L O R I O T (VideoKassetten 5 521 bis 5 540)
Loriot
(geboren am 12. November (Sternzeichen
Skorpion) 1923 in Brandenburg an der Havel),
als Bernhard Victor Christoph-Carl
von Bülow, kurz Vicco von Bülow

Der Meister des leisen Humors im Alltag ist Komödiant,
Zeichner, Schriftsteller, Schauspieler, Regisseur und Professor für Theaterkunst!
Seine Werke beschäftigen
sich hauptsächlich mit zwischenmenschlichen Kommunikationsstörungen.
(Loriot: „Kommunikationsgestörte interessieren mich am allermeisten. Alles
was ich als komisch empfinde, entsteht aus der zerbröselten Kommunikation,
aus dem Aneinander-vorbei-reden.“)


Seine Cartoons leben vom Kontrast zwischen der dargestellten Situation, der
dabei zur Schau getragenen Würde der Knollennasenmännchen und den
Legendentexten. Eines dieser Elemente fällt immer aus dem Rahmen, etwa
der Legendentext „Wir fordern die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau,
auch wenn der Säugling dabei vorübergehend an Gewicht verlieren sollte“,
unter der Darstellung eines sich distinguiert ein Kleinkind an die Brust legenden
knollennasigen Herren. Themen der Cartoons sind insbesondere das Alltagsleben,
Szenen aus Familie und der bürgerlichen Gesellschaft. Auch in seinen Filmen
und Sketchen zeigt Loriot gewissermaßen die 'Tapferkeit' von Menschen,
die in den verschiedensten Situationen nur durch ihre Höflichkeit eine
Katastrophe (oder zumindest den destruktiven Ausbruch von Aggressionen) verhindern.

Loriots
enorme Popularität, seine treffsichere Sprache und Komik, die jedoch nie
verletzend wirkt, hat dazu geführt, dass manche seiner Formulierungen und
Erfindungen im deutschen Sprachraum Allgemeingut wurden. Dazu gehören sicher
das Jodeldiplom, die Steinlaus und der Kosakenzipfel, aber auch Sätze wie
„Da hat man was eigenes!“, „Bitte sagen Sie jetzt nichts …“ oder das lakonische
„Ach was!“.
Willkommen in Loriot's heiler Welt =
www.loriot.de

![]()
VRC 5 5 2 1
Loriot’s Ödipussy
Mama ist sein ein und alles. Paul Winkelmann
(Loriot) ist mit seinen 56 Jahren zwar schon ein reifer großer Junge,
doch lebt er noch immer glücklich und zufrieden bei Muttern (Katharina
Brauren). Die etwas herrschsüchtige alte Dame nennt ihn zärtlich“Pussi“,
und eigentlich könnten sie immer weiter so zusammenleben, hätte der
Sohnemann nicht plötzlich Flausen im angegrauten Schädel. Er verliebt
sich nämlich in Margarethe (Evelyn Hamann), eine alleinstehende und auch
nicht mehr ganz taufrische Diplompsychologin. Die Familienkrise ist vorprogrammiert.
Pappa ante Portas
Nachdem er seine Firma dank eines „günstigen
Angebotes“ für die nächsten 40 Jahre mit Radiergummis und Schreibpapier
eingedeckt hat, geschieht für Abteilungsleiter Heinrich Lohse (Loriot)
Unfaßbares: Die Geschäftsleitung schickt ihn in den vorzeitigen Ruhestand.
Ab sofort über freie Kapazitäten verfügend, übernimmt Heinrich
zum Schrecken seiner Familie „eine neue, mehr ins Private zielende Tätigkeit“,
die Leitung des Haushalts. Folge: Mit der Harmonie daheim ist es vorbei, nervt
der Frührentner doch seine Frau Renate (Evelyn Hamann) und Sohn Dieter
(Gerrit Schmidt-Foß) mit beamtenhafter Akribie, die zu nichts als Chaos
führt. Um dem Treiben ihres rotierenden Göttergatten aus dem Weg zu
gehen, nimmt Renate sogar einen Teilzeitjob als Keks-Testerin in einer Schokoladenfabrik
an...

Sketche I = Die Liebe ist ein seltsames Spiel: Besonders wenn „400 Arosa schlitzverstärkt“ die
zarte „Liebe im Büro“ im Keim ersticken. Auch der Streit um die korrekte
Zubereitung eines Frühstückeis hat schon manches Paar in die Verzweiflung
getrieben. „Eheberater“ Loriot weiß Rat.
Sketche III = Von Mensch, Musik, Bett, Bratfett und
Geselligkeit: „Wie man sich bettet, so liegt man...“
Damit es beim Bettenkauf keine unangenehmen Überraschungen gibt, wird im
Möbelhaus schon einmal probegelegen, was zu allerlei pikanten Verwicklungen
führt. Auch wird vor der heimischen Musikanlage die hohe Kunst des Dirigierens
präsentiert.
Sketche IV = Ruhe bitte - Intime Blicke in die Fernsehstudios: „Ich heiße Erwin Lindemann, bin Rentner
und 66 Jahre. Mit meinem Lottogewinn von 500.000,00 DM...“ Und aus! Während
der „Lottogewinner“ bei der nächsten Textprobe mit dem Papst eine Herrenbputique
in Wuppertal eröffnen wird, biegen wir uns vor Lachen. Loriot nimmt die
Fernseharbeit hintersinnig auf die Schippe.
![]()
VRC 5 5 2 2

Sketche V = Von Steinläusen, Möpsen und
Mäusen: In Loriots näselnder Parodie auf Prof.
Grzimek geht’s um „kleine possierliche“ Tierchen wie die Steinlaus, die wir
staunend durchs Mikroskop betrachten. Nicht weniger staunt Fräulein Hildegard
(Evelyn Hahmann), als sie den Weg einer Nudel durch das Gesicht ihres Bekannten
verfolgt und sich nicht so recht auf dessen Heiratsantrag konzentrieren kann...
Sketche VI = Ungewöhnliches aus dem Konzertsaal: Nichts ist einem Konzertbesucher verhaßter
als ein ignoranter Kulturbanause, der neben ihm den Platz bezieht. Wie der Herr
(Loriot), der seine Eintrittskarte im Preisausschreiben der Firma „Salamo Bratfett“
gewonnen hat, nun mit der Bonbontüte knistert und sich sowieso in der Reihe
vertan hat... Außerdem: Das Bild hängt schief...
Sketche VII = Der 60. Geburtstag: Jubilar Loriot lüftet seine wahre
Identität als „Herr Blümel“.
Sketche VIII = „Herr Dr. Klöbner, die Ente bleibt
draußen!“ - „Herr Müller-Lüdenscheid...“
Die beiden Herren, die gemeinsam in einer Hotelbadewanne sitzen und sich weder
über die Wassertemperatur noch über das Schicksal einer Plastikente
einigen können, zählen zu Vicco von Bülows beliebtesten Cartoon-Helden.
Sketche X = Vom Jodeln, Flöten, Pfeifen, Fideln,
Küssen und...: Vor fünf Jahren haben sie sich auf
einem Campingplatz in Klagenfurt kennengelernt. Nun bieten sich die Ehepaare
Hoppenstedt und Pröhl im Restaurant das Du an. Bis die Freundschaft über
Zitronenbällchen und Kosakenzipfeln ein jähes Ende nimmt... Bei Loriot
geht es diesmal um die Vielfalt oraler Fähigkeiten und Genüsse....
und um die Notwenidgkeit der Erlangung eines Jodeldiploms.
Sketche XI = Von Autos, Pferden, Polizei und Feuerspritzen: „Wo laufen sie denn? Wo laufen sie denn
hin?“ - Loriots Cartoon-Klassiker vom Pferderennen ist zum Synonym für
naive Begriffsstutzigkeit geworden. Ins Grübeln geraten auch die Polizisten,
die einer Politesse (Evelyn Hamann) beim Streit mit Parksündern zu Hilfe
kommen, und der Feuerwehrmann, der im Einsatz Bürgernähe beweist.
Sketche XIII = „Weihnachten bei Hoppenstedts“ mit Naturgrün
und AKW: „Stille Nacht, heilige Nacht“: Nach kleinen
Differenzen beim Baumschmücken (Lametta oder naturgrün?) geht es bei
Familie Hoppenstedt ans Geschenkeauspacken. Für Sohn Dicki gibt’s ein neues
Spiel. Das macht „puff“ und alle Kühe und Menschen fallen um... Loriot
wünscht fröhliche Weihnachten!
Sketche II = Alles übers Fliegen: Im Flugzeug kommt man sich näher...
Zum Beispiel, wenn man dem Sitznachbarn zwischen Gurt und Klapptisch aus der
Jacke hilft oder versucht, sein Mittagessen halbwegs manierlich einzunehmen
und dabei Rilke zu zitieren.
Sketche IX = Ein Menü mit englischer Zunge, Kalbshaxe,
Badewanne und Politik
Mitschnitte
Brisant 1998 in Sachen Herrenkonfektion &
Interview mit Indentant August Everding
im Prinzregententheaterd
ARD-Gratulation zum 75.
Anläßlich des 75. Geburtstages
gibt es keine Sondersendung von und mit Loriot, sondern eine Hommage von: Gerd
Dudenhöffer alias Heinz Becker, Robert Gernhardt (Humorist & Lyriker),
Evelyn Hamann, Günther Jauch, Walther Jens (Philosoph), Joachim Kaiser
(Musikkritiker), Hellmuth Karasek (Journalist), Friedrich Nowottny (Journalist),
Gerhard Polt, Otto
Waalkes, Horst Wendlandt (Filmproduzent).
![]()
VRC 5 5 2 3 
ARD-Gratulation zum 75. - Fortsetzung
![]()
![]()
Sketche XII = Der einsame König, andere kulturelle
Intimbereiche und... eine Skatrunde, der sich Herr Moosbach
(Vicco von Bülow) anschließt. Während er in auf dem Tisch ausgebreiteten
Karten herumrührt - „Nur auf diese Weise werden die Karten richtig gemischt“
- und bekundet: „Im Grunde ist Skat ein Spiel, das den Intellekt schult“, wird
er zum Schrecken jedes ernsthaften Spielers.
![]()