In die besten Hände will er es einst legen. Und doch ist es schwer für ihn, den erfahrenen Praktiker, seinen wissenschaftlich ausgebildeten, ungestümen Stellvertreter an seiner Seite zu akzeptieren. Dabei dienen sie beide derselben Aufgabe, Tierarten zu erhalten und ihnen den nötigen Lebensraum zu schaffen. Erzählt wird auch vom Tierarzt und den Tierpflegern, ihrer verantwortungsvollen Aufgabe, ihren Familien- und Liebesbeziehungen, den Alltagsproblemen. Im Mittelpunkt aller Geschichten aber stehen die Tiere, die in Deutschland heimischen, aber auch die Exoten, die Löwen, Tiger, Affen ... Gedreht wurde in den Tierparks von Hoyerswerda, Eberswalde und Stralsund - Silben aus ihren Namen bilden den fiktiven Namen Hoegersund. Mit Tierparkdirektor Wolfgang Mattke (Erik S. Klein), Franziska Mattke (Otti Planerer), Klaus Bender (Dirk Schülke), Willi (Jochen Thomas), Henning (Karsten Speck), Frau Kahler (Margot Ebert), Christiane (Tatjana Thomas), Tierarzt Dr. Mehl (Herbert Köfer), Claudia Herzberg (Renate Reinecke), Marlies Thümmler (Ulrike Mai), Hilde Thugut (Marianne Wünscher)
1. Neuzugänge = Wolfgang Mattke, der Direktor des Tierparks Hoegersund und Tierarzt Dr. Mehl müssen sich eines Notfalls annehmen. Ein junger Hirsch hat sich im Wald in einem achtlos fortgeworfenen Drahtgeflecht verfangen und dabei viel Blut verloren. Hingebungsvoll sorgt die junge Pflegerin Claudia Herzberg Tag und Nacht für das schwer verletzte Tier. Kummer bereitet Direktor Mattke auch der Gesundheitszustand seines langjährigen Kollegen und Freundes Willi, der den Tierpark mit ihm gemeinsam aufgebaut hat und nun fürchtet, die Arbeit bei seinen vertrauten Affen aufgeben zu müssen. Mit Erleichterung begrüßt Mattke daher den jungen Biologen und Verhaltensforscher Klaus Bender, der ihn als Stellvertreter entlasten soll. Es erweist sich, dass Bender zwar viel von Tieren versteht, in Menschenführung aber noch eine Menge dazulernen muss. Seine Forderungen nach wissenschaftlich begründeten Arbeitsweisen stoßen nicht nur bei erfahrenen Tierpflegern wie Willi auf Ablehnung. Statt für Verständnis zu werben, versucht Bender, sich mit Anweisungen durchzusetzen. Wird Mattke kurz vor seinem sechzigsten Geburtstag den zukünftigen Nachfolger wieder hinauswerfen? 2. Tierliebe ist ein eigen Ding = Der kleine Daniel bringt sich durch Leichtsinn in große Gefahr. Vor den Augen entsetzter Tierparkbesucher nähert er sich dem trächtigen Tigerweibchen Miriam, um es zu streicheln. Später findet Henning ihn mitten in der Nacht im Raubtierhaus, wo sich der Junge versteckt hat, um die Geburt der kleinen Tiger nicht zu verpassen. Einem anderen unvernünftigen Stammgast widmet der alte Pfleger Willi seine besondere Aufmerksamkeit. Die adrette Witwe Thugut stillt ihr Bedürfnis nach Zärtlichkeit, indem sie die Tiere mit Süßigkeiten füttert. Dagegen weiß Willi ein wirksames Mittel, das in diesem Fall ungewöhnlich schnell anschlägt. Vielleicht finden auf diese Weise zwei einsame Seelen zueinander? Die junge Pflegerin Christine, die nur in den Tierpark zurückgekehrt war, um ihren verwitweten Vater zu unterstützen, muss einen Schock verkraften. Ihr Vater hat in aller Stille ein neues Glück gefunden. 3. Rivalitäten = Der alte Löwe Hannibal ist ein Stück Geschichte des Tierparks. An ihm hängen Pfleger und Besucher besonders. Sein Tod geht nicht nur Henning nahe, der rund um die Uhr bei Hannibal gewacht hatte in der Hoffnung, das Tier noch einmal retten zu können. Zum Glück ist bald ein würdiger Nachfolger gefunden, ein temperamentvoller Zirkuslöwe, der in der Manege zu undiszipliniert geworden ist. Hennings Frau ist die zeitaufwändige Fürsorge, die ihr Mann seinen Raubkatzen angedeihen lässt, schon lange zu viel, zumal sie vor den Tieren eine unbestimmte Angst fühlt. Sie setzt Henning unter Druck, er solle seine Arbeit im Tierpark aufgeben. Der Konflikt belastet den jungen Tierpfleger sehr. Das muss wohl auch Pascha, der Zirkuslöwe, gespürt haben, denn er nutzt einen Augenblick der Unachtsamkeit aus, um Henning lebensgefährlich zu verletzen. Mattkes Stellvertreter Klaus Bender liegt sich unterdessen mit der neuen Architektin vom Gartenbauamt in den Haaren. Was als Streit um ein paar Sträucher am neuen Streichelgehege anfängt, entwickelt sich zu einer Konzeption für die völlige Umgestaltung der Anlage. Da Direktor Mattke ein offenes Ohr für diese Ideen hat, muss sich Bender wohl oder übel mit der attraktiven jungen Dame zusammenraufen. 4. Eindringlinge im Revier = Zwischen Klaus Bender und der neuen Gartenbauarchitektin Marlies Thümmler hat es endlich gefunkt. Marlies entschließt sich, in Hoegersund zu bleiben und ihren Sohn Thommy, der bisher noch bei den Großeltern gewohnt hat, wieder zu sich zu nehmen. Zwar kann Thommy den Kollegen seiner Mutter gut leiden, aber ob er ihn auch als Vater akzeptieren wird? Bender schlägt vor, dass sich Thommy erst langsam an die Situation gewöhnen soll. Doch bald ist es Marlies, die Probleme mit der neuen Rolle Benders hat. Die junge Familie droht wieder zu zerbrechen. Auch die zarten Bande zwischen dem alten Tierpfleger Willi und der Witwe Thugut werden auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Frau Thuguts Bruder Heinrich hat einen geschützten Greifvogel, der sich gelegentlich eines von Heinrichs Zuchthühnern holt, gefangen und schwer verletzt. Wie die empörten Brieftaubenzüchter würde auch er dem 'Wilderer' am liebsten auf der Stelle den Hals umdrehen. Nur Willis beherztem Eingreifen ist es zu verdanken, dass das bedrohte Tier nun im Tierpark für Nachwuchs sorgen kann. 5. Heiße Tage = Alarm im Tierpark! Auf dem Parkplatz erschießt Direktor Mattke einen tollwütigen Fuchs. Bald darauf zeigt auch ein Tier im Rotwildgehege auffällige Symptome. Nicht nur, dass der Tierpark mitten im Sommer geschlossen werden muss, auch die Durchführung des großen Tierparkfestes steht in Frage. Tage bangen Wartens beginnen. In dieser aufregenden Zeit gibt es wieder viel Arbeit für Claudia Herzberg, die Frau aus der Futterküche, deren Pflegetalent schon manch kleinem Tierkind das Leben gerettet hat. Hingebungsvoll kümmert sie sich um ein neugeborenes Fohlen und versucht dabei, ihren Kummer zu vergessen. Aus unerklärlichen Gründen will es bei den Herzbergs nicht mit einem eigenen Kind klappen. Mitten auf dem Tierparkfest, das schließlich doch noch stattfinden kann, bricht Claudia Herzberg zusammen. Was sie sich lange vergeblich gewünscht hat, ist eingetroffen: Sie bekommt ein Kind. Ein Grund zur Freude und ein großes Problem für Direktor Mattke: Frau Herzberg wird nur schwer zu ersetzen sein. Der ehemalige Tierpfleger Henning hat seinen Schwur gebrochen, den Tierpark nie wieder zu betreten. Beim Bau der Absperranlage am tollwutgefährdeten Rotwildgehege war er eine wertvolle Hilfe. Kann Henning wirklich ohne seine Tiere leben? 6. Abschied von den Affen = Lange hat sich Direktor Mattke um die Entscheidung gedrückt, dem alten Affenpfleger Willi, seinem langjährigen Freund und Kollegen, eine leichtere körperliche Arbeit zuzuweisen. Nun wird Willis Gesundheitszustand immer bedenklicher. Eine Lösung muss unbedingt gefunden werden, doch wer soll Willi ersetzen, da alle Kollegen ohnehin durch Frau Herzbergs Ausfall in der Futterküche mehr als sonst belastet sind? Wieder ist es Willi, der Direktor Mattke - wenn auch unbeabsichtigt - auf den rettenden Einfall bringt. Er selbst hat den ehemaligen Raubtierpfleger Henning, der inzwischen von seiner Frau geschieden ist, dazu überredet, wieder in den Tierpark zurückzukehren. Henning übernimmt Willis Revier. Der erfahrene Tierpfleger beweist seinem jungen Kollegen, dass er trotzdem noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Als die Waschbären ausgebrochen sind, macht Willi einen Vorschlag, wie die Tiere auf sanfte Weise wieder eingefangen werden können und sorgt dafür, dass sich mit Henning und Christiane ein Tierpflegerpaar zusammenfindet. Noch ahnt er nicht, dass auch für ihn bald die Hochzeitsglocken läuten werden. 7. Alte Freunde = Mattkes junger Stellvertreter Klaus Bender hat die Arbeit an seiner Dissertation abgeschlossen und bereitet sich auf die Verteidigung vor. Unter den Kollegen munkelt man bereits darüber, dass er danach den Tierpark verlassen werde, um seine wissenschaftliche Arbeit am Zoo fortzusetzen. Nur Mattke hat von alldem keine Ahnung. Er muss einen Lausbubenstreich ausbaden, den ihm sein alter Freund, der Tierpfleger Willi, aus Ärger über Herrn Kannebier, einen besserwisserischen Stammgast, eingebrockt hat. Wohl wissend, dass Mattke schon seit Jahren vergebens mit den Behörden um einen zweiten Fischotter und eine Zuchtgenehmigung ringt, hat er Herrn Kannebier eingeredet, seine große Spende für die attraktive Umgestaltung des Fischotterbassins zu verwenden. Außerdem muss sich Mattke mit einem alten Schulfreund Benders auseinandersetzen, der vom Aussterben bedrohte Reptilien für sein Terrarium aus dem Naturschutzgebiet entnommen hat. Gerade als ganz überraschend der Forschungsauftrag zur Fischotterzucht eintrifft und der Terrarienliebhaber einlenkt, erreichen den schwer enttäuschten Mattke die Gerüchte vom Weggang Benders.

1990 -
Pause für Wanzka (TV-Produktion)

        








DDR-Filme, die ich habe



Eine kleine subjektive Sammlung von Erinnerungen!



Alle DEFA-Kinofilme auf einen Blick!




Logisch freue ich mich über Kommentare, Ergänzungen etc.