Brigitte Bardot
(VRC 1496 bis 1515) 
geboren am 28. September 1934 (Sternzeichen: Waage) in Paris

„BB“
- Sie verkörperte in den prüden fünfziger Jahren jenen neuen
Frauentyp, in dem sich die lebenshungrige Jugend der Nachkriegszeit wiederfand
– mit all ihren Vorstellungen von freier Liebe und einem Leben ohne Heuchelei.
Das Sexsymbol (BB immer mit langen, blonden Haaren, Stupsnase, weißen
Zähnen, einem Schmollmund, der entwaffnend lächeln kann und mit schmalen
Hüften auf langen Beinen.) der sechziger Jahre mit dem einmaligen Schmollmund
ist heute zu einer französischen Institution geworden, denn die in französischen
Rathäsuern aufgestellt Nationalfigur – die Marianne – trug bis 1986 ihre
Gesichtszüge (seitdem sind es die von Catherine Deneuve). Die Initialen BB standen lange Zeit für
wohlproportionierte, weibliche Formen und deren Reize.

Brigitte Bardot, das wohlbehütete
Mädchen aus gutem Hause, wurde auf Anraten der Ballettlehrerin zunächst
von den Eltern in Szene gesetzt und am 2. Mai 1949 erschien die erste Zeitung,
dessen Cover BB zierte. Als Hutmodell und Covergirl für Modemagazine entdeckte
sie dann Regisseur Marc Allégret für den Film. Dieser schickte seinen
damaligen Assistenten Roger Vadim ins Haus Bardot. Vadim spürte prompt
das Potential des Mädchens, mußte aber drei Jahre warten, bevor er
die BB - nun endlich 18-jährig - am 20. Dezember 1952 ehelichen konnte.
Fortan trieb Vadim die Karriere seiner Frau - nicht uneigennützig - voran
und wußte ihren Ruhm auch mit einigen Skandalen und Nacktszenen zu fördern.
Der Rest ist Filmgeschichte.

Diese wundersame Allianz von so gegensätzlichen Eigenschaften wie Hingabe
und Souveränität, Freiheit aber niemals Anstößigkeit, verleiht
BB die Dimension eines gesellschaftlichen Phänomens. In zehn Jahren und
fünfzehn Filmen trägt der von ihr begründete neue Frauen-Mythos
dazu bei, das Bild der Frau zu revolutionieren, die Geschlechterrollen ins Wanken
zu bringen und das Ideal von sinnlicher Liebe zutiefst zu verändern.
Neben den bereits genannten Ehen und Affären war BB auch mit Kollege Jean-Louis
Trintignant, Sacha Distel, dem spanischen Schauspieler Gustavo Rojo, dem französischen
Sänger Gilbert Bécaud, dem italienischen Kollegen Raf Vallone, dem
Regisseur Marcel Camus, Warren Beatty und vielen anderen liiert. Ihre dritte
Ehe führte sie lediglich zweieinhalb Monate mit dem deutschen Playboy und
Hobby-Fotografen Gunther Sachs.

1973 zog sich BB aus dem Filmgeschäft zurück.

1976 erregte BB als entschiedene Gegnerin der Abschlachtung von Robben Aufsehen
in der Öffentlichkeit und einige Boulevard-Blätter schrieben, daß
sie wohl Tiere mehr zu schätzen wüßte als Menschen. Doch in
der Folgezeit wurde sie eine der berühmtesten Aktivistinnen für die
Rechte der Tiere und gründete sogar eine "Foundation" (http://www.fondationbrigittebardot.fr), die sich um die weltweite Durchsetzung
der Rechte der Tiere einsetzt. "Gäbe es irgendetwas, was ich tun könnte,
damit sich das Verhalten der Menschen miteinander ändern würde - ich
würde es tun. Solange ich dies aber nicht kann, bleibe ich bei den Tieren",
sagte BB zu diesem Thema.

Außerdem war BB zumindest in Frankreich auch als Sängerin populär
und hat vor allem in den 60er und 70er Jahren viele Songs eingespielt.

BB ist der erste französische Star, der den absoluten internationalen Durchbruch
schafft. Abgesehen von ihrer atemberaubenden Schönheit, dieser tänzerischen
Anmut, die Millionen Menschen faszinierte, ging von BB ein Zauber aus, den so
verschiedene Schriftsteller wie Simone de Beauvoir, Jean Cocteau, Marguerite
Duras, Françoise Sagan oder Roland Barthes zu analysieren versuchten.

"Brigitte
kann leidenschaftlich sein und scharfzüngig, wehmütig, boshaft, spöttisch,
schonungslos ... die ganze Palette einer Frau. Aber sie ist nie auch nur ein
Milligramm vulgär." (Serge Gainsbourg)
"Ihre Schönheit und ihr Talent sind unbestritten, doch sie besitzt
noch etwas anderes, Unerklärliches, was die Götzendiener eines Zeitalters,
das keine Götter mehr kennt, verlockt." (Jean Cocteau)
"Die Wirkung der Bardot? Schlicht und einfach bezaubernd." (Dirk Bogarde)

Sie bekam 1967 den Bambi und 1989 den Golden Ark Award.
In
letzter Zeit erregte sie oft Aufsehen durch ihre radikalen, rechtsextremistischen
Äußerungen in der Öffentlichkeit.
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VRC
1 2 3 6 (300’er = Rest 18)
Ein Gänseblümchen wird entblättert
(En
effeuillant la marguerite)
Die
wohlbehütete Generalstochter Agnes (BB) schockiert mit einem demaskierenden
Roman die Spießbürgerseelen von Vichy, macht sich auf die Suche nach
ihrem Bruder in der Großstadt und landet statt im Mädchenpensionat
beim Striptease.
* Nach diesem Film ernannten
die Amerikaner BB zum "Sexsymbol des Universums" und Gary Cooper sagte
- nachdem er den Film gesehen hatte: "Ich hätte mir besser einen Sack
über das Gesicht ziehen sollen".
mit Daniel Gelin, Robert
Hirsch
1956
- Frankreich, 90 min
Das
große Manöver (Les grandes Manoeuvres)
Kurz
vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges wartet eine kleine französische Garnisionsstadt
auf den Beginn des großen Herbstmanövers. Der junge Leutnant Armand
de la Verne (Gèrard Philipe) wettet, diejenige Frau verführen zu
nkönnen, die bei der alljährlichen Tombola das Große Los zieht.
Zwar erobert er auf diese Weise die Modistin Marie-Louise Riviére (Michéle
Morgan), verliebt sich aber in sein Opfer. Als sie erfährt, daß sie
Gegenstand einer Wettte war, bricht sie mit ihm. Das Regiment zieht ins Manöver,
das sich bald in blutigen Ernst verwandelt.
mit Gèrard Philipe, Michéle Morgan, Jean Desailly, Yves Robert
Frankreich / Italien - 100 min
Die Puppe und der Bär (L’ours et la
poupée)
Zusammen
mit seinem Sohn lebt der bärbeißige Cellist Gaspard (Jean-Pierre
Cassel) auf einem ländlichen Anwesen. Dort haben Gaspards drei Cousinen
das Sagen. Eines Tages kracht seine „Ente“ mit dem Luxusgefährt der versnobten
Felicia (BB) zusammen. Die Schöne dünkt sich unwiderstehlich, obwohl
Gaspard dies ganz anders sieht.
mit
Jean-Pierre Cassel, Daniel Ceccaldi, Xavier Gelin, Georges Claisse
Frankreich
- 1970 - 95 min
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VRC
1
2 3 7 (300’er = Rest 8)
Viva Maria 
Das kleine lateinamerikanische Land San Miguel um die Jahrhundertwende. Maria
O’Malley (BB), die Tochter eines irischen Freiheitskämpfers, zieht mit
einer weiteren Maria (Jeanne Moreau) in einem Wanderzirkus durch’s Land. Sie
haben sich bei einer Schießerei im Wilden Westen kennengelernt und singen
nun gemeinsam Chansons. Während einer Vorstellung erfinden sie notgedrungen
den Striptease. Da kreuzt die Revolution ihren Weg – in Gestalt der Liebe. Maria
II verspricht ihrem sterbenden Revolutionär (George Hamilton), den Kampf
zu Ende zu führen. Wie gut, daß die Maria I so geübt im Schießen,
Sprengen und Scharmützeln ist.
* mit Claudia
Cardinale drehte
BB noch einmal 1973 so ein Frauengespann in Petroleummiezen (s. u.)
* 2006 gab's wieder so
eine Frauen-Mischung mit Salma Hayek und Penélope Cruz in
Bandidas
mit Jeanne Moreau, George
Hamilton, Gregor von Rezzori, Paulette Dubost, Claudio Brook, Carlos Lopez Moctezuma,
José Angel Espinoza, Francisco Reiguera, Jonathan Eden
Frankreich
/ Italien - 1965 - Abenteuerkomödie - 110 min
Wollen Sie mit mir tanzen? (Voulez-vous
danser avec moi?)
Virginie (BB) spielt Detektivin, als ihr Zahnarztgatte (Henri Vidal) unter Mordverdacht
gerät…
mit Henri Vidal, Dawn Addams, Dario Moreno, Serge Gainsbourg
* In einer Nebenrolle spielt der 1991 verstorbene Reibeisen-Chansonnier Serge
Gainsbourgh („Je t’aime moi non plus“).
Frankreich / Italien - 1959 - 85 min
Die Verführerin (Une ravissante idiote)
mit: Anthony Perkins, Gregoire Aslan
Frankreich / Italien - 1963 -
100 min - s/w
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VRC
1
2 3 9
Die Verachtung (Le mépris / Il disprezzo)
Das
Angebot des amerikanischen Filmproduzenten Prokosch (Jack Palance) klingt verlockend:
Paul Javal (Michel Piccoli), ein mittelloser Drehbuchautor, soll den allzu altmodisch
und unkommerziell geratenen Odyssees-Film von Regie-Legende Fritz Lang (spielt
sich selbst) um ein paar publikumswirksame Einfälle bereichern. Der finanziell
gerettete Javal begeht in der Beziehung zu seiner Ehefrau Camille (BB) einen
fatalen Fehler: Bei einem Ausflug mit Prokosch zwängt er sich nicht auf
den Rücksitz, sondern fährt mit dem Taxi hinterher. Camille hatte
ihrem Mann bereits seine Ergebenheit gegenüber Prokosch vorgeworfen. Nun
fühlt sie sich verraten und glaubt, er habe sie dem Mogul anbieten wollen.
Die Verachtung für ihren Mann wächst, die Ehe scheint zu zerbrechen.
* Es gibt keinen Vorspann, Besetzung und Stab werden verlesen
* Gelungene Alberto-Moravia-Verfilmung.
*
Eigentlich wollte sich
BB vor diesem Film aus der Branche zurückziehen, konnte Godards Angebot
und die damit verbundene Herausforderung aber nicht ablehnen, obwohl sie später
fürs amerikanische Publikum noch einige Nacktszenen nachinszenieren mußte.
mit Jack Palance, Michel Piccoli, Giorgia Moll, Fritz Lang, Jean-Luc Godard,
Linda Véras
Frankreich / Italien - 1963 - Gesellschaftssatire - 100 min
Privatleben (La vie privée / Vita
privata / A Very Private Affair)
Jill
(BB) ist in einer Luxusvilla am Genfer See aufgewachsen. Die unglückliche
Liebe zu Fabio (Marcello Mastroianni) treibt die 18-jährigen nach Paris.
Dort versucht sie sich als Tänzerin – und wird entdeckt. Ein steiler Aufstieg
folgt: Fotomodell, Schauspielerin, Jet-Set-Star. Doch der Preis des Ruhmes zerrt
an den Nerven. Privatleben hat Jill keines mehr. Als sie verzweifelt einen Selbstmordversuch
unternimmt, wird sie ausgerechnet von Fabio gerettet. Die beiden verbringen
glückliche Tage. Bis Paparazzi das Paar aufspüren….
mit
Marcello Mastroianni,
Eleonore Hirt, Ursula Kübler, Gregoire von Rezzori, Nicolas Bataille, Eléonore
Hirt, Ursula Kubler, Gregor von Rezzori, Jacqueline Doyen, Dirk Sanders, Louis
Malle, Jeanne Allard, Paul Ioreze, Antoine Roblot
*
Louis Malle inszenierte
hier eine eindrucksvolle Geschichte über eine Schauspielerin, die zum Idol
der Massen avanciert - also spielt die BB sich quasi selbst - und bald die dunkle
Kehrseite des Ruhms kennenlernt. Der Film ist so eindringlich, daß man
stellenweise das Gefühl hat, eine Dokumentation über die BB zu sehen.
* Regisseur Malle ist hier übrigens in einer kleinen Nebenrolle als Journalist
zu sehen.
Frankreich
/ Italien - 1962 - Psychodrama - 90 min
La Scandaleuse – 1. Teil
Dokumentation
zum
60. Geburtstag - 57 min
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VRC
1
2 4 0 (300’er = Rest 30)
Oh diese Frauen (Les femmes)
Bestseller-Autor
Jerome (Maurice Ronet) entflieht dem Großstadttrubel, um auf dem Land
Ruhe zum Schreiben zu finden. Sein Verleger engagiert jedoch Clara (BB), eine
Sekretärin, die Jerome auch nachts zur Verfügung stehen soll. Zwischen
dem Chauvi und der selbstbewußten Blondine fliegen bald die Fetzen.
mit Maurice Ronet, Jean-Pierre Marielle, Christina
Holm, Annie Duperey
Frankreich
- 1969 - 82 min
Dunkelroter
Venusstern (Le fils de Caroline Chèrie)
Spanien während
der französischen Besetzung: Joseph, ein Bruder Napoleons, wird zum König
von Spanien ernannt. Die Comtesse von Arranda versucht mit ihren Töchtern
Conchita und Pilar (BB) zu fliehen, ihr Sohn Juan (Jean Claude Pascal) schließt
sich den Aufständischen an.Von ihnen erhält er den Auftrag, den französischen
Kommandanten General de Sallanches in einen Hinterhalt zu locken. Dabei gerät
Juan in etliche Gefahren bis sein Gegner Sallanches herausfindet, daß
der ahnungslose Juan sein totgeglaubter Sohn aus einer Liaison mit der Comtesse
von Arranda sein muß. Doch bevor Juan seine Geliebte Pilar in die Arme
schließen kann, warten noch einige rasante Fechtkämpfe…
*
Im
letzten Teil der "Caroline Chérie"-Trilogie erlebt BB ein Kostümabenteuer
in Spanien
mit Jean-Claude Pascal,
Jacques Dacqmine, Micheline Gary, Magali Noel
Frankreich
- 1954 - 105 min
Mit den Waffen einer Frau (En cas de malheur)
Eine
Kleinkriminelle (BB) bezahlt ihren Rechtsanwalt (Jean Gabin) in „Naturalien“.
* Übrigens zeigte hier Marlene
Dietrich über
die Zusammenarbeit von Gabin mit BB echte Stutenbissigkeit - sie war eifersüchtig!
mit Jean Gabin, Edwige
Feuillère, Franco Interlenghi, Julien Bertheau
Frankreich / Italien - 90 min - s/w
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VRC
1 2 4 1
Rum-Boulevard (Boulevard de rhum)
Eine
umschwärmte Leinwandgöttin (BB), launenhaft, verwöhnt und kurvenreich,
hat es einem rauhbeinigen und wagemutigen Seebären (Lino Ventura) angetan.
Cornelius ist einer jener Abenteurer, die in den 20’er Jahren, der Zeit des
Alkoholverbotes in den USA, von der Karibischen See her den verbotenen Schnaps
in die USA schmuggelten. Als dieser wagemutige Kapitän eines Tages seinem
Leinwandidol am Strand begegnet, beginnt eine romantische Liebesaffäre,
die jedoch durch das Auftauchen eines spleenigen englischen Aristokraten gestört
wird.
mit Lino Ventura, Bill Travers
Frankreich / Italien / Spanien - 1971 - 120 min
Doktor ahoi! (Doctor at Sea)
Herbert Sperling hat
es geschafft: Mit Diplom und Titel ist er ausgebildeter Mediziner und nun AIP
(Arzt im Praktikum). Von Kapitän Hogg läßt er sich als Schiffsarzt
anheuern. Die erste Reise geht nach Südamerika - mit erfreulicher Unterbrechung
durch den kurzen Landaufenthalt. Bei der Rückreise allerdings wird der
Arzt durch eine Blinddarmoperation beim Steuermann erstmals auf die Probe gestellt.
Unerwartete Hilfe leistet ihm Helene Colbert (BB), eine Schlagersängerin,
die in Südamerika an Bord gekommen ist. Auch nach geglückter Operation
entwickelt sich die Beziehung zwischen Helene und Herbert erfreulich...
*
Fortsetzung
der Komödie "Aber, Herr Doktor"
mit Dirk Bogarde, James Robertson Justice,
Brenda de Banzie, Maurice Denham, Michael Medwin, Hubert Gregg, James Kenney,
Raymond Huntley, Geoffrey Keen, Jill Adams, Joan Sims
Großbritannien
- 1955 - Komödie - 88 min
Und BB schuf die Frau - Teil I
BB
faszinierte Millionen Männer und provozierte Intellektuelle wie Roland
Barthes zu tiefschürfenden Analysen. 32 min
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VRC
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2 4 2
Die Wahrheit (La vérité)
Dominique
Marceau (BB), ein junges Mädchen aus der Provinz, kommt zusammen mit ihrer
Schwester Annie (Marie-José Nat) nach Paris, wo sie schnell in einen
moralischen Sumpf gerät. Aus Verzweiflung tötet sie sogar ihre einzige
wahre Liebe, den mit ihrer Schwester verlobten Musikstudenten Gilbert Tellier
(Samy Frey). Vor Gericht stellt der Verteidiger (Charles Vanel) Gilbert als
den wahren Schuldigen hin, während der Staatsanwalt (Paul Meurisse) die
angebliche Verkommenheit der Angeklagten anprangert. Diese nimmt sich noch vor
der Urteilsverkündung in ihrer Zelle das Leben.
* Henri-Georges Clouzot
("Die Teuflischen") besetzte seinerzeit die junge BB in dieser für
sie ungewöhnlichen Rolle. Die Unvereinbarkeit von Gefühl und gängigen
Moralvorstellungen und die Gewalt, die aus der Abhängigkeit der Frauen
von den Männern entsteht, gehören zu den Themen, die Clouzot - hier
in Zusammenarbeit mit seiner Frau Vera - in seinen Psychothrillern immer wieder
aufgriff. Als Meister der Spannungsdramaturgie oft mit Alfred
Hitchcock verglichen, war auch Clouzot ein Perfektionist, der aus seinen
Darstellern das Äußerste herausholte.
mit Marie-José Nat, Sami Frey, Charles Vanel, Louis Seigner, André
Oumansky, Paul Meurisse, Louis Arbessier
Frankreich / Italien - 1960 - Drama - 125 min
Novizinnen (Les Novices)
Nach
ihrer Flucht aus dem Kloster trifft die Novizin Agnés (BB) in Paris eine
Prostituierte (Annie Girardot), die versucht, sie ins >Gewerbe< zu integrieren.
mit Jean Carmet, Annie
Girardot, Jess Hahn, Jacques Duby
Frankreich
- 1970 - 100 min
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VRC
1
2 4 3
... und immer lockt das Weib (Et dieu créa
la femme / Piace a troppi)
Das
frühreife Waisenmädchen Juliette (BB) wächst bei Pflegeeltern
im verschlafenen Saint Tropez auf, arbeitet in einem Zeitungsladen und bringt
durch ihre unverhohlen dargestellten Reize die Männer in Aufruhr. Vom Playboy
Antoine (Christian Marquand) fühlt sie sich unwiderstehlich angezogen und
will sogar mit ihm durchbrennen. Doch als er vor Freunden mit seiner Eroberung
prahlt, wendet sie sich dem zwielichtigen Geschäftsmann Eric Carradine
(Curd Jürgens) zu. Der rät ihr, als ihre Pflegemutter (Jaqueline Ventura)
sie ins Waisenhaus zurückschicken will, Antoines schüchternen Bruder
Michel (Jean-Louis Trintingnant) zu heiraten. Gegen den Widerstand seiner Familie
hält Michel um die Hand der übel beleumdeten Juliette an. Kurz nach
der Hochzeit betrügt sie ihn mit seinem Bruder. Vor Scham betrinkt sich
Juliette danach und läßt sich in einer Kneipe zu einem erotischen
Tanz hinreißen - sie hat nichts mehr zu verlieren. Doch Michel hält
weiter zu ihr.
* nebenbei: bei den Dreharbeiten verliebte sich BB in Jean-Louis Trintignant und verließ ihren Mann Roger
Vadim
mit Curd Jürgens,
Jean-Louis Trintignant, Christian Marquand, Georges Poujouly, Jean Tissier,
Jane Marken, Mary Glory, Isabelle Corey
Frankreich - 1956 - Liebesdrama - 90 min
Shalako
New
Mexico 1880: Eine Jagdgruppe europäischer Adliger, unter ihnen die Gräfin
Irina (BB), gerät irrtümlich in ein Apachenreservat, daß für
Weiße tabu ist. Der Trapper und frühere US-Officier Shalako (Sean
O’Connery) rettet die Gesellschaft mit einem Pakt vor den angreifenden Indianern:
Die Gruppe soll einen Tag Zeit haben, das Reservat zu verlassen. Als Irinas
Verlobter, der Anführer der Gruppe, das Angebot ablehnt, werden die Jäger
zu Gejagten.
* Kurioserweise
hatten beide Hauptdarsteller zuvor Angebote für den neuen
Bond-Film "Im
Geheimdienst Ihrer Majestät"
abgelehnt. So konnte sich die BB freuen,
nicht mit dem erfolglosen 007 George Lazenby in Vergessenheit zu geraten.
* Gedreht wurde übrigens im spanischen Almería, dem Entstehungsort
vieler Italo-Western.
mit Sean Connery, Stephen Boyd, Peter Van
Eyck, Jack Hawkins, Woody Strode, Alexander Knox, Honor Blackman, Valerie French,
Julian Mateos, Hans De Vries, Charles Stalnaker, Bob Cunningham
Großbritannien
/ USA / BRD - 1968 - Western - 105 min
Und BB schuf die Frau - Teil II
BB
faszinierte Millionen Männer und provozierte Intellektuelle wie Roland
Barthes zu tiefschürfenden Analysen. 25 min
La Scandaleuse - 2. Teil
Dokumentationb zum 60. Geburtstag - 11 min
Electric Blue
BB
in den erotischsten Szenen ihrer Filme - 3 min
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Petroleum-Miezen
(Les Pétroleuses) - 
Nicht
als schöne Lady, sondern als Chefin von vier nicht minder hübschen
Gangsterschwestern, die sich auf Eisenbahnraub spezialisiert haben, präsentiert
sich Frenchie King (BB). Ihre Rivalin Maria (Claudia
Cardinale) befehligt
auf demselben Gebiet ihre vier rauhbeinigen Brüder. Aber die „Miezen“ lassen
sich vom amerikanischen Ölfieber des ausgehenden 19. Jahrhunderts anstecken
und schlagen sich in zünftiger Wild-West-Manier um eine herrenlose Ranch,
unter der in der Tiefe Petroleum auf sie wartet...
Frankreich - 1973 - mit Claudia
Cardinale, Michael J. Pollard, Patty Shepard, Micheline Presle, Henry Czarniak, Georges Beller, Teresa Gimpera, Cris Huerta, Emma Cohen, Patrick Préjean, Riccardo Salvino, Valéry Inkijinoff, Denise Provence, Leroy Haynes
*
Gedacht war diese seichte Filmkomödie, den verblassenden Stern BB neu erstrahlen
zu lassen, aber es gelang nicht. BB war aus dem naiven Jungmädchen-Charme
herausgewachsen und die aufgesetzte Verruchtheit der 70'er wollte ihr einfach
nicht gelingen vor der Kamera. Dafür darf man CC (Claudia
Cardinale) umso mehr
bewundern: Eine wunderschöne sonnengebräunte Rassefrau mit einem nicht
operierten Dekollté vom Feinsten und dem Minenspiel einer echten Schauspielerin,
die ihren Beruf ernst nimmt, auch wenn es nur der mißglückten Rettung
einer Kollegin dienen soll.
* mit Jeanne Moreau (Viva Maria – s. o.)
und Annie
Girardot (Novizinnen – s. o.) wurden solche (s)explosiven
Frauengespanne bereits probiert, um die BB zu retten - immer aber setzten sich
filmgeschichtlich ihre Film-Partnerinnen durch. BB war Zeitgeschmack und dann
nichts mehr.
* 2006 gab's wieder so eine Frauen-Mischung mit Salma Hayek und Penélope
Cruz in
Bandidas
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siehe auch:
Das
Testament des Orpheus mit Jean
Marais auf VRC
1321/1
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folgende Filme / TV-Produktionen:![]()
- natürlich alle TV-Specials - soweit man da rankommt -
1952 - Le Tour Normand
- Frankreich - mit Bourvil,
Noël Roquevert
1952 - Sommernächte mit Manina
1954 - Verrat
1955 - Pariser Luft
1955 - Gier nach Liebe
1955 - Reif auf jungen Blüten
1956 - Neros tolle Nächte
1956 -
Der Untergang von Troja (Helen of Troy) - Monumentalfilm - USA - 110 min - Pompös
und angemessen dramatisch inszenierte Veteran Robert Wise ("West Side Story")
1956 die verbotene Liebe zwischen Trojas Prinz Paris und Spartas Königin
Helena. Putzige Fundstücke aus den Warner-Archiven - u. a. ein fiktives
Interview mit Helena - runden das Prunkstück ab. mit Rossana Podesta, Jacques Sernas, Cedric
Hardwicke, Stanley Baker, Niall MacGinnis
1956
-
Die Braut war viel zu schön (La mariée
est trop belle) - Frankreich - Gerade ist der frischgebackene Ehemann (Louis
Jourdan) mit seiner glücklichen Braut (BB) unter den Klängen des Hochzeitsmarsches
aus dem Tor der alten Dorfkirche getreten. Da jubelt ihm eine attraktive Frau
zu: „Liebster, jetzt ist’s endlich soweit. Jetzt haben wir Geld und sind bekannt!
Jetzt heirate ich Dich!“ Welche Braut würde da nicht aus der Fassung geraten?
Chouchon, so heißt die liebliche Schöne, fällt in Ohnmacht -
und das übrigens nicht nur einmal und immer wieder sehr gekonnt in diesem
Film. mit Marcel Amont,
Bernard Fresson
1957 -
In ihren Augen ist immer Nacht (Les bijoutiers du clair de
lune) - Frankreich - 88
min - Klosterschülerin
Ursula verlebt die Ferien beim Onkel in Spanien. Dort verliebt sie sich in den
feschen Lambert (Stephen Boyd), der seinerseits ein Auge auf Onkels Gattin geworfen
hat…mit Alida Valli,
Stephen Boyd, Pepe Nieto, José Marco Davó
1957 - Die Pariserin (Une parisienne) - Frankreich - mit Henri Vidal, Charles
Boyer, Madeleine LeBeau, Fernand Sardou
1958 -
Ein Weib wie der Satan (La femme et le pantin) Frankreich / Italien
- 90 min - mit Antonio
Vilar, Espanita Cortez, Michel Roux, Jess Hahn
1959 - Babbette zieht in den Krieg (Babette s'en va-t-en guerre / Babette
Goes to War) - Frankreich
1960 - Affäre einer Nacht
1960 - In Freiheit dressiert
1961 - Galante Liebesgeschichten
1962 - Le repos du guerrier - Frankreich - 100 min - mit Robert Hossein,
James Robertson Justice
1962 -
- Das Ruhekissen
1963 - Die Verführerin
1965 - Masculin - féminin oder: Die Kinder von Marx
und Coca Cola (Masculin - féminin) - Gesellschaftsporträt - Frankreich / Schweden - mit Jean-Pierre
Léaud, Chantal Goya, Marlène Jobert, Michel Debord, Catherine-Isabelle
Duport, Eva Britt Strandberg, Birger Malmsten, Antoine Bourseiller - Paris im
Winter 1965. Paul, gerade vom Militärdienst zurück, verliebt sich
in Madeleine, die ihre erste Schlagerplatte aufnimmt. Sie trifft sich mit ihm
im Café oder um auszugehen, hält ihn aber zunächst hin, weil
sie ihre Freiheit nicht verlieren will. Er jobbt kurzzeitig bei der Zeitung
und verbringt seine Zeit ansonsten mit Robert, der ihn zu politischen Aktionen
bewegen will. Sie kleben Plakate gegen den Vietnam-Krieg, debattieren in Kneipen
oder waschen Wäsche im Waschsalon. Als Paul das Zimmer gekündigt wird,
zieht er zu Madeleine, die mit ihren Freundinnen Catherine und Elisabeth zusammenwohnt.
Er geht mit ihnen essen, tanzen, ins Kino, und die Beziehung mit Madeleine,
die im Musikgeschäft Erfolg hat, entwickelt sich, so daß Madeleine
bald schwanger ist. Inzwischen arbeitet Paul für ein Meinungsforschungsinstitut
und befragt junge Französinnen über ihr Konsumverhalten, obwohl er
die hinter den Fragen verborgene Ideologie ablehnt. Je mehr Madeleine zu tun
hat, desto mehr interessiert sich Catherine für Paul, so daß sie
Robert, der ihr seine Liebe gesteht, zurückweist. Aber für Robert
ist die Gewerkschaftsarbeit sowieso wichtiger. Schließlich kommt Paul
überraschend durch einen Sturz aus einem Hochhaus ums Leben, wo er mit
Madeleine einziehen wollte... - Jean-Luc Godards 1966 mit dem
Silbernen Bären in Berlin
ausgezeichnetes Werk ist bereits vom Interesse für die politische Realität
geprägt, die in den folgenden Filmen immer mehr im Vordergrund stehen wird.
In "fünfzehn präzisen Ereignissen", so der Untertitel, porträtiert
Godard in dieser modernen Variante eines Romans von Guy de Maupassant die Generation
der Zwanzigjährigen in 1965 und spricht in Form vieler Wirklichkeitsfragmente
jene Themen an, die seinerzeit aktuell waren.
1965
-
Geliebte Brigitte (Dear Brigitte) - USA -
94 min - Literaturprofessor Leaf (James Stewart) hat Kummer mit seinem
Sohn: Erstens ist der Achtjährige ausgerechnet ein Mathe(!)-Genie, zweitens
auch noch arg frühreif. Er überschwemmt Kinostar Brigitte Bardot solange
mit Fanpost, bis er seinem Idol persönlich gegenübersteht… mit James Stewart, Glynis Johns, Cindy
Carol, Fabian, Billy Mumy
1966 - Geheimnisvolle
Begebenheiten - Frankreich/Italien - mit Jane
Fonda, Alain
Delon, Peter Fonda - Roger Vadim wollte übrigens Jane
Fonda als BB's
Nachfolgerin aufbauen. Aber Jane
Fonda weigerte
sich rasch. - Episodenfilm von Federico Fellini, Louis Mallè,
Roger Vadim nach drei phantastischen Geschichten Edgar Allan Poes.
1966 - Zwei Wochen im September - Frankreich
- Das
schöne Pariser Fotomodell Cecilè (BB), zu Hause behütet von
einem väterlichen Freund, erlebt ein ungekanntes Glück. Wo immer sie
zu Aufnahmen weilt: Vincent, ein junger Geologe, läßt sie nicht mehr
aus den Augen, wirbt um sie mit burschikoser Leidenschaftlichkeit. „Das Glück
ist wie eine Handvoll Wasser, das Glück kann man nicht zwingen.“, sinniert
Cecilè. Die Entscheidung zwischen ihren beiden grundverschiedenen Freunden
bleibt ihr dennoch nicht erspart...
1968 - Außergewöhnliche Geschichten
1972
-
Don Juan 73 (Don Juan 73 où si / Don Juan était une femme) - Frankreich / Italien - 90 min - mit Maurice
Ronet, Mathieu Carrière
1990
- Die
Verlockung - Der Wiener Lehrling Rudi Blaha (Levin Kress)
und sein Freund Manfred wollen ihr Idol Brigitte Bardot 1962 aus den Fängen
der Snobs retten… - amüsante Fortsetzung von „Das Plakat“
(1990). - Österreich / Deutschland mit Levin Kress, Fritz Karl, Sabine Gautier,
Dominic Raake - 85 min
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La Fondation Brigitte Bardot = http://www.fondationbrigittebardot.fr
"Die Brigitte Bardot Foundation" kämpft für die Rechte der
Tiere
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Diese Edition würde wohl keiner der Damen wirklich gefallen.
Da gab's offiziellen und privaten Zickenkrieg!
Sie liefen bei jeder Gelegenheit aneinander vorbei und schauten demonstrativ
in eine andere Richtung.
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Logisch freue
ich mich über Kommentare, Ergänzungen etc.![]()