Miteinander statt
Gegeneinander
Make Love
- not war!




Akzeptiert
die wenigen Unterschiede
genießt die vielen Gemeinsamkeiten!
Für alle Neugierigen also ein kleiner Einblick in meine Gedanken. ... und
die Gedanken sind bekanntlich frei!
Einblick in ein für
euch fremdes Leben = geht behutsam und sorgfältig damit um!
= Abraham Harold
Maslow - Psychologe - 1908 - 1970
G)
Bedürfnis nach Selbstverwirklichung:
das eigene Potential vollständig
realisieren
F)
ästhetische Bedürfnisse:
Symmetrie, Ordnung und Schönheit
E)
kognitive Bedürfnisse:
verstehen und entdecken
D)
Bedürfnisse der Wertschätzung:
Zustimmung und Anerkennung erreichen
C)
Bedürfnis dazuzugehören
und geliebt zu werden: sich
anderen zugehörig fühlen
B)
Sicherheits-Bedürfnisse:
sich geborgen fühlen und
sicher fühlen
A)
fundamentale Bedürfnisse:
Hunger, Durst, Sexualität
etc.
Jeder mag nun auf
seiner Stufe der Bedürfnisskala "glücklich und/oder unglücklich"
sein wie er will und kann.
Wir
merkeln am verschröderten Kohl verleynte Westerwellen.
= Freude
= Gemecker
= Schreck
= Unsicherheit
= Wut
= Sex
Freitag, 12. 03. 2010
Wieder ein Tag im Jobcenter. Der Bescheid vom Arbeitsamt war endlich da (gestern
angekommen); ich gab die restlichen Unterlagen ab. Auskunft über die Struktur
des ALG II bekam ich nicht: "Das macht die Politik, wir bekommen nur die
Summe mitgeteilt." Jedenfalls gehören die Stromkosten nicht dazu.
Interessant. Kochen darf ich. Dabei aber Licht anmachen darf ich nicht. Wäsche
waschen geht auch nicht ohne Strom. Ok - muß man jetzt nicht verstehen,
oder?
Seit zwei Wochen schleppe ich das Geburtstagsgeschenk für Jule mit mir
rum und habe es nicht fertiggebracht, es ihr zu geben. Heute hatte ich auch
nicht wirklich mehr die Nerven für einen normalen Besuch. Ich habe mich
zu Hause verkrochen und brenne mir irgendwelche Schlagerfilmchen für die
späteren Momente, wo ich mal wieder gute Laune habe und unbesorgter sein
kann.
Mein Magen spielt völlig verrückt. Ich vertrage nur noch absolute
Schonkost. Ständig drückt mir die linke Brusthälfte und der Kopf
droht mir zu zerplatzen.
Donnerstag, 11. 03. 2010
Heute haben sie auf dem Nachbargrundstück alle großen Zitterespen
gefällt. Sieht ungewöhnlich kahl aus nun. Aber es ist gut so, daß
diese Bäume weg sind. Das Wurzelwerk drang in unseren Keller und die Baumkronen
schubberten permanent an die Hauswand - mal abgesehen vom Licht, daß diese
schnellwüchsigen Biester wegnahmen. Witzig ist halt nur mal wieder gewesen,
wenn ich im obersten Stockwerk in mein Wohnzimmer gehe und da winken mir von
außen zwei Bauarbeiter zu - das ist etwas ungewohnt und ich mußte
mir erst einmal was anziehen.
Dienstag, 09. 03. 2010
Andere saufen, ich fresse. Seitdem ich wieder arbeitslos bin, esse ich wie eine
neunköpfige Raupe. (Wer mich aus den Jahren davor kennt, wird sich fragen:
Da geht noch mehr? Ja - irgendwi geht noch mehr.) Guter Nebenefffekt: Ich koche
tatsächlich mal wieder selber in meiner Küche. (Obwohl ich immer noch
keine Freude am Kochen habe - aber mit bischen Ablenkung klappt das schon irgendwie.)
Außerdem sitze ich ganz feierlich an meinem großen Küchentisch
und genieße mit wachsender Begeisterung mein zubereitetes Menü. Dieses
ruhige Essen am Tisch ist mir eine wirkliche Freude. Zur Zeit auch die einzigen
wenigen Momente, wo ich das private Elend etwas vergessen kann.
Montag, 08. 03. 2010
Sehr spät aufgestanden, da wegen Oscar-Nacht erst gegen 8 Uhr morgens schlafen
gegangen.
Neidvoll schaue ich immer wieder über meinen Hinterhof auf das neugebaute
Seniorenheim gegenüber. Wenn die mich doch nur nehmen würden... Aber
zur Zeit kein Bedarf an alten Pflegehelfern - naja...
Heute bei Jappy allen Damen mal eben zum Frauentag gratuliert. Steckt noch so
drin diese Geste - es gab tatsächlich Zeiten, da war das Usus - naja -
ist heutzutage wohl nicht mehr wichtig in der Gesellschaft.
Arbeitsamt schickte Ablehnung zum Widerspruch, aber leider wieder nicht den
Leistungs-Bescheid - ohne den kann ich aber nicht zum Jobcenter gehen und Unterstützung
beantragen.
Sonntag, 07. 03. 2010
Oscar-Nacht: Ich stellte mir den Wecker, hatte mir extra Schnittchen gemacht
und schaute die ganze Nacht. War anstrengend, da viel in englisch und ich mich
ganz schön konzentrieren mußte - ging aber - und ich freue mich für
Christoph Waltz und für Sandra Bullock. Auch fand ich es sehr gerecht,
Avatar nicht zum erfolgreichsten Film zu küren. Ist zwar solides Handwerk,
aber kein Jahrhundertbringer, meiner Meinung nach. Die Moderation war nicht
so doll - Whoopi Goldberg hat mich vor Jahren mal begeistert als Moderatorin.
Ging dann gegen 15 Uhr in den Bürgerpark Entchen füttern - war ganz
geruhsam und tat gut unter Menschen zu sein, auch wenn ich allein war.
Wartete irgendwie nochmal auf die Bekannte - kam natürlich wieder nicht.
Was man auch immer für Erwartungen aus ein paar unverbindlich ausgetauschten
Nettigkeiten aufbaut. Ich bin halt schon irgendwie ein naives Rindvieh.
Samstag, 06. 03. 2010
Ging zeitig zu Bett - habe eine ganz schlimme innere Unruhe - Gedanken und Zukunftsängste
lassen sich nicht abschalten.
Wartete auf eine Bekannte - war extra lekker Kuchen holen - kam nicht. Naja
- hatte vielleicht besseres zu tun als ausgerechnet mich zu besuchen.
Freitag, 05. 03. 2010
Alle neuen Papiere fürs Arbeitsamt (2 Stellen) und Jobcenter (auch zwei
Stellen) fertiggemacht. Muß ich nächste Woche Dienstag hin. Habe
Angst vor den jungschen Regel-BeamtInnen, die so gar nichts vom Leben zu verstehen
scheinen und mangels Erfahrung im Leben so kategorisch über einen urteilen,
ohne zu fragen - ohne zuzuhören - ohne sich Gedanken über den Menschen
zu machen. Aber so ist der Job bei denen wohl gewollt - wie in der Pflege eben:
Alles schnell schnell tun, was bezahlt wird - den Rest sofort weglassen und
ignorieren.
Donnerstag, 04. 03. 2010
Erstes Outing
ProfiFußball ![]()
Bei SkandalNudel Kerner spricht man nicht nur von Sex unter Männern, sondern
es geschah im ProfiFußball, der letzten radikal homophoben Bastion. Bald
ist mein Herzenswunsch erfüllt: Homosexualität als Normalität
und nicht mehr als gesellschaftliche Bewertungsgrundlage.
September 2009 = Das war damals der Paukenschlag = Enke = Depressionen. Der
Grund dafür? Nie war eine FußballerEhefrau so schnell auf die Mattscheibe
zitiert worden und sprach von einer glücklichen aber schweren Beziehung.
Eine frenetisch fanatische Fußballergemeinde im ganzen Land bedauerte
die Depressionen des zukünftigen Nationalmannschaftstorwarts. Tränen
bei vielen "Heimlichen" - auch offiziell. Dann ... ....
dann kam nichts mehr.
Mittwoch, 03. 03. 2010
Die versprochenen Unterlagen vom Arbeitsamt/Jobcenter sind endlich angekommen
- noch mehr Paragraphen, noch mehr Dokumente - nächste Woche habe ich drei
Termine dort - ... wenn's den Leuten dort hilft. Für mich wäre ein
einziger Termin bei einem/einer SachbearbeiterIn wesentlich hilfreicher gewesen.
AmtsSchimmel für Schicksale - läuft ja seit eh und je so - in allen
deutschen Gesellschaftsformen so gewesen. Muß ich durch - auch wenn es
mir mal wieder sehr bitter aufstößt und ich es sehr erniedrigend
finde.
Ich habe sämtliche alten Fotos vom Rechner gelöscht - wozu noch? Die
mir liebsten Fotos - einige wenige - habe ich in einem Bilderrahmen an der Wand
- der Rest ist so unwichtig geworden.
Ich habe alle Unterlagen von meinem Mann weggeworfen - teilweise ungelesen -
klein geschnipselt und in den Container gebracht. Es ist nun über zehn
Jahre her alles - was soll's - ich habe meine Erinnerung - ich brauche keine
Dokumente dafür.
Dienstag, 02. 03. 2010
Eine andere ExKollegin rief an, wollte mit ihrem Bambino letzten Sonntag auf
Besuch kommen - da war ich nicht da - shit - sie will nächsten Samstag
mal vorbeischauen. Freue ich mich - tut mir gut.
Montag, 01. 03. 2010
Schnatterte endlos lange am Telefon mit einer ExKollegin/Freundin. War mir schon
irgendwie peinlich hinterher, weil ich redete und redete und die arme Frau hatte
am nächsten Tag Frühschicht. Aber es tat mir gut, mal wieder mit jemandem
"Normalen" zu reden.
Samstag/Sonntag, 27./28. 02. 2010
War Probearbeiten in Reinickendorf. Irgend so ein blöder Zwischendienst
zwei Tage lang - letztendlich stellte sich heraus, die brauchten nur wegen hohem
Krankheitsstand für zwei Tage eine Aushilfe. Da war ich eben der Billigste
(weil umsonst) und der Blödeste (weil ich's in Hoffnung auf einen Job durchgezogen
habe). Enttäuschung ist groß. Weniger darüber, daß es
mit dem Job nicht geklappt hat, als mehr darüber, daß ich so schamlos
ausgenutzt wurde - und noch mehr darüber, daß ich es mir bieten ließ.
Freitag, 26. 02. 2010
Die versprochenen Unterlagen vom Arbeitsamt/Jobcenter sind nicht angekommen
- prima - sitze ich wieder im Nirwana. Es macht so Angst - diese Unruhe im Herzen
- was bringt die Zukunft?
Ich habe sämtliche alten Fotos vom Rechner gelöscht - wozu noch? Die
mir liebsten Fotos - einige wenige - habe ich in einem Bilderrahmen an der Wand
- der Rest ist so unwichtig geworden.
Ich habe alle Unterlagen von meinem Mann weggeworfen - teilweise ungelesen -
klein geschnipselt und in den Container gebracht. Es ist nun über zehn
Jahre her alles - was soll's - ich habe meine Erinnerung - ich brauche keine
Dokumente dafür.
Donnerstag, 25. 02. 2010
Fürchterlicher Tag auf dem Arbeitsamt und im Jobcenter. Die Ignoranz der
dort Beschäftigten macht mich rasend. Da werden ausschließlich Formalien
abgehandelt - hilfesuchende Menschen werden nicht gesehen mit ihren Schicksalen.
Man wird wie ein Stück Vieh durch die Zimmer getrieben. Vorschrift da,
Paragraph dort, Öffnungszeiten über alles - ich landete bei der Geschäftsführung
- mußte mich vor Empörung so sehr zusammenreißen - Dank einer
Wachdienstdame und der GF-Sekretärin Frau Paris gings denn doch irgendwie
gut. Anträge sind alle fristgemäß und korrekt abegegeben.
Dienstag, 23. 02. 2010
Eine Freundin besucht. Es war ein wunderschöner Tag. Diese junge Familie
ist so wohltuend für mich - Mama Jule und Papa Martin sind so erfrischend
normal und Murkel ist (wie alle Babies) ein Wunder der Natur. Wir haben bischen
geschnattert, ich durfte Murkel mal schaukeln, wir waren spazieren am Weißen
See (eine Qual war es mit dem Kinderwagen durch den Eis-Schnee-Matsch zu laufen;
aber Jule wollte partout selber schieben), bischen einkaufen auf der Berliner
Allee und ratzfatz war es abends. Auch wenn ich ein schlechtes Gewissen hatte
hinterher, weil ich so lange da war und auch noch mitgegessen habe. Aber es
war so gut tuend für mich - ein bischen Normalität zu genießen
- auch wenn es fremder Familienalltag war. Aber Jule hat mich nicht rausgeschmissen
- grins - also schien es wohl ok so zu sein.
Sonntag, 14. 02. 2010
Mein letzter Tag als Angestellter - letzter Urlaubstag - nun bin ich arbeitslos.
Und am Tag der Herzen natürlich auch noch allein - stundenlang am Rechner
gesessen, um die Gedanken auszuschalten - nicht wirklich gelungen.
Ich habe in den letzten Tagen viel zu viel geraucht - 2 Schachteln am Tag und
mehr - und wohl auch das eine oder andere Bierchen zuviel getrunken. Es war
so schön, benebelt einzuschlafen und an nichts mehr denken zu können.
Ok - die Bierchen ersetzte vorige Woche durch perversen Tee. Warum auch immer,
es jieperte mich nach den blöden exotischen Tee-Sorten und ich trank dann
jeden Tag 'ne andere Geschmacksrichtung. War aber nicht wirklich so doll - einziges
Ergebnis: Ich mußte pinkeln ohne Ende. Nun bin ich wieder auf meine ACE-Mischung
von Netto umgestiegen - das schmeckt - löscht den Durst und macht nicht
blöd in der Birne.
Donnerstag, 04. 02. 2010
Mein erster Urlaubstag - danach bin ich arbeitslos. Mir geht es nicht gut -
kann wohl den Urlaub nicht wirklich genießen. Sitze rum und fühle
mich nicht wohl. Ich bekam von den KollegInnen gestern ein Abschiedsgeschenk.
Sie hatten wohl gesammelt. Nette Geste. Überreicht hat es mir ausgerechnet
einer, der alles dafür getan hatte, mich loszuwerden. Naja - Kismet...
nun kann er sich ja in Ruhe austucken, ohne das ihm jemand Paroli bietet.
Mittwoch, 20. 01. 2010
Ich bekam das offizielle Schreiben, daß ich pünktlich zum Valentinstag
entlassen bin. Ich bin nun Ende 40 und wieder mal arbeitslos.
Dienstag, 19. 01. 2010
Meine WBL (neu im Wohnbereich, überfordert vom Anspruch an sich selbst,
unsicher in der Arbeit) verkündete mir, daß mein Vertrag nicht verlängert
wird. Ein ruhiges Gespräch war nicht möglich, da eine Kollegin permanent
(aus Neugier - warum auch immer) ins Dienstzimmer platzte und völlig ignorant
keinerlei Rücksicht nahm. Ich schwieg in der Firma und vor Bewohnern. Zwei
tage später wußten es alle. Ich war ausgebootet - ich schwieg noch
immer. Eine Woche später sprachen mich die MAE's darauf an - alle KollegInnen
hätten sich krank schreiben lassen, sagten sie mir. Ich tat es nicht. Ich
tat meinen Job - trug die übernommene Verantwortung der Altenpflege, kümmerte
mich um die Bewohner und ignorierte meine KollegInnen. Das machte mich nicht
gerade beliebt bei Ihnen und man ignorierte mich zurück. Scheiß-Situation!
Sonntag, 27. 12. 2009
Meine eMails an eine Ex-Kollegin-Freundin (M.) kommen ständig zurück
- und sie meldet sich auch nicht. Eigentlich wollten wir zusammen ein kleines
Fresserchen bei ihr machen. Naja ... vielleicht hat sie es sich anders überlegt
und meine eMail-Adresse als Spam durchlassen lassen. Klappt ja schnell und gut
bei privaten Domains wie meiner. Wer weiß ...
Dienstag, 19. 10. 2009
Schallende Ohrfeige für mich. Eine Nachfolgerin ist wie immer vom unfähigen
Mentor unseres Hauses nicht eingearbeitet worden. Wir haben Dienst zusammen
und sie hat das erste Mal Spätdienst. Was sich mir da bot, war eine völlig
überforderte Kollegin, die ausschließlich bestimmte Tätigkeitsrhythmen
befolgte, ohne sich dessen bewußt zu sein, daß sie in einer Einrichtung
für hilfs- und pflegebedürftige Menschen arbeitete. Völlige Unkenntnis
über Strukturen, Abläufe, Handhabungen (die sie in den Wochen der
Frühschicht davor eigentlich hätte mitbekommen oder beigebrachtbekommen
müssen). Es ging schief, was nur schief gehen konnte. Die beste Freundin
der PDL (ebenfalls Pflegehelferin in einem anderem Bereich an dem Tag arbeitend)
mischte sich denn auch permanent ein, lautstark, wie immer vor den Bewohnern.
Irgendwann tat ich nur noch meins so gut ich konnte und ließ die neue
Kollegin (meine Nachfolgerin) stundenlang irgendwo rummehren. Viel sagen und
berichtigen konnte ich auch nicht, weil man mir gesagte hatte, daß diese
neue Kollegin vierzehn Tage lang von der Tochter der PDL in der Frühschicht
eingearbeitet wurde und somit alles in Ordnung sei. Ich versuchte (und es gelang
mir) den zu betreuenden Bereich alleine zu versorgen. Ein ausgesprochen unangenehmer
und sehr anstrengender Dienst für mich. Man müßte dem
Mentor das Geld von seinem Gehalt abziehen für so viel bewußter Ignoranz
gegenüber neuen Kollegen. Ich hatte die Arschkarte, zu zeigen und zu erklären
und mich somit, wenn ich es gut mache, wegzurationalisieren. Tat meiner persönlichen
Motivation nicht wirklich gut.
Freitag, 02. 10. 2009
Schallende Ohrfeige für mich. Zwei neue Pflegehelfer sind eingestellt worden,
obwohl der Personalschlüssel bereits einen Überhang ergibt. Die PDL
sucht noch immer Ersatz für mich. Was habe ich ihr nur getan?
Freitag, 14. 08. 2009
Ich bekam die Nachricht von der PDL (wieder nur im Vorübergehen), daß
mein Arbeitsvertrag um ein weiteres halbes Jahr verlängert wird. Da wußte
ich es aber schon - der Buschfunk funktioniert wohl am besten in den Einrichtungen.
Außerdem bin ich nur noch einmal ein halbes Jahr geduldet, weil der Dienstplan
sonst gar nicht mehr gewährleistet werden kann. Wahrscheinlich hat auch
eine Kollegin-Freundin sich sehr für mich eingesetzt. Wie auch immer -
ich schaffe die Zwei-Jahres-Schallmauer sozialpflichtig-bezahlte Beschäftigung.
Dienstag, 19. 05. 2009
Schallende Ohrfeige für mich. Mein Nachfolger (Pflegehelfer im Praktikum,
zu dem die PDL sagte: "Bewirb Dich unbedingt hier, ab August ist eine Stelle
frei.") ist wie immer vom unfähigen Mentor unseres Hauses nicht eingearbeitet
worden. Wir haben Dienst zusammen und er hat das erste Mal Spätdienst.
Was sich mir da bot, war ein völlig unbedarfter Kollege, der zwar willens
und intelligent genug zum Arbeiten war, aber überhaupt nicht wußte,
was er tun und lassen sollte. Man müßte dem Mentor das Geld von seinem
Gehalt abziehen für so viel bewußter Ignoranz gegenüber Auszubildenden.
Ich hatte die Arschkarte, zu zeigen und zu erklären und mich somit, wenn
ich es gut mache, wegzurationalisieren. Tat meiner persönlichen Motivation
nicht wirklich gut.
Freitag, 20. 03. 2009
Schallende Ohrfeige für mich. Zwei neue Leute sind eingestellt worden.
Sie bekamen - selber Rang selbe Position - gleich einen befristeten Jahresvertrag
- ich bekam nur einen Halbjahresvertrag.
Dienstag, 10. 02. 2009
Mein Arbeitsvertrag ist um ein halbes Jahr verlängert worden - also bis
14. 08. 2009. Dies wurde mir auf dem Flur der Verwaltung von der PDL im Vorübergehen
kurz mitgeteilt. Ein Gespräch fand nicht statt.
Donnerstag, 14. 02. 2008
Ich habe endlich wieder einen ordentlichen Arbeitsvertrag; wenn auch nur einen
Jahresvertrag.
1963 bis 1990 &
1991 bis 1999 &
2000 bis 2004 &
2005 bis 2009
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Um
einigen Spekulationen und Fehlinterpretationen vorzubeugen: Ich schreibe nicht,
weil niemand mit mir redet.
Ich schreibe, weil ich glaube, daß der Drang nach auch dem emotionalen
Perfektionismus und der angeblichen political Correctness die ehrlichen Gedanken
zunehmend sehr wirkungsvoll auch im persönlichen Leben verdrängt und
der Umgang mit freier Persönlichkeit verlernt wird. Dies führt mehr
und mehr zu den Amokläufen und Fehleinschätzungen, weil erst in den
Extremsituationen das wahre Ich hervorbricht und da ist man bei mancher Hausfrau
& Krankenschwester fürchterlich erschrocken und bei manchem Vagabund
& Politiker angenehm überrascht.
Ich schreibe, weil ich bei den älteren Menschen, mit denen ich gerade zunehmend
zu tun habe, feststelle, wie sehr es sich rächt, nach schablonenhaften
vorgegebenen Wertigkeiten zu leben und am Ende des Lebens vor einem fürchterlichen
unverarbeiteten Gefühls-Chaos zu stehen.
Nun war zwar meine persönliche Lebensmaxime immer etwas unkonventionell
offener, aber somit oftmals auch schmerzvoller.
Aber erst diese Erfahrungen und dieses ehrlich gelebte Leben gibt mir meine
innere Ruhe (Selbstsicherheit), um die ich seit einigen Jahren wieder und wieder
von Außenstehenden beneidet werde.
Auch deswegen kann ich mir eine
solche Öffentlichkeit / eine solche Internetpräsenz einfach erlauben.
Also schreibe ich hier, um den Weg dahin aufzuzeigen, die vielen Zweifel/Selbstzweifel
dazwischen, die vielen Unsicherheiten unterwegs...
Aber auch die vielen kleinen und großen Glücksmomente, die vielen
physischen und psychischen Streicheleinheiten sollen den gebührenden Platz
einnehmen als Motor für die kommenden Jahre.
Man bewirbt sich bei der Geburt nun mal nicht als Superstar und wird dann automatisch
mit Millionen Geldstücken (Taler / Reichsmark / Mark / DDRMark / WestMark
/ Euro???) und Liebe von allen überschüttet. Neeee - die einzelnen
Schritte sind wichtige Erfahrungen, die man selber machen muß und erst
der Rückblick auf zurückgelegte Strecken gibt die Möglichkeit,
neue Wege zu planen...
Viele wollen diesen Rückblick nicht mehr wagen und dann passiert folgendes:
"Ach Augenblick verweile doch - Du bist so schön!"
Da gewann Mephisto über Faust und der Stillstand wurde zum Untergang! Es
gab keine Zukunft mehr!
Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen Leser hier, in der Realität
davon zu profitieren,
und mit seiner direkten sozialen Umgebung etwas bedächtiger zu agieren,
etwas weniger aggressiv vorzugehen, etwas toleranter zu leben....
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Man faltet Kraniche, um sich
abzulenken von den fürchterlichen fremdbestimmten Zukunftsaussichten; man
faltet Kraniche, um die innere Ruhe zu pflegen und somit das Gute im sozialen
Umfeld erkennen zu können. In diesem Sinne sollen die nun gefalteten Kraniche
für das soziale, demokratische, tolerante Miteinander in diesem deutschen
Land stehen.
Warum nun der Kranich
ausgerechnet bei mir als Löwen?
Der Atombombenabwurf fand an einem 6. August des letzten Jahrhunderts statt.
Jahre später wurde ich an einem 6. August des letzten Jahrhunderts geboren!
Ursprung der Origami-Figur
ist die Geschichte von einem japanischen Mädchen Sadako in Hiroshima in
Japan. 1945, kurz vor dem Ende des zweiten Weltkriegs, als Sadako zwei Jahre
alt war, wurde eine Atombombe über Hiroshima abgeworfen. Der größte
Teil der Stadt wurde davon in wenigen Minuten völlig zerstört und
niedergebrannt. Sadako war zu dem Zeitpunkt ungefähr zweieinhalb Kilometer
vom Mittelpunkt der Bombenexplosion entfernt. Fast alle Häuser in ihrer
Nachbarschaft wurden zerstört und viele ihrer Nachbarn starben, aber Sadako
war weder verbrannt noch war sie verletzt. Sie schien unversehrt. Es war die
erste Atombombe, die jemals gegen Menschen eingesetzt worden war. Zehn Jahre
später wurde bei Sadako Leukämie, eine Art Blutkrebs festgestellt.
Kurze Zeit nach dem Befund bekam Sadako Besuch von ihrer besten Freundin, Chizuko.
Chizuko brachte Origami-Papier mit und faltete einen Papierkranich. Sie erzählte
Sadako eine Legende dazu. Sie sagte, daß der Kranich tausend Jahre alt
wird und daß ein kranker Mensch wieder gesund wird, wenn er tausend Kraniche
faltet. Sadako beschloss, tausend Kraniche zu falten. Oft fühlte sie sich
schwach und müde, so dass sie nicht ständig daran arbeiten konnte.
Doch von diesem Tag an faltete sie Kraniche, wann immer sie dazu Kraft hatte.
Manchmal fühlte sie sich im Krankenhaus einsam oder ängstlich. Dann
faltete sie Kraniche, um die schlimmen Gefühle zu bekämpfen. Sie merkte,
dass Kraniche falten ein guter Weg war, um sich Mut zu machen. Die Geschichte
geht an sich weiter und wird ursprünglich für alle Atombombenopfer
verwendet.
Miteinander statt Gegeneinander
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Make Love - not war!
Die Geschichte hat sich, wie so viele Geschichten, verselbstständigt und
steht heute für alle Menschen in hoffnungslosen Situationen.


Kurz-Faltanleitung
für die sozial-humanistischen Kraniche
1. Die zwei Seiten (nur die obersten Laschen) mit Talfalten zur Mitte
falten.
2. Schritt 1 auf der anderen Seite wiederholen.
3. Die beiden
Spitzen mit innerern Gegenbrüchen nach oben bringen, um Hals und Schwanz
zu bilden.
4. Am Hals durch einen innerern Gegenbruch den Kopf bilden.
5. Die Flügel mittels Talfalten so weit wie möglich nach unten falten.
6. Man kann den Körper formen, indem man die Spitze nach unten drückt,
die Flügel etwas auseinanderzieht und Luft in das kleine Loch auf der Unterseite
des Körpers bläst.
Linke Spitze zum Kopf einknicken. Fertig!








Long-Faltanleitung für
die sozial-humanistischen Kraniche



Quadratisches Faltpapier an den gestrichelten Linien falten.
Diagonal zu einem Dreieck knicken. Rechte Hälfte nach vorne ziehen und
öffnen. Obere Kante zur Mittelinie drücken.



Linken Flügel nach rechts falten. Letzten 3 Schritte mit der linken Hälfte
wiederholen. Oberen linken und rechten Flügel zur Mitte falten. Spitze
nach unten falten. Alle 3 Faltungen wieder lösen.



Untere Spitze des oberen Flügels so weit wie möglich hochziehen. Linke
und rechte Ecke treffen auf die Mittelinie. Form umdrehen. Faltung ab Schritt
7 wiederholen. Offene Spitze zeigt nach unten. Linken Flügel nach rechts
falten.



Das Gleiche auf der Rückseite wiederholen. Untere Hälfte nach oben
knicken. Vorgang auf der Rückseite wiederholen. Beide Spitzen auf der Mitte
nach links, bzw. rechts ziehen. Untere Faltung festdrücken.

Für die Besinnung auf uns selbst
und das Miteinander! Man sagt: 1.000 gefaltete Kraniche beruhigen im Alltag.
Ich mache also mit meiner kleinen Faltsammlung hier den Anfang:
In meinem
Wohnzimmer gibt es einen Platz, wo ich alle meine gefalteten Kraniche anhänge.
Ich falte immer, wenn ich in Wartezimmern Platz nehmen muß und nichts
ändern kann; nur willenlose Geduld ohne Verstand üben muß! Wann
und wo und in welchen Situationen faltet ihr?
Miteinander statt Gegeneinander
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Make Love - not war!