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Da bin ich live zu erreichen!

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Da bin ich live zu erreichen!

Miteinander statt Gegeneinander Make Love - not war!

Akzeptiert die wenigen Unterschiede genießt die vielen Gemeinsamkeiten!
Für alle Neugierigen also ein kleiner Einblick in meine Gedanken. ... und die Gedanken sind bekanntlich frei!
Einblick in ein für euch fremdes Leben = geht behutsam und sorgfältig damit um!

= Abraham Harold Maslow - Psychologe - 1908 - 1970

Jeder mag nun auf seiner Stufe der Bedürfnisskala "glücklich und/oder unglücklich" sein wie er will und kann.
Wir merkeln am verschröderten Kohl verleynte Westerwellen.

= Freude    = Gemecker    =  Schreck    = Unsicherheit    = Wut    = Sex

Freitag, 12. 03. 2010

Wieder ein Tag im Jobcenter. Der Bescheid vom Arbeitsamt war endlich da (gestern angekommen); ich gab die restlichen Unterlagen ab. Auskunft über die Struktur des ALG II bekam ich nicht: "Das macht die Politik, wir bekommen nur die Summe mitgeteilt." Jedenfalls gehören die Stromkosten nicht dazu. Interessant. Kochen darf ich. Dabei aber Licht anmachen darf ich nicht. Wäsche waschen geht auch nicht ohne Strom. Ok - muß man jetzt nicht verstehen, oder?

Seit zwei Wochen schleppe ich das Geburtstagsgeschenk für Jule mit mir rum und habe es nicht fertiggebracht, es ihr zu geben. Heute hatte ich auch nicht wirklich mehr die Nerven für einen normalen Besuch. Ich habe mich zu Hause verkrochen und brenne mir irgendwelche Schlagerfilmchen für die späteren Momente, wo ich mal wieder gute Laune habe und unbesorgter sein kann.

Mein Magen spielt völlig verrückt. Ich vertrage nur noch absolute Schonkost. Ständig drückt mir die linke Brusthälfte und der Kopf droht mir zu zerplatzen.

Donnerstag, 11. 03. 2010

Heute haben sie auf dem Nachbargrundstück alle großen Zitterespen gefällt. Sieht ungewöhnlich kahl aus nun. Aber es ist gut so, daß diese Bäume weg sind. Das Wurzelwerk drang in unseren Keller und die Baumkronen schubberten permanent an die Hauswand - mal abgesehen vom Licht, daß diese schnellwüchsigen Biester wegnahmen. Witzig ist halt nur mal wieder gewesen, wenn ich im obersten Stockwerk in mein Wohnzimmer gehe und da winken mir von außen zwei Bauarbeiter zu - das ist etwas ungewohnt und ich mußte mir erst einmal was anziehen.

Dienstag, 09. 03. 2010

Andere saufen, ich fresse. Seitdem ich wieder arbeitslos bin, esse ich wie eine neunköpfige Raupe. (Wer mich aus den Jahren davor kennt, wird sich fragen: Da geht noch mehr? Ja - irgendwi geht noch mehr.) Guter Nebenefffekt: Ich koche tatsächlich mal wieder selber in meiner Küche. (Obwohl ich immer noch keine Freude am Kochen habe - aber mit bischen Ablenkung klappt das schon irgendwie.) Außerdem sitze ich ganz feierlich an meinem großen Küchentisch und genieße mit wachsender Begeisterung mein zubereitetes Menü. Dieses ruhige Essen am Tisch ist mir eine wirkliche Freude. Zur Zeit auch die einzigen wenigen Momente, wo ich das private Elend etwas vergessen kann.

Montag, 08. 03. 2010

Sehr spät aufgestanden, da wegen Oscar-Nacht erst gegen 8 Uhr morgens schlafen gegangen.

Neidvoll schaue ich immer wieder über meinen Hinterhof auf das neugebaute Seniorenheim gegenüber. Wenn die mich doch nur nehmen würden... Aber zur Zeit kein Bedarf an alten Pflegehelfern - naja...

Heute bei Jappy allen Damen mal eben zum Frauentag gratuliert. Steckt noch so drin diese Geste - es gab tatsächlich Zeiten, da war das Usus - naja - ist heutzutage wohl nicht mehr wichtig in der Gesellschaft.

Arbeitsamt schickte Ablehnung zum Widerspruch, aber leider wieder nicht den Leistungs-Bescheid - ohne den kann ich aber nicht zum Jobcenter gehen und Unterstützung beantragen.

Sonntag, 07. 03. 2010

Oscar-Nacht: Ich stellte mir den Wecker, hatte mir extra Schnittchen gemacht und schaute die ganze Nacht. War anstrengend, da viel in englisch und ich mich ganz schön konzentrieren mußte - ging aber - und ich freue mich für Christoph Waltz und für Sandra Bullock. Auch fand ich es sehr gerecht, Avatar nicht zum erfolgreichsten Film zu küren. Ist zwar solides Handwerk, aber kein Jahrhundertbringer, meiner Meinung nach. Die Moderation war nicht so doll - Whoopi Goldberg hat mich vor Jahren mal begeistert als Moderatorin.

Ging dann gegen 15 Uhr in den Bürgerpark Entchen füttern - war ganz geruhsam und tat gut unter Menschen zu sein, auch wenn ich allein war.

Wartete irgendwie nochmal auf die Bekannte - kam natürlich wieder nicht. Was man auch immer für Erwartungen aus ein paar unverbindlich ausgetauschten Nettigkeiten aufbaut. Ich bin halt schon irgendwie ein naives Rindvieh.

Samstag, 06. 03. 2010

Ging zeitig zu Bett - habe eine ganz schlimme innere Unruhe - Gedanken und Zukunftsängste lassen sich nicht abschalten.

Wartete auf eine Bekannte - war extra lekker Kuchen holen - kam nicht. Naja - hatte vielleicht besseres zu tun als ausgerechnet mich zu besuchen.

Freitag, 05. 03. 2010

Alle neuen Papiere fürs Arbeitsamt (2 Stellen) und Jobcenter (auch zwei Stellen) fertiggemacht. Muß ich nächste Woche Dienstag hin. Habe Angst vor den jungschen Regel-BeamtInnen, die so gar nichts vom Leben zu verstehen scheinen und mangels Erfahrung im Leben so kategorisch über einen urteilen, ohne zu fragen - ohne zuzuhören - ohne sich Gedanken über den Menschen zu machen. Aber so ist der Job bei denen wohl gewollt - wie in der Pflege eben: Alles schnell schnell tun, was bezahlt wird - den Rest sofort weglassen und ignorieren.

Donnerstag, 04. 03. 2010
Erstes OutingProfiFußball
Bei SkandalNudel Kerner spricht man nicht nur von Sex unter Männern, sondern es geschah im ProfiFußball, der letzten radikal homophoben Bastion. Bald ist mein Herzenswunsch erfüllt: Homosexualität als Normalität und nicht mehr als gesellschaftliche Bewertungsgrundlage.
September 2009 = Das war damals der Paukenschlag = Enke = Depressionen. Der Grund dafür? Nie war eine FußballerEhefrau so schnell auf die Mattscheibe zitiert worden und sprach von einer glücklichen aber schweren Beziehung. Eine frenetisch fanatische Fußballergemeinde im ganzen Land bedauerte die Depressionen des zukünftigen Nationalmannschaftstorwarts. Tränen bei vielen "Heimlichen" - auch offiziell. Dann ...   .... dann kam nichts mehr.

Mittwoch, 03. 03. 2010

Die versprochenen Unterlagen vom Arbeitsamt/Jobcenter sind endlich angekommen - noch mehr Paragraphen, noch mehr Dokumente - nächste Woche habe ich drei Termine dort - ... wenn's den Leuten dort hilft. Für mich wäre ein einziger Termin bei einem/einer SachbearbeiterIn wesentlich hilfreicher gewesen. AmtsSchimmel für Schicksale - läuft ja seit eh und je so - in allen deutschen Gesellschaftsformen so gewesen. Muß ich durch - auch wenn es mir mal wieder sehr bitter aufstößt und ich es sehr erniedrigend finde.

Ich habe sämtliche alten Fotos vom Rechner gelöscht - wozu noch? Die mir liebsten Fotos - einige wenige - habe ich in einem Bilderrahmen an der Wand - der Rest ist so unwichtig geworden.

Ich habe alle Unterlagen von meinem Mann weggeworfen - teilweise ungelesen - klein geschnipselt und in den Container gebracht. Es ist nun über zehn Jahre her alles - was soll's - ich habe meine Erinnerung - ich brauche keine Dokumente dafür.

Dienstag, 02. 03. 2010

Eine andere ExKollegin rief an, wollte mit ihrem Bambino letzten Sonntag auf Besuch kommen - da war ich nicht da - shit - sie will nächsten Samstag mal vorbeischauen. Freue ich mich - tut mir gut.

Montag, 01. 03. 2010

Schnatterte endlos lange am Telefon mit einer ExKollegin/Freundin. War mir schon irgendwie peinlich hinterher, weil ich redete und redete und die arme Frau hatte am nächsten Tag Frühschicht. Aber es tat mir gut, mal wieder mit jemandem "Normalen" zu reden.

Samstag/Sonntag, 27./28. 02. 2010

War Probearbeiten in Reinickendorf. Irgend so ein blöder Zwischendienst zwei Tage lang - letztendlich stellte sich heraus, die brauchten nur wegen hohem Krankheitsstand für zwei Tage eine Aushilfe. Da war ich eben der Billigste (weil umsonst) und der Blödeste (weil ich's in Hoffnung auf einen Job durchgezogen habe). Enttäuschung ist groß. Weniger darüber, daß es mit dem Job nicht geklappt hat, als mehr darüber, daß ich so schamlos ausgenutzt wurde - und noch mehr darüber, daß ich es mir bieten ließ.

Freitag, 26. 02. 2010

Die versprochenen Unterlagen vom Arbeitsamt/Jobcenter sind nicht angekommen - prima - sitze ich wieder im Nirwana. Es macht so Angst - diese Unruhe im Herzen - was bringt die Zukunft?

Ich habe sämtliche alten Fotos vom Rechner gelöscht - wozu noch? Die mir liebsten Fotos - einige wenige - habe ich in einem Bilderrahmen an der Wand - der Rest ist so unwichtig geworden.

Ich habe alle Unterlagen von meinem Mann weggeworfen - teilweise ungelesen - klein geschnipselt und in den Container gebracht. Es ist nun über zehn Jahre her alles - was soll's - ich habe meine Erinnerung - ich brauche keine Dokumente dafür.

Donnerstag, 25. 02. 2010

Fürchterlicher Tag auf dem Arbeitsamt und im Jobcenter. Die Ignoranz der dort Beschäftigten macht mich rasend. Da werden ausschließlich Formalien abgehandelt - hilfesuchende Menschen werden nicht gesehen mit ihren Schicksalen. Man wird wie ein Stück Vieh durch die Zimmer getrieben. Vorschrift da, Paragraph dort, Öffnungszeiten über alles - ich landete bei der Geschäftsführung - mußte mich vor Empörung so sehr zusammenreißen - Dank einer Wachdienstdame und der GF-Sekretärin Frau Paris gings denn doch irgendwie gut. Anträge sind alle fristgemäß und korrekt abegegeben.

Dienstag, 23. 02. 2010

Eine Freundin besucht. Es war ein wunderschöner Tag. Diese junge Familie ist so wohltuend für mich - Mama Jule und Papa Martin sind so erfrischend normal und Murkel ist (wie alle Babies) ein Wunder der Natur. Wir haben bischen geschnattert, ich durfte Murkel mal schaukeln, wir waren spazieren am Weißen See (eine Qual war es mit dem Kinderwagen durch den Eis-Schnee-Matsch zu laufen; aber Jule wollte partout selber schieben), bischen einkaufen auf der Berliner Allee und ratzfatz war es abends. Auch wenn ich ein schlechtes Gewissen hatte hinterher, weil ich so lange da war und auch noch mitgegessen habe. Aber es war so gut tuend für mich - ein bischen Normalität zu genießen - auch wenn es fremder Familienalltag war. Aber Jule hat mich nicht rausgeschmissen - grins - also schien es wohl ok so zu sein.

Sonntag, 14. 02. 2010

Mein letzter Tag als Angestellter - letzter Urlaubstag - nun bin ich arbeitslos. Und am Tag der Herzen natürlich auch noch allein - stundenlang am Rechner gesessen, um die Gedanken auszuschalten - nicht wirklich gelungen.

Ich habe in den letzten Tagen viel zu viel geraucht - 2 Schachteln am Tag und mehr - und wohl auch das eine oder andere Bierchen zuviel getrunken. Es war so schön, benebelt einzuschlafen und an nichts mehr denken zu können. Ok - die Bierchen ersetzte vorige Woche durch perversen Tee. Warum auch immer, es jieperte mich nach den blöden exotischen Tee-Sorten und ich trank dann jeden Tag 'ne andere Geschmacksrichtung. War aber nicht wirklich so doll - einziges Ergebnis: Ich mußte pinkeln ohne Ende. Nun bin ich wieder auf meine ACE-Mischung von Netto umgestiegen - das schmeckt - löscht den Durst und macht nicht blöd in der Birne.

Donnerstag, 04. 02. 2010

Mein erster Urlaubstag - danach bin ich arbeitslos. Mir geht es nicht gut - kann wohl den Urlaub nicht wirklich genießen. Sitze rum und fühle mich nicht wohl. Ich bekam von den KollegInnen gestern ein Abschiedsgeschenk. Sie hatten wohl gesammelt. Nette Geste. Überreicht hat es mir ausgerechnet einer, der alles dafür getan hatte, mich loszuwerden. Naja - Kismet... nun kann er sich ja in Ruhe austucken, ohne das ihm jemand Paroli bietet.

Mittwoch, 20. 01. 2010

Ich bekam das offizielle Schreiben, daß ich pünktlich zum Valentinstag entlassen bin. Ich bin nun Ende 40 und wieder mal arbeitslos.

Dienstag, 19. 01. 2010

Meine WBL (neu im Wohnbereich, überfordert vom Anspruch an sich selbst, unsicher in der Arbeit) verkündete mir, daß mein Vertrag nicht verlängert wird. Ein ruhiges Gespräch war nicht möglich, da eine Kollegin permanent (aus Neugier - warum auch immer) ins Dienstzimmer platzte und völlig ignorant keinerlei Rücksicht nahm. Ich schwieg in der Firma und vor Bewohnern. Zwei tage später wußten es alle. Ich war ausgebootet - ich schwieg noch immer. Eine Woche später sprachen mich die MAE's darauf an - alle KollegInnen hätten sich krank schreiben lassen, sagten sie mir. Ich tat es nicht. Ich tat meinen Job - trug die übernommene Verantwortung der Altenpflege, kümmerte mich um die Bewohner und ignorierte meine KollegInnen. Das machte mich nicht gerade beliebt bei Ihnen und man ignorierte mich zurück. Scheiß-Situation!

Sonntag, 27. 12. 2009

Meine eMails an eine Ex-Kollegin-Freundin (M.) kommen ständig zurück - und sie meldet sich auch nicht. Eigentlich wollten wir zusammen ein kleines Fresserchen bei ihr machen. Naja ... vielleicht hat sie es sich anders überlegt und meine eMail-Adresse als Spam durchlassen lassen. Klappt ja schnell und gut bei privaten Domains wie meiner. Wer weiß ...

Dienstag, 19. 10. 2009

Schallende Ohrfeige für mich. Eine Nachfolgerin ist wie immer vom unfähigen Mentor unseres Hauses nicht eingearbeitet worden. Wir haben Dienst zusammen und sie hat das erste Mal Spätdienst. Was sich mir da bot, war eine völlig überforderte Kollegin, die ausschließlich bestimmte Tätigkeitsrhythmen befolgte, ohne sich dessen bewußt zu sein, daß sie in einer Einrichtung für hilfs- und pflegebedürftige Menschen arbeitete. Völlige Unkenntnis über Strukturen, Abläufe, Handhabungen (die sie in den Wochen der Frühschicht davor eigentlich hätte mitbekommen oder beigebrachtbekommen müssen). Es ging schief, was nur schief gehen konnte. Die beste Freundin der PDL (ebenfalls Pflegehelferin in einem anderem Bereich an dem Tag arbeitend) mischte sich denn auch permanent ein, lautstark, wie immer vor den Bewohnern. Irgendwann tat ich nur noch meins so gut ich konnte und ließ die neue Kollegin (meine Nachfolgerin) stundenlang irgendwo rummehren. Viel sagen und berichtigen konnte ich auch nicht, weil man mir gesagte hatte, daß diese neue Kollegin vierzehn Tage lang von der Tochter der PDL in der Frühschicht eingearbeitet wurde und somit alles in Ordnung sei. Ich versuchte (und es gelang mir) den zu betreuenden Bereich alleine zu versorgen. Ein ausgesprochen unangenehmer  und sehr anstrengender Dienst für mich. Man müßte dem Mentor das Geld von seinem Gehalt abziehen für so viel bewußter Ignoranz gegenüber neuen Kollegen. Ich hatte die Arschkarte, zu zeigen und zu erklären und mich somit, wenn ich es gut mache, wegzurationalisieren. Tat meiner persönlichen Motivation nicht wirklich gut.

Freitag, 02. 10. 2009

Schallende Ohrfeige für mich. Zwei neue Pflegehelfer sind eingestellt worden, obwohl der Personalschlüssel bereits einen Überhang ergibt. Die PDL sucht noch immer Ersatz für mich. Was habe ich ihr nur getan?

Freitag, 14. 08. 2009

Ich bekam die Nachricht von der PDL (wieder nur im Vorübergehen), daß mein Arbeitsvertrag um ein weiteres halbes Jahr verlängert wird. Da wußte ich es aber schon - der Buschfunk funktioniert wohl am besten in den Einrichtungen. Außerdem bin ich nur noch einmal ein halbes Jahr geduldet, weil der Dienstplan sonst gar nicht mehr gewährleistet werden kann. Wahrscheinlich hat auch eine Kollegin-Freundin sich sehr für mich eingesetzt. Wie auch immer - ich schaffe die Zwei-Jahres-Schallmauer sozialpflichtig-bezahlte Beschäftigung.

Dienstag, 19. 05. 2009

Schallende Ohrfeige für mich. Mein Nachfolger (Pflegehelfer im Praktikum, zu dem die PDL sagte: "Bewirb Dich unbedingt hier, ab August ist eine Stelle frei.") ist wie immer vom unfähigen Mentor unseres Hauses nicht eingearbeitet worden. Wir haben Dienst zusammen und er hat das erste Mal Spätdienst. Was sich mir da bot, war ein völlig unbedarfter Kollege, der zwar willens und intelligent genug zum Arbeiten war, aber überhaupt nicht wußte, was er tun und lassen sollte. Man müßte dem Mentor das Geld von seinem Gehalt abziehen für so viel bewußter Ignoranz gegenüber Auszubildenden. Ich hatte die Arschkarte, zu zeigen und zu erklären und mich somit, wenn ich es gut mache, wegzurationalisieren. Tat meiner persönlichen Motivation nicht wirklich gut.

Freitag, 20. 03. 2009

Schallende Ohrfeige für mich. Zwei neue Leute sind eingestellt worden. Sie bekamen - selber Rang selbe Position - gleich einen befristeten Jahresvertrag - ich bekam nur einen Halbjahresvertrag.

Dienstag, 10. 02. 2009

Mein Arbeitsvertrag ist um ein halbes Jahr verlängert worden - also bis 14. 08. 2009. Dies wurde mir auf dem Flur der Verwaltung von der PDL im Vorübergehen kurz mitgeteilt. Ein Gespräch fand nicht statt.

Donnerstag, 14. 02. 2008

Ich habe endlich wieder einen ordentlichen Arbeitsvertrag; wenn auch nur einen Jahresvertrag.

1963 bis 1990     &     1991 bis 1999     &     2000 bis 2004     &     2005 bis 2009


Um einigen Spekulationen und Fehlinterpretationen vorzubeugen: Ich schreibe nicht, weil niemand mit mir redet.
Ich schreibe, weil ich glaube, daß der Drang nach auch dem emotionalen Perfektionismus und der angeblichen political Correctness die ehrlichen Gedanken zunehmend sehr wirkungsvoll auch im persönlichen Leben verdrängt und der Umgang mit freier Persönlichkeit verlernt wird. Dies führt mehr und mehr zu den Amokläufen und Fehleinschätzungen, weil erst in den Extremsituationen das wahre Ich hervorbricht und da ist man bei mancher Hausfrau & Krankenschwester fürchterlich erschrocken und bei manchem Vagabund & Politiker angenehm überrascht.

Ich schreibe, weil ich bei den älteren Menschen, mit denen ich gerade zunehmend zu tun habe, feststelle, wie sehr es sich rächt, nach schablonenhaften vorgegebenen Wertigkeiten zu leben und am Ende des Lebens vor einem fürchterlichen unverarbeiteten Gefühls-Chaos zu stehen.

Nun war zwar meine persönliche Lebensmaxime immer etwas unkonventionell offener, aber somit oftmals auch schmerzvoller.
Aber erst diese Erfahrungen und dieses ehrlich gelebte Leben gibt mir meine innere Ruhe (Selbstsicherheit), um die ich seit einigen Jahren wieder und wieder von Außenstehenden beneidet werde.
Auch deswegen kann ich mir eine solche Öffentlichkeit / eine solche Internetpräsenz einfach erlauben.

Also schreibe ich hier, um den Weg dahin aufzuzeigen, die vielen Zweifel/Selbstzweifel dazwischen, die vielen Unsicherheiten unterwegs...
Aber auch die vielen kleinen und großen Glücksmomente, die vielen physischen und psychischen Streicheleinheiten sollen den gebührenden Platz einnehmen als Motor für die kommenden Jahre.

Man bewirbt sich bei der Geburt nun mal nicht als Superstar und wird dann automatisch mit Millionen Geldstücken (Taler / Reichsmark / Mark / DDRMark / WestMark / Euro???) und Liebe von allen überschüttet. Neeee - die einzelnen Schritte sind wichtige Erfahrungen, die man selber machen muß und erst der Rückblick auf zurückgelegte Strecken gibt die Möglichkeit, neue Wege zu planen...

Viele wollen diesen Rückblick nicht mehr wagen und dann passiert folgendes: "Ach Augenblick verweile doch - Du bist so schön!"
Da gewann Mephisto über Faust und der Stillstand wurde zum Untergang! Es gab keine Zukunft mehr!

Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen Leser hier, in der Realität davon zu profitieren,
und mit seiner direkten sozialen Umgebung etwas bedächtiger zu agieren, etwas weniger aggressiv vorzugehen, etwas toleranter zu leben....



Man faltet Kraniche, um sich abzulenken von den fürchterlichen fremdbestimmten Zukunftsaussichten; man faltet Kraniche, um die innere Ruhe zu pflegen und somit das Gute im sozialen Umfeld erkennen zu können. In diesem Sinne sollen die nun gefalteten Kraniche für das soziale, demokratische, tolerante Miteinander in diesem deutschen Land stehen.
Warum nun der Kranichausgerechnet bei mir als Löwen?
Der Atombombenabwurf fand an einem 6. August des letzten Jahrhunderts statt.
Jahre später wurde ich an einem 6. August des letzten Jahrhunderts geboren!
Ursprung der Origami-Figur ist die Geschichte von einem japanischen Mädchen Sadako in Hiroshima in Japan. 1945, kurz vor dem Ende des zweiten Weltkriegs, als Sadako zwei Jahre alt war, wurde eine Atombombe über Hiroshima abgeworfen. Der größte Teil der Stadt wurde davon in wenigen Minuten völlig zerstört und niedergebrannt. Sadako war zu dem Zeitpunkt ungefähr zweieinhalb Kilometer vom Mittelpunkt der Bombenexplosion entfernt. Fast alle Häuser in ihrer Nachbarschaft wurden zerstört und viele ihrer Nachbarn starben, aber Sadako war weder verbrannt noch war sie verletzt. Sie schien unversehrt. Es war die erste Atombombe, die jemals gegen Menschen eingesetzt worden war. Zehn Jahre später wurde bei Sadako Leukämie, eine Art Blutkrebs festgestellt. Kurze Zeit nach dem Befund bekam Sadako Besuch von ihrer besten Freundin, Chizuko. Chizuko brachte Origami-Papier mit und faltete einen Papierkranich. Sie erzählte Sadako eine Legende dazu. Sie sagte, daß der Kranich tausend Jahre alt wird und daß ein kranker Mensch wieder gesund wird, wenn er tausend Kraniche faltet. Sadako beschloss, tausend Kraniche zu falten. Oft fühlte sie sich schwach und müde, so dass sie nicht ständig daran arbeiten konnte. Doch von diesem Tag an faltete sie Kraniche, wann immer sie dazu Kraft hatte. Manchmal fühlte sie sich im Krankenhaus einsam oder ängstlich. Dann faltete sie Kraniche, um die schlimmen Gefühle zu bekämpfen. Sie merkte, dass Kraniche falten ein guter Weg war, um sich Mut zu machen. Die Geschichte geht an sich weiter und wird ursprünglich für alle Atombombenopfer verwendet.
Miteinander statt GegeneinanderMake Love - not war!
Die Geschichte hat sich, wie so viele Geschichten, verselbstständigt und steht heute für alle Menschen in hoffnungslosen Situationen.

Kurz-Faltanleitung für die sozial-humanistischen Kraniche

 1. Die zwei Seiten (nur die obersten Laschen) mit Talfalten zur Mitte falten.
2. Schritt 1 auf der anderen Seite wiederholen.
3. Die beiden Spitzen mit innerern Gegenbrüchen nach oben bringen, um Hals und Schwanz zu bilden.
4. Am Hals durch einen innerern Gegenbruch den Kopf bilden.
5. Die Flügel mittels Talfalten so weit wie möglich nach unten falten.
6. Man kann den Körper formen, indem man die Spitze nach unten drückt,
die Flügel etwas auseinanderzieht und Luft in das kleine Loch auf der Unterseite des Körpers bläst.
Linke Spitze zum Kopf einknicken. Fertig!


Long-Faltanleitung für die sozial-humanistischen Kraniche

Quadratisches Faltpapier an den gestrichelten Linien falten. Diagonal zu einem Dreieck knicken. Rechte Hälfte nach vorne ziehen und öffnen. Obere Kante zur Mittelinie drücken.

Linken Flügel nach rechts falten. Letzten 3 Schritte mit der linken Hälfte wiederholen. Oberen linken und rechten Flügel zur Mitte falten. Spitze nach unten falten. Alle 3 Faltungen wieder lösen.

Untere Spitze des oberen Flügels so weit wie möglich hochziehen. Linke und rechte Ecke treffen auf die Mittelinie. Form umdrehen. Faltung ab Schritt 7 wiederholen. Offene Spitze zeigt nach unten. Linken Flügel nach rechts falten.

Das Gleiche auf der Rückseite wiederholen. Untere Hälfte nach oben knicken. Vorgang auf der Rückseite wiederholen. Beide Spitzen auf der Mitte nach links, bzw. rechts ziehen. Untere Faltung festdrücken.

Für die Besinnung auf uns selbst und das Miteinander! Man sagt: 1.000 gefaltete Kraniche beruhigen im Alltag. Ich mache also mit meiner kleinen Faltsammlung hier den Anfang:
In meinem Wohnzimmer gibt es einen Platz, wo ich alle meine gefalteten Kraniche anhänge. Ich falte immer, wenn ich in Wartezimmern Platz nehmen muß und nichts ändern kann; nur willenlose Geduld ohne Verstand üben muß! Wann und wo und in welchen Situationen faltet ihr?
Miteinander statt GegeneinanderMake Love - not war!