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M a r i a n n e W
ü n s c h e r

30. Dezember (Sternzeichen: Steinbock) 1930 in Berlin bis 09. August 1990
Sie war eine Institution in Film und Fernsehen der DDR und im Theater ("Der
Biberpelz"). Die mollige Mimin wollte immer die zierliche Shakespeare-Julia
spielen und konnte sie doch nur im Hörfunk sprechen. Sie stammte aus einfachen
Verhältnissen, half als Kind in der elterlichen Wäscherei. Zu ihrem
Beruf kam sie eher zufällig, als sie mit ihrer Schulfreundin kurzentschlossen
an einer der nach dem Krieg neueröffneten Schauspielschulen vorsprach.
Schon damals zeigten sich ihr komisches Talent und ihre Wandlungsfähigkeit,
womit sie die Prüfenden bestens unterhielt und überzeugte. Darauf
folgte 1947 - 1951 ihre Ausbildung zur Schauspielerin (bei Fritz Kirchhoff sowie
Marie Borchardt), die sich Marianne Wünscher u.a. als Rundfunkansagerin
und Hörspielsprecherin verdient. Den Anfang ihrer Bühnenlaufbahn machte
die frischgebackene Absolventin am Deutschen Theater. Außerdem sammelte
sie Kabarett-Erfahrungen in der "Parodie". 1952 wird sie von Intendant
Fritz Wisten entdeckt, der sie an sein Theater am Schiffbauerdamm verpflichtet.
Mit dessen Ensemble wechselt sie 1954 schließlich in die Volksbühne,
wo sie bis 1990 blieb. Während ihres Bühnenschaffens entwickelte sie
sich zur beliebten Volksschauspielerin. Als eine ihrer interessantesten Aufgaben
bezeichnete die Künstlerin selbst einmal das asoziale Mädchen Emmi
aus der "Ravensbrücker Ballade". Die Wünscher breitet mit
differenzierten schauspielerischen Mitteln die Möglichkeiten und Fähigkeiten
der Figuren vor den Zuschauern aus: Lebenserfahrung, Menschenkenntnis, durch
die Arbeit gewonnene Vitalität und Robustheit. Wünschers Karriere
vor der Kamera begann Mitte der 50er Jahre. Wie am Theater sah man sie auch
beim Film zuerst häufig in Episodenrollen, die sie mit Präzision gestaltete.
Mehrfach wirkte sie in satirischen "Stacheltier"-Produktionen mit,
brachte hier ihre komödiantische Begabung zur Geltung. Gelegentlich konnte
sie sich eindrucksvoll in Charakterstudien beweisen, doch war sie daneben gleichfalls
bei heiteren Stoffen in ihrem Element. Neben ihrer Arbeit für Bühne,
Film, Fernsehen, Hörspiel oder Synchron feierte die vielseitige Marianne
Wünscher Erfolge als Chansoninterpretin. Sie führte durch eigene Fernsehsendungen
("Hand aufs Herz", "Chansons mit Marianne") und war Darstellerin
in Kabarettrevuen. Außerdem engagierte sich die Kunst- und Nationalpreisträgerin in der Politik, war zeitweilig Abgeordnete
der Liberaldemokratischen Partei Deutschlands (LDPD) Berlin und später
einige Jahre Mitglied der Volkskammer der DDR. Wünschers erster Ehemann
war Regisseur Gottfried Herrmann, ab 1963 war sie dann mit dem Komponisten Wolfgang
Pietsch verheiratet. Die Besetzungslisten der Filme, in denen sie mitwirkte,
sind ein "Who is Who" der 1. Garde der DDR-SchauspielerInnen!
2 x wurde sie Fernsehliebling der DDR, bekam 1971 den
Kunstpreis der DDR, 1977 den Nationalpreis der DDR und 1983 den Vaterländischen
Verdienstorden in Bronze!

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Familie Rechlin 
1. Teil = Seit einem halben Jahr wird Berlin durch die Mauer geteilt. Noch tröstet
man sich, dass der Zustand ja nicht lange anhalten kann. Im Westteil der Stadt,
nur dreißig Minuten S-Bahn-Fahrt von ihrem Elternhaus entfernt, wohnt
Beate, jung verheiratete Tochter der Rechlins. Gerade hat sie den ersten Enkel
der Rechlins zur Welt gebracht, doch zur Empörung der frisch gebackenen
Oma Ingelore Rechlin, die bis dahin die Familie mit fester Hand zusammengehalten
hat, verweigert der Staat gegenseitige Besuche. Als ein Jahr später endlich
Einreisegenehmigungen für Westberliner erteilt werden, hat sich Beate verändert.
Auch ihr Bruder Bernd bleibt dem Elternhaus lieber fern, weil Ingelore der großen
Liebe ihres Sohnes mit unverhohlener Feindseligkeit begegnet. Ihr passt nicht,
dass Steffi nach der Entlassung aus dem Gefängnis, wo sie wegen versuchter
Republikflucht saß, Unterschlupf bei Bernd sucht. Ingelores Angetrauter
Hannes und dessen Vater Erich sehen den Familienalltag und die große Politik
gelassener. Zum richtig großen Krach kommt es erst, als Mutter Rechlin
erfährt, dass Hannes hinter ihrem Rücken in die Partei eingetreten
ist.
2. Teil = Steffis unerfüllter Kinderwunsch beeinträchtigt ihr Verhältnis
zu ihrem Mann. Als sie ihn endlich überreden kann ein kleines Mädchen
aus dem Heim auf Probe zu holen, verzögert er den Adoptionsantrag so lange,
bis das Kind einer anderen Familie zugesprochen wird. Mit dem Zusammenleben
mit ihrem Mann unzufrieden, trennt sich Steffi von ihn. Mutter Rechlin stellt
verbittert fest, das die Familie immer mehr auseinander bricht. Ihre Tochter
Beate aus Westberlin kommt nicht einmal zum 50. Geburtstag ihres Vaters. Sie
versucht nochmals zwischen ihrem Sohn und Steffi zu vermitteln um einen Teil
der Familie zu retten. Kurz vor ihrem eigenen Geburtstag erreicht sie die Nachricht,
dass ihre Tochter in Westberlin nach einem Autounfall in Lebensgefahr schwebt.
Mutter Rechlin beantragt ein Visum und fährt nach über zehn Jahren
zum ersten Mal wieder in den Westteil der Stadt.
DDR 1981 = mit Hannes Rechlin (Gerry Wolff), Ingelore Rechlin (Marianne Wünscher),
Steffi Rechlin (Katrin Saß), Bernd Rechlin (Frank Lienert), Erich Rechlin
(Adolf-Peter Hoffmann), René Rechlin (Peter Welz / Rainer Gruss), Beate
Zümmrich (Renate Reinicke), Siegfried Zümmrich (Holger Mahlich), Agnes
Kraus
Jede Woche Hochzeitstag
Der verwitwete Standesbeamte Robert Zimmermann (Rolf Hoppe) glaubt unerschütterlich
an die Institution Ehe. Ganz anders seine Kollegin Helga Winkler (Helga Labudda).
Die Scheidungsrichterin erlebt tagtäglich, wo all die "Bis daß
der Tod euch scheidet"-Schwüre enden. Um Winkler vom Wahrheitsgehalt
seiner Behauptung zu überzeugen, denkt sich Zimmermann eine heikle List
aus.
1975
- Komödie - 93 min - mit Rolf Hoppe, Helga Labudda, Edda Dentges, Michael
Gwisdek, Heidemarie Wenzel
Aber Vati - Teil I - Vati will
nicht heiraten
Erwin Mai (Erik S. Klein) ist ein gestandener Kerl, der bei den Kollegen im
Betrieb hoch im Kurs steht. Doch zu Hause legt der alleinerziehende Witwer gern
die Füße hoch - und läßt sich von seinen Sprößlingen
Kalle und Kulle (Rolf & Ralf Lemcke) das Fell über die Ohren ziehen.
Klarer Fall für Erwins Schwester Elsbeth (Marianne Wünscher): Eine
neue Frau muß ins Haus.
1972 - ORB - Komödie - mit Erik S. Klein, Helga Labudda, Ralf & Rolf
Lemcke, Jochen Thomas, Martin Trettau
Mitschnitte = Kommentare und Making
of-Einblendungen von damals

Aber Vati - Teil II - Vati will
heiraten
Was soll’s! Damit seine Schwester Elsbeth (Marianne Wünscher) ihr Gejammer
einstellt, gibt Witwer Erwin (Erik S. Klein) klein bei und entschließt
sich, wieder zu heiraten. Jung und knackig soll sie sein. Wie das Fräulein
Schultze (Ewa Szykulska). Entschlossen baggert Erwin die Blondine an, was das
Zeug hält. Nur die Söhne Kalle und Kulle (Rolf & Ralf Lemcke)
sind mit Vatis Wahl nicht einverstanden. Sie stehen auf Frau Büttner (Helga
Labudda) vom Rummelplatz, denn die Dame läßt sie umsonst Karrussell
fahren.
1973 - ORB - Komödie - mit Erik S. Klein, Helga Labudda, Ralf & Rolf
Lemcke, Jochen Thomas, Ewa Szykulska
Aber Vati - Teil III - Vati
hat geheiratet
Bruder werden ist nicht schwer... Seit Vati (Erik S. Klein) geheiratet hat,
können sich Kalle und Kulle (Rolf & Ralf Lemcke) nicht nur über
eine Mutter (Helga Labudda) freuen, mit der sie prima klarkommen. Auch die siebenjährige
Fränze (Ina Reuter) gehört mit zur neuen Familie. Natürlich gibt
es auch mal Knatsch. Als der sich allerdings zur ernsthaften Ehekrise auswächst,
ergreift der Nachwuchs die Initative und merkwürdige Sachen geschehen...
1974 - ORB - Komödie - mit Erik S. Klein, Helga Labudda, Ralf & Rolf
Lemcke, Jochen Thomas, Ina Reuter
Mitschnitte = Kommentare und Making of-Einblendungen
von damals

Aber Vati - Teil IV - 5 Jahre
später
Wenn die Katze aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse auf dem Tisch - genau
das befürchtet Erwin Mai (Erik S. Klein), als sich seine Frau Monika (Helga
Labudda) für einige Wochen zum Lehrgang verabschiedet hat. Werden die vier
Kids ihn um den Finger wickeln? Kommt nicht in die Tüte, meint Vati und
weiß auch schon ein Gegenmittel für die drohende Tobsucht: Disziplin!
Ob die lieben Kleinen die bittere Medizin schlucken werden, bleibt abzuwarten.
1978/79 - ORB - Komödie - 93 min - mit Erik S. Klein, Helga Labudda, Ralf
& Rolf Lemcke, Jochen Thomas, Ina Reuter, Jochen Thomas, Günter Wolf,
Volkmar Kleinert
*** Diese Mini-Serie (ungeschnitten 267 min) war einer
der Straßenfeger zu seiner Zeit. Die DDR hat auch verstanden, eine Übersättigung
zu vermeiden und tatsächlich über Jahre hinweg, die Spannung und Vorfreude
zu erhalten - im Gegensatz zu heute wurden die Quoten von den Zuschauern bestimmt
und man drehte einen vierten Teil nach 5 Jahren, der genauso erfolgreich wurde.

- Soviel Lieder, soviel Worte
Alexej aus Moskau lernt kurz vor seiner
Abreise zu den X. Weltfestspielen 1973 in Berlin Mascha kennen, die ihm sehr
gefällt. In Berlin triff er sie wieder. Mascha tritt dort mit ihrem Kulturensemble
auf. Sie wohnt bei Frau Krüger, deren Sohn Hans sie ebenfalls gefällt.
Bei einer Veranstaltung glaubt Hans, Mascha zu sehen. Die beiden gehen zum Tanz.
Als er mit ihr nach Hause will, ist sie empört. Er bemerkt nicht, daß
es gar nicht Mascha ist, sondern die ihr sehr ähnlich sehende Maria aus
Kraków. Alexej passiert das gleiche. Er verwechselt Maria mit Mascha.
Die jungen Männer sind verwirrt ob der merkwürdigen Reaktionen der
Mädchen, doch die haben sich inzwischen getroffen und das Rätsel gelöst.
Sie lassen Alexej und Hans vor dem Happy-End noch ein bißchen zappeln.
* Ein sozialistischer Propagandafilm, der aber aufgrund der langen vergangenen
Zeit den naiven Charme der dünnen Story rettet.
mit
Nina Maslowa, Klaus-Peter Pleßow, Lew Prigunow, Regina Beyer, Ludmila
Garniza, Karin Martin, Elvira
Boldonowa, Holger Eckert, Tónis Ratsep, Dean Reed, Dietmar Richter-Reinick,
Frank Schenk, Alfred Struwe, Johan Viding
1976 -
Coproduktion mit UdSSR - 80 min - Musik
von Gennadi Podelski und Uve Schikora, Gesang: Dean Reed, Christel Schulze,
Uve-Schikora-Combo
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siehe auch:
Drei reizende Schwestern (DDR
Kino)
Wie füttert man einen Esel? (DDR
Kino)
Claire
Berolina (DDR
Kino)
Verwirrung
der Liebe (Angelica
Domröse)
Effi Briest (Angelica
Domröse)
Ein Lord am Alexanderplatz (Angelica
Domröse)
Liebesfallen (Nina
Hagen)
Geliebte weiße Maus (Rolf
Herricht)
Der Mann, der nach der Oma kam (Rolf
Herricht)
DEFA-Disko 77 (Rolf
Herricht)
Heißer Sommer (Frank
Schöbel)
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folgende
Filme ![]()
1953/54 - Kein
Hüsung - nach dem gleichnamigen Roman von Fritz Reuter - 93 min
- mit Eva Kotthaus, Rudolf
H. Krieg, Willy A. Kleinau, Rudolf Klix, Hanns Anselm Perten, Ursula Burg, Antje
Ruge, Norbert Christian, Otto Saltzmann, Otto Blumenthal, Herbert Rüdiger,
Dorothea Thiesing, Hans-Edgar Stecher, Siegfried Weiß, Karen Fredersdorf,
Maria Besendahl, Ellen Plessow, Walter Schramm, Georg Helge, Horst Schumann,
Willi Schwabe, Ursula Drews, Rolf Ripperger, Ilse Bastubbe, Edith Wildenhain,
Charles Hans Vogt, Paul R. Henker, Hans-Joachim Schoelermann, Friedrich Teitge,
Peter Priemer, Lothar Bonasiack, Agnes
Kraus, Erich
Nadler, Hans Sanden, Guido Goroll, Hermann Stetza - über die menschenunwürdigen
Verhältnisse auf den mecklenburgischen Gütern in der ersten Hälfte
des 19. Jahrhunderts.
1954/55 - Ein Polterabend - nach der gleichnamigen Alt-Berliner Posse
von Werner Bernhardy - mit Willy A. Kleinau, Hella Ferstl, Rolf Moebius, Karl
Weber, Eva Brumby, Johannes Maus, Paul Hoffmann, Herbert Köfer, Maximilian
Larsen, Charlotte Brummerhoff, Agnes
Kraus - Held
des Films ist Adolf Glasbrenner, Satiriker im Berlin Mitte des 19. Jahrhunderts.
Er hat sich in die Schauspielerin Adele Peroni verliebt. Glasbrenner ist mit
seiner scharfen Zunge und spitzen Feder den Regierenden ein Dorn im Auge, was
seine Verlobte in Schwierigkeiten bringt. Ihr Engagement am Königlichen
Schauspielhaus und die Ehe mit ihr ist für den demokratisch gesinnten Glasbrenner
unvereinbar. Er will mit einem "Polterabend" ihren Auftritt stören.
Andererseits droht die Reaktion mit Glasbrenners Verhaftung, wenn Adele den
Vertrag nicht unterschreibt. Also unterschreibt sie und läßt es auf
einen zünftigen Polterabend im Theater ankommen.
1955 - Das Stacheltier -
Es geht um die Wurst - s/w
-
Eine Stammtischrunde
in Berlin-Prenzlauer Berg. Leo und Karl essen zu später Stunde, nach einem
aufregenden Skatspiel, noch ein Paar HO-Würste aus dem Glas. Zu Hause bekommt
Karl wegen der langen Sauferei Ärger mit Rosa. Am nächsten Morgen
beginnen ihm die Hände zu zittern, als er vom Arbeitskollegen Heinrich
erfährt, der Westberliner Sender RIAS habe vermeldet, HO-Würste seien
vergiftet worden, im Prenzlauer Berg liegen Krankheitsfälle vor. Leo fühlt
sich speiübel. Zu seiner großen Überraschung findet er die Kumpane,
deren Namen als Todesfälle genannt worden waren, in trauter Runde gesund
am Stammtisch vor. - mit Erwin Geschonneck, Horst Kube, Hannelore Wüst
1956 - Das Stacheltier -
Das Gold in der Ackerstrasse
- s/w - Einige Bewohner der Ackerstraße (u. a. Herr Kunkel und Frau Thiel)
melden sich freiwillig zu Enttrümmerungsarbeiten für den Bau eines
neuen Kinderspielplatzes. Der Wirt Lupke von der Kneipe "Zum letzten Paradies"
und seine Saufkumpane lehnen zunächst empört ab - bis ihnen Botze
von einer wahrscheinlich unter dem Geröll liegenden Truhe mit Gold und
Edelsteinen berichtet. Er selbst war Zeuge, wie sie in das dort ansässige
Juwelier-Geschäft für Gold und Silber vor Kriegsende hingetragen wurde.
Lupke macht ihn zu seinem Teilhaber. Er und seine Frau treffen alle Vorbereitungen
zur West-Übersiedlung, um dort mit dem Schatz ein Spiel-Casino zu eröffnen.
Knarsch tut so, als würde er rein zufällig zwischen den Steinen herumstöbern.
Der Wirt entdeckt schließlich mit Hilfe einer Spitzhacke die Truhe. Sie
enthält nur Zauberartikel in Form von Blumen, Spieldosen und Sprengkörpern,
die in die Luft gehen und Lupkes Äußere ziemlich ramponieren. Botze,
der indessen kräftig mittrinkt, läßt von Gästen die Kneipe
demolieren. Den Rest räumt am nächsten Morgen ein voreilig engagierter
Möbelspediteur aus. Elvira kehrt von einer Fahrt nach Westberlin, wohin
sie bereits Koffer mit Wertsachen bringen sollte, ausgeraubt zurück. Der
Bekannte Eddi, der ihr helfen wollte, hatte sich als Gangster entpuppt. Botze
zieht an der Wirtshaustür das Rollo 'runter mit der Aufschrift "Feierabend"
- mit Gerhard Bienert, Friedrich Gnass, Hans Stetter, Gustav Trombke
1956 - Die Millionen der
Yvette - mit Josephine Back,
Wolf Kaiser, Anne Dessau, Peter Herden, Otto Eduard Stübler, Gerhard Bienert,
Sabine Thalbach, Hans-Joachim Büttner, Ruth Baldor, Rolf Defrank, Agnes
Kraus
1957 - Wo du hin gehst ... - frei nach dem Roman von Eduard Claudius:
"Grüne Oliven und nackte Berge" - s/w - Während der Olympiade
im Berlin des Jahres 1936 verteilen Antifaschisten Flugblätter, um die
ausländischen Gäste über die politischen Zustände in Deutschland
zu informieren. Die Gestapo macht Jagd auf sie. Einer der Widerstandskämpfer,
Jakob Rhode, entkommt mit einer Schußverletzung. Die Schweizer Ärztin
Thea hilft ihm, verliebt sich in ihn. Verstehen indes kann sie seinen aussichtslos
scheinenden Einsatz nicht und will ihn mit in die Schweiz nehmen. Jakob lehnt
ab. Er geht nach Paris und von dort nach Spanien. Thea folgt ihm, arbeitet als
Ärztin in den Internationalen Brigaden. Der Kampf läßt sie nicht
zusammenfinden. Erst nach der Niederlage kreuzen sich kurz ihre Wege im Internierungslager.
Er bleibt inhaftiert, sie wird in die Schweiz abgeschoben, wo sie auf Jakob
warten wird.
- mit Wolfgang Stumpf, Gisela Trowe, Raimund Schelcher, Gerry Wolff, Johannes
Knittel, Josef Kamper, Alexander Papendiek, Otto Erich Edenharter, Heinrich
Gies, Charlotte Küter, Hansjoachim Büttner, Almut Dorowa, Betty Loewen,
Friedrich Richter
1957 - Das Stacheltier -
Ein Mann mit Herz - s/w
- Direktor Laumann kommt sehr früh in den Betrieb, trifft dort auf die
Reinemachefrau Müller, stürzt über den umgestülpten Teppich
und wahrt Haltung, als ihm der Staubsauger beim Überprüfen eine Ladung
Schmutz ins Gesicht bläst. Auch hat er ein Ohr für ihre Sorgen, daß
ihr Verlobter Otto Wuppke mit der Heirat zögert, weil er in eine andere
Schicht gekommen ist und sie kaum noch sieht. Laumann wird ihr helfen, macht
sich sogar einen Knoten ins Taschentuch. Doch es handelt sich, wie auch in anderen
Fällen, nur um leere Versprechungen - er vergißt es. Der Schichtmeister
regelt von sich aus diese Angelegenheit. Laumann stutzt bei einer erneuten Begegnung,
wundert sich über den Knoten und nimmt ihren Dank, obwohl er gar nichts
getan hat, freudig entgegen. - mit Jean Brahn, Ruht Maria Kubitschek, Werner
Pledath, Jochen Thomas
1957 - Emilia Galotti - nach dem gleichnamigen Schauspiel von
Gotthold Ephraim Lessing - 91 min - s/w - Der Prinz von Guastalla begehrt die
aus bürgerlichem Hause stammende Emilia Galotti seit er ihr auf einer Gesellschaft
begegnete. Tief erschüttert ihn die Nachricht über deren bevorstehende
Vermählung mit dem Grafen Appiani. Sein Kammerherr Marinelli bietet dem
Prinzen seine Hilfe an, um die geplante Verbindung zu verhindern und ihm dadurch
Zeit zu verschaffen, Emilias Gunst für sich zu gewinnen. Als ein erster
Versuch fehlschlägt, greift Marinelli schließlich zu drastischen
Mitteln: Bei einem inszenierten Überfall auf die Hochzeitskutsche wird
Appiani getötet. Sterbend durchschaut er die Intrige und gibt dies in seinen
letzten Worten der Mutter Galotti zu verstehen. Emilia bringt man indes in scheinbare
Sicherheit auf das nahe gelegene Lustschloss des Prinzen. In Sorge um ihre Tochter
eilt Claudia Galotti zu ihr, und auch ihr Ehegatte Odoardo erscheint alsbald
im Schlosse, nachdem er Kunde vom Überfall erhielt. Durch die Gräfin
Orsina - der verschmähten Geliebten des Prinzen - erfährt er die wahren
Hintergründe des Geschehens. Aufgebracht will er Rache für die Ermordung
Appianis üben und den Prinzen erdolchen, lässt aber davon ab, um seine
Tochter nicht zu gefährden. Der Prinz bemüht sich derweil weiter um
Emilias Zuneigung, so dass diese sich nun nicht mehr sicher ist, ob sie seiner
Verführung auf Dauer widerstehen kann. Aus Verzweiflung über diese
Schwäche will sie sich das Leben nehmen. Ihr Vater verhindert die Tat,
legt aber auf ihre dringende Bitte hin dann selbst Hand an seine Tochter, um
ihre Tugend zu wahren. - mit Karin Huebner, Hans-Peter Thielen, Gisela Uhlen,
Ernst Otto Fuhrmann, Gerhard Bienert, Maly Delschaft, Horst Schulze, Gerry Wolff,
Karl Heinz Peters, Alexander Papendiek, Eduard von Winterstein, Helmut Straßburger,
A. P. Hoffmann, Gertrud-Elisabeth Zillmer, Agnes
Kraus, Angelica
Domröse, Ellen Plessow, Axel Triebel, Heinz Rosenthal, Guido
Goroll, Karen Fredersdorf, Lissy Tempelhof, Marianne Worbs, Günther Ballier,
Hannes Felgner, Charles Hans Vogt, Hildegard Diestelmann, Christoph Beyertt,
Egon Vogel, Georg Helge, Erwin Behling, Herbert Ambach, Gustav Seyberlich, Axel
Thiesen, Klaus Räthel, Teddy Wulff, Gerda Müller, Peter Krassno-Glasoff,
Nico Turoff
1957 - Gejagt bis zum
Morgen - nach Erinnerungen
von Ludwig Turek - 81 min - s/w - Deutschland um die Jahrhundertwende. Der Tod
ihres Mannes bei einem Betriebsunfall ist für die Arbeiterfrau Martha Kurda
ein schwerer Schicksalsschlag. Nun ist sie mit den zwei Söhnen Ludwig und
Ulli auf sich allein gestellt. Die Familie lebt in Armut und muss um das tägliche
Brot kämpfen. Bald wird Martha arbeitslos, die wenigen Ersparnisse reichen
vorn und hinten nicht. Der 13jährige Ludwig versucht die Mutter zu unterstützen,
indem er betteln geht. Große Sorgen macht ihnen außerdem der kleine
Ulli, als dieser an Lungenentzündung erkrankt. Der Junge stirbt kurz darauf,
weil die Familie die Kosten für einen Arzt nicht aufbringen kann. Um seinem
Bruder wenigstens eine würdige Beerdigung zu verschaffen, stellt Ludwig
sein Bett zur Verfügung, aus dem der Tischler Baumann einen Sarg zimmert.
Auf dem Friedhof kommt es zwischen Ludwig und Baumann zu einem Streit, in dessen
Verlauf der betrunkene Tischler in das ausgehobene Grab stürzt. Beim Anblick
des regungslosen Körpers und dem Glauben an seine Schuld wird Ludwig von
Angst ergriffen und läuft davon. Die kaiserliche Polizei verdächtigt
den Jungen des Mordes und leitet die Fahndung ein. Währenddessen verteidigt
Baumanns Sohn Karl, ein Drucker und überzeugter Sozialist, der Martha liebt
und sie heiraten will, auf dem Präsidium entschieden die Unschuld des Jungen.
Die Untersuchung des Gerichtsmediziners beweist schließlich, dass der
alte Baumann nicht durch Fremdeinwirkung aus dem Leben schied, sondern der Vorfall
auf dem Friedhof nur ein Unfall war, in dessen Folge er starb - unfähig
sich in seiner Trunkenheit selbst zu helfen. Nachdem Ludwig die ganze Nacht
auf der Flucht zugebracht hat, gejagt von den kaiserlichen Häschern, wird
er am Morgen von Karl gerettet. Gemeinsam machen sich Martha, Karl und Ludwig
jetzt auf den Weg in eine hoffnungsvollere Zukunft, mit Arbeit in Karls Druckerei.
mit Manja Behrens, Raimund Schelcher, Wolfgang Obst, Siegfried Ewert, Siegfried
Schürenberg, Annemarie Hase, Friedrich Gnaß, Günther Ballier,
Wolf Beneckendorff, A. P. Hoffmann, Paul Pfingst, Nico Turoff, Gustav Püttjer,
Werner Senftleben, Traute Sense, Siegfried Weiß, Otto Eduard Stübler,
Karl-Heinz Weiß, Johannes Wieke, Gerry Wolff, Frank Michelis, Horst Friedrich,
Friedrich Teitge, Ludwig Sachs, Petra Denardy, Barbara Uhlen, Maria Besendahl,
Hermann Stetza, Liselott Baumgarten, Hannelore Freudenberger
1958 - Nur eine Frau - 105 min - s/w - nach dem gleichnamigen
Roman von Hedda Zinner - mit Karla Runkehl, Rudolf Grabow, Lore Frisch, Helga
Göring, Ruth Baldor, Hanns Anselm Perten, Maly Delschaft, Hans Finohr,
Albert Garbe, Eva-Maria Hagen, Isolde Thümmler, Hans Stetter, Hermann Matt,
Hansjoachim Büttner, Peter A. Stiege, Marga Legal, Bella Waldritter, Edith
Volkmann, Maria Besendahl, Charlotte Küter, Nana Schwebs, Christina Monden,
Waldemar Jacobi, Herbert Kiper, Egon Vogel, Heinz Gies, Heinz Kögel, Hans
Klering, Friedrich Teitge, Charles Hans Vogt, Otto Krieg-Helbig
1958 - Klotz am Bein - s/w - Musik von Gerd Natschinski - Der
junge Elektroinstallateur Gustav Hauschild lebt mit seiner Frau Christl bei
den Schwiegereltern. Um der Enge zu entfliehen und ein eigenes Heim zu bekommen,
ist er in der Wohnungsbau-Genossenschaft. Aber plötzlich erbt er ein Haus.
Eine Bruchbude zwar, doch im Gegensatz zu Christl ist Gustav begeistert. Er
kündigt bei der Genossenschaft und macht sich mit tatkräftiger Unterstützung
des Schwiegervaters an den Ausbau. Doch das baufällige Gemäuer ist
nicht zu retten, und als das Chaos nicht mehr zu überbieten ist, kehrt
er reumütig zu Christl zurück und in die Genossenschaft. - mit Gerhard
Bienert, Christel Bodenstein, Horst Drinda, Erika Dunkelmann, Hans Flössel,
Harry Gillmann, Hans Hardt-Hardtloff, Paul R. Henker, Marga Legal, Hans-Joachim
Martens, Vera Oelschlegel, Sabine Thalbach, Georg Michael Wagner, Karl-Heinz
Weiß
1958 - Der Prozeß wird
vertagt - s/w - nach der
Novelle „Michaels Rückkehr” von Leonhard Frank - 1955 kehrt der in der
Nazi-Zeit emigrierte Jude Michael Vierkant aus dem Ausland in die Bundesrepublik
Deutschland zurück, um die Verurteilung des damaligen Denunzianten Korn
zu erwirken, der für die Ermordung seiner Schwester verantwortlich war.
Korn ist wieder in Amt und Würden; Michaels Bemühungen blieben erfolglos.
Es kommt zur direkten Auseinandersetzung zwischen den beiden, wobei Michael
Korn in Notwehr erschießt. Er flieht und wird von der jungen, zurückgezogen
lebenden Künstlerin Maria Jäger versteckt, dann doch von der Polizei
gestellt und des vorsätzlichen Mordes angeklagt. Der Kriminalpolizei wird
der Fall vom Verfassungsschutz aus der Hand genommen, der einen politischen
Racheakt in kommunistischem Auftrag konstruiert. Michael gelingt es, aus dem
Gefängnis zu entkommen. Maria und deren Freunde organisieren eine Pressekonferenz,
auf der Michael die Zusammenhänge offenlegt. Der Prozeß wird vertagt.
mit Raimund Schelcher, Gerhard Bienert, Gerry Wolff, Friedrich Richter, Waltraut
Kramm, Brigitte Krause, Peter Kiwitt, Alexander Hegarth, Irmgard Armgart, Herbert
Grünbaum, Hans W. Hamacher, Kurt Steingraf, Gisela Uhlen, Hans Wehrl
1958 - Das Stacheltier -
Verkaufskräfte gesucht
- s/w - In einem Lebensmittelgeschäft stehen viele Käufer. Ganz besonders
aufgebracht, weil es so lange dauert, ist Frau Schmidt. Sie klagt ihr leid Frau
Schulz. Letztere hat - wie sie erzählt - wieder eine Arbeit aufgenommen,
da ihr Mann auf Montage in die 'Schwarze Pumpe' delegiert worden ist. Auf ihren
Rat hin, sich doch - da sie ja gelernte Verkäuferin sei - bei der HO zu
bewerben, gibt die nichberufstätige Frau Schmidt zu bedenken, daß
sie dazu gar keine Zeit habe, "weil's Einkaufen immer so lange dauert!"
- mit Lore Hardt, Brigitte Krause, Albert Zahn
1958/59 - Ware für Katalonien - mit Eva-Maria Hagen, Herwart Grosse,
Manfred Krug, Marga Legal, Norbert Christian, Peter Sturm
1958/59 - Senta auf Abwegen - mit Günther Simon, Karin Buchali,
Ruth Maria Kubitschek, Wolf Kaiser, Albert Garbe, Walter Jupé, Werner
Lierck, Johannes Arpe, Rudolf Fleck, Hans Klering
1959 - Kabale und Liebe -
- nach dem gleichnamigen Drama von Friedrich
Schiller - 109 min s/w - Auszeichnungen: Das Kollektiv mit Regisseur Martin
Hellberg, Kameramann Karl Plintzner, Architekt Harald Horn, Schauspieler Otto
Mellies erhielt 1960 den Heinrich-Greif-Preis I. Klasse. - Schillers bürgerliches
Trauerspiel führt an den Hof eines deutschen Kleinstaates im 18. Jahrhundert.
Der Herzog finanziert sein luxuriöses Leben samt Mätresse Lady Milford
durch Verkauf von zwangsrekrutierten Söldnern nach Übersee. Luise
Miller, die Tochter des Stadtmusikus, liebt Ferdinand, den Sohn des Präsidenten
von Walter. Dieser will seinen Sohn mit Lady Milford verheiraten, um stärkeren
Einfluss am herzoglichen Hof zu erhalten. Ferdinand verweigert sich. Es wird
eine Intrige gesponnen, die Ferdinand davon überzeugen soll, dass Luise
einen anderen liebt. Er beschließt, Luise zu vergiften und selbst zu sterben.
Zu spät erfährt er, daß er einer Lüge aufgesessen ist.
mit Wolf Kaiser, Otto Mellies, Karola Ebeling, Marion van de Kamp, Willi Schwabe,
Martin Hellberg, Uwe-Jens Pape, Hans Finohr, Christine Schwarze, Waltraud Backmann,
Jochen Diestelmann, Gustav-Karl Egerer, Marianne Epheser, Otto-Erich Edenharter,
Karl-Heinz Fischer, Oswald Foerderer, Hannjo Hasse, Karl-Helge Hofstadt, Dieter
Kaufmann, Otto Krone, Christa Lehmann, Alexander Papendiek, Günther Polensen,
Marlies Reusche, Heinz Rosenthal, Fredy Roth, Werner Senftleben, Sepp Klose,
Hannelore Freudenberger, Lisa Wehn, Ilse Voigt, Waltraud Backmann, Jochen Diestelmann,
Otto Erich Edenharter, Gustav-Karl Egerer, Marianne Epheser, Karl-Heinz Fischer
1959 - Das Stacheltier -
Alles maßlos... ist übertrieben - s/w - Ein Klempner repariert in Frau Schulzes Küche die
Wasserzuführung und schimpft über die mal zu weiten bzw. mal zu engen
Wasserhahn-Ersatzteile - es fehlt eine Standardisierung. Kollege Schulze, Werkleiter
einer Bügeleisenfabrik, demonstriert - dadurch angeregt - im selbigen Raum,
was alles verändert werden könnte: Heizöfen, Tauchsieder, Nähmaschinen,
Kaffeekannen, Butterdosen, ect.. Nur bei einem Gebrauchsartikel, dem Bügeleisen
aus seiner Fabrik, wehrt er sich heftig gegen jegliche Standards. - mit Charlotte
Brummerhoff, Werner Schall, Jochen Thomas
1960 - Das Stacheltier -
Die Trickbetrügerin
- s/w - Bei Dr. Haßmichel, dem Chefredakteur des westdeutschen "Fränkischen
Grenzboten", gehen zwei Meldungen ein: über eine 23jährige Trickbetrügerin,
Emma Frey, die sich als Ostflüchtling ausgibt, sowie eine DDR-Bürgerin,
Karoline Mertens aus Dresden, die von Volkspolizisten beim Grenzübertritt
beschossen worden und im Krankenhaus gestorben sein soll, und ihre 13jährige
Tochter Charlotte. Emma Frey erscheint bei ihm, gibt sich als Charlotte aus
und erhält 300,- DM für ihren fiktiven Bericht. Dr. Haßmichel
hält sie für echt und erklärt Frau Mertens, die nur Nasenbluten
hatte, von Grenzern nicht verwundet wurde und den Betrug bei der Zeitung aufklären
will, da ihre Tochter Charlotte bei der Großmutter geblieben ist, für
eine Lügnerin. Letztere flieht durchs Toilettenfenster, da sie keine Chance
zur Rechtfertigung sieht, und geht zurück in die DDR. - mit Charlotte Brummerhoff,
Ruth-Maria Kemper, Willi Narloch
* Erste Film-Regie von Herwart Grosse, der vorher "Die Trickbetrügerin"
auch am Deutschen Theater in Berlin inszeniert hat.
1960 - Seilergasse
8 - s/w - Lisa Gau, ein etwas leichtlebiges
Mädchen, wird in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Kriminalist Schirding,
der im selben Haus wohnt, übernimmt die Untersuchung. Was auf den ersten
Blick wie Selbstmord aussieht, erweist sich als Mord. In Verdacht gerät
auch Schirdings Sohn Peter, der ein Verhältnis mit Lisa hatte und als Medizinstudent
an Gift herankommt. Peter, dessen Verhältnis zum meist abwesenden Vater
ohnehin gespannt ist, verläßt empört das Haus. Schirding versucht
den Fall wegen Befangenheit abzugeben, aber seine Kollegen vertrauen ihm. So
ermittelt er gewissenhaft weiter, kommt dem wirklichen Mörder auf die Spur
und kann ihn stellen: Peters Freund Werner, der nach der Tat in den Westen fliehen
will. Am Ende steht der Versöhnung von Vater und Sohn nichts mehr im Wege.
- mit Rolf
Herricht, Martin Flörchinger, Manja Behrens,
Dieter Perlwitz, Dietrich Kerky, Rudolf Ulrich, Albert Garbe, Charlotte Brummerhoff,
Horst Schön, Lore Frisch, Norbert Christian, Amy Frank, Erich Franz, Friedrich
Richter, Sylva Schüler
1959/60 - Was wäre,
wenn...? - nach dem
gleichnamigen Schauspiel von Hedda Zinner mit Willi Narloch, Gerd Ehlers,
Heinz Frölich, Trude Bechmann, Fred Düren, Manfred Krug
1960 - Die schöne Lurette - frei nach der Operette von Jacques Offenbach
- 82 min - Karneval in Paris zur Zeit Ludwig XV. Die reizende Wäscherin
Lurette will das bunte Treiben nutzen, um den etwas schwerfälligen Zimmermann
Campistrel eifersüchtig zu machen, damit er ihr endlich seine Liebe gesteht.
Der aber ist mit der Fertigung der Spottfiguren für den Umzug beschäftigt.
Lurettes Wege kreuzen die des Herzogs von Marly und ihre Pläne die seinen.
Mit einer fingierten Hochzeit will er die hübsche Lurette für ein
amouröses Abenteuer gewinnen und sie danach dem König als neue Mätresse
zuführen. Durch das Eingreifen der couragierten Wäscherin Marcelline,
des endlich aktiv werdenden Campistrel sowie der anderen kann die ahnungslos
flirtende Lurette vor der schändlichen Intrige des Herzogs gerettet werden.
Der Karneval erlebt mit der glücklichen Umarmung von Lurette und Campistrel
seinen Höhepunkt. - mit Evelyn Cron, Jiri Papez, Otto Mellies, Hannjo Hasse,
Lore
Frisch, Josef Peter Burgwinkel,
Jochen Diestelmann, Peter Kiwitt, Werner Lierck, Bodo Mette, Willi Neuenhahn,
Jirí Papez, Rolf Ripperger, Frank Peter Rohm, Jochen Thomas
1961 - Der Mann mit dem Objektiv - Musik von Gerd Natschinski - Raketenpilot
Os gerät aus dem Jahre 2222 durch eine technische Panne ins Jahr 1960.
Vor den Augen Anitas taucht er aus einem See auf – nackt. Sie glaubt ihm zwar
die Geschichte nicht, leiht ihm dennoch ihren Bademantel, damit er sich Kleidung
besorgen kann. 24 Stunden dauert sein Aufenthalt, und er bringt so manche Überraschung
– für ihn und die anderen. Daß Os kein Geld hat, ist noch das Geringste.
Man hält ihn für den bekannten Schauspieler Marten und gibt ihm Kredit.
Aber mit seinem GGO (Gefühls- und Gedanken-Objektiv) kann er hinter die
Fassaden der Menschen blicken und sich nicht verkneifen, regulierend einzugreifen.
Nachdem er einigen Wirbel angerichtet hat, ist die technische Panne an der Zeitenstrahlwand
wieder behoben, und von Os bleibt nur ein Häufchen Kleidung übrig.
Er aber nimmt die Gewißheit mit in die Zukunft, daß die Leute des
Jahres 1960 noch nicht reif fürs GGO sind. - mit Erich Franz, Monika Hildebrandt,
Maika Joseph, Erik S. Klein, Gertraud Kreißig, Micaéla Kreißler,
Eduard Kubat, Helga Labudda, Christine Laszar, Rolf Ludwig, Axel Müller,
Uta-Maria Schütze, Otto Stark, Sabine Thalbach
1961 - Tanz am Sonnabend
- Mord? - mit Gerry Wolff,
Hans Klering, Hans Lucke, Johannes Arpe, Kurt Conradi, Rudolf Ulrich, Ruth Kommerell,
Walfriede Schmitt
1960/61 - Das Filmmagazin
Nr. 1 - 76 min - Zusammenstellung von acht kabarettistischen und zeitkritischen
Kurzfilmen.Fortsetzungsprojekte waren: "Filmmagazin Nr. 2 - Achtung 8 x
aufgeblendet" 1962, "Filmmagazin Nr. 3 - Stelldichein bei Huckebein"
1962/63 (siehe Angelika
Waller) und wurden nicht aufgeführt.
Gezeigt wird unter anderem ein FDJ-Funktionär,
dessen Referat alle Zuhörer zum Einschlafen bringt, sowie ein westdeutscher
Landtagsabgeordneter, der sich über ein aus der DDR stammendes Geburtstagsgeschenk
empört. Eine andere Episode verfolgt die Geschichte eines Leierkastens
von 1877 bis in die 50'er Jahre des 20. Jahrhunderts und der Sänger Lutz
Jahoda präsentiert eine Schlagerrevue. 2. Teil :
Die Vogelscheuche - Nach
einem Gruppentanz findet sich ein Paar zusammen. Der junge Mann erliegt bald
den Lockungen eines Mädchens. Da verkleiden sich die anderen als Gespenster,
die Betrogene als Vogelscheuche und bedrängen den Untreuen nebst seiner
Gespielin. Reumütig kehrt er schließlich zu seiner früheren
Freundin zurück. Die jetzt verlassene wird nun mit den Sachen als Vogelscheuche
behängt. Dazwischen taucht mehrfach ein Fotograf auf, um Bilder zu knipsen,
sowie eine bigotte Dame, die an der Bar sitzt und in Höllenszenen als Teufelin
agiert - mit Marlene Schellong, Bodo Schmidt, Gerd E. Schäfer, Sonja Voigt-Haas
5. Teil: Pickhuhns Geburtstag - s/w - Landtagsabgeordneter Dr. Lehmann
kauft Blumen für seinen Parteifreund Pickhuhn zum Geburtstag. Dessen Frau
bereitet indessen mit dem Dienstmädchen Selma die Feier vor. Herr Pickhuhn
ist empört über das Geburtstagsgeschenk von seiner Gemahlin, einem
Schmalfilmprojektor aus der "sogenannten DDR", vom VEB Optischewerke
Dresden. Er als Landtagsabgeordneter darf ein Produkt von "drüben"
nicht besitzen. Als die Gäste den versteckten Apparat entdecken, gibt er
ihn als Leihgabe von seinem Kollegen Brandstetter aus. Dieser wird von Lehmann
während einer Fraktionssitzung zur Rede gestellt, ist völlig verblüfft
und schwört Rache. Doch Pickhuhn bremst seine Empörung mit dem Hinweis,
er trage Unterhosen mit einem VEB-Zeichen, also auch östlicher Herkunft,
wie seine Frau auf dem Wäscheplatz feststellen konnte. So einigen sie sich,
daß Pickhuhn den Apparat beim Trödler Blume geliehen hat, der sich
den Leihschein und später das Leigut teuer bezahlen läßt. Dr.
Lehmann erhält eine Rüge wegen falscher Anschuldigung. Pickhuhns Freund
Hummel bestätigt den Irrtum, der Apparat hat nicht Brandstetter sondern
Blume gehört. Als kurze Zeit danach der Fraktionsvorsitzende eine Feier
vorbereitet und dafür ebenfalls einen Projektor braucht, erhält er
vom Verkäufer das ausländische Fabrikat ausgehändigt, das Pickhuhn
zurückgegeben hat - aber diesmal ohne Fabrikats-Hinweis - mit Hansjoachim
Büttner, Adolf Peter Hoffmann, Walter Lendrich, Emil Stöhr - Marianne
Wünscher singt hier auch! 7.
Teil: Dem Manne muß geholfen werden - Ein Ehepaar zerschlägt am Frühstückstisch beim
Streit um eine Einweihungsfeier fast sein gesamtes Porzellan. Nachdem es sich
abreagiert hat, stellt es fest, daß Ersatz gekauft werden muß, um
die Party durchführen zu können. Doch die Verkäuferinnen schütteln
mit dem Köpfen: bei fehlendem Kassenzettel nichts zu wollen; in acht bzw.
zehn Monaten; Angebote passen nicht zu den noch vorhandenen Resten. Doch dem
Manne kann bzw. muß geholfen werden. Der Weg dahin führt über
eine Standardisierung, wie der Schauspieler Hubert Hoelzke im Bild feststellt.
- mit Evamaria Bath, Hubert Hoelzke, Gina Presgott, Myriam
1961/62 - Josef
und all seine Brüder - 81 min - mit Ekkehard Schall, Siegfried Kilian, Hans-Dieter
Schlegel, Axel Triebel - Die Geschichte eines Arbeitsbummelanten, der wegen
eines Einbruchs im Gefängnis landet und sich nach der Haft erst vom englischen,
dann vom französischen und amerikanischen Geheimdienst anwerben lässt.
Von der Staatssicherheit der DDR jedes Mal entlarvt, wird er am Ende nach West-Berlin
abgeschoben und dort als Märtyrer und Held der freien Welt gefeiert. - Wurde nie ins Kino übernommen.
1962 - Die schwarze Galeere - s/w - nach der gleichnamigen Erzählung von
Wilhelm Raabe - Antwerpen
am Ende des 16. Jahrhunderts. Zum zweiten Mal fällt die Stadt in die Hände
der plündernden und mordenden Spanier. Jan und Myga sind gerade zehn Jahre
alt. Während Mygas Vater versucht, sich mit den Spaniern zu arrangieren,
verläßt Jan mit seinem Vater das besetzte Land. Als Jan zum Jüngling
herangewachsen ist, geht er zu den Geusen, und man vertraut ihm als Steuermann
mit der „Schwarzen Galeere“ das beste Schiff an. Er übersteht zahlreiche
Kämpfe und Gefahren, wird eines Tages jedoch von den Spaniern gefangengenommen.
Er befreit nicht nur sich, sondern auch seine geliebte Myga aus den Händen
der Feinde. 1609 müssen die Spanier die Unabhängigkeit der Nordprovinzen
endgültig anerkennen. - mit Dietrich Körner, Gerry Wolff, Gerhard
Rachold, Hans-Peter Minetti, Beate Hanspach, Else Wolz, Raimund Schelcher, Alexander
Papendiek, Walter E. Fuß, Peter Kiwitt, Hans Feldner, Fred Kötteritzsch,
Ingeborg Neef, Marlies Reusche
1961/62 - Ach, du fröhliche... - Drehbuch: Hermann Kant - nach der
Komödie "Und das am Heiligabend" von Vratislav Blažek - 95 min
- s/w - Der vielbeschäftigte Betriebsdirektor des VEB "13. August"
Walter Lörke freut sich auf ein ruhiges Weihnachtsfest im Kreise der Familie.
Dieser Wunsch soll sich aber nicht erfüllen, denn ausgerechnet am Heiligabend
überrascht ihn seine Tochter Anne mit ihren Heiratsplänen, und stellt
ihm den zukünftigen Schwiegersohn vor. Nicht nur die Tatsache, dass dieser
Thomas Ostermann ein scharfer Kritiker der Arbeiter- und Bauernmacht ist und
somit im Gegensatz zu seiner eigenen Überzeugung steht, ist Grund für
Vater Lörkes Erregung. Irritiert ist er auch durch die bislang verheimlichte
Schwangerschaft Annes, die zum Entschluss für eine baldige Hochzeit führte.
Um seine friedliche Weihnacht gebracht, verlässt Vater Lörke empört
das Haus. Anfängliche Wut und Enttäuschung kehren sich jedoch bald
in Interesse für Thomas und das Bedürfnis ihn zu verstehen. So versucht
Lörke an jenem Heiligabend zu ergründen, was die Ursache für
dessen negative Einstellung dem Staat gegenüber ist. Während dieser
nächtlichen Reise in die Vergangenheit des jungen Mannes wächst seine
Achtung vor dem zukünftigen Schwiegersohn, der durch sein kompromissloses
Eintreten für einen Freund, dessen Eltern republikflüchtig wurden,
Schwierigkeiten bekam. Zweifellos zeugt Thomas' Verhalten von Charakterstärke
und einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, aber erkennt Vater Lörke
auch, daß es ihm an Vertrauen in den Staat mangelt. Durch Lörkes
Unterstützung kommt Thomas schließlich selbst zu dieser Einsicht,
und am Ende werden es doch noch fröhliche Weihnachten. - mit Erwin Geschonneck,
Mathilde Danegger, Karin Schröder, Arno Wyzniewski, Günter Junghans,
Rosemarie Schelenz, Herwart Grosse, Walter Jupé, Karla Runkehl, Gerd
Ehlers, Erik Veldre, Jutta Wachowiak, Horst Jonischkan, Fred Delmare, Siegfried
Kilian, Günter Rüger, Klaus Gehrke, Hans Bussenius, Yvonne Merin,
Hans Hardt-Hardtloff, Ingeborg Krabbe, Paul Berndt, Ursula Blank, Johannes Frenzel,
Walter E. Fuß, Horst Giese, Hermann Kant, Rudolf Mühle, Arthur W.
Neubert, Dieter Pröhl, Wolfgang Roeder, Ingrid Schnell, Gerhard Scholz,
Erich Weber
1962 - Fetzers Flucht (TV-Produktion), in der die Wünscher
eine Sängerin spielt.
1962 - Wind von vorn - s/w - * Das Material gilt als vernichtet.
- Schorsch und Hannes sind LKW-Fahrer eines Regelwerkes. Im Gegensatz zu seinem
Freund Hannes, einem überzeugten Sozialisten, träumt Schorsch von
der Selbstständigkeit. Als Hannes bei einem Unfall ums Leben kommt tritt
Marianne seine Stelle an. Marianne ist geschieden, ihr Mann in den Westen gegangen.
Schorsch verliebt sich in sie. Um sie als Beifahrerin zu gewinnen sabotiert
er ihre eigenständige Arbeit. Marianne fühlt sich dem Druck nicht
gewachsen und verläßt den Betrieb. Als Marianne ihren Mann, der aus
dem Westen zurückkehrt, wiedersieht, erkennt sie, dass sie eigentlich Schorsch
liebt. Die beiden heiraten. Beide werden weiterhin jeweils ihren eigenen LKW
fahren. - mit Erwin Geschonneck, Ursula Werner, Peter Rose, Gerhard Lau, Otto
Erich Edenharter, Otmar Richter, Jutta Wachowiak, Holger Mahlich, Hans Hardt-Hardtloff,
Maria Besendahl, A. P. Hoffmann, Lutz Riemann, Wolfgang Thal
1962
- An
französischen Kaminen
- 99 min - s/w - Deutsche Bundeswehrsoldaten beziehen 1962 in einem französischen
NATO-Stützpunkt Quartier, unter ihnen der Schlosser Klaus Wetzlaff aus
dem Rheinland. Durch sein hilfsbereites Verhalten gewinnt er in Jeanne, der
Tochter des Bürgermeister, eine Freundin. Außerdem die Anerkennung
von Major Siebert, dem das Verhalten von Klaus geeignet scheint, die Aversionen
der Bevölkerung abzubauen und die Greueltaten der Nazi-Truppen vergessen
zu machen, denn die Bundeswehr hat große Pläne. Denen soll unter
anderem die Ruine einer Kapelle, in der während des Krieges Zivilisten
ermordet wurden, zum Opfer fallen. Es gibt Proteste, und ein Reporter ist der
Vergangenheit eines einflußreichen Bundeswehrgenerals auf der Spur. Dieser
hatte den Mord damals befohlen. Mit anderen bekommt Klaus den Auftrag, die Akten
dieser Bluttat zu stehlen. Bei dem Unternehmen, einem inszenierten Autounfall,
kommt der Reporter ums Leben. Klaus wird von seinem Gewissen geplagt, und er
entwendet die Akten wieder, um sie französischen Patrioten zu geben. Er
flieht von der Bundeswehr, doch auch im Frankreich de Gaulles ist er nicht sicher.
Aber er hat die Achtung und Liebe von Jeanne gewonnen. - mit Arno Wyzniewski,
Angelica
Domröse, Hannjo Hasse, Harry Hindemith, Raimund
Schelcher, Günther Simon, Evelyn Cron, Jörg Kaehler, Gerd Biewer,
Gerry Wolff, Albert Zahn, Horst Jonischkan, Willi Neuenhahn, Werner Röwekamp,
Hans Feldner, Gerhard Rachold, Fredy Barten, Harald Hauser, Günter Junghans,
Hans-Hartmut Krüger
1962 - Das Stacheltier -
Klapper macht Karriere -
s/w - Der Schlagerkomponist und Texter Giorgio S. Klapper ist durch einen Zeitungsartikel
über Nacht berühmt geworden. Seine Lebensgefährtin bewundert
ihn, obwohl er berühmte Vorgänger kopiert und Schlager im Fließbandtempo
prodoziert. Er lebt nur noch nach "seinen Bedürfnissen" - mit
großen Autos und Häusern. Als ihn der Vertreter der Nationalen Front,
Klibansky, für eine Veranstaltung ohne Bezahlung gewinnen will, lehnt er
entrüstet ab: "Schließlich leben wir doch noch nicht im Kommunismus!"
- mit Werner Lierck, Günter Naumann, Sabine Thalbach
1963 - Das Stacheltier -
Der Tanzlehrling - Eine
Gruppe Tänzerinnen und Tänzer mit reichlich Gepäck hat Zug und
Bus verpaßt. In einem Phantasieauto, das sich samt Fahrer aus einem Plakat
löst, setzen sie die Reise fort. Während einer durch erhöhte
Geschwindigkeit verursachten Reifenpanne bestaunt der Fahrer den Kostümfundus
in einem Koffer, wagt erste, zaghafte Tanzschritte und animiert vier der Ballettgirls
zu verschiedenen Revueszenen. Als die Gruppe in ein anderes Auto überwechseln
kann und am Auftrittsort eintrifft, stellt sie fest, daß die Kostüme
fehlen. Der erste Fahrer hat sie vertauscht, begeistert mit zwei Strichmännchen
weitergetanzt und erst dannsich auf den Weg gemacht, um ihnen den Koffer nachzubringen.
Den Damen bleibt inzwischen nichts Anderes übrig, als in ihrer Straßengarderobe
aufzutreten. So wird er mit Freuden begrüßt, nun kann die farbenprächtige
Revue beginnen. Als er mit seinem Gefährt auf der Bühne erscheint
und sich einzuordnen versucht, wird er weggestoßen und zum Abfahren bewegt...da
erwacht die Truppe, als nach langem Warten der Bus kommt und das Auto nebst
Tanzlehrling wieder im Plakat verschwunden ist. - mit Claus Schulz, Renate Tschenett
1963 - Das Stacheltier -
Engel, Sünden und Verkehr
- 3-Teiler (EP 2 siehe Angelica
Domröse),
EP1: Schutzengel - s/w - Ein Liebespaar küßt
sich im Auto mitten auf Berlins Straßen. Der Hauptschutzengel ruft die
Schutzbrigade im Himmel, die den Vorgang - nicht den Verkehr - neidvoll über
ihre Bildschirme beobachten, dazu auf, die irdischen Unfälle um 10% zu
senken. Nach Reichung des Antisex-Trunks wird höchste Alarmstufe ausgelöst,
da die Liebenden sich inzwischen im Kreisverkehr mit geschlossenen Augen küssen.
Schutzengel Nr. 6 wird per Rakete in die Karl-Marx-Allee, Berlin, beordert,
um ein Unheil zu verhüten.Sie landet im Auto, tippt den Betroffenen auf
die Köpfe, was sie erschrecken läßt, und kehrt erfolgreich in
die himmlischen Gefilde zurück, wo ihr die Chefin ein Lob ausspricht. Weniger
glücklich wäre sie gewesen über die Tatsache, daß Nr. 6
heimlich eine Flasche Pilsner-Bier hat "mitgehen" lassen und zum Kosten
herumreicht. Nr. 6 ist es auch, die Manfred Krug in einem Auto auf dem Bildschirm
entdeckt, der schnell verschwindet. Ein Sprecher beginnt das Märchen vom
Hase und dem Igel zu erzählen, was nicht gerade Jubel unter den jungen
Damen auslöst. Fortsetzung nach dritter Episode: Sie bedauern, daß
sie weder Manfred Krug, noch "Die Vier Brummers" 'haben können'
und vergessen darüber ihre verantwortungsvolle Tätigkeit zur Verhinderung
von Unfällen auf der Erde. Beim 100. Verkehrscrash tobt der Hauptengel,
entläßt - da Planstellen eingespart werden müssen - die Schutzbrigade,
die sich begeistert im irdischen Bereich wiederfindet und kulinarischen Genüssen
hingibt. Er folgt ihnen per Rakete und versucht als Polizist mittels Verkehrsregelung
eine Schadensbegrenzung durch die fehlende himmlische Leitstelle zu erreichen.
Schutzengel 6 sieht Manfred Krug, der seinen PKW "Wolga" wieder auf
Touren gebracht hat , und will mit diesem wetten, daß sie ihn gleich küssen
werde - wonach ihm im Augenblick nicht der Kopf steht. Inzwischen stoppt der
Hauptengel das Liebespaar aus dem Kreisverkehr und verpaßt ihm einen Stempel.
Als sie selbiges auch bei Manfred Krug machen will, muß sie feststellen,
daß er korrekt 15 m vor der Kreuzung entfernt geparkt hat, um Nr. 6 zu
küssen... - Musikinterpreten: Die 4 Kerstins, Dresdner Tanzsinfoniker,
Mary Halfkath, Günter Hörig - mit Schutzbrigade im Himmel: Tänzerinnen
des Metropol-Theater und Johanna Freiberg und Christa Dutschmann, Helga Dürr,
Monika Gabriel, Lilo Grahn, Inge Grunwald, Hildegard Hoffmann, Manfred Krug,
Sieglinde Lucker, Charlotte Pöhlmann, Ursula Reinwald, Erika Schmidt, Erik
Veldre, Ira Veldre, Jutta Wachowiak, Brigitte Zimmermann
1963/64 - Monolog
für einen Taxifahrer - 39 min - mit Fred Düren, Helga Göring, Adolf
Peter Hoffmann, Gina Presgott, Walter Jupe, Helga Piur - Ein Taxifahrer bringt
Heiligabend eine junge alleinstehende Frau zur Entbindung ins Krankenhaus. Anschließend
macht er sich, obwohl er sich nichts sehnlicher als einen ruhigen Feierabend
wünscht, auf die Suche nach dem ebenfalls jugendlichen Vater des Kindes.
Eine fürs Fernsehen der DDR inszenierte moderne Weihnachtsgeschichte, die
wegen "modernistischer Tendenzen" und angeblicher Verzerrung des sozialistischen
Gesellschaftsbildes nie ausgestrahlt wurde.
1963/64
- Mir
nach, Canaillen - Drehbuch:
Ralf Kirsten, Manfred Krug nach Motiven des Romans "Eine Sommerabenddreistigkeit"
von Joachim Kupsch - 108 min - mit Manfred Krug, Monika Woytowicz, Erik S. Klein,
Fred Düren, Carola Braunbock, Norbert Christian, Marion van de Kamp, Helga
Göring, Fritz Decho, Harald Halgardt, Helmut Schreiber, Walter Lendrich,
Heinz Scholz, Jutta Wachowiak, Fritz Links, Hans Hardt-Hardtloff, Otto-Erich
Edenharter, Axel Triebel, Friedrich Teitge, Helmut Bruchhausen, Willi Neuenhahn,
Horst Papke, Peter Dommisch, Gerhard Vogt, Edwin Marian - Die tollkühnen Erlebnisse eines
jungen Schäfers, der preußische Soldatenwerber überlistet, heftige
Reit- und Degenabenteuer besteht, den Adel des sächsischen Königshofes
der Lächerlichkeit preisgibt und die Liebe eines hübschen Fräuleins
gewinnt. Ein turbulenter Spaß, sichtlich von der französischen Mantel-
und Degen-Komödie "Fanfan, der Husar" mit Gerard Philippe und
Gina
Lollobrigida beeinflusst.
1964 - Wolf unter Wölfen - nach dem gleichnamigen Gesellschaftsroman
von Hans Fallada - 420 min - 4 Teile - mit Armin Mueller-Stahl, Annekathrin
Bürger, Wolfgang Langhoff, Inge Keller, Herbert Köfer, Jürgen
Frohriep, Ekkehard Schall - Die Geschichte von Wolfgang Pagel, eines Spielers
ohne Arbeit, und der Gelegenheitsprostituierten Petra Ledig. Um ihr zu helfen,
folgt er adligen Bekannten auf ein Rittergut. Angesichts der Vorbereitungen
zu einem Putsch gegen die Regierung, in die er verstrickt wird, wendet er sich
von den alten Freunden ab und sucht gemeinsam mit Petra einen ehrlichen Weg
zum Glück. 1. Teil: Die Stadt und ihre Ruhelosen, 2. Teil: Schwüle
über dem Land, 3. Teil: Es kommen des Teufels Husaren, 4. Teil: Ende und
Anfang.
1965
- König
Drosselbart - siehe ![]()
1965 - Tiefe Furchen - frei nach dem gleichnamigen Roman von
Otto Gotsche - s/w - Nach zwölf Jahren KZ-Haft kommt der „Rote Schuster“
im Mai 1945 in sein Dorf zurück. Als neuer Bürgermeister nimmt er
den Aufbau einer demokratischen Ordnung in Angriff. Er stößt auf
den Widerstand alter Nazis, aber auch auf die Bereitschaft vieler, einen Neuanfang
zu wagen. Gebhardt, ein Angestellter auf dem Hof des Großbauern und Kriegsverbrechers
Winter, gehört zu letzteren. Er trägt schwer an seiner Schuld – auch
weil er sich damals die Kate des Schusters angeeignet hat. Doch dieser vertraut
ihm und überträgt ihm die Verwaltung des enteigneten Winter-Hofs.
Gebhardts Sohn Georg, mit dem Winter-Hof-Sohn Arthur befreundet und noch immer
im Geiste des Faschismus befangen, verachtet deshalb den Vater. Erst ein verbrecherischer
Anschlag Arthurs bringt ihn zur Einsicht. - mit Fred Delmare, Kaspar Eichel,
Erwin Geschonneck, Hans Hardt-Hardtloff, Kurt Kachlicki, Karl Kendzia, Renate
Krößner, Katja Kuhl, Katja Paryla, Helga Raumer, Gudrun Ritter, Lissy
Tempelhof, Rudolf Ulrich, Ellinor Vogel
1966
- Geschichten
jener Nacht - 109 min - s/w
- Episodenfilm - Auszeichnungen Prädikat: "Wertvoll" für
die Episoden "Materna" und "Der große und der kleine Willi"
- mit
Hans Hardt-Hardtloff, Peter Sindermann, Renate Bahn, Dieter Mann, Jenny Gröllmann,
Ulrich Thein, Erwin Geschonneck, Jaecki Schwarz, Werner Dissel, Eberhard Esche, Inge Keller, Peter Reusse,
Horst Schulze, Johannes Wieke - In der Nacht vom 12. zum 13. August 1961, Bau der Mauer,
werden Menschen in Situationen gestellt, in denen sie sich menschlich und politisch
bewähren müssen. 1.
In „Phönix“ entschließt sich ein Kampfgruppenkommandeur,
seinen jungen Genossen in jener Nacht zu Hause zu lassen, denn der feiert gerade
Hochzeit. 1933 hatte er eine ähnliche Situation erlebt. Damals kam der
Genosse dennoch – wie der junge Mann heute. 2. In „Die Prüfung“
entscheidet sich ein 18 jähriges Mädchen, ihren republikflüchtligen
Eltern nicht in den Westen zu folgen. 3. Der Maurer „Materna“
(siehe Angelika
Waller) hatte sich 1945 geschworen, nie wieder
ein Gewehr in die Hand zu nehmen. Die Ereignisse des 17. Juni 1953 veränderten
seine Haltung, und auch in dieser Nacht steht er mit dem Gewehr Posten. 4. „Der große und der kleine Will“ - der kleine versucht, in einer geklauten
Kampfgruppenuniform nach Westberlin zu kommen, der große hält ihn
auf. Bei einem brutalen Angriff anderer Flüchtlinge schlägt sich der
kleine Willi auf die Seite des großen, der ihm durch sein verständnisvolles
Verhalten Achtung abgerungen hatte. (EP 4 spielt die Wünscher mit)
* Der Film entstand mit Unterstützung der Nationalen Volksarmee der DDR
und der Kampfgruppen.
* Es tanzen Isolde Pötsch, Karin Vetter, Kriemhild Backmann-Eufe, Petra
Rogge-Kühn, Bernd Schürmann, Herbert Hentschel, Hans-Dieter Scheibel,
Dimiter Bolger.
1966/67 - Turlis
Abenteuer - nach
einem Marionettenmärchen basierend auf Motiven der Erzählung "Pinocchios
Abenteuer" von Carlo Collodi - Gesang: Roswitha Trexler, Manfred Krug -
72 min - Aus einem besonders schönen Stück Lindenholz schnitzt Spielzeugmacher
Kasimir Turli - eine aufgeweckte Marionette, die sprechen und sich bewegen kann,
und überhaupt einem Menschenkind sehr ähnelt. Wie Pipifax und die
anderen Kinder mag auch Turli lieber spielen und Faxen machen, anstatt in der
Schule fleißig zu lernen. Das kommt dem Eselshändler Muriel gerade
recht, denn wer immer nur faul ist und nicht denkt, den macht er zum Esel und
verkauft ihn als Zirkustier. So schickt Muriel seine treuen Ergebenen, die Füchsin
Mirzilla und den Kater Eusebius aus, um die Kinder in sein Reich voller Vergnügungen
zu locken. Turli, dessen Vater Kasimir auf der Suche nach ihm im Bauch eines
großen Fisches gefangen wurde, hat inzwischen die Gefahr des Müßiggangs
erkannt und sie gemeinsam mit seinen Kameraden, denen plötzlich lange Ohren,
Hufe und Schwänze wuchsen, zu spüren bekommen. Mit Hilfe der guten
Fee Euphrosina gelingt es ihm, Kasimir zu retten und seine Freunde von Muriels
Zauber zu erlösen. Wegen seiner guten Taten wird Turli am Ende zu einem
richtigen Jungen aus Fleisch und Blut, der seinen Vater liebt und gern zur Schule
geht. - mit Martin Flörchinger, Alfred Müller, Vera Oelschlegel, Peter
Pollatschek, Martin Hellberg, Herwart Grosse, Helmut Schreiber, Harald Popig,
Hans Hardt-Hardtloff, Jürgen Marten, Detlef Wolf, Carola Zschockelt, Andreas
Nehring, Detlef Salzsieder - Stilistisch sehr reizvoll aufgrund des Zusammenspiels
von realen Darstellern mit Marionetten.
1967 - Mirandolina (Theateraufzeichnung fürs Fernsehen)
1968 - Androklus
und der Löwe - nach einem Bühnenstück von George Bernard
Shaw - 107 min - mit Herbert Köfer, Gerhard Bienert, Stefan Lisewski, Marita
Böhme - Rom zur Zeit der Christenverfolgung: Ein Schneider entgeht seinem
Schicksal, als Löwenfraß zu enden, weil er in der Arena auf einen
Löwen trifft, dessen Verletzung er versorgt hat.
1968 - Nebelnacht - nach dem gleichnamigen Roman von Heiner
Rank - s/w - Oberleutnant Kreutzer untersucht mit seinem jüngeren Kollegen
Arnold einen Verkehrsunfall, bei dem ein Motorradfahrer ums Leben kam. Die Spuren
deuten auf vorsätzliche Tötung. Verdächtig ist der Chefarzt Dr.
Nikolai, dessen Wartburg am Unfall beteiligt war. Trotz eines Alibis verhält
er sich merkwürdig, unter den Kollegen seiner Klinik gibt es Spannungen,
auch sein Sohn zeigt auffälliges Benehmen. Kreutzer geht in präziser
Kleinarbeit allen Spuren, jedem Verdacht nach, gerät dabei manches Mal
in Widerspruch zu seinem jungen Assistenten, der zu vorschnellen Schlußfolgerungen
neigt. Am Ende hat sich seine Methode ausgezahlt. Er kann den Täter, der
Dr. Nikolais Wagen für krumme Geschäfte benutzte, stellen. - mit Hannjo
Hasse, Hans-Peter Minetti, Inge Keller, Lissy Tempelhof, Rolf Hoppe, Peter Borgelt,
Gisela Büttner, Hans Hardt-Hardtloff, Sabine Krug, Ernst Meincke, Wolfgang
Pampel, Erika Pelikowsky, Käthe Reichel, Gunter Schoß
1969 - Aus unserer Zeit -
EP 4: Der Computer sagt: nein
- Episodenfilm - mit Alfred Müller, Jessy Rameik, Leon Niemczyk,
Heinz Behrens, Hans Hardt-Hardtloff, Peter Dommisch, Werner Lierck, Willi Schrade,
Renate Heymer (1. „Die zwei Söhne” - 2. „Das Duell” - 3. „Gewöhnliche
Leute” - 4. „Der Computer sagt nein”)
1969 - Dr. Med. Sommer II - 90 min - s/w - Auszeichnungen: 1971 Heinrich
Greif Preis 1. Klasse, Prädikat "Wertvoll", Rotkreuzfilmfestival
Warna (Goldmedaille) - Ein kleines Krankenhaus irgendwo in der DDR. Hierher
kommt Dr. med. Sommer (Nr. II, da der Oberarzt ebenfalls Sommer heißt),
um seine Facharztausbildung als Chirurg zu absolvieren. Er kommt mit Idealen,
vor allem möchte er ein Vertrauensverhältnis zu den Patienten und
Kollegen herstellen. Gewissenhaft, freundlich und aufmerksam versucht er, im
Klinikalltag seinem Ideal gerecht zu werden. Wenn ihm etwas kritikwürdig
erscheint, greift er selbstverständlich ein: streitet mit einem jungen
Kollegen über dessen zynische Haltung, sorgt dafür, daß die
Schwesternschülerin Emmylie nicht als Putzfrau ausgenutzt wird. Er beherzigt
die Ratschläge des routinierten Oberarztes und des weitsichtigen Professors,
hat Erfolge, muß aber auch mit Rückschlägen fertig werden, z.B.
dem Selbstmord eines krebskranken Patienten, dem er die Wahrheit über seinen
Zustand offenbarte. - * Der Film entstand mit Unterstützung der Ärzte
und Schwestern des Kreiskrankenhauses Greiz und des Städtischen Krankenhauses
Berlin-Köpenick. - mit Werner Tietze, Juliane Koren, Martin Flörchinger,
Wolfgang Greese, Margret Allner, Karin Gregorek, Peter Aust, Dorothea Garlin, Gert Gütschow, Jutta
Hoffmann, Frank Michelis, Willi Neuenhahn, Jürgen Ohl, Peter Rahnfeldt
1969 - Weil ich dich liebe
... - 97 min - Ein Forschungsauftrag
führt den Veterinärmediziner Dr. Gerd Thiessen in ein Volkseigenes
Gut. Seine Frau Eva hat ihre Arbeit aufgegeben, um ihn begleiten zu können.
Thiessens Neuerungsvorhaben stoßen bei einigen auf Widerstand, aber in
der attraktiven und erfolgreichen Tierärztin des Nachbarorts, Sabine Ladenbach,
findet er eine Verbündete. Ihre souveräne Position imponiert ihm,
und über die gemeinsamen Interessen entwickelt sich ein intimes Verhältnis.
Frau Eva beginnt auf ihre Weise, um den Mann zu kämpfen. Sie integriert
sich in die neue Umgebung, sucht sich Aufgaben, um ihrem Mann und seiner Tätigkeit
nahe zu sein. Thiessen erkennt in ihr den wahren Lebenspartner und auch, daß
er nicht im Alleingang, sondern nur mit Unterstützung des Kollektivs nützliche
Arbeit vollbringen kann. - mit Roman Wilhelmi, Ursula Werner, Marita Böhme,
Günter Grabbert, Günther Simon, Monika Däbritz, Jürgen Frohriep, Heinz Gerlach, Kurt
Goldstein, Hans Maikowski, Horst Papke, Gerhard Paul, Berndt Stübner, Hannelore
Wüst
1968 - Jungfer, sie gefällt
mir - 104 min - frei nach
dem Schauspiel, der Novelle "Der zerbrochene Krug" von Heinrich von
Kleist - 1792 im Sächsischen.
Dorfrichter Adam hat es auf Jungfer Ev abgesehen, und deshalb ist ihm der Schmied
Ruprecht, der sie heiraten will, ein Dorn im Auge. Beim nächtlichen Fensterln
wird er von Ruprecht überrascht, bekommt zwar von diesem einen Krug auf
den Kopf, kann aber unerkannt entkommen. Evs Mutter verklagt Ruprecht wegen
des zerbrochenen Krugs beim Richter Adam, der in arge Verlegenheit gerät.
Trotz seiner Intrigen kommt die Wahrheit an den Tag. Justizrat Walter aus Dresden
rettet das Ansehen der Obrigkeit und sperrt Ruprecht wegen Körperverletzung
ein. Da er es aber auch auf Ev abgesehen hat, geht auf seinem Kopf ebenfalls
ein Krug zu Bruch, während Adam von durchziehenden preußischen Soldaten
als einstiger Dieb ihrer Regimentskasse wiedererkannt und festgesetzt wird.
- mit
Wolfgang Kieling, Monika Gabriel, Jan Spitzer, Rolf Ludwig, Agnes
Kraus, Herbert Köfer,
Otto-Erich Edenharter, Albert Garbe, Elsa Grube-Deister, Rolf Hoppe, Ingeborg
Nass, Horst Schulze, Nico Turoff, Joachim Zschocke
1970 - Der rote
Reiter - Jugendfilm - 76 min - s/w - 1920 macht sich der 16jährige Arbeiterjunge Michael aus dem
Erzgebirge auf den Weg nach Rußland. Er möchte ein roter Reiter bei
Budjonny werden, um im Land der sozialistischen Revolution für die Interessen
der Arbeiterklasse zu kämpfen. Es wird eine abenteuerliche Reise, reich
an Gefahren und Versuchungen. Unmittelbar nach dem Aufbruch muß er vor
Reichswehrposten fliehen. Er kommt zum Wanderzirkus „Peroni“, wo ihm der Feuerspeier
Gustel weiterhelfen soll. Beinahe wäre er dort der Kunstreiterin Fanny
und der verlockenden Aussicht erlegen, Kaskadeur zu werden. Nach einem Aufenthalt
bei einer jugendlichen Diebesbande gelangt Michael auf ein Schiff, das nach
Osten fährt. Er entdeckt, daß das Schiff Waffen für die Weißgardisten
schmuggelt und sorgt dafür, daß die Gewehre in die Hände der
Sowjets geraten. Er schafft es, nach Petrograd zu kommen und wird in Budjonnys
Reiterarmee aufgenommen. - mit Burkhard Mann, Gerhard Lau, Klaus Pönitz, Regina
Popig-Heeger, Rüdiger Giese, Ralph Borgwardt, Juri Gamzin, Wolfgang Gorks, Siegfried Kellermann,
Juliane Korén, Holger Mahlich, Helmut Schreiber, Nico Turoff, Horst Ziethen
1972 - Der kleine Kommandeur - Der sechsjährige Florian, genannt
Flo, lebt zur Zeit allein mit seinem Vater, einem NVA-Offizier, in Burgstadt.
Die Mutter ist zum Studium in Berlin. Mit seiner Kindergartengruppe will er
sich an der Maidemonstration beteiligen, und er ist der verantwortliche „Kommandeur“
für die Vorbereitung. Plötzlich wird der Vater nach Berlin abkommandiert,
um dort an der Maiparade mitzuwirken. Flo fühlt sich alleingelassen, ist
traurig, richtet Schaden im Kindergarten an und schämt sich dafür,
bsonders vor seiner Freundin Fanni. Er will zum Vater, rückt aus und schleicht
sich als blinder Passagier auf einen Elbkahn. Dort wird er entdeckt und erfährt,
daß der Kahn gar nicht nach Berlin fährt. Dafür bringt ihn die
Polizei nach Berlin. Dort nehmen ihn die Eltern in Empfang, und seine Freunde
sind auch da. - mit Marita Böhme, Michaela Gabriel, André Hanisch,
Jürgen Huth, Sven Kaden, Micaéla Kreißler, Dieter Mann, Alfred
Müller, Helmut Müller-Lankow, Erika Pelikowsky, Dagmar Plietz, Tom
Schilling, May Schubert
1972/73 - Eva
und Adam oder Wieviel Sterne hat der Himmel - Fernsehfilm-Reihe - III. Folge - 97 min - mit Jenny Gröllmann,
Herbert Köfer, Helga Göring, Frank Schenk - Ein 17jährige Gärtnerin
bricht ihre Lehre ab und treibt ziellos umher. Erst die Liebe zu einem willensstarken
jungen Mann lässt sie über ihren bisherigen Weg und die Zukunft nachdenken. - Folge I - Eva und Adam oder Gefechte mit Napoleon
- Folge II - Eva und Adam oder Privat nach Vereinbarung
- Folge IV - Eva und Adam oder drum prüfe - siehe
Angelica
Domröse
1974/75 - Konzert für
Bratpfanne und Orchester
- mit Jaecki Schwarz, Marga Legal - Bum beteiligt sich mit seinen Freunden am
"Tag der guten Einfälle" mit einem lustig instrumentierten "Orchester"
aus Pfannen, Löffeln, Flaschen und anderen ausrangierten Gegenständen.
Hauptattraktion ist eine "musikalische" Kaffeekanne. Ein lustiger
Real-Trickfilm.
1974/75 - Heute
ist Freitag - 71 min - Nina
Hagen, Dieter Montag,
Käthe Reichel, Kurt Böwe - Eine Laborantin und ein Facharbeiter in
der DDR sind seit dem Sommer zusammen. Unbeschwert genießen sie ihre junge
Liebe - bis zu jenem Freitag, der sie vor eine Entscheidung stellt.
1975 - Die Entführung - 87 min
- mit Frank Schenk, Dietmar Richter-Reinick, Christoph Heidmann, Constanze Engelhardt
- Ein junger Mann kommt aus der Bundesrepublik zu Besuch in die DDR. Hinter
der Maske des sympathischen Besuchers verbergen sich unlautere Absichten. Er
soll zwei Kinder aus der DDR in die Bundesrepublik Deutschland entführen.
Da mit der Entführung der beiden eine beträchtliche Erbschaft verknüpft
ist, nimmt der Mann jedes Risiko in Kauf.
1975 - Der Staatsanwalt hat
das Wort: 2,5 Karat
1976 - Ottokar der Weltverbesserer - nach dem gleichnamigen Roman von Ottokar
Domma mit Lars Herrmann, Uwe Hoffmeister, Astrid Heinze, Karin Gregorek,
Kurt Böwe
1976/77 - Die Flucht - 94 min
- Die Geschichte eines Arztes, der sich aus Enttäuschung über die
Ablehnung seines Forschungsprojekts entschließt, die DDR zu verlassen,
schließlich aber seinen Entschluß rückgängig machen will. - mit Armin Mueller-Stahl, Jenny Gröllmann,
Erika Pelikowsky, Wilhelm Koch-Hooge, Karin Gregorek, Simone von Zglinicki,
Rolf Hoppe, Winfried Glatzeder, Gerhard Bienert, Trude Bechmann
1977 - Anton
der Zauberer
- Komödie - 106 min - Auszeichnungen: Das Kollektiv Karl Georg Egel, Günter
Reisch, Ulrich Thein erhielt 1979 den Heinrich-Greif-Preis I. Klasse; Kritikerumfrage
der Sektion Theorie und Kritik des Verbandes der Film- und Fernsehschaffenden
der DDR 1979 - bester DEFA-Film des Jahres 1978; bester DEFA-Film im komischen
Genre 1978. - Der Automechaniker Anton Grubske ist ein pfiffiger Bursche. 1945
entgeht er der Kriegsgefangenschaft, entzieht sich den Fängen der Gastwirtswitwe
Sabine und kehrt in sein Heimatdorf zurück. Dort heiratet er die Tochter
seines Chefs, macht die Werkstatt zu einem florierenden Unternehmen, indem er
mit aufgemöbelten Autowracks den ganzen Kreis motorisiert. Er schröpft
die Großbauern weidlich und deponiert das Geld bei seiner alten Freundin
Sabine, die ihn auch noch in Schiebereien verwickelt, so daß Anton bald
Millionär ist. Seine Umtriebe bringen ihm vier Jahre Gefängnis ein,
wo er sich ebenfalls als Organisationstalent bewährt hat und als Aktivist
entlassen wird. Seine Million ist allerdings dahin, Sabine hat sich mit dem
Geld in die Schweiz abgesetzt. Aber Anton macht weiter Karriere, als Ersatzteilbeschaffer
eines Traktorenwerkes. Sein Ruf hat inzwischen RGW-Dimensionen erlangt, als
er von Sabine, die verunglückt ist, die hohe Lebensversicherung und einen
Straßenkreuzer erbt. Das Geld schenkt er der Stadt, den Straßenkreuzer
schickt er in die Schrottpresse, und ob dieser großartigen Tat betrinkt
er sich so fürchterlich, daß sein Herz versagt. - mit Ulrich Thein, Anna Dymna, Erwin Geschonneck,
Barbara Dittus, Marina Krogull, Erik S. Klein, Alfred Struwe, Ralph Borgwardt, Dezsö Garas, Werner
Godemann, Grigori Grigoriu, Leon Niemczyk, Jessy Rameik, Gerry Wolff
1977 - Polizeiruf 110: Alibi
für eine Nacht
1978 - Rentner haben niemals
Zeit
= Das Rentnerehepaar Anna und Paul Schmidt (Helga Göring und Herbert Köfer)
wollen auf ihre alten Tage das Leben so richtig genießen. Doch durch viele
verzwickte Alltagssituationen und den damit verbundenen Problemen die es zu
lösen gilt, kommen sie überhaupt nicht zu der erhofften Erholung.
Anna und Paul wollen auf ihre alten Tage das Leben so richtig genießen.
Sie fahren in den Urlaub und wollen sich vom Alltag erholen. Aber da bringt
sie eine gefundene Brieftasche in eine wirklich prekäre Lage. Beim Angeln
fischt Paul das Portemonnaie aus dem Wasser und bringt es dem Besitzer zurück.
Doch statt sich zu bedanken, beschuldigt dieser Paul, Geld aus der Börse
genommen zu haben. Anna will Pauls Unschuld beweisen. Wieder zu Hause müssen
die beiden ihrem Freund, dem Friseurmeister Locke, helfen, der ebenfalls in
Schwierigkeiten steckt. Er wird von seiner Frau erwischt, als er eine andere
umarmt. Frau Locke setzt ihren Mann daraufhin vor die Tür. Anna und Paul
können dem nicht tatenlos zu sehen und bieten Locke Unterschlupf. Frau
Locke dagegen glaubt, ihr Mann sei bei seiner Geliebten. Auch eine teure Windjacke
spielt eine Rolle. Als Paul sie beschädigt, tischt er Anna eine merkwürdige
Geschichte auf. - mit Anna Schmidt (Helga Göring), Paul Schmidt (Herbert
Köfer), Herr Locke (Rolf
Herricht), Ulrike
Weise (Uta Schorn), Eduard Pappke (Erwin Geschonneck), Ruth Liebig (Marianne
Wünscher), Maria (Karin Ugowski), Karl-Heinz (Heinz Behrens), Georg (Reinhard
Michalke), Hanna (Irma Münch), Fritz Köhler (Jochen Thomas), Frau
Klein (Margarete Taudte), Frau Locke (Brigitte Krause), Silke (Renate Reinecke),
Sattler (Edgar Külow), Günter (Kaspar Eichel), Annelore (Sonja Hörbing)
= Der Huckelkuchen - Diplomatie - Der Koffer - Der Fund - Heimlichkeiten - Der
Ausflug - Geschenke - Gipsbein - Heiratspläne - Der Ausreißer - Der
Ring - Der neue Vater - Polterabend - Die Lüge - Möglichkeiten - Der
Schandfleck - Der Hexenschuß - Starthilfe - Der Star - Die Kur
1978 - Für Mord kein
Beweis - frei nach dem Roman
von Rudolf Bartsch: "Der Mann, der über den Hügel steigt"
- Die Leiche der Steffi Zinn wird aus einem See gefischt. Ihr Mann hatte die
gemeinsame Wohnung nach einem Streit verlassen, seine Frau am nächsten
Morgen nicht mehr angetroffen und als vermißt gemeldet. Das war eine Woche
zuvor. Hauptmann Lohm wird mit der Untersuchung beauftragt. Er kann keinen Beweis
für Mord finden. Bei der Beerdigung taucht ein Fremder auf und verschwindet
wieder. Nach einigen Tagen wird auch er tot aufgefunden. Es sieht nach Selbstmord
aus, ein Abschiedsbrief, in dem er sich als Mörder von Steffi Zinn bezichtigt,
ist auch da. Zinn gibt vor, diesen Mann nicht zu kennen, doch Lohm beweist ihm
das Gegenteil. Er überführt ihn des Mordes an seiner Frau und diesem
Mann und deckt das Motiv auf. Zinn lebt unter falschem Namen, er war KZ-Arzt
in Dachau. Der Fremde, damals sein Gehilfe, hat ihn erkannt und Steffi über
seine Vergangenheit informiert. - mit Winfried Glatzeder, Horst Schulze, Peter
Bause, Wolfgang Penz, Wolf Goette, Hans-Joachim Hanisch, Micaëla Kreißler,
Birgit Edenharter, Agnes
Kraus, Wolfgang Bathke, Christoph Engel, Gerd
Michael Henneberg, Werner Lierck, Friedrich Richter
1979
- Einfach
Blumen aufs Dach - Komödie - 91 min - Auszeichnungen: Kritikerumfrage der Sektion Theorie und
Kritik des Verbandes der Film- und Fernsehschaffenden der DDR 1980, Beste DEFA-Komödie
aus dem Kinoprogramm 1979. Prädikat "Wertvoll". - Der Hochspannungsmonteur
Hannes Blaschke und seine Frau Maxi, Busfahrerin, haben Familienzuwachs bekommen:
Zwillinge. Das stellt sie vor ein Problem. Ihr Trabant ist zu klein, um die
große Familie, zu der noch zwei Söhne und ein Hund gehören,
aufzunehmen. Mit Hilfe seiner Brigade und eines Ministers gelingt es Hannes,
einen Tschaika zu bekommen – zum Schrottpreis. Nach anfänglicher Ablehnung
sieht Maxi die Staatskarosse als Gebrauchsgegenstand, während Hannes sich
in der Zuvorkommenheit, die ihm plötzlich überall entgegengebracht
wird, sonnt. Seine Kollegen werden über den einst so bescheidenen Hannes
langsam ärgerlich. Sie verpassen dem Repräsentationsauto ein blumiges
Outfit und Hannes damit einen Denkzettel. - mit Martin Trettau, Barbara Dittus, Lars
Jung, Carl Heinz Choynski, Jaecki Schwarz, Werner Godemann, Carmen-Maja Antoni, Paul Arenkens, Harald
Engelmann, Hanjo Hasse, Albert Hetterle, Madeleine Lierck, Thomas Neumann, Achim
Wolff
1979 - Die Schmuggler von
Rajgorod - nach der gleichnamigen
Erzählung von Günter Karl mit Walter Plathe, Leon Niemczyk, Lenka
Pichliková, Katrin Saß, Eberhard Mellies, Margrit Manz, Irene Kownas,
Christoph Lau, Peter Skarke, Jan Anskath
1981 - Casanova auf Schloß
Dux (TV-Produktion
1981 - Verflucht und geliebt (TV-Produktion
1982 - Polizeiruf 110: Der
Unfall
1982 - Ach
du meine Liebe - 90 min - mit Jaecki Schwarz, Karin Ugowski, Simone
von Zglinicki, Franziska Troegner - Das beschauliche Leben eines linkischen
Versicherungsvertreters ändert sich radikal, als er eine Heiratsanzeige
aufgibt.
1982/83 - Alfons
Köhler - 92 min - mit Reimar Johannes Baur, Christine Schorn, Christian
Grashof, Dietrich Körner - Auf der Suche nach der Wahrheit seines Lebens
steht für einen humorvollen und beliebten Mann plötzlich alles auf
dem Spiel. Er gerät in Gefahr, seine Freunde zu verlieren.
1982/83 - Zille und ick
- nach dem Musical „Der Maler von Berlin” von Dieter Wardetzky mit
Kurt Nolze, Daniela Hoffmann, Thomas Zieler, Doris Abeßer, Hans Otto Reintsch,
Erik S. Klein, Uwe Zerbe, Eckhard Müller, Marliese Mirkoff, Angela Brunner
1983 - Verzeihung, sehen
Sie Fußball? - 86
min - Episodenfilm - Literarische Vorlagen: Carlos Cerda "Transmission
indirecta"; Edgar Külow "Irma und Herta" (Hier Wünscher
& Kraus); Helga Schubert "Überprüfung des Kanditaten";
Renate Holland-Moritz "Toleranzschwelle"; Katrin Lange "Heimspiel"
- Ein Hochhaus im Zentrum Berlins am 11. Juli 1982. Das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft
wird im Fernsehen übertragen. Um dieses Ereignis ranken sich fünf
Episoden: Fußballfanatiker Kneutzsch wird durch den unverhofften Besuch
einer Dame, der er auf eine Heiratsannonce geschrieben hat, hin- und hergerissen
zwischen dem spannenden Match und der ziemlich irritierten Frau ... Frau Dr.
Kobermann hat – unter Schmerztabletten stehend – die Badezimmer- mit der Korridortür
verwechselt und sich ausgesperrt. Ihr Mann sitzt unter Kopfhörern vorm
Fernseher und hört ihr Klingeln nicht, so daß sie im Nachthemd Zuflucht
bei einem Nachbarn, einem Flötisten, sucht. ... Nachdem ihn seine Exgeliebte
Carmen verlassen hat, die in die Heimat zurückkehren will, verfolgt der
Exilchilene Andrés das Spiel – in dem Wissen, daß auch sein Tausende
Kilometer entfernter Vater zusieht ... Ein in zwei Zimmern getrennt lebendes,
geschiedenes Paar kommt sich wieder näher, als der Mann Thomas die Frau
Michaela bittet, in ihrem Zimmer das Spiel ansehen zu dürfen ... Im Gedenken
an ihren verstorbenen Fußballer-Ehemann sitzt die Witwe Irma mit ihrer
alten Freundin Herta vor dem neuen Farbfernseher, wobei die Erinnerungen Herzlichkeit
und auch Streitsucht heraufbeschwören. - mit Corinna Harfouch, Jörg
Fabian, Leticia Garrido, Oscar Castro, Jutta Wachowiak, Agnes
Kraus, Reimar-Johannes Baur, Alfred Struwe, Christine Schorn, Hermann
Beyer
1983 - Der Biberpelz - Theateraufzeichnung fürs Fernsehen
- die Wünscher ist Mutter Wolfen
1985 - Ich geh' zur Oma,
Staatsanwalt: Folge 96 -
Helga Rothe war viele Jahre der Mittelpunkt in ihrem Haus. Sie half ihrer allein
stehenden Tochter Iris und erzog den Enkelsohn. Helga Rothe verwöhnt Mathias
und erfüllt ihm alle Wünsche. Seit Iris mit Harry Buchwald verheiratet
ist, hat Oma Rothe nicht mehr das alleinige Sagen im Haus. Es kommt deshalb
häufig zum Streit um die Erziehung des 15-Jährigen. Und als die junge
Familie auch noch auszieht, versucht Helga Rothe mehr denn je, Mathias an sich
zu binden. Dies bedarf keiner großen Anstrengung, weiß doch der
Junge, dass er bei der Oma alles darf und von ihr alles bekommen kann. Selbst
für Fehlstunden in der Schule schreibt sie ihm gegen den Willen ihrer Tochter
die Entschuldigungszettel. Auch seinen größten Wunsch, endlich ein
eigenes Moped zu besitzen, erfüllt ihm Oma Rothe, obwohl Mathias noch keine
Fahrerlaubnis hat. Bei einer Probefahrt mit seiner Freundin verursacht Mathias
einen schweren Verkehrsunfall. Freundin Ramona verstirbt noch am Unfallort.
Mathias selbst ist schwer verletzt. - mit Iris Buchwald (Karin Ugowski), Harry
Buchwald (Andreas Schmidt-Schaller), Mathias Rothe (Thomas Dannemann)
1985 - Das Buschgespenst - nach
dem gleichnamigen Roman von Karl May - 2 Teile - 174 min - mit Rolf Ludwig,
Kurt Böwe, Marianne Wünscher, Detlef Gieß, Barbara Dittus -
Etwas Unheimliches geht in einem kleinen Ort im Erzgebirge vor sich. Ein Buschgespenst
treibt sein Unwesen, ein Mord geschieht, und schließlich taucht ein mysteriöser
Fremder auf, der sich beim Förster einmietet und angeblich auf der Suche
nach seiner früheren Frau ist.
1985/86 - Wie die Alten sungen... - Spielfilm unter Verwendung von
Szenen und Gestalten des DEFA - Films „Ach, du fröhliche...” (1962) mit
Erwin Geschonneck, Andrea Lüdke, Karin Schröder, Arno Wyzniewski,
Barbara Dittus, Fred Delmare
1986 - Polizeiruf 110: Das
habe ich nicht gewollt
1987 - Polizeiruf 110: Im
Kreis
1989 -
Tierparkgeschichten - Familienserie, DDR 1989, 7 Folgen - Der
Tierpark Hoegersund ist Schauplatz der siebenteiligen Fernsehserie mit heiteren
und bisweilen auch nachdenklichen Geschichten über Menschen und Tiere,
Natur und Umwelt und ihre Wechselbeziehungen. Tierparkdirektor Mattke ist seiner
Arbeit mit Leib und Seele verschrieben. Der Park ist sein Lebenswerk. In die
besten Hände will er es einst legen. Und doch ist es schwer für ihn,
den erfahrenen Praktiker, seinen wissenschaftlich ausgebildeten, ungestümen
Stellvertreter an seiner Seite zu akzeptieren. Dabei dienen sie beide derselben
Aufgabe, Tierarten zu erhalten und ihnen den nötigen Lebensraum zu schaffen.
Erzählt wird auch vom Tierarzt und den Tierpflegern, ihrer verantwortungsvollen
Aufgabe, ihren Familien- und Liebesbeziehungen, den Alltagsproblemen. Im Mittelpunkt
aller Geschichten aber stehen die Tiere, die in Deutschland heimischen, aber
auch die Exoten, die Löwen, Tiger, Affen ... Gedreht wurde in den Tierparks
von Hoyerswerda, Eberswalde und Stralsund - Silben aus ihren Namen bilden den
fiktiven Namen Hoegersund. Mit Tierparkdirektor Wolfgang Mattke (Erik S. Klein),
Franziska Mattke (Otti Planerer), Klaus Bender (Dirk Schülke), Willi (Jochen
Thomas), Henning (Karsten Speck), Frau Kahler (Margot Ebert), Christiane (Tatjana
Thomas), Tierarzt Dr. Mehl (Herbert Köfer), Claudia Herzberg (Renate Reinecke),
Marlies Thümmler (Ulrike Mai), Hilde Thugut (Marianne Wünscher)
1. Neuzugänge = Wolfgang
Mattke, der Direktor des Tierparks Hoegersund und Tierarzt Dr. Mehl müssen
sich eines Notfalls annehmen. Ein junger Hirsch hat sich im Wald in einem achtlos
fortgeworfenen Drahtgeflecht verfangen und dabei viel Blut verloren. Hingebungsvoll
sorgt die junge Pflegerin Claudia Herzberg Tag und Nacht für das schwer
verletzte Tier. Kummer bereitet Direktor Mattke auch der Gesundheitszustand
seines langjährigen Kollegen und Freundes Willi, der den Tierpark mit ihm
gemeinsam aufgebaut hat und nun fürchtet, die Arbeit bei seinen vertrauten
Affen aufgeben zu müssen. Mit Erleichterung begrüßt Mattke daher
den jungen Biologen und Verhaltensforscher Klaus Bender, der ihn als Stellvertreter
entlasten soll. Es erweist sich, dass Bender zwar viel von Tieren versteht,
in Menschenführung aber noch eine Menge dazulernen muss. Seine Forderungen
nach wissenschaftlich begründeten Arbeitsweisen stoßen nicht nur
bei erfahrenen Tierpflegern wie Willi auf Ablehnung. Statt für Verständnis
zu werben, versucht Bender, sich mit Anweisungen durchzusetzen. Wird Mattke
kurz vor seinem sechzigsten Geburtstag den zukünftigen Nachfolger wieder
hinauswerfen? 2. Tierliebe ist ein eigen Ding = Der kleine Daniel bringt sich
durch Leichtsinn in große Gefahr. Vor den Augen entsetzter Tierparkbesucher
nähert er sich dem trächtigen Tigerweibchen Miriam, um es zu streicheln.
Später findet Henning ihn mitten in der Nacht im Raubtierhaus, wo sich
der Junge versteckt hat, um die Geburt der kleinen Tiger nicht zu verpassen.
Einem anderen unvernünftigen Stammgast widmet der alte Pfleger Willi seine
besondere Aufmerksamkeit. Die adrette Witwe Thugut stillt ihr Bedürfnis
nach Zärtlichkeit, indem sie die Tiere mit Süßigkeiten füttert.
Dagegen weiß Willi ein wirksames Mittel, das in diesem Fall ungewöhnlich
schnell anschlägt. Vielleicht finden auf diese Weise zwei einsame Seelen
zueinander? Die junge Pflegerin Christine, die nur in den Tierpark zurückgekehrt
war, um ihren verwitweten Vater zu unterstützen, muss einen Schock verkraften.
Ihr Vater hat in aller Stille ein neues Glück gefunden. 3. Rivalitäten
= Der alte Löwe Hannibal ist ein Stück Geschichte des Tierparks. An
ihm hängen Pfleger und Besucher besonders. Sein Tod geht nicht nur Henning
nahe, der rund um die Uhr bei Hannibal gewacht hatte in der Hoffnung, das Tier
noch einmal retten zu können. Zum Glück ist bald ein würdiger
Nachfolger gefunden, ein temperamentvoller Zirkuslöwe, der in der Manege
zu undiszipliniert geworden ist. Hennings Frau ist die zeitaufwändige Fürsorge,
die ihr Mann seinen Raubkatzen angedeihen lässt, schon lange zu viel, zumal
sie vor den Tieren eine unbestimmte Angst fühlt. Sie setzt Henning unter
Druck, er solle seine Arbeit im Tierpark aufgeben. Der Konflikt belastet den
jungen Tierpfleger sehr. Das muss wohl auch Pascha, der Zirkuslöwe, gespürt
haben, denn er nutzt einen Augenblick der Unachtsamkeit aus, um Henning lebensgefährlich
zu verletzen. Mattkes Stellvertreter Klaus Bender liegt sich unterdessen mit
der neuen Architektin vom Gartenbauamt in den Haaren. Was als Streit um ein
paar Sträucher am neuen Streichelgehege anfängt, entwickelt sich zu
einer Konzeption für die völlige Umgestaltung der Anlage. Da Direktor
Mattke ein offenes Ohr für diese Ideen hat, muss sich Bender wohl oder
übel mit der attraktiven jungen Dame zusammenraufen. 4. Eindringlinge im
Revier = Zwischen Klaus Bender und der neuen Gartenbauarchitektin Marlies Thümmler
hat es endlich gefunkt. Marlies entschließt sich, in Hoegersund zu bleiben
und ihren Sohn Thommy, der bisher noch bei den Großeltern gewohnt hat,
wieder zu sich zu nehmen. Zwar kann Thommy den Kollegen seiner Mutter gut leiden,
aber ob er ihn auch als Vater akzeptieren wird? Bender schlägt vor, dass
sich Thommy erst langsam an die Situation gewöhnen soll. Doch bald ist
es Marlies, die Probleme mit der neuen Rolle Benders hat. Die junge Familie
droht wieder zu zerbrechen. Auch die zarten Bande zwischen dem alten Tierpfleger
Willi und der Witwe Thugut werden auf eine harte Bewährungsprobe gestellt.
Frau Thuguts Bruder Heinrich hat einen geschützten Greifvogel, der sich
gelegentlich eines von Heinrichs Zuchthühnern holt, gefangen und schwer
verletzt. Wie die empörten Brieftaubenzüchter würde auch er dem
'Wilderer' am liebsten auf der Stelle den Hals umdrehen. Nur Willis beherztem
Eingreifen ist es zu verdanken, dass das bedrohte Tier nun im Tierpark für
Nachwuchs sorgen kann. 5. Heiße Tage = Alarm im Tierpark! Auf dem Parkplatz
erschießt Direktor Mattke einen tollwütigen Fuchs. Bald darauf zeigt
auch ein Tier im Rotwildgehege auffällige Symptome. Nicht nur, dass der
Tierpark mitten im Sommer geschlossen werden muss, auch die Durchführung
des großen Tierparkfestes steht in Frage. Tage bangen Wartens beginnen.
In dieser aufregenden Zeit gibt es wieder viel Arbeit für Claudia Herzberg,
die Frau aus der Futterküche, deren Pflegetalent schon manch kleinem Tierkind
das Leben gerettet hat. Hingebungsvoll kümmert sie sich um ein neugeborenes
Fohlen und versucht dabei, ihren Kummer zu vergessen. Aus unerklärlichen
Gründen will es bei den Herzbergs nicht mit einem eigenen Kind klappen.
Mitten auf dem Tierparkfest, das schließlich doch noch stattfinden kann,
bricht Claudia Herzberg zusammen. Was sie sich lange vergeblich gewünscht
hat, ist eingetroffen: Sie bekommt ein Kind. Ein Grund zur Freude und ein großes
Problem für Direktor Mattke: Frau Herzberg wird nur schwer zu ersetzen
sein. Der ehemalige Tierpfleger Henning hat seinen Schwur gebrochen, den Tierpark
nie wieder zu betreten. Beim Bau der Absperranlage am tollwutgefährdeten
Rotwildgehege war er eine wertvolle Hilfe. Kann Henning wirklich ohne seine
Tiere leben? 6. Abschied von den Affen = Lange hat sich Direktor Mattke um die
Entscheidung gedrückt, dem alten Affenpfleger Willi, seinem langjährigen
Freund und Kollegen, eine leichtere körperliche Arbeit zuzuweisen. Nun
wird Willis Gesundheitszustand immer bedenklicher. Eine Lösung muss unbedingt
gefunden werden, doch wer soll Willi ersetzen, da alle Kollegen ohnehin durch
Frau Herzbergs Ausfall in der Futterküche mehr als sonst belastet sind?
Wieder ist es Willi, der Direktor Mattke - wenn auch unbeabsichtigt - auf den
rettenden Einfall bringt. Er selbst hat den ehemaligen Raubtierpfleger Henning,
der inzwischen von seiner Frau geschieden ist, dazu überredet, wieder in
den Tierpark zurückzukehren. Henning übernimmt Willis Revier. Der
erfahrene Tierpfleger beweist seinem jungen Kollegen, dass er trotzdem noch
lange nicht zum alten Eisen gehört. Als die Waschbären ausgebrochen
sind, macht Willi einen Vorschlag, wie die Tiere auf sanfte Weise wieder eingefangen
werden können und sorgt dafür, dass sich mit Henning und Christiane
ein Tierpflegerpaar zusammenfindet. Noch ahnt er nicht, dass auch für ihn
bald die Hochzeitsglocken läuten werden. 7. Alte Freunde = Mattkes junger
Stellvertreter Klaus Bender hat die Arbeit an seiner Dissertation abgeschlossen
und bereitet sich auf die Verteidigung vor. Unter den Kollegen munkelt man bereits
darüber, dass er danach den Tierpark verlassen werde, um seine wissenschaftliche
Arbeit am Zoo fortzusetzen. Nur Mattke hat von alldem keine Ahnung. Er muss
einen Lausbubenstreich ausbaden, den ihm sein alter Freund, der Tierpfleger
Willi, aus Ärger über Herrn Kannebier, einen besserwisserischen Stammgast,
eingebrockt hat. Wohl wissend, dass Mattke schon seit Jahren vergebens mit den
Behörden um einen zweiten Fischotter und eine Zuchtgenehmigung ringt, hat
er Herrn Kannebier eingeredet, seine große Spende für die attraktive
Umgestaltung des Fischotterbassins zu verwenden. Außerdem muss sich Mattke
mit einem alten Schulfreund Benders auseinandersetzen, der vom Aussterben bedrohte
Reptilien für sein Terrarium aus dem Naturschutzgebiet entnommen hat. Gerade
als ganz überraschend der Forschungsauftrag zur Fischotterzucht eintrifft
und der Terrarienliebhaber einlenkt, erreichen den schwer enttäuschten
Mattke die Gerüchte vom Weggang Benders.
1990 - Pause für Wanzka (TV-Produktion)
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DDR-Filme, die ich habe
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Eine kleine subjektive Sammlung von Erinnerungen!
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Alle DEFA-Kinofilme auf einen Blick!
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Logisch freue ich mich über
Kommentare, Ergänzungen etc.