M Ä R C H E N    -    F I L M E

Bei den Märchen verbindet sich bei mir noch die Vorstellung mit alten dicken Büchern,
aus denen meist die Oma an kalten stürmischen Herbst- und/oder Wintertagen
im warmen halbdunklen Wohnzimmer unter der Stehlampe vorgelesen hat
und in denen ich als Erwachsener selber wieder und wieder lese.
Neben der klassischen Märchenliteratur wie Grimm, Hauff und Andersen
faszinieren mich auch die Kunstmärchen von Oscar Wilde und Hans Fallada und Jaques Cocteau.

Nachfolgend wieder zuerst meine Filme; danach einige nette Erinnerungen!

VRC Nr. 4 0 0 0 / 3
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (Tri orisky popelku)
Aschenbrödel (Libuse Safránkova) lebt zusammen mit ihrer Stiefmutter (Carola Braunbock) und deren Tochter Dora auf dem Gut ihres verstorbenen Vaters. Beide behandeln sie jedoch wie eine Dienstmagd und so muß sie die niederen und schmutzigen Arbeiten im Hause verrichten. Trotz der schweren Last ist Aschenbrödel stets freundlich zu den Angestellten und liebt die Tiere über alles. Eines schönen Tages begegnet sie nun im Wald dem jungen und übermütigen Prinzen (Pavel Trávnicek), der ihr gefällt. Inzwischen hat der Kutscher Vinzek von seiner Fahrt drei Haselnüsse als Geschenk für Aschenbrödel mitgebracht, welche Zauber vollbringen können und sich, sobald sie zu Boden fallen, in kostbare Kleider verwandeln. Zunächst verkleidet als Schütze, gelingt es Aschenbrödel, ihren Prinzen wiederzusehen und sie gewinnt sogar ein Wettschießen, verschwindet danach aber spurlos, so daß der Prinz ihr Geheimnis nicht errät. Ebenso besucht sie heimlich und unerkannt den königlichen Ball, auf welchem der Prinz sich eine Braut erwählen soll. Anfangs ist der Prinz gelangweilt von seinen Gästen, doch als Aschenbrödel in ihrem herrlichen Kleid den Saal betritt, verliebt er sich sofort in diese unbekannte Schöne, die er für eine wundersame Prinzessin hält und tanzt den ganzen Abend nur mit ihr. Als er um ihre Hand anhält, antwortet sie mit einem Rätsel und entschwindet auch dieses Mal. Zurück bleibt nur ein Tanzschuh, den sie beim Davoneilen auf der Treppe des Schloßes verlor. Der Prinz begibt sich mit diesem Schuh auf die Suche nach dem klugen und bezaubernden Mädchen, um es zu seiner Frau zu machen.
- nach Motiven des Märchens von Božena Nemcová -
http://www.dreihaselnuessefueraschenbroedel.de = Fanpage zum Film mit vielen interessanten Hintergrundinformationen
 :!: Dieser Film wurde zum Schlüsselfilm für die sozialistischen Märchenfilme und zählt bis heute zu den beliebtesten Märchenfilmen und wird jährlich (meist zu Weihnachten) von vielen Fernsehsendern ausgestrahlt.
CSSR/DDR - 1973 - 85 min - mit Libuše Šafránková, Pavel Trávnícek, Carola Braunbock, Rolf Hoppe, Karin Lesch, Daniela Hlavácová, Jan Libícek, Vladimír Menšík, Vítezslav Jandák, Jaroslav Drbohlav, Míla Myslíková, Jirí Ružicka, Jan Šus, Miloš Vavruška, Holger Eckert, Jirí Krytinár, Helena Ružicková, Ostara Körner, Erika Stiska


VRC Nr. 4 0 0 1
Der kleine Däumling (Tom Thumb)
So wie alle Märchen beginnt auch dieses: Es war einmal eine Holzfällergattin, die wünschte sich nichts sehnlicher als ein Kind - und sei es auch nur so klein wie ihr Daumen. Und Dank einer Waldfee sollte ihr Traum in Erfüllung gehen. Doch der kleine Däumling (Russ Tamblyn) bekommt es schon bald mit bösen Dieben zu tun.
Oscar für die Trick-Effekte!
Der Dieb von Bagdad


VRC Nr. 4 0 0 2
Feuer, Wasser und Posaunen (Ogon, Woda I mednye truby)
Eigentlich wollte das Gerippe Unsterblich die über 100 Jahre alte Tochter der Hexe Baba-Jaga heiraten. Durch zwei Zauberäpfel verjüngt, wirft es jedoch kurz vor der Hochzeit ein Auge auf die hübsche Aljonuschka. So muß deren Verlobter, der Köhlerbursche Wassja, durch Feuer und Wasser, bis er wieder mit seiner Liebsten vereint ist
UdSSR - 1968 - 91 min mi
t G. Millar, Natalja Sedych, Alexej Katyschew, Vera Altaiskaja, Leonid Charitonow
Der Hirsch mit dem goldenen Geweih (Olen - solotne roga)
Das Zwillingspaar Maschenka und Daschenka verirrt sich im Wald und gerät in die Fänge der bösen Baba-Jaga. Wer hat als Kind nicht vor der bösen Hexe Baba-Jaga (gespielt von einem Mann) Angst gehabt und war gleichzeitig schaurig fasziniert von der Figur?
UdSSR 1971 - 66 min - mit Raissa Rjasanowa, Ira Tschigrinowa, Lena Tschigrinowa, Georgi Milljar, Wolodja Bjelow
Die schöne Wassilissa (Wassilissa prekrasnaja)
Ein alter Bauer verlangt von seinen drei Söhnen, daß jeder einen Pfeil abschießen und an der Stelle, wo er niedergeht, nach einer Frau zum Heiraten suchen soll. Auf diese Weise findet der gutmütige jüngste Sohn eine wunderschöne Braut, die er vor der Hochzeit jedoch von einem Zauber befreien muß.
UdSSR - 1939 - 75 min - mit G. Millar - H. Kodratjew - Lew Potjomkin - Sergej Stoljarow - W. Sorogoschkaja

VRC Nr. 4 0 0 3
Die feuerrote Blume (Alenki zwetotschek)
Als ein Kaufmann auf Reisen geht, verspricht er seinen drei Töchtern, jeder einen Wunsch zu erfüllen. Bei dem Versuch, das purpurfarbene Blümchen zu beschaffen, das seine Jüngste Aljona (Marina Iljitschowa) im Traum gesehen hat, gerät er auf einem verzauberten Schloß in die Gefangenschaft eines in ein Tier verwandelten Prinzen. Nach vielen Abenteuern kann das tapfere Mädchen seinen Vater befreien, den Zauber der "Herrin der Langeweile" brechen und einen Prinzen als Ehemann gewinnen.
Zauberhafte Variante von „Die Schöne und das Biest“!
UdSSR - 1977 - 65 min - mit Marina Iljitschowa, Lew Durow, Alla Demidowa, Alexej Tschernow, Alexander Abdulow

VRC Nr. 4 3 0 5

Die unendliche Geschichte (The never ending story)
D
as Zauberreich Phantásien ist von einer bösen Macht bedroht: Bewohner und ganze Ländereien werden von einem Nebel, dem „Nichts“ aufgesogen. Im Auftrag der Kindlichen Kaiserin soll der Junge Atreyu das Reich retten. Von genau diesen Ereignissen liest der kleine Erdenbewohner Bastian in einem mysteriösen Buch. Mehr und mehr wird er in die Handlung gezogen, bis er merkt, daß nur er Phantásien retten kann.
Ganze 60 Millionen Mark hat man in Pappmaché, Gips und Plüsch geblasen. So wurde der Drachen zum Dackel, der Elfenbeinturm zum Fernsehturm, die Riesenschildkröte zu E.T. und die Sphinxen zu Bardamen. All das störte den Autor Michael Ende so sehr, daß er seinen Namen aus dem Vorspann streichen ließ.
Die unendliche Geschichte II (The never ending story II)
Nachdem Bastian (Jonathan Brandis) das Zauberreich Phantásien vor dem „Nichts“ gerettet hat, ist wieder Frieden im Märchenland eingekehrt. Die Harmonie entpuppt sich als Ruhe vor dem Sturm: Die böse Hexe Xayide (Clarissa Burt) will das Reich der Kindlichen Kaiserin (Alexandra Johnes) mit der „großen Leere“ vernichten. Alle Hoffnung stützt sich wieder auf Bastian, der mit seinem Freund Atreju (Kenny Morrison) und dem Drachen Fuchur den Kampf aufnimmt. Doch Xayide bringt den Jungen in ihre Gewalt.
Diesmal gab der Autor seinen Segen!
Die unendliche Geschichte III (The never ending story III)
Bastian (Jason James Richter) hat Probleme in der Schule. Die „Nasties“, eine Bande von Rowdies, haben es auf ihn abgesehen. Er flieht in die Bibliothek und entdeckt „Die unendliche Geschichte“ im Regal. Kaum vertieft er sich in das Buch, ist Bastian auch schon wieder auf dem Weg nach Phantásien. Als auch Slip, der Anführer der Bande, das magische Werk entdeckt, begreift er schnell, welche Macht er in den Händen hält. Die Nasties füllen die leeren Seiten mit ihren haßerfüllten Geschichten und verwandeln Phantásien damit in ein Reich der Niedertracht. Die Kindliche Kasierin sieht nur eine Lösung: Bastian muß in die reale Welt zurück und das Buch an sich bringen. Versehentlich nimmt Bastian einige seiner alten phantastischen Freunde mit auf die Reise - unter ihnen den Glücksdrachen Fuchur und den Felsenbeißer Junior. Ausgerechnet Bastians Halbschwester macht ihm die größten Schwierigkeiten bei der Wiederbeschaffung des Buches.
Hier blieben nur einzelne Figuren aus der Romanvorlage von Michael Ende übrig!


folgende Filme


= http://www.Die-Maerchenbraut.de
Kompletter Episodenführer und zahlreiche Bilder aus der beliebten Serie.
Ein freudiges Wiedersehen mit Prinzessin Arabella, Rumburak und Herrn Maier!

Herr Maier arbeitet beim Fernsehen. Bei den Dreharbeiten zu einem Indianerfilm findet er plötzlich ein Zauberglöckchen. Als er es läutet, erscheint der Zauberer Rumburak, der ihm fortan jeden Wunsch erfüllen will. Als Herr Maier aber das Schießen gezeigt bekommt, tötet er versehentlich den einzigen sprechenden Wolf im ganzen Märchenreich und damit nimmt die Geschichte ihren Anfang.
Die Serie entstand von 1979 bis 1981 nach den Buchvorlagen von Milos Macourek und Vaclav Vorlicek als Koproduktion zwischen dem Tschechischen Fernsehen und dem WDR. "Arabella", so wie die Serie in der Originalfassung heißt, ist wohl neben
Pan Tau eine der bekanntesten Serien aus den Barrandov-Studios.

Die tschechischen Märchen = moderne Fantasiegeschichten mit viel Alltagshumor

Der Prinz und der Abendstern - CSSR 1978 - 75 min - Prinz Velen hat sich in den Abendstern, die schöne Libuse, verliebt. Um seine Angebetete zu finden, zieht er in den Kampf gegen Zauberer, Wegelagerer und Wassergeister.

Die kleine Meerjungfrau - CSSR 1975 - 90 min - Die kleine Meerjungfrau (M. Safrankova) rettet einen schiffbrüchigen Prinzen (Petr Svojtska) vor dem Ertrinken und verliebt sich unsterblich in ihn. Um Zugang zur Menschenwelt zu erlangen, muß sie der Meerhexe einen hohen Preis bezahlen: Sie verliert ihre schöne Stimme und wird stumm.

und viele andere mehr:
& & & & & & &


Die russischen Märchen = die klassische liebenswerte Kinder-Traumwelt mit Babuschka und Babajaga

Die Schneekönigin - 1957 - nach einem Märchen von Hans Christian Andersen - SNESCHNAJA KOROLEWA - UdSSR, 1957 - 60 min - Als die Schneekönigin einen Jüngling entführt und ihn zum Eisprinzen verwandelt, macht sich dessen Freundin auf die Suche und kann ihn unter vielen Gefahren befreien. Originalgetreue russische Zeichentrickversion des Märchens von Hans Christian Andersen, das die herzergreifende Geschichte in wunderschönen Farben umsetzt und auch heute noch nichts von seiner Brillanz verloren hat.

Die Schneekönigin - UdSSR 1966 - 90 min - Weil die Großmutter ihren immerblühenden Rosenstrauch nicht hergeben mag, wird ihr Enkel Kai von der Schneekönigin in den Eispalast entführt. Kais Freundin Gerda und der Märchenerzähler machen sich auf den beschwerlichen Weg, Kai zu befreien. Die Schneekönigin entführt einen kleinen Jungen in ihren Palast aus Eis. Sie beraubt ihn seiner Herzenswärme, um so Macht über die Welt zu erlangen. Seine Freundin kann ihn nach vielen gefährlichen Abenteuern dem Einfluß der Schneekönigin entreißen. Verfilmung des bekannten Märchens von Hans Christian Andersen.

Finist, heller Falke - Ein böser Magier verwandelt den Helden Finist in ein Waldwesen. Nur die Liebe einer Frau kann ihn von dem Fluch erlösen.

Die schöne Warwara (Warwara - Krasa, dlinnaja kosa) - UdSSR 1969 - 83 min - Die Tochter, die schöne Warwara (Tatjana Klujewa), des Herrschers eines unterirdischen Reiches sehnt sich danach, ein Mensch zu sein. Ihre Liebe zu einem Fischerssohn, den der Zar für sein leibliches Kind hält, bringt eine Vertauschaktion an den Tag, mit welcher der Zar ihren Vater um seinen Lohn prellen wollte. mit Michail Pugowkin, Sergej Nikolajew, Alexej Katyschew, Anatoli Kubazki, Georgi Milljar, Tatjana Klujewa

und viele andere mehr:
& & & & & & & & & & & & & & & & & &


Die DDR-Märchen = manchmal wirklich gruselig-realistische, aber immer sehr charmante Literaturumsetzung

1950 - Das kalte Herz - Märchenfilm nach dem gleichnamigen Märchen von Wilhelm Hauff mit Lutz Moik, Hanna Rucker, Paul Bildt, Erwin Geschonneck  :!: erster Farbfilm der DEFA

1953 - Die Geschichte vom kleinen Muck (Ein Abenteuer aus 1001 Nacht / Die Abenteuer des kleinen Muck) - nach dem gleichnamigen Märchen von Wilhelm Hauff - 100 min - Märchen vom kleinen Muck, der mit Wunderschuhen und Zauberfeigen einen eigensinnigen Sultan besiegt - mit Thomas Schmidt, Johannes Maus, Friedrich Richter, Trude Hesterberg, Alwin Lippisch, Silja Lesny, Heinz Kammer, Gerhard Hänsel, Wilhelm Hinrich Holtz, Richard Nagy, Gerhard Frickhöffer, Werner Peters, Charles Hans Vogt, Harry Riebauer, Ursula Kempert, Friedrich Gnaß, Wolf Beneckendorff, Johannes Rhein, Helene Riechers, Else Korén, Lutz Götz, Fritz Wolf, Alfred Land, Wolf Kaiser, Willi Schwabe, Wilhelm Otto Eckhardt, Julius Klee, Fredy Barten, Jean Brahn, Hermann Dieckhoff, Alexander Papendiek  :!:international erfolgreichster Export-DEFA-Film überhaupt

1956 - Das tapfere Schneiderlein - nach dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm mit Kurt Schmidtchen, Christel Bodenstein, Gisela Kretzschmar, Horst Drinda


1957 - Das singende, klingende Bäumchen (Im Zauberreich des Berggeistes / Vom singenden, klingenden Bäumchen) - nach einem Fragment der Gebrüder Grimm - 74 min - Der schöne Prinz kommt in das Schloß des greisen Königs, um dessen Tochter zu freien. Doch die hochmütige Prinzessin verschmäht sein Geschenk, eine Truhe voll kostbarer Perlen. Stattdessen fordert sie von ihm das singende, klingende Bäumchen. Nach langer erfolgloser Suche trifft der Prinz schließlich auf einen Zwerg, der ihm helfen will. Er gibt dem Prinzen das Bäumchen, das allerdings erst singen und klingen wird, wenn die Prinzessin diesen wahrhaft liebt. Bleibt das Bäumchen stumm, so muß der Prinz fortan im Reich des Zwerges leben. Als die Prinzessin das klanglose Gewächs sieht, weist sie den Prinzen erneut ab. Traurig kehrt dieser mit dem Bäumchen zum Zwerg zurück, der sich als böse Kreatur entpuppt und ihn in einen Bären verwandelt. Die Prinzessin indes will das Bäumchen unbedingt singen hören und schickt den Vater es zu holen. Der König erhält es auch vom Bären und verspricht ihm dafür das erste, was ihm bei seiner Heimkehr im Schloß begegnet. Bedauerlicherweise ist es seine ungeduldige Tochter, die ihn zuerst begrüßt. Trotz strenger Bewachung dringt der Bär in das Schloß ein und entführt die Prinzessin ins Reich des Zwerges, wo der ihr ein häßliches Gesicht entsprechend ihres Wesens verpaßt. Durch gute Taten wird aus der trotzigen, verwöhnten Königstochter ein warmherziger Mensch, der mit seiner Hilfsbereitschaft und Liebe die Zauber des bösen Zwerges brechen kann und schließlich auch das Bäumchen zum Singen und Klingen bringt. mit Christel Bodenstein, Charles Hans Vogt, Eckart Dux, Richard Krüger, Dorothea Thiesing, Fredy Barten, Egon Vogel, Maria Besendahl, Günther Polensen, Friedrich Teitge, Paul Pfingst, Paul Knopf  :!: Dieser Film wurde ebenfalls in mehrere Länder exportiert.

1959 - Das Feuerzeug - nach dem gleichnamigen Märchen von Hans-Christian Andersen - 83 min - Nach seiner Entlassung aus der königlichen Armee begibt sich ein armer Soldat auf Wanderschaft. Unterwegs zur nächsten Stadt begegnet er einer alten Hexe, die ihm Geld verspricht, welches in einem hohlen Baum verborgen ist. Als Dank dafür soll er ihr nur ein altes Feuerzeug mit herauf bringen. Froh über die Aussicht auf Reichtum läßt sich der Soldat darauf ein und klettert hinab. Wieder oben angekommen, will die Alte ihm nicht aus dem Baum heraushelfen, sondern fordert nur ihr Feuerzeug. Der Soldat aber läßt sich nicht hereinlegen. Im Kampf überwältigt er die böse Hexe und behält das Feuerzeug für sich. In der Stadt findet er Unterkunft im Gasthaus. Die Taler, die er sich mitgenommen hatte, sind schnell für gutes Essen, neue Kleidung oder Spielzeug für die Kinder ausgegeben. Obendrein verschwendet der Soldat einen Großteil des Geldes für drei Herren, die sich als Freunde geben, in Zeiten der Armut jedoch nichts mehr davon wissen wollen. Als nun die Münzen aufgebraucht sind, wird dem Soldaten das Feuerzeug auf wunderbare Weise nützlich. Drei große Hunde, die die Schatztruhen im Baumstamm bewachen, bringen ihm auf sein Verlangen hin neue Taler. Auch die schöne Prinzessin, die von ihren Eltern aus Sorge im Kupferschloß festgehalten wird und in deren Nähe niemand darf, kann er mit Hilfe der Hunde sehen und verliebt sich sogleich in sie. Er will sie befreien und heiraten. Die Häscher des Königs sind ihm bald auf der Spur - und stecken ihn ins Gefängnis. Dank des Schusterjungen Hans und seines Feuerzeugs kommt es doch noch zu einem glücklichen Ende. mit Rolf Ludwig, Heinz Schubert, Rolf Defrank, Hannes Fischer, Hans Fiebrandt, Maria Besendahl, Barbara Mehlan, Bella Waldritter, Senta Bonacker, Fritz Schlegel, Maria Wendt, Detlef Heintze, Johannes Maus, Hans Schäffer, Paul Böttcher, Steffie Spira, Wilhelm Otto Eckardt, Friedrich Teitge, Hubert Hoelzke, Jean Brahn, Jochen Diestelmann, Kay Sikor, Günther Ballier, Erich Brauer, Hildegard Diestelmann, Erich Braun, Ernst Hempel, Elke Dornacker

1960 - Das Zaubermännchen - nach dem Märchen „Rumpelstilzchen” der Gebrüder Grimm mit Karl-Heinz Rothin, Karin Lesch, Reinhard Michalke

1961 -
Das hölzerne Kälbchen -  nach dem Märchen „Das Bürle” der Gebrüder Grimm mit Günther Haack, Ursula Alberts, Kurt Steingraf, Gertrud Brendler

1961 -
Die goldene Jurte -  Koproduktion DDR/Mongolei mit Dshambaagijn Lubsandshamdz, Zaagani Zegmed, Batsuchijn Zorig

1961 - Schneewittchen - nach dem Märchen der Gebrüder Grimm - 63 min - mit Doris Weikow, Marianne Christina Schilling, Wolf-Dieter Panse, Harry Hindemith, Steffie Spira - Die Geschichte von der schönen Prinzessin, der die böse Stiefmutter nach dem Leben trachtet und die bei den sieben Zwergen Unterschlupf und schließlich zu ihrem Glück findet. Mit eingängigen Liedern versehene, eng an der Vorlage gehaltene, heiter-beschwingte Verfilmung des bekannten Märchens - hier diente wohl DisneyKlassiker als Vorlage (Lizenz = DEFA).

1962 - Rotkäppchen - nach dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm und nach Jewgeni Schwarz mit Blanche Kommerell, Helga Raumer, Horst Kube, Friedel Nowack

1963 - Frau Holle - nach dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm - 57 min - Es war einmal eine Witwe, die hatte zwei Töchter: Die eine war hilfsbereit und fleißig, die andere mürrisch und faul. Letztere liebte sie über alles und verwöhnte sie, während die andere Tochter alle Arbeit im Hause verrichten mußte. Als die fleißige Marie im Winter am Spinnrad saß, färbte sich der Faden rot von Blut, weil ihre Finger steif vor Kälte waren. Im Brunnen wollte sie ihn wieder rein waschen, doch fiel die Spule hinein. Auf Geheiß ihrer Stiefmutter sprang sie hinterher, um sie heraufzuholen. Anstatt auf dem dunklen Grund des Brunnens fand sie sich auf einer blühenden Wiese wieder. Auf der Suche nach der verlorenen Spule begegnete ihr ein Ofen voll mit frisch gebackenen Broten, die darauf warteten herausgeholt zu werden, und ein Baum voll reifer Äpfel, der sie bat ihn zu schütteln. Marie rettete die Brote vor dem Verbrennen und erntete die Äpfel. Dann ging sie weiter und stand plötzlich vor einem Haus, worin eine alte Frau wohnte, die sich dem Mädchen als Frau Holle vorstellte und ihm anbot bei ihr zu bleiben. So lebte Marie nun eine Zeit dort und half beim Kochen, Füttern der Tiere und - was besonders wichtig war - dem Betten ausschütteln, damit es auf der Erde schneit. Tag für Tag ging Marie mit Freude an die Arbeit, doch hatte sie auch Heimweh. Beim Abschied gab ihr Frau Holle die Spule zurück und belohnte das fleißige Mädchen mit einem Goldregen. Im Dorf war man erstaunt und erfreut über die Goldmarie. Ihre Stiefmutter aber neidete es ihr und wollte, daß auch ihre Lieblingstochter so reich beschenkt würde. Also schickte sie die faule Marie in den Brunnen hinunter, und auch sie erwachte auf der Blumenwiese. Die Rufe des Apfelbaums und des Backofens erwiderte sie allerdings mit Verärgerung und Nichtbeachtung. Gegenüber Frau Holle benahm sie sich unhöflich und vorlaut. Anstatt der alten Frau zu helfen und die Betten kräftig auszuschütteln, ließ sie sich bedienen und lebte unbekümmert in den Tag hinein. Frau Holle zeigte sich erbost über soviel Faulheit, und beim Abschied regnete zur Strafe Pech auf das Mädchen herab, welches sich nicht wieder abwaschen ließ. mit Mathilde Danegger, Karin Ugowski, Katharina Lind, Elfriede Florin, Herbert Graedtke, Rudi Pfaff, Jürgen Pörschmann, Rolf Dietrich Zienau, Wolfgang Vermeiren, Gudrun Lüth

1964 - Die goldene Gans - nach dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm - 67 min -   Der Schuster Klaus und seine beiden Brüder Kunz und Franz haben eine kleine Schusterwerkstatt. Weil die faulen Brüder sich vor der Arbeit drücken, wo es nur geht, muß Klaus, den sie "Dummling" nennen, diese allein verrichten. Nacheinander begegnen sie im Wald beim Holzfällen einem alten Mütterlein, welches jeden der drei um Brot und Wasser bittet. Die beiden Faulpelze antworten ihr mit Geiz und Spott, nur der gutherzige Klaus teilt seine ärmliche Wegzehrung mit ihr. Für seine Güte belohnt sie ihn mit einer goldenen Gans. Eine weitere Eigenart der Gans ist, daß alle Neugierigen und Habsüchtigen an ihrem Gefieder kleben bleiben, sobald sie das Tier berühren. Da dies sehr lustig aussieht, kommt Klaus auf die Idee, mit der goldenen Gans in die nächste Stadt zu ziehen, wo die schwermütige Prinzessin lebt. Deren Vater, der König, versprach die Prinzessin demjenigen zur Frau, der sie wieder zum Lachen bringt. Mit seinem auf der Wanderschaft angesammelten bunten Gefolge gelangt Klaus an den Königshof. Und er schafft es tatsächlich, daß die Königstochter angesichts der fröhlichen Gesellschaft herzhaft lacht. Nur ist dem König der arme Schuster kein rechter Ehemann für seine Tochter. So stellt er Klaus vor weitere, scheinbar unlösbare Aufgaben. Mit viel Geschick kann er auch diese erfüllen und schlägt sogar Prinz Störenfried und seine Spießgesellen in die Flucht. Nun muß auch der König einsehen, daß Klaus seine Achtung verdient, und einer Hochzeit steht nichts mehr im Wege. mit Kaspar Eichel, Karin Ugowski, Uwe-Detlev Jessen, Peter Dommisch, Heinz Scholz, Gerd E. Schäfer, Katharina Lind, Renate Usko, Fritz Schlegel, Gerhard Rachold, Jochen Thomas, Joachim Fuchs, Ralph J. Boettner, Walter E. Fuß, Fritz Decho, Karl-Heinz Oppel, Horst Papke, Lutz Erdmann, Karen Fredersdorf, Georg Kranz, Eva Przezicha, Paul Rendelmann, Hartmut Beer, Bernd Röther, Hermann Kläring, Gerhard Töpel, Hans-Gotthilf Brown

1965 - König Drosselbart - nach Märchenmotiven der Gebrüder Grimm - 73 min - Prinzessin Roswithas Kutsche verunglückt auf schneller Fahrt im Wald. Ein junger Reiter, der des Weges kommt, bietet seine Hilfe an. Statt ihm zu danken, zeigt sich die Prinzessin ihm gegenüber hochmütig. Im Schloß angekommen, wo ihr Vater in Gesellschaft einiger Gäste von Rang und Namen bereits ungeduldig ihr Eintreffen erwartet, soll sie sich einen Bräutigam erwählen. Mehrere Freier werben um ihre Gunst. Doch keiner von ihnen ist ihr gut genug und sie bedenkt jeden mit spöttischen Worten. Der letzte unter ihnen ist der Reiter, dem sie im Wald begegnete. Sie meint, sein Bart ähnele dem Schnabel einer Drossel, und weist auch ihn ab. Der König ist empört über das Verhalten seiner Tochter und weiß weder ein noch aus. So äußert er in seinem Zorn, daß der nächste dahergelaufene Bettler die Prinzessin zur Frau bekäme. Es dauert nicht lange und ein fahrender Sänger klopft ans Tor des Schloßes. Der König muß sein gegebenes Wort halten und Roswitha als Braut des Spielmanns durch die Lande ziehen lassen. Mit dieser ärmlichen Lebensweise will sie sich nicht abfinden und sträubt sich zunächst hartnäckig gegen alle aufgetragenen Arbeiten. Ihr Ehemann jedoch begegnet ihr mit Güte und Geduld und weiß ihre Widerspenstigkeit durch einige für sie lehrreiche Erfahrungen zu überwinden. Sie ändert ihre Einstellung und der Spielmann gibt sich letztendlich als der von ihr verspottete König Drosselbart zu erkennen. Ihre Hochzeit findet nun standesgemäß auf seinem Schloß statt und sie werden ein glückliches Paar. - mit Karin Ugowski, Manfred Krug, Martin Flörchinger, Evamaria Heyse, Helmut Schreiber, Achim Schmidtchen, Gerd E. Schäfer, Arno Wyzniewski, Fritz Decho, Bruno Carstens, Horst Buder, Nico Turoff, Manfred Heine, Ulrich Lorr-Balko, Klaus Piontek, Jutta Wachowiak, Werner Kamenik, Axel Triebel, Trude Brentina, Ostara Körner, Lothar Förster, Christian Weisbrod, MarianneWünscher

1969 - Wie heiratet man einen König - nach dem Märchen "Die kluge Bauerntochter" der Gebrüder Grimm - 77 min - mit Cox Habbema, Eberhard Esche, Sigurd Schulz, Hannes Fischer, Peter Dommisch, Jürgen Holtz, Alfredo Lugo, Käthe Reichel, Gerd E. Schäfer, Lilo Grahn, Dieter Mann, Johannes Maus, Christa Pasemann, Gudrun Ritter, Franz Bonnet, Hermann Hiesgen, Ralph J. Boettner, Irene Fischer, Egon Schlegel, Winfried Glatzeder

1970 - Dornröschen - Es ist fast alles so wie im Märchenbuch der Brüder Grimm: Lange warten der König und die Königin auf ein Kind. Und als ihnen endlich eines geboren wird, gibt es das große Geburtstagsfest mit dem bekannten Spruch der 13. Fee, daß Dornröschen sich an einer Spindel stechen und tot umfallen soll. Die 13. Fee ist allerdings nicht nur beleidigt, weil sie nicht eingeladen wurde. Sie ist vor allem zornig darüber, daß der König ihre Gabe, den Fleiß, nicht achtet. Der König, der sein Kind vor den Folgen seiner eigenen Ungerechtigkeit schützen will, begeht ein weiteres Unrecht: er läßt alle Spindeln im Land verbrennen und nimmt damit vielen Menschen die Möglichkeit, Geld zu verdienen. Als nach 100 Jahren Schlaf der Prinz Dornröschen erlösen will, stellt ihn deshalb die 13. Fee auf die Probe. Sie will wissen, ob er die Eigenschaften besitzt, das Land klug und gerecht zu regieren, wenn er einmal König geworden ist… mit Juliane Korén, Burkhard Mann, Helmut Schreiber, Evamaria Heyse, Vera Oelschlegel, Dorothea Garlin, Angela Brunner, Gerhild Leider, Karin Gundermann, Margot Busse, Klaus Bamberg, Wolfgang Brauene, Erich Brauer, Anette Böttche, Bruno Carstens, Fritz Decho, Barbara Dittus, Günter Drescher, Lilo Grahn, Verena Grimm, Martin Hellberg, Bernd Hirschauer, Evelyn Höpfner, Sonja Hörbing, Sepp Klose, Jörg Knoche, Waltraut Kramm, AgnesKraus, Brigitte Krause, Ostara Körner, Matthias Merker, Renate Michel, Ruth Mickan, Lothar Müller, Günter Neuschild, Joachim Pape, Gerhard Paul, Heinrich Pohl, Klaus Pönitz, Karin Rebnitz, Giselane Schorr, Margot Renate-Catharina Schroff, Jaecki Schwarz, Marlies Schön, Karlheinz Siewert, Zofia Slaboszowska, Joachim Störzner, Nico Turoff, Theresia Wider, Dieter Wien, Walter Wüstemp, Sprecher: Monika Däbritz, Angelika Neutschel, Elisabeth-Christine Schuster

1972 - Sechse kommen durch die Welt - nach dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm - 66 min - mit Jirí Menzel, Günter Schubert, Friedo Solter, Olga Strub, Christian Grashof, Jürgen Gosch, Margit Bendokat, Jürgen Holtz, Berthold Schulze, Peter Herden, Lothar Förster, Walter Bechstein, Gerhard Rachold, Johannes Maus, Werner Hafft

1974 - Hans Röckle und der Teufel - nach der Erzählung "Hans Röckle und Mister Flammfuß" von Ilse und Vilmos Korn - Coproduktion mit Mongolei - 77 min - mit Rolf Hoppe, Peter Aust, Simone von Zglinicki, Matthias Günther, Christa Lehmann - moderne Märchenadaption

1976 - Das blaue Licht - nach dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm mit Viktor Semjonow, Fred Delmare, Katharina Thalbach

1977 - Die zertanzten Schuhe - fürs Fernsehen gedrehter Märchenfilm nach den Gebrüdern Grimm - 60 min - mit Jaecki Schwarz, Blanche Kommerell, Heidemarie Wenzel, Solveig Müller, Micaela Kreißler - Jeden Tag muß der König seinen sieben Töchtern neue Schuhe kaufen, weil diese über Nacht völlig zertanzt werden. Wie die Töchter es schaffen, trotz Überwachung ihre Gemächer zu verlassen, soll ein Soldat herausfinden.

1977 - Wer reißt denn gleich vorm Teufel aus (DerTeufel mit den drei goldenen Haaren) - Komödie (fast für Erwachsene) nach einem Märchen der Gebrüder Grimm - 94 min - mit Hans-Joachim Frank, Katrin Martin, Rolf Ludwig, Hannjo Hasse, Dieter Franke - Ein naiver junger Mann luchst dem Teufel drei goldene Haare ab und gewinnt damit eine Prinzessin und ein Königreich.

1979 - Schneeweißchen und Rosenrot - nach dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm mit Julie Juristová, Katrin Martin, Pavel Travnicek

1981 - Der Spiegel des großen Magus - mit Eberhard Esche, Juraj Durdiak, Klaus Piontek, Hanna Bieluszko-Vajda

1982 - Der Prinz hinter den sieben Meeren - nach dem Märchen „Das singende, springende Löweneckerchen” und andere Märchenmotive der Gebrüder Grimm mit Marina Krogull, Bodo Wolf, Renate Blume, Manfred Heine


1984 - Die vertauschte Königin - mit Ursula Karusseit, Kurt Böwe, Klaus Piontek, Christian Steyer

1986 - Der Bärenhäuter - nach dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm mit Jens-Uwe Bogadtke, Janina Hartwig, Manfred Heine

1988 - Froschkönig - nach dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm mit Jana Mattukat, Jens-Uwe Bogadtke, Peter Sodann

1988 -
Der Eisenhans - nach dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm mit Dirk Schoedon, Gundula Köster, Asad Schwarz

1989 -
Die Geschichte von der Gänseprinzessin und ihrem treuen Pferd Fallada - nach dem Märchen „Die Gänsemagd“ der Gebrüder Grimm  mit Dana Moravková, Michaela Kuklova, Eberhard Mellies




Ja ich weiß, auch die damalige BRD hat sich an Märchen-Verfilmungen versucht - mit wenig Erfolg, wie ich persönlich finde


und auch Hollywood hat nach den europäischen und arabischen Märchenklassikern gegriffen - auch mit wenig Erfolg








Logisch freue ich mich über Kommentare, Ergänzungen etc.