Brigitte Bardot (VRC 1496 bis 1515)
geboren am
28. September 1934 (Sternzeichen: Waage) in Paris

„BB“ - Sie verkörperte in den prüden fünfziger Jahren jenen neuen Frauentyp, in dem sich die lebenshungrige Jugend der Nachkriegszeit wiederfand – mit all ihren Vorstellungen von freier Liebe und einem Leben ohne Heuchelei. Das Sexsymbol (BB immer mit langen, blonden Haaren, Stupsnase, weißen Zähnen, einem Schmollmund, der entwaffnend lächeln kann und mit schmalen Hüften auf langen Beinen.) der sechziger Jahre mit dem einmaligen Schmollmund ist heute zu einer französischen Institution geworden, denn die in französischen Rathäsuern aufgestellt Nationalfigur – die Marianne – trug bis 1986 ihre Gesichtszüge (seitdem sind es die von Catherine Deneuve). Die Initialen BB standen lange Zeit für wohlproportionierte, weibliche Formen und deren Reize.

Brigitte Bardot, das wohlbehütete Mädchen aus gutem Hause, wurde auf Anraten der Ballettlehrerin zunächst von den Eltern in Szene gesetzt und am 2. Mai 1949 erschien die erste Zeitung, dessen Cover BB zierte. Als Hutmodell und Covergirl für Modemagazine entdeckte sie dann Regisseur Marc Allégret für den Film. Dieser schickte seinen damaligen Assistenten Roger Vadim ins Haus Bardot. Vadim spürte prompt das Potential des Mädchens, mußte aber drei Jahre warten, bevor er die BB - nun endlich 18-jährig - am 20. Dezember 1952 ehelichen konnte. Fortan trieb Vadim die Karriere seiner Frau - nicht uneigennützig - voran und wußte ihren Ruhm auch mit einigen Skandalen und Nacktszenen zu fördern. Der Rest ist Filmgeschichte.

Diese wundersame Allianz von so gegensätzlichen Eigenschaften wie Hingabe und Souveränität, Freiheit aber niemals Anstößigkeit, verleiht BB die Dimension eines gesellschaftlichen Phänomens. In zehn Jahren und fünfzehn Filmen trägt der von ihr begründete neue Frauen-Mythos dazu bei, das Bild der Frau zu revolutionieren, die Geschlechterrollen ins Wanken zu bringen und das Ideal von sinnlicher Liebe zutiefst zu verändern.
Neben den bereits genannten Ehen und Affären war BB auch mit Kollege Jean-Louis Trintignant, Sacha Distel, dem spanischen Schauspieler Gustavo Rojo, dem französischen Sänger Gilbert Bécaud, dem italienischen Kollegen Raf Vallone, dem Regisseur Marcel Camus, Warren Beatty und vielen anderen liiert. Ihre dritte Ehe führte sie lediglich zweieinhalb Monate mit dem deutschen Playboy und Hobby-Fotografen Gunther Sachs.

1973 zog sich BB aus dem Filmgeschäft zurück.

1976 erregte BB als entschiedene Gegnerin der Abschlachtung von Robben Aufsehen in der Öffentlichkeit und einige Boulevard-Blätter schrieben, daß sie wohl Tiere mehr zu schätzen wüßte als Menschen. Doch in der Folgezeit wurde sie eine der berühmtesten Aktivistinnen für die Rechte der Tiere und gründete sogar eine "Foundation"
(http://www.fondationbrigittebardot.fr), die sich um die weltweite Durchsetzung der Rechte der Tiere einsetzt. "Gäbe es irgendetwas, was ich tun könnte, damit sich das Verhalten der Menschen miteinander ändern würde - ich würde es tun. Solange ich dies aber nicht kann, bleibe ich bei den Tieren", sagte BB zu diesem Thema.

Außerdem war BB zumindest in Frankreich auch als Sängerin populär und hat vor allem in den 60er und 70er Jahren viele Songs eingespielt.

BB ist der erste französische Star, der den absoluten internationalen Durchbruch schafft. Abgesehen von ihrer atemberaubenden Schönheit, dieser tänzerischen Anmut, die Millionen Menschen faszinierte, ging von BB ein Zauber aus, den so verschiedene Schriftsteller wie Simone de Beauvoir, Jean Cocteau, Marguerite Duras, Françoise Sagan oder Roland Barthes zu analysieren versuchten.

"Brigitte kann leidenschaftlich sein und scharfzüngig, wehmütig, boshaft, spöttisch, schonungslos ... die ganze Palette einer Frau. Aber sie ist nie auch nur ein Milligramm vulgär." (Serge Gainsbourg)
"Ihre Schönheit und ihr Talent sind unbestritten, doch sie besitzt noch etwas anderes, Unerklärliches, was die Götzendiener eines Zeitalters, das keine Götter mehr kennt, verlockt." (Jean Cocteau)
"Die Wirkung der Bardot? Schlicht und einfach bezaubernd." (Dirk Bogarde)

Sie bekam 1967 den Bambi und 1989 den Golden Ark Award.
In letzter Zeit erregte sie oft Aufsehen durch ihre radikalen, rechtsextremistischen Äußerungen in der Öffentlichkeit.

VRC 1 2 3 6 (300’er = Rest 18)
Ein Gänseblümchen wird entblättert (En effeuillant la marguerite)
Die wohlbehütete Generalstochter Agnes (BB) schockiert mit einem demaskierenden Roman die Spießbürgerseelen von Vichy, macht sich auf die Suche nach ihrem Bruder in der Großstadt und landet statt im Mädchenpensionat beim Striptease.
*
Nach diesem Film ernannten die Amerikaner BB zum "Sexsymbol des Universums" und Gary Cooper sagte - nachdem er den Film gesehen hatte: "Ich hätte mir besser einen Sack über das Gesicht ziehen sollen".
mit
Daniel Gelin, Robert Hirsch
1956 - Frankreich, 90 min
Das große Manöver (Les grandes Manoeuvres)
Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges wartet eine kleine französische Garnisionsstadt auf den Beginn des großen Herbstmanövers. Der junge Leutnant Armand de la Verne (Gèrard Philipe) wettet, diejenige Frau verführen zu nkönnen, die bei der alljährlichen Tombola das Große Los zieht. Zwar erobert er auf diese Weise die Modistin Marie-Louise Riviére (Michéle Morgan), verliebt sich aber in sein Opfer. Als sie erfährt, daß sie Gegenstand einer Wettte war, bricht sie mit ihm. Das Regiment zieht ins Manöver, das sich bald in blutigen Ernst verwandelt.
mit Gèrard Philipe, Michéle Morgan
, Jean Desailly, Yves Robert
Frankreich / Italien -
100 min
Die Puppe und der Bär (L’ours et la poupée)
Zusammen mit seinem Sohn lebt der bärbeißige Cellist Gaspard (Jean-Pierre Cassel) auf einem ländlichen Anwesen. Dort haben Gaspards drei Cousinen das Sagen. Eines Tages kracht seine „Ente“ mit dem Luxusgefährt der versnobten Felicia (BB) zusammen. Die Schöne dünkt sich unwiderstehlich, obwohl Gaspard dies ganz anders sieht.
mit Jean-Pierre Cassel, Daniel Ceccaldi, Xavier Gelin, Georges Claisse
Frankreich - 1970 - 95 min


VRC 1 2 3 7 (300’er = Rest 8)
Viva Maria
Das kleine lateinamerikanische Land San Miguel um die Jahrhundertwende. Maria O’Malley (BB), die Tochter eines irischen Freiheitskämpfers, zieht mit einer weiteren Maria (Jeanne Moreau) in einem Wanderzirkus durch’s Land. Sie haben sich bei einer Schießerei im Wilden Westen kennengelernt und singen nun gemeinsam Chansons. Während einer Vorstellung erfinden sie notgedrungen den Striptease. Da kreuzt die Revolution ihren Weg – in Gestalt der Liebe. Maria II verspricht ihrem sterbenden Revolutionär (George Hamilton), den Kampf zu Ende zu führen. Wie gut, daß die Maria I so geübt im Schießen, Sprengen und Scharmützeln ist.
* mit
ClaudiaCardinale drehte BB noch einmal 1973 so ein Frauengespann in Petroleummiezen (s. u.)
*
2006 gab's wieder so eine Frauen-Mischung mit Salma Hayek und Penélope Cruz in Bandidas
m
it Jeanne Moreau, George Hamilton, Gregor von Rezzori, Paulette Dubost, Claudio Brook, Carlos Lopez Moctezuma, José Angel Espinoza, Francisco Reiguera, Jonathan Eden
Frankreich / Italien - 1965 - Abenteuerkomödie - 110 min
Wollen Sie mit mir tanzen? (Voulez-vous danser avec moi?)
Virginie (BB) spielt Detektivin, als ihr Zahnarztgatte (Henri Vidal) unter Mordverdacht gerät…
mit Henri Vidal, Dawn Addams, Dario Moreno, Serge Gainsbourg
* In einer Nebenrolle spielt der 1991 verstorbene Reibeisen-Chansonnier Serge Gainsbourgh („Je t’aime moi non plus“).
Frankreich / Italien - 1959 - 85 min
Die Verführerin (Une ravissante idiote)
mit: Anthony Perkins, Gregoire Aslan
Frankreich / Italien - 1963 - 100 min - s/w


VRC 1 2 3 9
Die Verachtung (Le mépris / Il disprezzo)
Das Angebot des amerikanischen Filmproduzenten Prokosch (Jack Palance) klingt verlockend: Paul Javal (Michel Piccoli), ein mittelloser Drehbuchautor, soll den allzu altmodisch und unkommerziell geratenen Odyssees-Film von Regie-Legende Fritz Lang (spielt sich selbst) um ein paar publikumswirksame Einfälle bereichern. Der finanziell gerettete Javal begeht in der Beziehung zu seiner Ehefrau Camille (BB) einen fatalen Fehler: Bei einem Ausflug mit Prokosch zwängt er sich nicht auf den Rücksitz, sondern fährt mit dem Taxi hinterher. Camille hatte ihrem Mann bereits seine Ergebenheit gegenüber Prokosch vorgeworfen. Nun fühlt sie sich verraten und glaubt, er habe sie dem Mogul anbieten wollen. Die Verachtung für ihren Mann wächst, die Ehe scheint zu zerbrechen.
* Es gibt keinen Vorspann, Besetzung und Stab werden verlesen
* G
elungene Alberto-Moravia-Verfilmung.
* Eigentlich wollte sich BB vor diesem Film aus der Branche zurückziehen, konnte Godards Angebot und die damit verbundene Herausforderung aber nicht ablehnen, obwohl sie später fürs amerikanische Publikum noch einige Nacktszenen nachinszenieren mußte.
mit Jack Palance, Michel Piccoli, Giorgia Moll, Fritz Lang, Jean-Luc Godard, Linda Véras
Frankreich / Italien - 1963 - Gesellschaftssatire - 100 min
Privatleben (La vie privée / Vita privata / A Very Private Affair)
Jill (BB) ist in einer Luxusvilla am Genfer See aufgewachsen. Die unglückliche Liebe zu Fabio (Marcello Mastroianni) treibt die 18-jährigen nach Paris. Dort versucht sie sich als Tänzerin – und wird entdeckt. Ein steiler Aufstieg folgt: Fotomodell, Schauspielerin, Jet-Set-Star. Doch der Preis des Ruhmes zerrt an den Nerven. Privatleben hat Jill keines mehr. Als sie verzweifelt einen Selbstmordversuch unternimmt, wird sie ausgerechnet von Fabio gerettet. Die beiden verbringen glückliche Tage. Bis Paparazzi das Paar aufspüren….
mit Marcello Mastroianni, Eleonore Hirt, Ursula Kübler, Gregoire von Rezzori, Nicolas Bataille, Eléonore Hirt, Ursula Kubler, Gregor von Rezzori, Jacqueline Doyen, Dirk Sanders, Louis Malle, Jeanne Allard, Paul Ioreze, Antoine Roblot
* Louis Malle inszenierte hier eine eindrucksvolle Geschichte über eine Schauspielerin, die zum Idol der Massen avanciert - also spielt die BB sich quasi selbst - und bald die dunkle Kehrseite des Ruhms kennenlernt. Der Film ist so eindringlich, daß man stellenweise das Gefühl hat, eine Dokumentation über die BB zu sehen.
* Regisseur Malle ist hier übrigens in einer kleinen Nebenrolle als Journalist zu sehen.
Frankreich / Italien - 1962 - Psychodrama - 90 min
La Scandaleuse – 1. Teil
Dokumentation zum 60. Geburtstag - 57 min


VRC 1 2 4 0 (300’er = Rest 30)
Oh diese Frauen (Les femmes)
Bestseller-Autor Jerome (Maurice Ronet) entflieht dem Großstadttrubel, um auf dem Land Ruhe zum Schreiben zu finden. Sein Verleger engagiert jedoch Clara (BB), eine Sekretärin, die Jerome auch nachts zur Verfügung stehen soll. Zwischen dem Chauvi und der selbstbewußten Blondine fliegen bald die Fetzen.
mit Maurice Ronet, Jean-Pierre Marielle, Christina Holm, Annie Duperey
Frankreich - 1969 - 82 min
Dunkelroter Venusstern (Le fils de Caroline Chèrie)
Spanien während der französischen Besetzung: Joseph, ein Bruder Napoleons, wird zum König von Spanien ernannt. Die Comtesse von Arranda versucht mit ihren Töchtern Conchita und Pilar (BB) zu fliehen, ihr Sohn Juan (Jean Claude Pascal) schließt sich den Aufständischen an.Von ihnen erhält er den Auftrag, den französischen Kommandanten General de Sallanches in einen Hinterhalt zu locken. Dabei gerät Juan in etliche Gefahren ­ bis sein Gegner Sallanches herausfindet, daß der ahnungslose Juan sein totgeglaubter Sohn aus einer Liaison mit der Comtesse von Arranda sein muß. Doch bevor Juan seine Geliebte Pilar in die Arme schließen kann, warten noch einige rasante Fechtkämpfe…
* Im letzten Teil der "Caroline Chérie"-Trilogie erlebt BB ein Kostümabenteuer in Spanien
mit Jean-Claude Pascal, Jacques Dacqmine, Micheline Gary, Magali Noel
Frankreich - 1954 - 105 min
Mit den Waffen einer Frau (En cas de malheur)
Eine Kleinkriminelle (BB) bezahlt ihren Rechtsanwalt (Jean Gabin) in „Naturalien“.
* Übrigens zeigte hier
MarleneDietrich über die Zusammenarbeit von Gabin mit BB echte Stutenbissigkeit - sie war eifersüchtig!
mit Jean Gabin,
Edwige Feuillère, Franco Interlenghi, Julien Bertheau
Frankreich / Italien - 90
min - s/w


VRC 1 2 4 1
Rum-Boulevard (Boulevard de rhum)
Eine umschwärmte Leinwandgöttin (BB), launenhaft, verwöhnt und kurvenreich, hat es einem rauhbeinigen und wagemutigen Seebären (Lino Ventura) angetan. Cornelius ist einer jener Abenteurer, die in den 20’er Jahren, der Zeit des Alkoholverbotes in den USA, von der Karibischen See her den verbotenen Schnaps in die USA schmuggelten. Als dieser wagemutige Kapitän eines Tages seinem Leinwandidol am Strand begegnet, beginnt eine romantische Liebesaffäre, die jedoch durch das Auftauchen eines spleenigen englischen Aristokraten gestört wird.
mit Lino Ventura, Bill Travers
Frankreich / Italien / Spanien - 1971 - 120 min
Doktor ahoi! (Doctor at Sea)
Herbert Sperling hat es geschafft: Mit Diplom und Titel ist er ausgebildeter Mediziner und nun AIP (Arzt im Praktikum). Von Kapitän Hogg läßt er sich als Schiffsarzt anheuern. Die erste Reise geht nach Südamerika - mit erfreulicher Unterbrechung durch den kurzen Landaufenthalt. Bei der Rückreise allerdings wird der Arzt durch eine Blinddarmoperation beim Steuermann erstmals auf die Probe gestellt. Unerwartete Hilfe leistet ihm Helene Colbert (BB), eine Schlagersängerin, die in Südamerika an Bord gekommen ist. Auch nach geglückter Operation entwickelt sich die Beziehung zwischen Helene und Herbert erfreulich...
* Fortsetzung der Komödie "Aber, Herr Doktor"
mit Dirk Bogarde, James Robertson Justice, Brenda de Banzie, Maurice Denham, Michael Medwin, Hubert Gregg, James Kenney, Raymond Huntley, Geoffrey Keen, Jill Adams, Joan Sims
Großbritannien - 1955 - Komödie - 88 min
Und BB schuf die Frau - Teil I
BB faszinierte Millionen Männer und provozierte Intellektuelle wie Roland Barthes zu tiefschürfenden Analysen. 32 min


VRC 1 2 4 2
Die Wahrheit (La vérité)
Dominique Marceau (BB), ein junges Mädchen aus der Provinz, kommt zusammen mit ihrer Schwester Annie (Marie-José Nat) nach Paris, wo sie schnell in einen moralischen Sumpf gerät. Aus Verzweiflung tötet sie sogar ihre einzige wahre Liebe, den mit ihrer Schwester verlobten Musikstudenten Gilbert Tellier (Samy Frey). Vor Gericht stellt der Verteidiger (Charles Vanel) Gilbert als den wahren Schuldigen hin, während der Staatsanwalt (Paul Meurisse) die angebliche Verkommenheit der Angeklagten anprangert. Diese nimmt sich noch vor der Urteilsverkündung in ihrer Zelle das Leben.
* Henri-Georges Clouzot ("Die Teuflischen") besetzte seinerzeit die junge BB in dieser für sie ungewöhnlichen Rolle. Die Unvereinbarkeit von Gefühl und gängigen Moralvorstellungen und die Gewalt, die aus der Abhängigkeit der Frauen von den Männern entsteht, gehören zu den Themen, die Clouzot - hier in Zusammenarbeit mit seiner Frau Vera - in seinen Psychothrillern immer wieder aufgriff. Als Meister der Spannungsdramaturgie oft mit AlfredHitchcock verglichen, war auch Clouzot ein Perfektionist, der aus seinen Darstellern das Äußerste herausholte.
mit Marie-José Nat, Sami Frey, Charles Vanel, Louis Seigner, André Oumansky, Paul Meurisse, Louis Arbessier
Frankreich / Italien - 1960 - Drama - 125 min
Novizinnen (Les Novices)
Nach ihrer Flucht aus dem Kloster trifft die Novizin Agnés (BB) in Paris eine Prostituierte (Annie Girardot), die versucht, sie ins >Gewerbe< zu integrieren.
mit Jean Carmet, AnnieGirardot, Jess Hahn, Jacques Duby
Frankreich - 1970 - 100 min


VRC 1 2 4 3
... und immer lockt das Weib (Et dieu créa la femme / Piace a troppi)
Das frühreife Waisenmädchen Juliette (BB) wächst bei Pflegeeltern im verschlafenen Saint Tropez auf, arbeitet in einem Zeitungsladen und bringt durch ihre unverhohlen dargestellten Reize die Männer in Aufruhr. Vom Playboy Antoine (Christian Marquand) fühlt sie sich unwiderstehlich angezogen und will sogar mit ihm durchbrennen. Doch als er vor Freunden mit seiner Eroberung prahlt, wendet sie sich dem zwielichtigen Geschäftsmann Eric Carradine (Curd Jürgens) zu. Der rät ihr, als ihre Pflegemutter (Jaqueline Ventura) sie ins Waisenhaus zurückschicken will, Antoines schüchternen Bruder Michel (Jean-Louis Trintingnant) zu heiraten. Gegen den Widerstand seiner Familie hält Michel um die Hand der übel beleumdeten Juliette an. Kurz nach der Hochzeit betrügt sie ihn mit seinem Bruder. Vor Scham betrinkt sich Juliette danach und läßt sich in einer Kneipe zu einem erotischen Tanz hinreißen - sie hat nichts mehr zu verlieren. Doch Michel hält weiter zu ihr.
* nebenbei: bei den Dreharbeiten verliebte sich BB in
Jean-Louis Trintignant und verließ ihren Mann Roger Vadim
mit Curd Jürgens, Jean-Louis Trintignant, Christian Marquand, Georges Poujouly, Jean Tissier, Jane Marken, Mary Glory, Isabelle Corey
Frankreich - 1956 - Liebesdrama - 90 min
Shalako
New Mexico 1880: Eine Jagdgruppe europäischer Adliger, unter ihnen die Gräfin Irina (BB), gerät irrtümlich in ein Apachenreservat, daß für Weiße tabu ist. Der Trapper und frühere US-Officier Shalako (Sean O’Connery) rettet die Gesellschaft mit einem Pakt vor den angreifenden Indianern: Die Gruppe soll einen Tag Zeit haben, das Reservat zu verlassen. Als Irinas Verlobter, der Anführer der Gruppe, das Angebot ablehnt, werden die Jäger zu Gejagten.
*
Kurioserweise hatten beide Hauptdarsteller zuvor Angebote für den neuen Bond-Film "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" abgelehnt. So konnte sich die BB freuen, nicht mit dem erfolglosen 007 George Lazenby in Vergessenheit zu geraten.
* Gedreht wurde übrigens im spanischen Almería, dem Entstehungsort vieler Italo-Western.
mit Sean Connery, Stephen Boyd, Peter Van Eyck, Jack Hawkins, Woody Strode, Alexander Knox, Honor Blackman, Valerie French, Julian Mateos, Hans De Vries, Charles Stalnaker, Bob Cunningham
Großbritannien / USA / BRD - 1968 - Western - 105 min
Und BB schuf die Frau - Teil II
BB faszinierte Millionen Männer und provozierte Intellektuelle wie Roland Barthes zu tiefschürfenden Analysen. 25 min
La Scandaleuse - 2. Teil
Dokumentationb zum 60. Geburtstag -
11 min
Electric Blue
BB in den erotischsten Szenen ihrer Filme - 3 min


Petroleum-Miezen (Les Pétroleuses) -
Nicht als schöne Lady, sondern als Chefin von vier nicht minder hübschen Gangsterschwestern, die sich auf Eisenbahnraub spezialisiert haben, präsentiert sich Frenchie King (BB). Ihre Rivalin Maria (ClaudiaCardinale) befehligt auf demselben Gebiet ihre vier rauhbeinigen Brüder. Aber die „Miezen“ lassen sich vom amerikanischen Ölfieber des ausgehenden 19. Jahrhunderts anstecken und schlagen sich in zünftiger Wild-West-Manier um eine herrenlose Ranch, unter der in der Tiefe Petroleum auf sie wartet...
Frankreich - 1973 - mit ClaudiaCardinale, Michael J. Pollard, Patty Shepard, Micheline Presle, Henry Czarniak, Georges Beller, Teresa Gimpera, Cris Huerta, Emma Cohen, Patrick Préjean, Riccardo Salvino, Valéry Inkijinoff, Denise Provence, Leroy Haynes
* Gedacht war diese seichte Filmkomödie, den verblassenden Stern BB neu erstrahlen zu lassen, aber es gelang nicht. BB war aus dem naiven Jungmädchen-Charme herausgewachsen und die aufgesetzte Verruchtheit der 70'er wollte ihr einfach nicht gelingen vor der Kamera. Dafür darf man CC (ClaudiaCardinale) umso mehr bewundern: Eine wunderschöne sonnengebräunte Rassefrau mit einem nicht operierten Dekollté vom Feinsten und dem Minenspiel einer echten Schauspielerin, die ihren Beruf ernst nimmt, auch wenn es nur der mißglückten Rettung einer Kollegin dienen soll.
* mit Jeanne Moreau (Viva Maria – s. o.) und AnnieGirardot (Novizinnen – s. o.) wurden solche (s)explosiven Frauengespanne bereits probiert, um die BB zu retten - immer aber setzten sich filmgeschichtlich ihre Film-Partnerinnen durch. BB war Zeitgeschmack und dann nichts mehr.
* 2006 gab's wieder so eine Frauen-Mischung mit Salma Hayek und Penélope Cruz in
Bandidas


siehe auch:
Das Testament des Orpheus mit JeanMarais auf VRC 1321/1




folgende Filme / TV-Produktionen:
- natürlich alle TV-Specials - soweit man da rankommt -

1952 - Le Tour Normand - Frankreich - mit Bourvil, Noël Roquevert

1952 - Sommernächte mit Manina

1954 -
Verrat

1955 -
Pariser Luft

1955 -
Gier nach Liebe

1955 -
Reif auf jungen Blüten

1956 -
Neros tolle Nächte

1956 - Der Untergang von Troja (Helen of Troy) - Monumentalfilm - USA - 110 min - Pompös und angemessen dramatisch inszenierte Veteran Robert Wise ("West Side Story") 1956 die verbotene Liebe zwischen Trojas Prinz Paris und Spartas Königin Helena. Putzige Fundstücke aus den Warner-Archiven - u. a. ein fiktives Interview mit Helena - runden das Prunkstück ab. mit Rossana Podesta, Jacques Sernas, Cedric Hardwicke, Stanley Baker, Niall MacGinnis

1956 - Die Braut war viel zu schön (La mariée est trop belle) - Frankreich - Gerade ist der frischgebackene Ehemann (Louis Jourdan) mit seiner glücklichen Braut (BB) unter den Klängen des Hochzeitsmarsches aus dem Tor der alten Dorfkirche getreten. Da jubelt ihm eine attraktive Frau zu: „Liebster, jetzt ist’s endlich soweit. Jetzt haben wir Geld und sind bekannt! Jetzt heirate ich Dich!“ Welche Braut würde da nicht aus der Fassung geraten? Chouchon, so heißt die liebliche Schöne, fällt in Ohnmacht - und das übrigens nicht nur einmal und immer wieder sehr gekonnt in diesem Film. mit Marcel Amont, Bernard Fresson

1957 -
In ihren Augen ist immer Nacht (Les bijoutiers du clair de lune) - Frankreich - 88 min - Klosterschülerin Ursula verlebt die Ferien beim Onkel in Spanien. Dort verliebt sie sich in den feschen Lambert (Stephen Boyd), der seinerseits ein Auge auf Onkels Gattin geworfen hat…mit Alida Valli, Stephen Boyd, Pepe Nieto, José Marco Davó

1957 -
Die Pariserin (Une parisienne) - Frankreich - mit Henri Vidal, Charles Boyer, Madeleine LeBeau, Fernand Sardou

1958 - Ein Weib wie der Satan (La femme et le pantin) Frankreich / Italien - 90 min - mit Antonio Vilar, Espanita Cortez, Michel Roux, Jess Hahn

1959 - Babbette zieht in den Krieg (Babette s'en va-t-en guerre / Babette Goes to War) - Frankreich

1960 - Affäre einer Nacht

1960 -
In Freiheit dressiert

1961 -
Galante Liebesgeschichten

1962 - Le repos du guerrier - Frankreich - 100 min - mit Robert Hossein, James Robertson Justice

1962 - - Das Ruhekissen

1963 - Die Verführerin

1965 - Masculin - féminin oder: Die Kinder von Marx und Coca Cola (Masculin - féminin) - Gesellschaftsporträt - Frankreich / Schweden - mit Jean-Pierre Léaud, Chantal Goya, Marlène Jobert, Michel Debord, Catherine-Isabelle Duport, Eva Britt Strandberg, Birger Malmsten, Antoine Bourseiller - Paris im Winter 1965. Paul, gerade vom Militärdienst zurück, verliebt sich in Madeleine, die ihre erste Schlagerplatte aufnimmt. Sie trifft sich mit ihm im Café oder um auszugehen, hält ihn aber zunächst hin, weil sie ihre Freiheit nicht verlieren will. Er jobbt kurzzeitig bei der Zeitung und verbringt seine Zeit ansonsten mit Robert, der ihn zu politischen Aktionen bewegen will. Sie kleben Plakate gegen den Vietnam-Krieg, debattieren in Kneipen oder waschen Wäsche im Waschsalon. Als Paul das Zimmer gekündigt wird, zieht er zu Madeleine, die mit ihren Freundinnen Catherine und Elisabeth zusammenwohnt. Er geht mit ihnen essen, tanzen, ins Kino, und die Beziehung mit Madeleine, die im Musikgeschäft Erfolg hat, entwickelt sich, so daß Madeleine bald schwanger ist. Inzwischen arbeitet Paul für ein Meinungsforschungsinstitut und befragt junge Französinnen über ihr Konsumverhalten, obwohl er die hinter den Fragen verborgene Ideologie ablehnt. Je mehr Madeleine zu tun hat, desto mehr interessiert sich Catherine für Paul, so daß sie Robert, der ihr seine Liebe gesteht, zurückweist. Aber für Robert ist die Gewerkschaftsarbeit sowieso wichtiger. Schließlich kommt Paul überraschend durch einen Sturz aus einem Hochhaus ums Leben, wo er mit Madeleine einziehen wollte... - Jean-Luc Godards 1966 mit dem Silbernen Bären in Berlin ausgezeichnetes Werk ist bereits vom Interesse für die politische Realität geprägt, die in den folgenden Filmen immer mehr im Vordergrund stehen wird. In "fünfzehn präzisen Ereignissen", so der Untertitel, porträtiert Godard in dieser modernen Variante eines Romans von Guy de Maupassant die Generation der Zwanzigjährigen in 1965 und spricht in Form vieler Wirklichkeitsfragmente jene Themen an, die seinerzeit aktuell waren.

1965 - Geliebte Brigitte (Dear Brigitte) - USA - 94 min - Literaturprofessor Leaf (James Stewart) hat Kummer mit seinem Sohn: Erstens ist der Achtjährige ausgerechnet ein Mathe(!)-Genie, zweitens auch noch arg frühreif. Er überschwemmt Kinostar Brigitte Bardot solange mit Fanpost, bis er seinem Idol persönlich gegenübersteht… mit  James Stewart, Glynis Johns, Cindy Carol, Fabian, Billy Mumy

1966 -
Geheimnisvolle Begebenheiten - Frankreich/Italien - mit JaneFonda, Alain Delon, Peter Fonda - Roger Vadim wollte übrigens JaneFonda als BB's Nachfolgerin aufbauen. Aber JaneFonda weigerte sich rasch. - Episodenfilm von Federico Fellini, Louis Mallè, Roger Vadim nach drei phantastischen Geschichten Edgar Allan Poes.

1966 - Zwei Wochen im September - Frankreich - Das schöne Pariser Fotomodell Cecilè (BB), zu Hause behütet von einem väterlichen Freund, erlebt ein ungekanntes Glück. Wo immer sie zu Aufnahmen weilt: Vincent, ein junger Geologe, läßt sie nicht mehr aus den Augen, wirbt um sie mit burschikoser Leidenschaftlichkeit. „Das Glück ist wie eine Handvoll Wasser, das Glück kann man nicht zwingen.“, sinniert Cecilè. Die Entscheidung zwischen ihren beiden grundverschiedenen Freunden bleibt ihr dennoch nicht erspart...

1968 - Außergewöhnliche Geschichten

1972 - Don Juan 73 (Don Juan 73 où si / Don Juan était une femme) - Frankreich / Italien - 90 min - mit Maurice Ronet, Mathieu Carrière

1990 - Die Verlockung - Der Wiener Lehrling Rudi Blaha (Levin Kress) und sein Freund Manfred wollen ihr Idol Brigitte Bardot 1962 aus den Fängen der Snobs retten… - amüsante Fortsetzung von „Das Plakat“ (1990). - Österreich / Deutschland mit Levin Kress, Fritz Karl, Sabine Gautier, Dominic Raake - 85 min



La Fondation Brigitte Bardot = http://www.fondationbrigittebardot.fr
"Die Brigitte Bardot Foundation" kämpft für die Rechte der Tiere


Diese Edition würde wohl keiner der Damen wirklich gefallen.
Da gab's offiziellen und privaten Zickenkrieg!
Sie liefen bei jeder Gelegenheit aneinander vorbei und schauten demonstrativ in eine andere Richtung.





Logisch freue ich mich über Kommentare, Ergänzungen etc.