Spielfilme über Männer, die Männer lieben
Wer sich nun bei der geballten Auflistung von Männerliebe abgestoßen fühlt, aus welchem Grund auch immer, der schaut sich halt die anderen Seiten an oder geht ganz weg von dieser Internetpräsenz - es steht dem Betrachter frei - niemand ist gezwungen, hier weiter zu lesen und / oder zu schauen.
Fakt ist aber - so oder so - die Schwulen stellen eine von vielen Parallelkulturen in unserer Gesellschaft dar!


Leben und leben lassen!
Miteinander, Füreinander, meinetwegen Nebeneinander
- aber niemals Gegeneinander!


Natürlich ist in meiner umfangreichen Filmsammlung auch eine Kategorie Gay. Definitiv wird es hier keine Pornos geben - es geht um die vielen Spielfilme, die im Laufe der Zeit weltweit entstanden sind, wobei die heutigen inflationären Vorzeige-Schwulen in fast jeder Produktion gar nicht mehr so interessant sind. Das Thema Gay hat sich in der westlichen Welt denn doch ziemlich normalisiert (leider auch zunehmend kommerzialisiert) und somit dankenswerterweise auch die Paukenschlag-Symbolik verloren. Auch geht es hier wiederum nur um meine private Filmsammlung. Komplette Listungen von und mit und über Gay-Filme findet man auf den vielen, vielen einschlägigen Seiten im Internet. Übrigens:
Mickey Mouse war ursprünglich bei seiner Schaffung noch Gay, weil das Wort Gay ursprünglich Spaß, lustig bedeutete - das hat sich, wie so vieles im Laufe der Zeit verändert!



Es ist das erste bekannt gewordene Aufbegehren von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street in Greenwich Village am 27. Juni 1969 in der Bar Stonewall Inn, die so genannte „Stonewall-Rebellion“. Es kam in der Folge zu tagelangen Straßenschlachten zwischen Homosexuellen und der Polizei. In New York bildete sich unmittelbar nach dem Stonewall-Aufstand im Juni 1969 die Gay Liberation Front (GLF). Als erste Organisation, die bereit war, in offener Konfrontation für die Befreiung von Schwulen und Lesben einzutreten, markierte die GLF und der ihr vorausgegangene Stonewall-Aufstand eine völlig neue Qualität. Mit der Sichtbarmachung von Lesben und Schwulen legte sie eine Grundlage für alle späteren Liberalisierungen, obwohl ihre Ziele über die Integration einer Minderheit weit hinausgingen. Am 27. 06. 1970 wird in New York der erste CSD (Christopher Street Liberation Day), mit einem Straßenumzug begangen. Der CSD erinnert an den Stonewall-Aufstand vor einem Jahr und wird in Zukunft jährlich am letzten Juni-Wochenende bald auch weltweit zelebriert.

Rot: Leben
Orange: Gesundheit
Gelb: Sonne
Grün: Harmonie mit Natur
Blau: Kunst
Violett: Geist

 

Die Regenbogenfahne ist ein weltweit bekanntes Symbol geworden und fehlt auf keinem CSD. Sie schmückt Autos, provoziert spritzige Auffahrunfälle, klebt an Fahrrädern, weht aus den Fenstern und macht so manche Balkone noch interessanter für Nachbarn. Neben dem Rosa Winkel (den Schwule als Kennzeichnung in den nationalsozialistischen KZs tragen mußten) und dem Red Ribbon (der roten Schleife, die als Solidaritätszeichen für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke dient)  ist die farbenfrohe Regenbogenfahne ein weltweit etabliertes Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung. Sie steht für die bunte Vielfalt der Community und für lange Lebensfreude. Jede Farbe hat eine Bedeutung. Der erste Regenbogen der Weltgeschichte erstrahlt im Alten Testament: Noah erblickt ihn nach der großen naßen Sintflut als ein Zeichen Gottes: "Das sei ein Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch auf Erden." (1. Buch Moses, Kapitel 9) Erstes Mal als Fahne verwendeten Aufständische den Regenbogen im deutschen Bauernkrieg 1525. Im GayLesbian-Kontext erscheint die Regenbogenfahne erstmals während der Gay Freedom Parade in San Francisco im Jahr 1978. Der amerikanische Künstler Gilbert Baker ließ sich bei seiner Kreation dieses neuen Symbols durch die fünffarbige "flag of race" inspirieren. Ursprünglich bestand diese Flagge aus acht Farbstreifen. Aus drucktechnischen Gründen mußten aber die Farben Rosa und Indigoblau entfallen. Auf der New Yorker CSD-Demonstration 1994 wurde die Regenbogenfahne als längste Fahne der Welt (eine Meile) durch die Straßen getragen. Anschließend wurde sie in kleine Teile zerteilt und für einen gemeinnützigen Zweck verkauft. „Wir sind überall“, lautete einst ein schwul-lesbischer Kampfslogan. GayPride wird in allen fünf Kontinenten der Welt gefeiert, wenn auch (bisher) nur in 35 Ländern. Neuester Trend in den Metropolen dieser Welt ist übrigens der zum Zweit-und Dritt-CSD! Also auch diese Bewegung setzt mittlerweile mehr auf Trennung als auf Gaymeinsamkeiten - schade um den Ursprung! Christopher Street Day ist eine deutsche Wortschöpfung. Anderswo heißt der CSD (Gay)-Pride.


Das Schicksal und die Karriere einiger Schauspielerinnen sind eng mit der Schwulenbewegung verbunden.
Die Karrieren der nachfolgenden Damen begannen in Schwulenklubs.
U. a. wurde Judy Garlands "Somewhere over the rainbow" aus dem Zauberer von Oz zu einer Gay-Hymne,
die wieder und wieder von unterschiedlichsten Künstlern interpretiert und der jeweiligen Zeit angepaßt wurde.




Aber auch männliche Darsteller wurden zu Ikonen aus den unterschiedlichsten Gründen heraus. Manche wegen besonders freizügiger Darstellung, manche wegen öffentlichem Outing, manche wegen der Filme an sich. Hier spare ich mir die vielfältigen Spekulationen, Skandale und Geschichten. Möge man sich dabei an das eine oder andere Filmevent erinnern. Auch gibt es viele hinter-/untergründige Anspielungen in Film und Fernsehen auf GAY; fast alles wurde im Laufe der Jahre von der Community verschwult; und natürlich "Sex sells" gibt es auch bei den Gays die Sitcoms und Serien und natürlich nutzt die Werbebranche ebenfalls die Ressourcen.



VRC 2 0 0 0 (300'er)
Das Kuckucksei (Torch Song Trilogy)
Er ist schwul und schüchtern: Arnold (H. Fierstein), der in einem Travestieclub als "Virginia Hamm" sein Geld verdient, hat's nicht leicht. Glücklich wird er erst, als er Alan (M. Broderick) kennenlernt. Als Krönung ihrer Liebe adoptiert das Paar ein Kind. Doch Alan wird ermordet, Arnold muß seinen Sohn allein großziehen. Die Situation spitzt sich zu, als Arnolds dominante Mutter (A. Bancroft) zu Besuch kommt.
mit
Harvey Fierstein, Matthew Broderick, Anne Bancroft
USA - 1988 - 105 min - Travestie-Gay-Drama
Mein wunderbarer Waschsalon (My beautiful laundrette)
Omar (G. Warnecke) ist ein gutaussehender, junger Pakistani, der in London aufgewachsen ist, seinem Vater mehr recht als schlecht den Haushalt führt und nun als Autowäscher in der Parkgarage seines reichen Onkels Nasser (S. Jaffrey) arbeitet. Onkel Nasser schließt den Jungen in sein Herz und bietet ihm die Führung eines heruntergekommenen Waschsalons an. Nach einer Party bei seiner Großfamilie (bei der Tania (R. Wolf) vergeblich versucht, ihn zu verführen), begegnet Omar Johnny (D. Day-Lewis) wieder, der mit einer gewalttätigen Clique herumhängt. Fasziniert von dem muskulösen, wortkargen Jungen bringt Omar ihn dazu, im Waschsalon mit anzupacken. Omar weiß, er liebt diesen Johnny, möchte mit ihm zusammen etwas unternehmen, keineswegs das Mädchen heiraten, das die Familie für ihn vorgesehen hat. Und Johnny spielt mit, läßt sich verführen und verführt selbst. Da die beiden sich das Geld für den Waschsalon auf dem illegalen Weg besorgt haben, kommt es zum Crash mit dem Sohn Nassers und auch mit der Clique Johnnys, die nicht akzeptiert, daß Johnny bei einem schwulen Pakistani arbeitet. Nach einer brutalen Prügelei entscheidet sich Johnny für Omar und den Waschsalon.
mit
Daniel Day-Lewis, Fordon Warnecke, Roshan Seth, Rita Wolf, Saeed Jaffrey, Shirley Ann Field
Großbritannien - 1985 - 95 min - romantisches Drama
Die Summe der Gefühle (The sum of us)
alternativer Titel: Immer Ärger mit der Liebe -
Männerwirtschaft: Jeff (R. Crowe) lebt seit dem Tod seiner Mutter allein mit seinem Vater Harry (J. Thompson). Die beiden sind dicke Kumpel und trinken gern gemeinsam einen über den Durst. Dabei kommt es zu Gesprächen, die ganz schön tief unter die Haut gehen. Harry, der so gern wieder eine Frau hätte, kann damit umgehen, daß sein Filius schwul ist. Manchmal versucht er sogar, den etwas schüchternen Jeff mit potentiellen Lovern zu verkuppeln. Ein anderes Mal platzt er ins Zimmer, als es zwischen Jeff und seiner neuen Liebe Greg (J. Polson) gerade romantisch wird. Eins nervt Harry aber doch: daß Jeff aller Erwartung nach keine Kinder zeugen und ihn nicht zum Opa machen wird. Aber auch Harry sleber scheint das Glück hold zu seun in Gestalt der zurückhaltenden Joyce (Deborah Kennedy). Leider hat die Dame ein paar Probleme mit Jeffs Veranlagung und Harrys loyaler Einstellung dazu.
*
Für sechs australische Filmpreise nominiert und auf dem australischen Filmfestival zum beliebtesten Film 1994 gewählt!
mit
Jack Thompson, Russell Crowe, John Polson, Deborah Kennedy
Australien - 1994 - 95 min - komödiantisches Drama
Mitschnitte
*
Making of: In & Out 1997 (siehe VRC 2044)
*
„Jede Menge Leben“ - Filmausschnitt - 1998
*
„Liebe in jeder Beziehung“ - Filmvorstellung - 1998
*
SAM 1997 - Michael Voigt - Hetero-Trainer im Fitneßstudio von Hannover auf der Titelseite einer schwulen Zeitung


VRC
2 0 0 1 (300'er)
Longtime Companion (Freundschaft fürs Leben)
Ein nackter Arsch am Strand, eine ausgelassenen Party auf Fire Island, wo man sich noch ungläubig bis amüsiert über jenen ersten Aids-Artikel in der "New York Times“ unterhält - bald schon freilich sollten auch die Partygäste ganz direkt von der neuen Krankheit betroffen sein. Es ist die Geschichte einer Gruppe New Yorker über den Zeitraum von 8 Jahren. Da ist der Bodybuilder Willy (C. Scott) und sein bester Freund John (D. Mulroney), der Willy auf der Party mit dem Anwalt Alan, genannt Fuzzy (S. Caffrey) zusammenbringt. Dann gibt es den Fernsehautor Sean (M. Lamos) und seinen reichen Freund David (B. Davison). Und als drittes Pärchen den Seifenoper-Star Howard (P. Cassidy) und dessen Lover Paul (J. Dosset), ein Computerfachmann. Schließlich, als einzige Frau, Fuzzys beste Freundin Lisa. John ist der erste, bei dem die neuen fremden Symptome auftauchen - und auch der erste, der sterben wird. Auch Sean erkrankt; bei ihm dauert der Kampf gegen die Krankheit zwei Jahre. Willy, der ihn im Krankenhaus besucht, reagiert anfangs hysterisch-hygienisch, überwindet allmählich aber doch seine Angst. Noch intensiver kümmert sich David um seinen kranken Freund, der zusehends psychisch und physisch verfällt. Paul ist der nächste. Und auch TV-Star Howard bekommt Aids und sieht sich plötzlich arbeitslos. Nur John, Fuzzy und Lisa werden überleben. Und feiern beim surrealen Happy-End wieder eine Party in Fire Island, bei der die Toten wiederauferstehen - bis ein Mittel gegen Aids gefunden ist.
*
Longtime Companion war bei den Todesanzeigen das Pseudonym für Lover, weil die Presse die schwulen Beziehungen nicht publik machte. ( Einmal mehr machte und macht sich damit die gesellschaftliche Pseudomoral deutlich: Jeder wußte und weiß, daß es sich um schwule Beziehungen handelt(e) - nur offiziell ausgesprochen werden durfte und darf es nicht, man muß(-te) ein Pseudonym dafür erfinden. Das hat sich bis heute eher verschärft, da religiöse und/oder politische Fanatiker weniger denn je an ihren pseudomoralischen unrealistischen Grundfesten rütteln lassen. Die alltäglichen einschränkenden Verbote haben eher zugenommen.)
mit
Campbell Scott, Dermot Mulroney, Stephen Caffrey, Mark Lamos, Bruce Davison, Patrick Cassidy, John Dosset
USA - 1990 - 90 min - Aids-Drama
Abschiedsblicke (Parting Glances)
Robert (J. Bolger), gutaussehend, liebenswert und schwul, steht kurz vor der Abreise: Er will New York verlassen, um in Kenia einen UNO-Posten zu übernehmen. Das gefällt seinem Freund Michael (R. Ganoung), einem Parade-Yuppie, ganz und gar nicht. Diese Abschied könnte schließlich das Ende ihrer langjährigen Freundschaft bedeuten. In all dem Abschiedstrubel kümmert sich Michael zudem liebevoll um  seinen aids-kranken Ex-Lover Nick (S. Buscemi). Das Abschiedsfest an Roberts letztem Abend gerät zu einer skurrilen Yuppie-Party und die letzte Nacht wird zum Tag.
mit
John Bolger, Richard Ganoung, Steve Buscemi, Adam Nathan, Kathy Kinney, Patrick Tull
USA - 1985 - 90 min - Tragikomödie
Das Hochzeitsbankett (Hsi Yen / Wedding Banquet)
Taiwan ist soo weit weg - vor allem von New York aus gesehen. Dort lebt Wai Tung (W. Chao) seit Jahren mit seinem Lover Simon (M. Lichtenstein) zusammen. Wie gesagt, Taiwan ist weit weg. Und so hat der Big-Apple-Yuppie es irgendwie versäumt, den Eltern auf der fernen Insel von seiner Homosexualität zu erzählen. Daß fernöstliche Traditionen sehr plötzlich sehr nah sein können, bekommt der Schwindler alsbald zu spüren. Mom und Dad wollen ihn endlich verheiratet sehen und Enkel im Arm halten. Was tun? Wai Tung braucht eine Braut - und die schöne Wei Wei (M. Chin) eine Green Card. Die Lösung heißt Hochzeit. Mit einem hat Wai Tung aber nicht gerechnet: Seine Eltern sind auf dem Weg nach Amerika.
*
Goldener Bär auf der Berlinale
mit
Winston Chao, Mitchell Lichtenstein, May Chin, Ah-Leh Gua
USA / Taiwan - 1993 - 105 min - komödiantisches Drama
Mitschnitte
* Rosa von Praunheim und der "Virus ohne Moral"



VRC
2 0 0 2 (300'er)

Serie 1993 = 9 Folgen = 6 à 60 min und 3 à 90 min
Mitschnitte Amanda Lear
  Schwulen-Idol und Disco-Queen der 70’er / 80’er Jahre des letzten Jahrhunderts - * 18. November 1939 in Hongkong - britisch-asiatische Sängerin mit markant tief-sonorer Stimme, Malerin, Moderatorin, Autorin und Schauspielerin. Ab 1965 war sie auf den Laufstegen von Paco Rabanne und bald schon auf diversen Zeitschriften-Covern von Jugend- und Mode-Magazinen zu sehen. In Freundschaft mit Maler und Exzentriker Salvador Dalí verbunden, galt sie als seine „Muse “. Auch aufgrund von Gerüchten, die vermutlich vom Management gestreut wurden, um eine angebliche Transsexualität, die sie selbst jedoch stets abstritt, erhielt sie Anfang der 1970er Jahre kleinere Film- und TV-Auftritte, und auch die Model-Karriere lief immer besser. So zierte sie 1973 gemeinsam mit einem schwarzen - gezeichneten - Puma das Cover der Roxy Music-LP "For your pleasure" - was ihr viel Aufmerksamkeit einbrachte. David Bowie, mit dem sie 1976 eine mehrmonatige Beziehung hatte, war es, der sie dazu animierte, zu singen. Vor allem in Deutschland trat sie dann ab 1976 als Sängerin von Disco-Titeln in Erscheinung. Mit Produktionen von Anthony Monn und meist selbstverfassten Titeln feierte sie hier bis 1983 große Erfolge mit Hits wie "Follow Me“ und "Queen of Chinatown“ sowie "Incredibilmente donna“, ihrem ersten großen italienischsprachigen Hit 1982 in Italien. Von Starfotografen wie Helmut Newton oder Antoine Giacomoni ließ sie sich kunstvoll fotografieren. Für das Männermagazin Playboy posierte sie nackt.
* Eurotops „Blood & Honey“
* Dagmar Gelbke als Amanda Lear
*
Mary & Gordy als Amanda Lear


VRC
2 0 0 3 (300'er)
Liebe und andere Grausamkeiten (Love and Human Remains)
Candy (Ruth Marshall) und David (Thomas Gibson) teilten einst das Bett, jetzt nur noch das Appartement. Candy liebt ihn eigentlich immer noch, erliegt aber den Verführungen der Lehrerin Jerry (Joanne Vannicola), die sie im Sportstudio kennenlernte und schläft auch mit Robert, einem Barkeeper und sucht doch eigentlich nur Romantik fürs Leben. David schlägt sich als Kellner durch, versucht ein Verhältnis zu seinem 17-jährigen Hilfskellner Kane (Matthew Ferguson) aufzubauen und hilft gelegentlich bei der Domina Benita (Mia Kirshner) aus. Der bunte Reigen scheint unberührt von einer Mordserie in der Stadt, bis David seinen Freund Bernie (Cameron Bancroft) mit Benita zusammenbringt.
*
Nach dem Theaterstück: „Unidentified Human Remains and the true nature of love“ von Bad Fraser
mit Ruth Marshall, Thomas Gibson, Joanne Vannicola, Matthew Ferguson, Cameron Bancroft
Kanada - 1993 - 95 min
Wilde Nächte (Les nuits fauves)
Laura (Romane Bohringer) ist ein 17-jähriges Mädchen, das sich Hals über Kopf in den bisexuellen Dokumentar-Filmer Jean (Cyril Collard) verliebt. Der 30-jährige ist romantisch, zärtlich und exaltiert. Schnell werden sie ein Paar. Mit Jean entdeckt Laura die bedingungslose Lust auf Liebe. So verzeiht sie ihm sogar, daß er mit ihr schlief, ohne sie vorher in sein düsteres Geheimnis eingeweiht zu haben: Jean ist HIV-Positiv. Infiziert hat er sich bei einem seiner zahllosen Abenteuer im Pariser Schwulen-Milieu. Auf diese flüchtigen Begegnungen unter Brücken und in Bars will der bisexuelle Jean auch zukünftig nicht verzichten. Schwierig wird es aber erst, als Jean mit dem muskulösen Samy (Carlos Lopez) anbandelt. Laura ist nicht bereit, ihre große Liebe auf Dauer mit einem anderen zu teilen. So mündet die Dreierbeziehung rasch in einen brutalen Psychokrieg.
*
Cyril Collard wurde am 19. 12. 1957 in Paris geboren und starb am 05. 03. 1993 an Aids. Er war einer der ersten Film-Kino-Künstler, die ihre Infektion mit  dem tödlichen Virus zum Thema ihrer Arbeit machten.
*
3 Tage nach Collards Tod erhielt sein Film vier Césars, u. a. an Romane Bohringer und als bester Film
*
Um Wesentliches ehrlicher, besser, entscheidender als der  Oscar-prämierte Film "Philadelphia" - siehe VRC 2006
mit Cyril Collard, Romane Bohringer, Maria Schneider, Carlos Lopez
Frankreich - 1992 - 115 min - Aids-Drama
Closing numbers -  und das Leben geht weiter...
Anna (Jane Asher) und ihr Gatte Keith (Tim Woodward) führen eine ganz normale Ehe. Denkt Anna. Bis zu dem Tag, an dem sie merkt, daß ihr Mann sie schon seit langem betrügt. Noch größer ist der Schock, als Anna feststellt: Ihre vermeintliche Rivalin ist ein Mann.
mit Jane Asher, Tim Woodward, P. Pearson
Großbritannien - 1993 - 95 min


VRC
2 0 0 4 (300'er)
Diese vitale Wut (In una notte di chiaro Luna)
Reporter John Knot (Rutger Hauer) schreibt eine Serie über die Immunschwäche AIDS. Für seine Recherche gibt er sich als HIV+ aus. Er will am eigenen Leib spüren, wie die Menschen auf diese Information reagieren. Eines Tages wird aus dem Rollenspiel schreckliche Wirklichkeit. Knot hat sich tatsächlich mit dem Virus infiziert. Er beginnt einen fanatischen Kampf gegen die Krankheit.
mit Rutger Hauer, Faye Dunaway, Peter O'Toole, Nastassja Kinski, Dominique Sanda
Italien - 1989 - 105 min - Aids-Drama
Unsichtbare Mauern
Natürlich braver, kinderliebender Ehemann steckt sich bei einer natürlich unglücklichen drogensüchtigen Prostituierten mit dem HIV-Virus an und seine schöne Hetero-Welt zerbricht und die natürlich vorher gute Ehe droht zu scheitern.
*
Aids-Problematik außerhalb der Schwulenszene mit der Schwulenszene und ein Klischee jagt das nächste Vorurteil = im mittlerweile zeitlichen Abstand kann man diesen deutschen Film-Versuch zum Thema Aids und Schwul oder Nichtschwul als Trash-Komödie feiern und Jähnickes sexy sonore Stimme genießen!
mit Hannes Jähnicke
Deutschland - 1995 - 102 min
Laß mich nicht allein, Mutter (Our sons)
"Ich brauche einen Freund." Mit diesem Hilferuf wendet sich James (Hugh Grant) an seine Mutter Audrey (Julie Andrews). Gerade hat er seinen aidskranken Lebensgefährten Donald (Zeljko Ivanek) ins Krankenhaus gebracht. Donald bleibt nur noch wenig Zeit - eine, vielleicht zwei Wochen. Audrey - alleinstehende, moderne Geschäftsfrau - hat sich mit der Homosexualität ihres Sohnes abgefunden. So scheint es zumindest. Ganz anders dagegen Donalds Mutter Luanne (Ann-Margret). Die Kellnerin hat ihren Sohn vor Jahren aus ihrem Leben verbannt. Mit "einem von denen" will sie nichts zu tun haben. Als Donald im Sterben liegt, schickt James seine Mutter nach Arkansas, damit sie Luanne vom nahen Ende ihres Sohnes berichtet. Er hofft, daß Luanne ihre Vorurteile über Bord wirft, um Donald in seinen letzten Tagen beizustehen. Luanne will davon zunächst nichts wissen, aber schließlich gelingt es Audrey, sie zur Mitfahrt zu bewegen. Während der Reise kommen die Frauen einander und sich selbst näher.
mit Julie Andrews, Ann Margret, Hugh Grant, Zeljko Ivanek, Tom Roberts
USA - 1991 - 97 min - Aids-Sozial-Drama
Mitschnitte
* Hilfe, mein Sohn ist schwul, Talkshow Vera am Mittag 1998 - Teil I


VRC
2 0 0 5
Sprung ins Ungewisse (Breaking the surface)
Der kleine Greg (Rafael Rojas) wird in seiner Kindheit gehänselt und als "Nigger" beschimpft und versucht vergeblich, die Liebe seines Adoptivvaters Pete (Michael Murphy) zu gewinnen. Der wird erst auf ihn aufmerksam, als er das sportliche Talent seines Sohnes entdeckt. Greg wird als Turmspringer Mitglied im Jugend-Olympiateam der USA. Aber Pete setzt den Jungen unter zu hohen Erfolgsdruck. Greg ist überfordert. Als Teenager (Patrick David) wird er immer aufsässiger. Er trinkt, raucht, schwänzt die Schule. Schließlich versucht er, Selbstmord zu begehen. Danach verläßt er die Stadt und beginnt - unter der Obhut von Sammy Lee, einem ehemaligen Olympiasieger - seine einzigartige Sportlerkarriere. Bei den olympischen Sommerspielen 1976 gewinnt Greg Louganis eine Silbermedaille. Nach seiner Rückkehr ist er plötzlich der beliebteste Schüler und bekommt ein Stipendium. Und langsam wird dem jungen Mann klar, daß er schwul ist. Nach der Weltmeisterschaft 1982 lernt Greg (Mario López) Tom Barrett (Jeffrey Meek) kennen, der sein Manager und Lebenspartner wird. Bei den Olympischen Spielen von Los Angeles 1984 gewinnt Greg zwei Goldmedaillen. Als Tom erkennt, daß sich mit Gregs Popularität viel Geld machen läßt, übernimmt er mehr und mehr die Kontrolle über Gregs Geschäfte und sein Leben. Nach seinem Triumph in Los Angeles folgt für Greg eine Zeit der schlechten Nachrichten: Seine Eltern lassen sich scheiden, sein Vater Pete erfährt, daß er Krebs hat, und Tom kommt ins Krankenhaus. Die Diagnose lautet: HIV+. Auch Greg hat sich infiziert, doch bei ihm ist die Krankheit nicht ausgebrochen. Als ihm die Ärzte bescheinigen, daß die Infektion für seine Konkurrenten ungefährlich ist, nimmt Greg Louganis an den Olympischen Sommerspielen 1988 in Seoul teil. Bei seinem neunten Sprung vom Turm verletzt sich Greg. Er schlägt mit dem Kopf auf das Brett auf und trägt eine klaffende Wunde davon. Aber er setzt den Wettkampf fort und gewinnt erneut zwei Goldmedaillen. Danach trifft Greg die Entscheidung, sein Privatleben endlich in Ordnung zu bringen. Er verläßt Tom, der ihn jahrelang ausgenutzt hat, spricht sich mit seinem im Sterben liegenden Vater aus und gesteht vor der Öffentlichkeit seine Homosexualität ein.
*
Die bewegte Lebensgeschichte von Greg Louganis, der nach einer schwierigen Kindheit der erfolgreichste Kunstspringer aller Zeiten wird. Ein Bild, das um die Welt ging: 1988 schlägt der Kunstspringer Greg Louganis mit dem Kopf aufs Sprungbrett. Erst später wird bekannt, daß der Sportler schwul und HIV+ ist. Für sein öffentliches Bekenntnis wurde er nach den Gay Games 1994 als erster, offen schwul lebender Sportler vom Nationalen Olympischen Komitee mit der Robert-J.-Kane-Plakette geehrt. Das Leben dieser absoluten Ausnahmeerscheinung eines Spitzensportlers (4x Olympiasieger, 1x Silber bei Olympia, 5x Weltmeister, 47x US-Meister) ist Inhalt dieses zugegebenermaßen kitsch-glanz-schönen Films. Er gilt noch heute als der eleganteste Springer, der jemals vom Drei-Meter-Brett und vom Zehn-Meter-Turm gesprungen ist.
* Das Buch zum Film, von Louganis selbst verfaßt, rangierte auf Platz Eins der Bestsellerliste der "New York Times".

mit
Rafael Rojas, Michael Murphy, Patrick David, Mario López, Jeffrey Meek, Rosemary Dunsmore, Megan Leitch, Jonathan Scarfe, Fulvio Cecere, Bruce Weitz
USA - 1996 - 90 min - Sportler-Biographie-Drama
Philadelphia
Andrew Beckett (Tom Hanks) ist todkrank. Der erfolgreiche junge Anwalt ist HIV+. Solange es noch geht, möchte er trotzdem für seine Firma, eine renommierte Kanzlei in Philadelphia, weiterarbeiten. Als Andrews Chefs von der Erkrankung des Homosexuellen erfahren, sind sie geschockt. Und so wird der „rufschädigende“ Jurist diskret vor die Tür gesetzt - wegen fachlicher Inkompetenz, versteht sich. Eine unerhörte Form der Diskriminierung, die Andrew nicht so einfach hinnehmen will. Nach langer, verzweifelter Suche findet er in dem schwarzen Anwalt Joe Miller (Denzel Washington) einen Berufskollegen, der bereit ist, diesen heiklen Fall zu übernehmen. Es kommt zu einem Musterprozeß, in dessen Verlauf die wahren Gründe für Andrews Rausschmiß an den Tag kommen. Soziale Unterstützung bekommt Andrew nicht nur durch seinen Freund (Antonio Banderas), sondern auch durch das wachsende Verständnis von Familie und Kollegen.
*
Oscar für Tom Hanks (merkwürdigerweise folgte im Jahr darauf dann noch ein Oscar für Tom Hanks in "Forrest Gump" und es wirkte wie eine Berichtigung der Vorjahresentscheidung und die Schlußfolgerung: Erst schwul, dann behindert - beides sei preiswürdig. Das machte aber die Preisverleihung ziemlich unglücklich und gesellschaftsmoralisch überdenkenswert)
* Als Tom Hanks auf der Oscar-Verleihung 1994 für "Philadelphia" ausgezeichnet wurde bedankte er sich dort bei seinem hervorragenden Highschool-Lehrer, der schwul war! Diese Danksagung war die Idee zum Film "In & Out" - siehe VRC 2044!
* Oscar für Titelsong von Bruce Springsteen „Philadelphia“!
mit
Tom Hanks, Denzel Washington, Antonio Banderas, Jason Robards
USA - 1993 - massentaugliches politisch überkorrektes Mainstream-Aids-Drama
Mitschnitte
*
Musikvideo: Bruce Springsteen „Streets of Philadelphia!“
* Musikvideo: Michal Bolton "Said I loved you"


VRC
2 0 0 6
Aids - ist nicht gleich Tod
Beobachtungen und Interviews von und mit Langzeitüberlebenden! - Deutschland - 1995 - Reportage
Mitschnitte
*
„Für mich soll’s rote Rosen regnen“ - 1994 - Aids-Reportage von Michael Steinbrecher
*
„Mir bleibt nicht ewig Zeit“ - 1996 - Aids-Reportage von 37°
*
Aids - Die großen Zweifel - 1996 - Themenabend aus Deutschland und Europa und Kurzreportagen
*
Durchbruch in der Aids-Viren-Forschung - 18. 06. 1998
SaferSex und die Rote Schleife - eine kurze Geschichte
Im Frühjahr 1991 entwickelte die Künstlergruppe Visual AIDS in New York die Idee für ein weltweites Symbol im Kampf gegen AIDS, ein Symbol für Solidarität und Toleranz gegenüber den von der Gesellschaft oftmals ausgegrenzten Menschen mit HIV und AIDS. In Anlehnung an die gelben Schleifen, die damals in den USA als Zeichen des Gedenkens an die im Golfkrieg kämpfenden Soldaten noch sehr präsent waren, entstand die Rote Schleife, das RED RIBBON.
Die Rote Schleife symbolisiert weltweit Solidarität mit HIV-Positiven und AIDS-Kranken und vereint die Menschen im gemeinsamen Kampf gegen die Immunschwäche. Daß die Wahl auf die Farbe Rot fiel, hatte symbolische Gründe: Rot steht für Blut und auch für Leidenschaft - Leidenschaft im Sinne von Wut, aber auch von Liebe.
Nach ersten Aktionen in der New Yorker Kunstszene visierte Visual AIDS alsbald die Verleihung des Tony Award an. In einer Blitzaktion verschickten Freiwillige Briefe und RED RIBBONS an alle Teilnehmer. Der Filmschauspieler Jeremy Irons war leider einer der wenigen Künstler, die an diesem Abend mit der Roten Schleife erschienen. Über die Bedeutung des Symbols erfuhren die Menschen damals nichts.
Inzwischen kennt fast jeder in den USA das RED RIBBON. Nach Europa kam es erstmals am Ostermontag 1992, als beim "Freddie Mercury AIDS Awareness Tribute Concert" im Londoner Wembley-Stadion über 100.000 ROTE SCHLEIFEN verteilt wurden. Mehr als eine Milliarde Menschen in über 70 Ländern verfolgten das Konzert am Fernsehgerät. Am selben Tag nahm in London RED RIBBON INTERNATIONAL seine Arbeit auf.
Seither sind in zahlreichen Ländern Europas Gruppierungen nach dem Vorbild dieser ersten Organisation entstanden, Ende 1993 auch in Deutschland. Hier wurde das RED RIBBON erstmals bei der Aufzeichnung der "ZDF Pop Show 1993" verteilt, die Ende '93 europaweit ausgestrahlt wurde.
Leider wird zunehmend diese ursprünglich positiv zu bewertende Bewegung durch Lobbyisten für die finanzielle Selbstbedienung mißbraucht! Demzufolge wird immer mehr - gerade in Deutschland - die "Red Ribbon" - "Rote Schleife" als ursprüngliches Solidaritätssymbol mit Hiv-Infizierten und/oder AIDS-Erkrankten verwechselt mit SaferSex-Machern - Das stimmt so nicht! Rote Schleife heißt Solidarität und nicht SaferSex!
Übrigens hängen mir mittlerweile die ewig einseitig moralisierenden Aids-Filme schlichtweg zum Halse raus. Die Pseudomoral ist jedesmal perfekt: Mann und Frau dürfen und sollen staatlich gefördert in jeder Besenkammer ohne Kondom rummachen und Frau und Frau dürfen, weil sie als Animationsvorlage für "Heten" dienen, alles öffentlich präsentieren und Mann und Mann müssen sich staatlich verordnet Knoten in die Dinger machen, weil sie gesundheitsgefährdend korpulieren. Diese verfilmte Lobby-Politik von thailand-/afrika-spendenwütigen "kinderliebenden" Scheinheiligen ist mir zuwider!
Es ist nunmal eine Frage des Geldes und/oder der Herkunft in der heutigen Gesellschaft, ob man gesund, gedoped, operiert, medinzinisch nach neuestem Stand der Erkenntnisse behandelt und/oder glücklich leben darf!


VRC
2 0 0 7
Schwul (The lost language of Cranes)
Für Rose (Eileen Atkins) bricht eine Welt zusammen. Zuerst outet sich ihr Sohn Philip (Angus Mac Fadyen). Dann gesteht auch ihr Mann Owen (Brian Cox) durch die Offenheit seines Filius bestärkt: "Ich bin schwul." Drei Worte, die das gemeinsame Schicksal besiegeln. Bedeuten sie doch, daß ihre 30-jährige Ehe auf einem Fundament von Lügen aufgebaut ist.
mit Eileen Atkins, Angus Mac Fadyen, Brian Cox
Großbritannien - 1992 - 85 min - Familiendrama
Schrei nach Liebe
Beim kleinen Gartenfest scheint die Welt noch in Ordnung: Holger Behrend (Jürgen Prochnow) grillt für seine Frau Simone (Eva Mattes) und Tochter Lara (Katharina Schüttler). Auch deren neuer Freund ist willkommen. Der gutaussehende, kühle Yannis (Matthias Schloo) übt auf alle Familienmitglieder eine seltsame Faszination aus. Kurz darauf ist er eingezogen. Durch einen Zufall entdeckt Holger eben diesen Yannis auf dem Kölner Schwulenstrich. Der verwirrte Familienvater behält die Beobachtungen für sich. Und wenig später muß Lara mit ansehen, wie ihr Vater Holger und ihr Freund Yannis sich im Auto im Wald miteinander saftig-versaut die Hosen runterziehen und rumhöckern.
mit Jürgen Prochnow, Eva Matthes, Katharina Schüttler, Matthias Schloo
Deutschland - 1997 - 90 min - Familiendrama
Sunday, bloody Sunday
London Anfang der 70’er des letzten Jahrhunderts: Der homosexuelle Arzt Daniel Hirsh (Peter Finch) hat ein Verhältnis mit dem jungen Bildhauer Bob (Murray Head). Der ist bisexuell und Daniel weiß das. Bob hat sogar klargestellt, daß er nicht nur diese eine Affäre hat: Auch als Lover der geschiedenen Karrierefrau Alex (Glenda Jackson) läßt er es sich gutgehen. Daniel und Alex haben akzeptiert, daß sie Bob miteinander teilen müssen. Die beiden begegnen sich jedoch erst, als der gemeinsame Liebhaber sie verlassen hat.
*
Der wirklich erste offizielle Filmkuß zwischen zwei Männern!
* Der Film erhielt den
British Academy Award
* Der Film erhielt
4 Oscar-Nominierungen
* Als jugendlicher Randalierer gab Daniel Day-Lewis hier sein Leinwanddebüt.
mit Peter Finch, Murray Head, Glenda Jackson, Daniel Day-Lewis
Großbritannien - 1970 - 110 min - Drama
Mitschnitte
* Hilfe, mein Sohn ist schwul, Talkshow Vera am Mittag 1998 - Teil II


VRC
2 0 0 8
Der junge Törless (Les desarrois de L’élève Toerless)
In einem Internat wird der Schüler Basani (Marian Seidowsky) von seinen Mitschülern Beineberg (Bernd Tischer) und Reiting (Alfred Dietz) grausam gedemütigt und gequält. Sie haben ihn in der Hand, weil sie wissen, daß er einen Diebstahl begangen hat. Reiting erweist sich als Sadist, während Beineberg seine Terrormethoden als wissenschaftliche Studie über den Wert Basinis ausgibt. An den heimlichen Treffen und Verhandlungen beteiligt sich halben Herzens auch der Zögling Törless (Mathieu Carrière). Ihn treibt Neugier. Er will wissen, was in Basini vor sich geht. Auch Reitings schwule Experimente an Basini faszinieren ihn auf eigenartige Weise. Dennoch, er rät Basini, sich selbst der Schulleitung anzuzeigen. Doch vorher kommt es zum Skandal, nachdem Beineberg und Reiting die anderen Schüler gegen Basini aufgehetzt haben. Während sich die beiden herausreden können, kann Törless nicht überzeugen. Man rät ihm, die Anstalt zu verlassen. Seine Mutter holt ihn ab.
* Regiedebüt von Volker von Schlöndorff und Leinwanddebüt des damals 16-jährigen Mathieu Carriére
mit Marian Seidowsky, Bernd Tischer, Alfred Dietz, Mathieu Carriére
Deutschland / Frankreich - 1965 - 87 min - s/w
Another Country (Verbotene Liebe)
Ein Überläufer packt aus. Jahrelang hat Guy Bennett (Rupert Everett) seinem Vaterland ergeben gedient, Fahnentreue gehalten und diplomatische Ränkespiele zugunsten seiner Heimat entschieden. Eines Tages hat er die Schnauze voll und läuft in den Osten über. Dort wird er Jahre später von einem amerikanischen Journalisten zum Interview gebeten und nach Motiven für den Vaterlandsverrat befragt. Die Antwort führt zurück in seine Schulzeit, die er in einem rigiden englischen Elite-Internat verbracht hat. Dort, wo Drill, Disziplin und Spießrutenlauf das Miteinander bestimmten, hatte ein schwuler Außenseiter wie Guy keine Chance auf Entfaltung seiner Persönlichkeit.
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Der Film schildert die wahre Geschichte des schwulen Spions Guy Burgess (geb. 1911), der sich 1951 unter mysteriösen Umständen aus  dem britischen Außenministerium abgesetzt hat.
mit
Rupert Everett, Colin Firth, Cary Elwes, Michael Jenn, Robert Addie, Rupert Wainwright, Philip Dupuy
Großbritannien - 1983 - 90 min - Drama
Unser Weg ist der Beste (La meilleure facon de marcher)
Frankreich 1960: Eine Horde Jugendlicher verbringt den Sommer in einem Feriencamp in der Auvergne. Ungehobelte Sprüche und Schlägereien sind an der Tagesordnung - nicht einfach für Betreuer Philippe (Patrick Bouchitey), sich hier zu behaupten. Er ist eher von der stillen Sorte, während der zweite Lagerleiter Marc (Patrick Dewaere) sich als kraftstrotzender Macho gebärdet. Die Begegnung der beiden jungen Männer wird zum Duell als Marc als der eigentlich wirklich schwule Typ, der sich selber aber sehr unrealistisch als Womanizer begreift, seinen Kollegen Philippe dabei ertappt, wie er heimlich Frauenkleider anzieht. Marc behält das Geheimnis zwar für sich, läßt aber keine Gelegenheit aus, Philippe mit Sticheleien zu quälen. Fast unterwürfig läßt sich der Ertappte alles gefallen, um nicht vor seiner Umwelt oder seiner Freundin Chantal (Christine Pascal) bloßgestellt zu werden. Doch dann kommt es beim Abschlußfest zum Show-Down und der Pseudo-Macho giert nach dem Zungenkuß (und mehr).
mit Patrick Bouchitey, Patrick Dewaere, Christine Pacal
Frankreich - 1975 - 85 min - Drama
Mitschnitte
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Hilfe, mein Sohn ist schwul, Talkshow Vera am Mittag 1998 - Teil III
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Talkshow Andreas Thürk 1998: Ich gestehe, daß ich schwul bin
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1994 - Sendung „Doppelpunkt“ - Können Schwule und Lesben Eltern sein? - Teil I


VRC
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Fruit Machine - Rendevouz mit einem Killer
Die beiden Homosexuellen Eddie (Emile Charles) und Michael (Tony Forsyth) werden Zeugen eines brutalen Mordes an dem ebenfalls schwulen Nachtclubbesitzer Annabelle (Robbie Coltrane). Der Killer entdeckt die Knaben, die nach Brighton fliehen. In einem Aquarium wird Eddie auf einen Delphin aufmerksam, den er befreien möchte. Als er eines Nachts in das Becken steigt und mit dem Meeressäuger schwimmt, wird er von dem Mörder überrascht.
mit Emile Charles, Tony Forsyth, Robbie Coltrane, Robert Stephens, Clare Higgins, Bruce Payne
Großbritannien - 1988 - 100 min - KrimiDrama
My private Idaho - Das Ende der Unschuld (My Own private Idaho)
Mike Waters (River Phoenix) hat es nach Portland verschlagen. Der Strichjunge, der an einer seltenen Schlafkrankheit leidet, hofft, dort seine Mutter zu finden. Statt dessen lernt er den rebellischen Bürgermeistersohn Scott (Keanu Reeves) kennen, der künftig wie ein großer Bruder für ihn sorgt. Gemeinsam ziehen sie mit Bob (William Richert) umher. Der alte Kokaindealer hat diverse Junkies um sich versammelt, die sich von Männern für ein paar Dollar an die Hose gehen lassen. Die innige Freundschaft zerbricht erst, als Scott das Erbe des Vaters antritt, sich eine Krawatte umbindet und ein hübsches Mädchen heiratet.
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Darstellerpreis auf der Biennale in Venedig für River Phoenix!
mit River Phoenix, Keanu Reeves, William Richert, James Russo
USA - 1990 - 100 min - Drama
Mitschnitte
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1994 - Sendung „Doppelpunkt“ - Können Schwule und Lesben Eltern sein? - Teil II
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Arabella-Talkshow 1996: Ich bin schwul und steh’ dazu - Teil I


VRC
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Prick up your Ears
Im London der 50’er Jahre des letzten Jahrhunderts lernt Joe Orton (Gary Oldmann), ein Arbeiterkind aus Leicester, beim Vorsprechen auf der Schauspielschule Kenneth Halliwell (Alfred Molina) kennen. Am 2. Juli 1953 - im Fernsehen wird gerade Königin Elizabeth II. gekrönt - schlafen sie das erste Mal miteinander. Und von diesem Tag an leben sie zusammen. Joe bringt Kenneth alle Regeln der schwulen Liebe bei. Er zeigt ihm, wie es zugeht in Klappen und Parks - zu Zeiten, als man Homosexualität noch streng strafrechtlich verfolgte. 1962 werden die Unzertrennlichen erstmals getrennt. Sie haben 72 Bibliotheksbände gestohlen und 1500 Abbildungen aus Kunstbüchern herausgerissen. Außerdem lassen sie in den staatlichen Büchern obszöne schwule Kommentare zurück. Die sechsmonatige Trennung wird zur entscheidenden Wende, zur Schere der Beziehung. Kenneth verzweifelt, kränkelt, wird lächerlich. Für John werden die sechs Monate zur Blitzkarriere. Er beginnt zu schreiben. Zuerst ein Hörspiel für die BBC, dann sein weltberühmtes Theaterstück „Seid nett zu Mr. Sloane“. Joe ist plötzlich die Sensation in London, ein Senkrechtstarter, der neue Literaturstar. Aus dem Arbeiterjungen wird die Gallionsfigur der Schwulenbewegung. Selbst die „Beatles“ melden sich bei ihm, um ein Filmdrehbuch zu bekommen. Kenneth merkt, er ist bei all dem Erfolg seines „Ehepartners“ zum Versager geworden. Ihm fallen die Haare aus, er wird zur traurigen Gestalt. Joe läßt Kenneth achtlos beiseite, wenn er mit einem Lover verschwindet, ja er bezahlt sogar Freier für seinen Freund. In Marokko, bei einem heißhungrigen Sexurlaub, gelingt noch einmal ein Glücksgefühl, doch nach der Rückkehr ist alles aus. Kenneth, tablettenabhängig, sieht sich am Ende. Er nimmt einen Hammer und zertrümmert Joe den Kopf. Dann macht er selbst Schluß. Datum: 9. August 1967.
*
Prick up your ears = Spitz’ die Ohren
* Prick ist aber auch in der damaligen Zeit ein Synonymwort für Schwanz gewesen!
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Die schonungslose Verfilmung der Biographie des Dramatikers Joe Orton = "Mein wunderbarer Waschsalon" - siehe VRC 2000
mit Gary Oldman, Alfred Molina, Vanessa Redgrave, Wallace Shawn, Julie Walters, James Grant
Großbritannien - 1987 - 110 min - Drama
Trilogie eines Lebens
95 min
Looking for Langston
Schwarz und schwul: gleich zwei Kainsmale im Sinne der bourgeoisen Gesellschaft trug der New York Dichter Langston Hughes. Dieser Film führt uns in das Harlem der 30'er und 40'er Jahre des letzten Jahrhunderts, in die Zeit des Jazz und Blues, der unzähligen Bars und ist zusammengesetzt aus Archivaufnahmen und einer zeitgetreuen schwarz-weiß-gedrehten Spielhandlung. Dazu die Musik der 30'er Jahre und Texte von Langston Hughes und Essex Hamilton.
* TeddyAward der Berliner Filmfestspiele für Regisseur Isaac Julien
mit Ben Ellison, Matthew Baidoo, John Wilson, Akim Mogaji, Harry Donaldson
Großbritannien - 1988 -
45 min


VRC
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Der Himmel über Paris (Le ciel de Paris)
In einer Pariser WG verliebt sich der homosexuelle Marc (Marc Fourastier) in Lucien (Paul Blain), dem es wiederum Suzanne (Sandrine Bonnaire) angetan hat.
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Die Dreiecksgeschichte war das Debüt des Regisseurs Michel Bena, der kurz nach Drehende starb.
mit Sandrine Bonnaire, Paul Blain, Marc Fourastier
Frankreich - 1992 - 80 min - Drama
Warum auch nicht! (Pourquoi pas!)
In einer vergammelten Villa am Stadtrand von Paris haben sich Fernand (Sami Frey), Luis (Mario Gonzalez) und Alexa (Christine Murillo) ihre eigene kleine Welt geschaffen, die „wunderbar“ funktioniert. Sie lieben sich, freuen sich, sich abends gemeinsam in ihrem großen Bett wiederzufinden. Ihre Pflichten sind sorgsam verteilt: Fernand besorgt den Garten, Luis, der Musiker, komponiert und arbeitet in einem Tanzorchester, Alexa ist für den Unterhalt der „Familie“ verantwortlich. Sie sind zärtlich zueinander, umarmen einander im Garten, im Badezimmer. Jeder ist für den anderen da. Die einzigen Probleme, die sie haben, kommen aus ihrer Vergangenheit, der sie zu entfliehen hofften: Alexa hat einen jungen Ehemann, der sie als sein Eigentum betrachtet. Luis muß sich der übertriebenen Fürsorge seiner geisteskranken Mutter erwehren. Fernand hat Kinder, die er nicht sehen darf, weil er mit Luis schläft und für „die draußen“ als „schwule Sau“ gilt. Dennoch, mit ihrer Zärtlichkeit heilen sie alle Wunden. Ihr Glücksghetto scheint gesprengt zu werden, als Sylvie auftaucht. Sie entwickelt einen gesteigerten Sinn für Eigentum, will auch Fernand für sich allein. Luis gelingt es in einer Kraftanstrengung, weil er Fernand genauso dringend braucht, zunächst wieder alles zu schlichten.
mit Sami Frey, Mario Gonzalez, Christine Murillo, Nicole Jamet, Michel Aumont, Mathé Souverbie, Marie-Therese Saussure
Frankreich - 1997 - 98 min
Mitschnitte
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Hautnah-Talk 1996: Wenn Ehemänner sich beim Fremdgehen für einen  Mann entscheiden
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Papa liebt einen Mann - RTL-Hans-Meiser-Talk 1997 - Teil I


VRC
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Flesh
Joe (Joe Dallessandro) ernährt Frau (Geraldine Smith) und Kind als Strichjunge. Eines Morgens fordert seine Frau ihn auf, 200 Dollar zu verdienen, damit ihre Freundin (Patti Darbanville) eine Abtreibung finanzieren kann. Müde macht sich Joe auf, seinen makellosen Luxuskörper zu Geld zu machen. Zwischendurch gibt er im New Yorker Klappengewühl Anweisungen an Anfängerkollegen. Als Joe zufrieden nach Hause kommt, erfährt er, daß die Abtreibung nicht notwendig ist. Todmüde legt er sich ins Bett und schläft.
USA - 1968 - 82 min - Erotik-Kultdrama - mit Joe Dallessandro, Patti Darbanville, Geraldine Smith
Kultwerke von Andy Warhol, die erstmals komplett nackte männliche Erotik zeigen! Andy Warhol (und vor allem Joe Dallessandro) zensieren eben den männlichen Unterleib von vorne nicht! In den 70'er / 80'er Jahren des letzten Jahrhunderts waren wir natürlicher und offener im Umgang mit der Gleichberechtigung der gezeigten Geschlechter im dramaturgischen Zusammenhang.
Der verführte Mann (L’homme blessè)
Ein Junge von 18 Jahren (wegen der Gesetzgebung 18 Jahre - eigentlich ist er minderjährig, rallig, pubertär und steht voll im Saft seiner Kraft seines Geschlechtes und niemand traut sich, ihm zu sagen, wieviel und was er mit der körpereigenen Suppe anfangen kann - die gesellschaftliche Pseudomoral treibt ihn zur Suche im Untergrund - in der Subkultur), in dem Vorort einer Provinzstadt 1982: Henri (Jean-Hugues Anglade). Er hat keine Freunde, ist eher ein Einzelgänger und fühlt sich in seiner Familie unwohl. Am Bahnhof begegnet er Jean (Vittorio Mezzogiorno), der gerade einen alten Mann auf der Toilette mißhandelt. Jean zwingt Henri zu helfen. Henri ist angewidert und erregt zugleich. Er sucht den verschwundenen Jean, läßt sich von ihm als Stricher verkaufen. Doch er kann nicht von Jean lassen. Immer wieder begibt er sich auf die Suche nach ihm. Immer wieder wird er von Jean verlassen. Dann findet Henri Jean im Drogenrausch auf einem Bett im Hinterzimmer einer Bar. Er stürzt sich auf ihn. Zum ersten Mal steht Jeans Körper Henri ganz zur Verfügung. Er fickt ihn zu Tode und durch diesen Kampf mit sich selbst bringt Henri die Beziehung - seine Lehrzeit - zu einem brutalen Abschluß.
*
Milieustudie frei nach Jean Genets Autobiographie "Tagebuch eines Diebes"
mit Jean-Hugues Anglade, Vittorio Mezzogiorno, Armin Müller-Stahl, Roland Bertin, Lisa Kreuzer, Claude Berri
Frankreich - 1983 - Drama - 105 min

Backyard Movie
USA - 1991 - 10 min -
Kurzfilm von Bruce Weber, Starfotograf u. a. für Kollektionen bei Calvin Klein, der auf junge Knaben steht!
Die blaue Stunde
Theo (Andreas Herder) arbeitet als Callboystricher und lebt allein in einer Berliner Mietswohnung. Seine Freier (u. a. Wolfram Haack) melden sich auf Annoncen, die er in Tageszeitungen plaziert. Er verführt seine Freier nach allen Regeln der KlischeeHochglanzmagazine, spricht auch von Sonderwünschen, von denen er aber keine Ahnung hat und auch nur in den Hochglanzmagazinen gelesen hat - bißchen Dresscode kann er bieten, den er sich aus Luxus-Boutiquen von alten verfetteten schwulen Inhabern besorgt. Also nicht unbedingt ein Mann der Sonderklasse mit seinem durchschnittlichen Teilchen. Wenn er sich einsam fühlt, schleppt er jemanden aus der Kneipe ab und verbringt die Nacht mit ihm. Doch Theo sehnt sich nach mehr als nur den ewigen One-Night-Stands. Er ist nicht glücklich in seinem Job und seine Nachbarin ist nicht glücklich in ihrer Beziehung. So spenden sie sich gegenseitig Trost: Gut so = Ein Möchtegern-Idiot weniger und eine frustrierte Kampftante weniger. Für die gesamte Umwelt eine Wohltat!
* Erstaunlicherweise wurde dieser Film offiziell geehrt.
mit Andreas Herder, Dina Leipzig, Wolfram Haack
Deutschland / Schweiz - 1992 - 90 min - Stricherdrama
Mitschnitte
*
Arabella-Talkshow 1996: Ich bin schwul und steh’ dazu - Teil II


VRC
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J E A N   G E N E T = Jenseits von gut und böse - Zu lebenslanger Haft verurteilt, erregte Jean Genet in den 40'ern des letzten Jahrhunderts mit komplexen Romanen jenseits bürgerlicher Moral Aufsehen. Als sich u. a. Jean-Paul Sartre und Jean Cocteau für ihn einsetzten, wurde der Ex-Heim-Zögling 1948 begnadigt.
Un chant d’amour
Der semi-dokumentarische Film stand damals in seiner Schlichtheit, seiner unbestechlichen Einfachheit für nichts als die Wahrheit. Die Gefangenen spielen sich selbst. Sie haben nichts außer ihren Träumen, ihrer Phantasie und ihrer Körper. Die Isolation, die zementiert scheint, ist brüchig. Und was macht der Freie, der Aufseher? Er geilt sich am Unfreien auf!
Frankreich - 1950 - 25 min - s/w Stummfilm von Jean Genet - Gefängnisdrama
Querelle  
Für den dunkelhäutigen Wirt Nono schmuggelt der junge Matrose Querelle Opium von Bord seines Schiffes. Seinen Helfer, einen jungen Kameraden, bringt er anschließend kaltblütig um. Aber nicht, bevor er ihn nicht ordentlich durchgeknallt hat. Als Querelle bei einem Würfelspiel gegen Nono verliert, darf er nicht mit Nonos Frau schlafen, sondern muß dem fetten schwitzenden behaarten Wirt zu Diensten sein. Berauscht von Neugier und Lust, läßt der muskulöse immergeile Querelle sich von einem Mann anal benutzen. Dieser Akt der Penetration unter Männern wird für ihn zur Droge, er nutzt ab sofort seine optisch-körperlichen Vorteile und alle verfallen ihm: sein Vorgesetzter, ein Polizist. Querelle aber liebt den Mörder Gil. Und doch verrät Querelle ihn an die Polizei.
*
Nicht nur Faßbinders letzter, sondern auch sein radikalster Film, was schwule Phantasien betrifft.
mit Brad Davis, Franco Nero, Jeanne Moreau, Frank Riploh, Dieter Schidor, Harry Baer
Deutschland / Frankreich - 1982 - 107 min - Drama nach einer Vorlage von Jean Genet
Jean Genet - Der Vagabund
Seine bewegte Biographie rekonstruiert diese zweiteilige Dokumentation. Aber diese Zeiten sind halt vorbei!
mit
JeanMarais
Italien / Frankreich - 1975 - 128 min


VRC
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Fellinis Satyricon (Satyricon)
Rom in vorchristlicher Zeit: Encolpius (Martin Potter) hat immer betörend schöne und intelligente Gefährten um sich. Jetzt streitet er mit Ascyltus (Hiram Keller) um die Gunst des Knaben Giton (Max Born) und zieht den kürzeren. Der Dichter Eumolpus (Salvo Randone) nimmt Encolpius mit zum berauschenden Gastmahl des Trimalchio (Mario Romagnoli), wo er schnell seine Gedanken an andere Schönheiten verschwendet. Ascyltus und seinen Liebling Giton trifft er auf einem Sklavenschiff wieder, dessen Kommandant sich stürmisch in ihn verliebt und ihn "heiratet". In einem Labyrinth muß Encolpius gegen Minotaurus kämpfen, jene göttliche Mischgestalt aus Mann und Stier. Der schreckliche Kampf, sonst als Blutopfer gedacht, erweist sich jedoch als Inszenierung zu Ehren des Lachgottes. Im zweiten Teil dieses Schauspiels blamiert Encolpius sich durch Impotenz, sucht Heilung von diesem Gebrechen und findet sie bei der Zauberin Oenotea (Donyale Luna). Ascyltus und später auch Eumolpus sterben. Der Dichter hat in seinem Testament angeordnet, daß derjenige, der ihn beerben will, mithalten muß, seinen zerstückelten Leichnam zu verspeisen. Encolpius wendet sich von dieser Szenerie ab, schart seine Jünglinge um sich und reist per Schiff in ein fernes Land.
mit Martin Potter, Hiram Keller, Max Born, Salvo Randone, Mario Romagnoli, Donyalwe Luna
Italien / Frankreich - 1969 - 125 min - Historiengroteske
Die 120 Tage von Sodom (Salò o le centoventi giornate della citta’ di Sodoma)
Das faschistische Italien 1944: vier Notabeln - ein Herzog, ein Präsident, ein Monsignore und ein Prälat - lassen von ihren Schergen acht hübsche Jungen und acht knabenhafte Mädchen einfangen. In einer Villa am Gardasee geht eine dreitägige Orgie über die Bühne. Die jungen Leute werden unter den Klängen kultivierter Musik, Nietzsche-Zitaten und perversen Erzählungen einer frivolen Pianistin zu demütigenden Ausschweifungen getrieben.
* Widerlich brutalste Sexpraktiken, ein Blutbad, ein Schlachtfeld sind unvermeidbares Ende dieser angeblich moralisierenden Bilder.
mit Paolo Bonacelli, Aldo Valetti Umberto, Paolo Quintavalle, Giorgio Cataldi, Sonia Saviange
Italien / Frankreich - 1975 - 115 min - Drama
Mitschnitte
*
Pier Paolo Pasolini - italienischer Dichter, der von einem römischen Ragazzi erschlagen wurde


VRC
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Blickfang (Caught looking)
Ein Blick in die virtuelle "Zukunft", in der jegliche Sexphantasien dank interaktiver Videos befriedigt werden können?
* 1992 mit dem TeddyAwardBerlinale als bester Kurzfilm ausgezeichnet
Großbritannien - 1991 - 40 min - Dokumentation
Mitschnitte
*
Tom of Finland - Liebe-Sünde-Beitrag 1998
Männer machen Männer an
Der Film blickt hinter die Kulissen eines nebulösen Gewerbes: schwule Pornoproduktionen. Eine Begegnung mit Menschen, die für wenige Dollar bereit sind, alles zu tun und alles zu zeigen. Skurrile Figuren haben ihren Auftritt: Mark Ludwig - ein amerikanischer Staatsanwalt, der nebenbei schwule schwanzlose Dresscode-Uniform-Pornos produziert, weil er sich dadurch über sozial abhängige junge Männer hermachen kann; Rex Chandler - ein Schwuler, der sichtbar gerne bei Homo-Pornos macht und für die sensationshungrigen Medien wegen seiner schauspielerischen Ambitionen "gesteht", eigentlich heterosexuell zu sein, aber Schamlippen nicht wirklich mag; Chris Burns - ein Sado-Maso-Darsteller, der nicht davor zurückschreckt, seinen Schwanz auf Holzbretter zu nageln; Bob Jones - ein ehemaliger Chemielehrer, der Spaß am Drehen von Fuß-Fetisch-Videos hat; Brandon West aus Atlanta, der sich mit seiner Jugend sein Medizinstudium durch Vögeln vor der Kamera verdient; George Sorrell - ein Deutscher, der auszog, um in Amerika sein "Glück" als Pornostar zu suchen.
USA - 1995 - 60 min - PseudoDokuReportage
Mitschnitte
Boy paid boy - Karsten & Alfredo & LeeRoy - Rent-Sex & Call-Boys in Berlin - 1997 - So sieht es aus, wenn sich abgehalfterte Typen medial präsentieren!
Hustler White
Monti, der als Stricher auf dem Santa Monica-Boulevard anschafft, wird von einem Deutschen, Jürgen (Bruce La Bruce), der nach L. A. gekommen ist, um seine Memoiren zu schreiben, beobachtet. Nachdem Monti einen Kunden beraubt hat, überfährt er aus Versehen einen anderen Stricher und begeht Fahrerflucht. Jürgen sieht Monti nach dem Unfall und verfolgt ihn im Liebeswahn. Leider verliert er ihn aus den Augen, findet aber das zurückgelassene, blutbeschmierte T-Shirt von Monti. Monti wird bei seinen alltäglichen Begegnungen mit anderen Strichern, Kunden oder bei einem Pornodreh beobachtet.
Großbritannien / USA - mit Tony Ward, Bruce La Bruce, Kevin Kramer, Alex Austin, Kevin P. Scott, Ivar Johnson - 80 min


VRC
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Brille mit Goldrand (Gli occiali d’oro)
Ferrara im Jahr 1938: Am Ufer des Po wird eine männliche Leiche angeschwemmt - ein älterer Mann, ein wenig korpulent, elegant gekleidet, mit einer goldenen Brille, die unbeschadet im Uferschlamm liegenbleibt. Der Tote ist der Arzt Dr. Fadigati (Philippe Noiret), ein angesehener Bürger der Stadt, lange geschätzt und geachtet. Rückblende: Italien steht ganz unter dem Eindruck einer neuen und mächtigen Bewegung. Der Faschismus hat sich wie ein Fieber ausgebreitet. In Ferrara, einem schläfrigen Provinznest, scheint alles seinen gewohnten Gang zu gehen. Unter den Menschen, die allabendlich auf den Straßen flanieren, sind auch der Arzt Dr. Fadigati und die Studenten David Lattes (Rupert Everett) und Nora (Valeria Golino): drei - noch - geduldete und integrierte Außenseiter der Stadt. Fadigati ist unverheiratet. Das gibt Anlaß zu Spekulationen. Sein Schwulsein hält er geheim. David und Nora, die eine heftige Liebesaffäre verbindet, sind Juden. Die täglichen Schikanen machen David hellsichtiger, er wird zum Zeugen der Schicksale seiner Mitmenschen. In dieser Rolle muß er auch den Niedergang von Dr. Fadigati mitansehen, mit dem er sich angefreundet hat. Er erlebt, wie Fadigati sich in den jungen Boxer Eraldo (Nicola Farron) verliebt und zum ersten Mal wagt, seine Beziehung in aller Öffentlichkeit auszuleben - während der Ferien im kleinen Badeort Riccione, der sommerlichen Zuflucht der gesamten Ferrareser Oberschicht. Der Skandal ist vorprogrammiert: Fadigati wird zur Un-Person. Denn Eraldo, ein skrupelloser Karrierist, läßt seinen Liebhaber sitzen, nachdem er ihn während eines Festes verprügelt und ausgeraubt hat. Er stellt ihn in aller Öffentlichkeit bloß. Auch David erlebt den Wendepunkt. Nora trennt sich von ihm, konvertiert zum Christentum und heiratet einen faschistischen Funktionär. David akzeptiert sein Anderssein. Er schließt sich der Untergrundbewegung an. Nach den Ferien begegnen sich David und Fadigati noch einige Mal in Ferrara. Doch der Jüngere kann den Älteren trotz seiner freundschaftlichen Zuneigung nicht mehr retten. Fadigati ist, von der Gesellschaft gemieden, alt und verbittert geworden. Das Leben hat für ihn seinen Sinn verloren. Und so begibt er sich auf seine letzte Reise.
mit Phillippe Noiret, Rupert Everett, Valeria Golino, Nicola Farron, Roberta Herlitzka, Riccardo Dianna
Italien / Frankreich / Jugoslawien - 1987 - 110 min - Drama
Maurice
England um die Jahrhundertwende 1899/1900: Am letzten Tag seiner Grundschulzeit erfährt der etwa achtjährige Maurice (James Wilby) bei einem Strandausflug von seinem Lehrer Mr. Ducie (Simon Callow) Einzelheiten über die männliche und weibliche Anatomie. „Du bist dabei, ein Mann zu werden, Maurice.“ Der Lehrer malt Geschlechtsteile in den Sand. Maurice: „Ich glaube, ich werde nie heiraten!“ Cambridge, einige Jahre später. Maurice, Sohn aus gutbürgerlicher Familie, wo er im Kreis seiner verwitweten Mutter und seiner zwei Schwestern aufgewachsen ist, beginnt sein Studium an der renommierten Universität. Er ist 19, etwas weltfremd. Schnell läßt er sich von einem Debattierclub snobistischer Studenten faszinieren. Einer dieser jungen Snobs aus dem Landadel ist Clive (Hugh Grant), der in seiner Gefühls- und Gedankenwelt dem klassischen griechischen Ideal nacheifert. Clive und Maurice finden Gefallen aneinander. Ihre Begegnungen werden zunehmend vertrauter. Wenn sie zusammentreffen sucht jeder die körperliche Nähe des anderen. Sie streicheln sich, liegen sich in den Armen; beim Sport, im Studierzimmer oder nach einem Fast-Motorradunfall auf dem Land. Nach den Semesterferien hält es Clive nicht mehr zurück. Er gesteht dem verwirrten Maurice: „Ich liebe dich!“. Obwohl Clive der Meinung ist, ihre Beziehung sollte platonisch bleiben, und sich für einige Zeit zurückzieht, ist für Maurice ihre Liebe nun viel wichtiger als das Studium. Er überfällt Clive seinerseits mit der Wahrheit: „Ich bin gekommen, um es dir zu sagen...Ich liebe dich!“. Clive wehrt ab, Maurice ist verzweifelt. Er brüskiert den Dekan durch Fernbleiben vom Unterricht. In London beginnt Maurice eine Laufbahn als Börsenmakler. Heimlich setzt er seine Beziehung zu clive fort. Ihr Wiedersehen findet in Pendersleigh Park statt, dem Landhaus von Clives Familie. Das herrschaftliche Haus zieht Maurice völlig in seinen Bann, und die ständige Nähe zu Clive macht ihn glücklich. Der jedoch zieht sich, von seiner Mutter zum Heiraten gedrängt und durch den Selbstmord eines schwulen Schulkameraden verunsichert, mehr und mehr zurück. Die Freunde geraten sich in die Haare. Clive: „Wenn wir so weitermachen, dann setzen wir alles, was wir haben, auf’s Spiel, Maurice. Unsere Karriere, unsere Familie, unseren Namen!“ - Maurice, enttäuscht: „Unsinn, ich kümmere mich einen Dreck um Namen. Ich kann mir ein Leben ohne dich nicht mehr vorstellen. Ich habe alles auf’s Spiel gesetzt, und das ist gut so, weil ich nur vor einem Angst habe, dich zu verlieren.“ Clive wendet sich wieder von Maurice ab. Er fährt allein nach Griechenland und beschließt, zu heiraten. Maurice leidet, doch er nimmt die erneute Einladung nach Pendersleigh an. Bei einem Jagdausflug lernt er den Wildhüter Alec (Rupert Graves) kennen, einen bildhübschen, sinnlichen Burschen. Von Clive wird Maurice geschnitten, er hat nur noch seine politische Karriere im Kopf. Maurice ist verzweifelt. Er sucht Hilfe bei dem Londoner Hypnose-Spezialisten Lasker-Jones (Ben Kingsley). Dessen Experimente schmerzen ihn jedoch zusätzlich. Eines Nachts liegt Maurice in Pendersleigh und stößt im Traum einen Schrei aus: „Komm!“. Die Gestalt, die im Schlafzimmer erscheint, ist Alec, der sofort mit Maurice leidenschaftlich zärtlich wird. Als sie erwachen, liegen sie sich noch in den Armen. Alec muß vor Sonnenaufgang aus dem Fenster flüchten. Die Kraft des körperlichen Gefühls, das endlich zum Ausbruch kommen konnte, hat beinahe zerstörerische Folgen. Maurice fühlt tödliche Angst vor einer möglichen Erpressung und ignoriert Alecs wiederholte Kontaktangebote, ihn im Bootshaus zu treffen. Schließlich erscheint Alec in Maurice’s Kanzlei. Alec will nach Argentinien auswandern. Wird die Nacht, die sie im Hotel verbringen, ihre letzte sein? Deprimiert fährt Maurice zum Hafen, um Alec zu verabschieden. Das Schiff fährt ohne ihn ab. Überglücklich kehrt Maurice nach Pendersleigh zurück und konfrontiert Clive mit der neuen Situation. Zwischen beiden kommt es zu einem heftigen Wortgefecht. Clive: „Du tust mir leid!“ - Maurice: „Ich brauche keinen Ratschlag. Ich habe mit Alec  geteilt.“ - Clive: „Was hast du mit Alec geteilt?“ - Maurice: „Alles, Clive. Er hat mit mir in dem rotbraunen Zimmer geschlafen.“ - Clive: „Großer Gott!“ - Maurice: „In der Stadt auch... Ich bin hier, um dir zu sagen, was wir gemacht haben.“ Er strahlt: „Clive, du gehörst der Vergangenheit an!“ Maurice geht zum Bootshaus hinunter, wo er Alec findet, der auf ihn wartet. Maurice hat sich entschieden und zugleich vom Unrat der Vergangenheit befreit. Er wird mit Alec leben, offen, ohne Heuchelei.
*
Nach dem gleichnamigen Roman von E. M. Forster, der 1913/14 geschrieben wurde und erst ein Jahr nach seinem Tode 1971 veröffentlicht wurde!
*
Silberner Löwe bei den Filmfestspielen in Venedig für die beste Regie von James Ivroy und es gab auch den Darstellerpreis für Hugh Grant & James Wilby
mit James Wilby, Simon Callow, Rupert Graves, Ben Kingsley, Hugh Grant, Denholm Eliot
Großbritannien - 1986 - 140 min - Literaturdrama


VRC
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Gefangen in der Traumfabrik (The Celluloid Closet)
Die Filmgeschichte ist untrennbar mit dem Engagement homosexueller Darsteller, Autoren und Regisseure verbunden. In den Kinofilmen jedoch wurde die Thematik jahrzehntelang tabuisiert.
* b
asierend auf dem Buch von Vito Russo mit Filmausschnitten mit DorisDay, MarleneDietrich, WhoopiGoldberg, AudreyHepburn, KatherineHepburn, ShirleyMacLaine, LizaMinelli,  RobertRedford, ElizabethTaylor, James Dean, Laurel & Hardy, Tom Hanks, Rock Hudson, Jack Lemmon, Jane Russel, ArmisteadMaupin, Tony Curtis
USA - 1991 - 93 min - Dokumentation
Mitschnitte
*
Schwule in Hollywood
*
N3-Talk-Show - Sven Kelgas - Topmanager von APPLE-Software
*
Rock Hudson - Last part of life -Verfilmung seines Lebens - die letzten Tage & Stunden!
The Versace murder
Am 15. Juli 1997 wurde Gianni Versace (Franco Nero) vor seiner Villa in Miami Beach von Edel-Stricher Andrew Cunanan (Steven Bauer) erschossen. Dieser mutmaßliche Täter erschoß sich ein paar Tage später auf einem Hausboot unweit des Tatorts kurz vor dem Zugriff der Polizei. Die Theorie einer „Aids-Wut“ aus der heraus der Callboy Versace und vier weitere Männer umgebracht haben soll, schied schon bald als mögliches Motiv aus. Cunanan war nicht mit dem Aids-Virus infiziert.
*
Noch ehe das Thema in der Regenbogenpresse durch war, stürzte sich Billigfilmer Menahem Golan auf die Rechte zur Verfilmung des spektakulären Mordfalls.
mit Franco Nero, Steven Bauer, Shane Perdue
USA - 1997 - 90 min - Realitydrama
Mitschnitte
* Deutschland
- 1998 - 45 min - Bericht über den spektakulären Mordfall - Wer's glaubt, wird seelig!


VRC
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Erdbeer und Schokolade (Fresa y chocolate)
In einem Eiscafè auf Kuba begegnen sich der Kommunist David (Vladimir Cruz) und der systemkritische Künstler Diego (Jorge Perugorria). So richtig sympathisch sind sich die Männer nicht, zu stark klafft ihre Weltanschauung auseinander. Mit einem Trick gelingt es Diego (der ältere und behaarte, aber immer noch schlanke Typ) dennoch, den linientreuen Studenten (unbehaart, jung, knackig) in seine Wohnung zu locken, wo er ihn verführen will. Empört flüchtet der heterosexuell erzogene Student und berichtet seinem Parteigenossen Miguel von dem suspekten Freigeist, in dessen Wohnung es von verbotenen Büchern und Ikonen und anderen Dingen nur so wimmelt. Der wittert einen Staatsfeind und überredet David, als Spitzel zu arbeiten. Doch nun eröffnen sich dem Studenten ungeahnte Perspektiven und rational sowie emotional beginnt ein Lernprozeß auf beiden Seiten.
Kuba / Mexiko / Spanien - 1993 - 105 min - Politsatire
Der Kuß der Spinnenfrau (Kiss of the spider woman & Beijo da a mulher aranha)
Körperliche wie seelische Marter - Gefängnisalltag in einer südamerikanischen Militärdiktatur. In einer der verdreckten Zellen treffen zwei Männer aufeinander, wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten: Louis Molina (William Hurt), ein schwuler Schaufensterdekorateur, der sich mit Leidenschaft in Kinoträume flüchtet und Valentin Arragui (Raul Julia), politischer Revolutionär, der die Gesellschaft ändern will. Im Lauf der Zeit entwickelt sich zwischen beiden Charakteren eine tiefe völlig unsexuelle Freundschaft. Die Kraft der phantasievoll erzählten schwülstigen Kinobilder hilft beiden beim Überleben. Doch Molina wird gezwungen, seinen Zellenfreund zu bespitzeln. Ein Konflikt, der sich bis zur Freilassung durchzieht.
* Ursprünglich wollte Burt Lancaster den Molina spielen, war aber damals schon zu krank.
*
Oscar & Golden Globe & Goldene Palme in Cannes für William Hurt!
mit William Hurt, Raul Julia, Sinia Braga, Milton Goncalves, Carlos A. Strazzer, Jose Lewgoy
USA / Brasilien - 1985 - 120 min - Drama
Zerbrochene Zweige (Broken branches)
Der 40-jährige Jung-Min (Lee Dae-Yun) erinnert sich. Das Kapitel „Vater“ erzählt, wie seine Mutter, eine Koreakriegswitwe, aus wirtschaftlicher Not wieder heiraten muß. Das Kapitel „Hoffnung“ reflektiert die wilden Jugendjahre der 60’er, in denen sich Jung-min und seine Halbgeschwister für die Filme und die Musik aus Amerika begeistern. Das Kapitel „Familie“ ist seinem Bekenntnis zur Homosexualität gewidmet. Jung-Min wird keine Familie gründen und so gegen die Tradition des Landes verstoßen.
mit Lee Dae-Yun, Kim Ye-Ryung, Lee Hong-Seung
Südkorea - 1995 - 90 min - Drama


VRC
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Die flambierte Frau
Eva (Gudrun Landgrebe) ist Studentin. Die Aussicht auf eine bürgerliche Karriere langweilt sie. Eva wird „Modell“. Sie wird es nicht aus einer Notlage heraus, sie verkauft sich freiwillig: um ökonomisch unabhängig zu sein, um die Männer zu beherrschen. Moralische Bedenken schiebt sie beiseite, da es ihr um Freiheit und Selbstverwirklichung geht. Chris (Mathieu Carriere) arbeitet schon Jahre als Dressman. Er steht Frauen und Männern gleichermaßen zu Diensten. Hauptsache, es bringt Geld. Seinen Job als Kavalier absolviert er mit der Akkuratesse eines Empfangschefs und der Sorgfalt eines Buchhalters. Sein Tip-Top-Appartement ist elegant steril. Chris hat einen Freund: Kurt (Hanns Zischler). Der schwule Geschäftsmann mit martialischem Kunstsinn vergöttert seinen jungen Freund. Und er investiert ein Vermögen in ihn. Dafür erhält er entspannenden Sex. Wie die anderen auch. Eva lernt Chris kennen. Sie verliebt sich in ihn. Die Obsessionen beginnen, als beide einen gemeinsamen „Betrieb“ aufmachen: „CHRIS, vielseitig, erwartet sie von 10 - 24 Uhr. CARMEN, dominant, empfängt sie in gepflegter Athmosphäre“. Beide machen mit ihren betörend frischen Körpern die große Kohle. Eva spürt, die Art wie sie Männer mit Peitschen und Stiefeln quält, bereitet ihr Spaß. Einen Kunden schlägt sie halbtot. Chris, der Jungs und Frauen abspeist, um kassieren zu können, legt immer mehr ein Sicherheitsstreben an den Tag, das Eva überrascht und ihr fremd ist. Die Auseinandersetzungen nehmen zu. Ihre Beziehung eskaliert, als sich herausstellt, daß Kurt nicht nur Chris’ bester Kunde (Meine Goldader, meine Altersversicherung“) ist, sondern auch sein einziger Freund. Beide haben Zukunftspläne, wollen ein Restaurant eröffnen. Eva lehnt ab, weigert sich, den beiden Kerlen zu folgen. Ernüchternd für sie, als sie das Essen zu bereitet: Kurt und Chris kommen aus dem Schlafzimmer, setzen sich wie selbstverständlich an den Küchentisch, sind bester Stimmung. Eva bissig: „Ich wußte nicht, daß du noch arbeitest.“ Chris ist erbost. Es kommt zum Streit. Bei Chris vollzieht sich ein Umschwung der Gefühle: Aus Liebe wird Haß. Er schlägt sie, schüttet Alkohol über sie, zündet sie an. Auf ungeklärte Weise wird sie gerettet.
* Dafür gab es 1984 sogar eine
Oscar-Nominierung als bester ausländischer Film!
mit Gudrun Landgrebe, Mathieu Carriere, Hans Zischler, Gabriele La Fari, Matthias Fuchs, Christiane B. Horn
Deutschland - 1983 - 106 min - Erotikdrama
Der vierte Mann (De vierde Man)
Am Anfang krabbelt eine Spinne „Schwarze Witwe“ um eine alte Christusfigur und vertilgt alles, was ihr zu nahe kommt. Damit ist, noch vor Beginn der Geschichte vom „vierten Mann“, der Inhalt des Films sinnbildlich dargelegt. Der schwule Schriftsteller Gerard Reve (Jeroen Krabbé) ist auf dem Weg zu einem Vortrag über „Wahrheit und Einbildung“. Schon auf der Zugfahrt plagen ihn erschreckende Visionen: Blut tropft aus dem Gepäcknetz, rätselhaft lächelt ihn eine madonnenhaftige junge Frau an, am Ziel scheint ihn ein Bestattungsunternehmer nebst für ihn bestimmten Sarg zu erwarten. Nach dem Vortrag lernt Gerard die ebenso rätselhafte Christine (Renée Soutendijk) kennen, die einen Schönheitssalon betreibt. Er verbringt die Nacht mit ihr. Am nächsten Morgen findet er heraus, daß Christine bereits dreimal verheiratet war. Alle ihre Männer fielen rätselhaften Unfällen zum Opfer. Soll er der Vierte werden, der der Schwarzen Witwe ins Netz geht? Doch zunächst ist da noch Herman (Thom Hoffman), Christines Verlobter. Hinter ihm ist Gerard her. In Gerards Tagträumen trägt selbst der gekreuzigte Christus in der Kirche Hermans Antlitz - und dessen verbeulte Unterhosen. Gerard schafft es, Herman zu einem Ausflug zu überreden. Bei einem heftigen Gewitter finden sich die beiden auf einem Friedhof wieder. Dort gesteht Gerard Herman seine Gefühle, und die beiden treiben es in einer Gruft - vor den Grabmälern der verblichenen Gatten Christines. Nun bekommen es beide mit der Angst. Panisch versuchen sie, zu fliehen. Doch bei der rasanten Fahrt im offenen Wagen geschieht das Grauenhafte: eine Eisenstange bohrt sich in Hermans Auge - er ist der vierte Mann geworden.
* Produzent
Paul Verhoeven wurde dafür zu recht ausgezeichnet.
mit
Jeroen Krabbé, Renée Soutendijk, Thom Hoffman, Dolf de Vries, Geert de Jong, Hans Veerman, Hero Muller
Niederlande - 1983 - 97 min - Erotikthriller
Mitschnitte
*
Ilona Christen 1999 - Mein Partner ist schwul - ich liebe ihn trotzdem


VRC
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Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt
Daniel ist schwul, soeben nach Berlin gezogen und mit Clemens eine schwule Ehe eingegangen. Dann zieht Daniel zu einem reichen, älteren Herrn in einer Grunewaldvilla, kellnert danach in einem Schwulencafé und ist nach zwei Jahren in der Szene etabliert und auf allen öffentlichen Toiletten und in den nächtlichen Parks bestens bekannt.
*
Schlußsatz: "Werdet stolz auf Eure Homosexualität! Raus aus den Toiletten, rein in die Straßen! Freiheit für die Schwulen!"
* Gilt als der erste deutsche Schwulenfilm und wurde damals als Skandal 1972 kurz vor der Ausstrahlung von der ARD abgesetzt; ein Jahr später wagte man es erneut, aber da klinkte sich der Bayrische Rundfunk aus..
mit Rosa von Praunheim, Manfred Salzgeber, Merryt Bohlen, Bernd Feuerheim, Ernst Kuchling, Dietmar Kracht
Deutschland - 1970 - 65 min
Ein Virus kennt keine Moral
Ein reaktionärer Saunabesitzer, dessen Freund Theologie studiert und Bach-Chöre singt, eine Therapeutin, die Aids-Kranken Todesmeditation und - gymnastik lehrt, eine Reporterin, die sich als Mann verkleidet und die Gay- und Aids-Szene ausspioniert, eine Frau Professor Doktor Blut, die sich das Virus in Afrika einfängt, ein Minister mit falschen Versprechungen, reiche Tunten, schwule Revolutionäre sind die Hauptakteure in dieser schwarzen Komödie.
mit Rosa von Praunheim, Hella von Sinnen, Dieter Dicken, Maria Hasenäcker, Christian Kesten, Craig Russel
Deutschland - 1986 - 80 min
Schwuler Mut
Rosa von Praunheims Doku möchte den Vorkämpfen der Schwulenbewegung ein Denkmal setzen. = 100 Jahre Schwulenbewegung in Deutschland. Leider präsentieren sich aber wieder nur die abgehalfterten Schandmäler aus der kommerziellen SchwulenLobby.
Deutschland - 1997 - 95 min - Doku
Mitschnitte
*
Aufklärungsfilm der 70’er Jahre: gleichgeschlechtliche Liebe


VRC
2 0 2 1 (300'er)
Echte Kerle
Christoph Schwenk (Christoph M. Ohrt) ist Hauptkommissar bei der Kripo in Frankfurt/Main und ein Bilderbuch-Hetero. So fällt er aus allen Wolken, als ihn seine Freundin eines Abends auf die Straße setzt. Um seinen Kummer zu vergessen, beginnt er eine wilde Zechtour, verliert dabei Auto und Geld und wacht am nächsten Morgen in den Armen des traumhaft aussehenden Edgar (Tim Bergmann) , einem schwulen Automechaniker, auf. Als sein schwuler Retter dem "Obdachlosen“ ein Zimmer anbietet, greift er zu. Er wohnt vorübergehend bei ihm und bemerkt, daß dieser sich in ihn verliebt hat. Ein folgenreicher Entschluß: Nicht nur wird er von Kollegen als „Homo“ geschnitten, Edgar entpuppt sich zudem als Autodieb - und dann taucht auch noch eine sehr attraktive neue Kollegin auf. Er sucht Rat bei seinem Kollegen, doch der verliebt sich auch, und das nicht in die liebe Kollegin. Christoph ist völlig aus den Bahnen.
mit Tim Bergmann, Christoph M. Ohrt, Carin C. Tietze, Oliver Stokowski
Deutschland - 1996 - 95 min - Beziehungskomödie
Der bewegte Mann
Der letzte Seitensprung ist wohl einer zuviel. Axel (Till Schweiger) wird von seiner Freundin Doro (Katja Riemann) aus der gemeinsamen Wohnung verbannt. Die erfolglose Suche nach einer vorläufigen Bleibe führt ihn geradewegs vor die Haustür der beiden Schwulen Walter (Rufus Beck) und Norbert (Joachim Krol). Die beiden sind ganz Feuer und Flamme und machen dem strammen Hetero den Hof. Als in der Stunde der Versöhnung Axel von Doros Schwangerschaft erfährt, steht ausgerechnet Norbert nackt im gemeinsamen Schlafzimmerschrank. In Doro keimt ein Verdacht, der immer wieder neue Nahrung bekommt. Axel hat ein Verhältnis mit einem Mann.
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Nach einem Comic von Ralf König!
* Till Schweiger (dünne Stimme, flache Mimik) hätte bei dem bleiben sollen, was er kann: Einfach nur Klappe halten und ausziehen!
mit Katja Riemann, Joachim Krol, Rufus Beck, Armin Rhode, Til Schweiger - Musik von und mit Max Raabe & Palastorchester
Deutschland - 1994 - Komödie - 90 min
Kondom des Grauens
Nachdem der Professor (Gerd Wameling) in einem New Yorker Stundenhotel seiner Studentin Phyllis (Meret Mecker) die Bedingungen für die Zwischenprüfung unmißverständlich klargemacht hat, streift er sich ein Gummi über und schwupp ist der Schniedel ab! Das Killer-Kondom hat zugeschlagen! Leider glaubt das der blutbesudelten Studentin vorerst niemand. Erst als der schwule Macho-Cop Luigi Mackeroni (Udo Samel) auf ähnliche unangenehme Weise beim Vergnügen mit dem Stricher Billy (Marc Richter) seinen rechten Hoden verliert, wendet sich das Blatt. Sam O’Connery (Peter Lohmeyer), Mackeronis Hetero-Partner, wird in die Sub eingeschleust. Die seltsame Dr. Riffleson (Iris Berben) scheint ihre Finger im Spiel zu haben.
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Nach einem Comic von Ralf König!
* Nettes Klischeespiel mit allem, was man sich so zurechtphantasiert - grins!
mit Udo Samel, Peter Lohmeyer, Iris Berben, Hella von Sinnen, Katharina Thalbach, Meret Becker
Deutschland - 1996 - 104 min - Krimikomödie
Mitschnitte
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Kondomwerbung
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Hella von Sinnen wirbt für Kondome
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Joop wirbt für Lighthouse
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Müller-Milch hat ein nacktes männliches Model in der Werbung (genau 3 Wochen, dann erscheint er nur noch mit Slip)
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dänische Werbung für eine Tageszeitung mit einem Schwulen-Paar
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Wa(h)re Liebe - 1996/97 - Strip-Contest - Sven Mittovic & Sven Engelhard ziehen sich öffentlich aus und machen keine (Porno-)Karriere, weil das Fernsehen den Schniedel wegblendet.
*
Erotik-Show der Chippendales - Exklusiv-RTL-Reportage - 1996 - Teil I - ein paar Monate später entdeckten auch diese Pseudo-Heten den schwulen Markt und seitdem werden schniedellose Männer mit viel Muskelmasse gründlich belächelt. Die Show funktioniert nicht mehr.


VRC
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Coming In
Sie sind das leidenschaftlichste Pärchen seit Romeo und Julia: Lorenz (Steffen Wink) und sein langjähriger Freund Adrian (Helmut Berger) leben glücklich und zufrieden, bis die Liebe erneut den Weg der erfolgreichen Werber kreuzt - in Person einer attraktiven Frau. Rathausbeamtin Nina (Franka Potente) bringt Lorenz’ Hormone gehörig in Wallung und stellt sein ganzes Leben auf den Kopf. Fortan weiß der junge Mann nicht mehr, wie ihm geschieht. Kündigt sich da etwa ein Coming-Out als Hetero an? Leider wird das Durcheinander noch größer, weil sich herausstellt, daß Ninas Gatte jetzt ebenfalls die Ufer gewechselt hat und mit den Freunden von Lorenz für die Rechte der Homosexuellen kämpft. Mit Geheimhaltung ist da nicht mehr viel zu machen. Ende gut - alles gut, zum Schluß bekommt jeder seinen Wunschpartner.
* Diesen hochattraktiven Steffen Wink müßte man öfter mal zu sehen bekommen, bei Schimanski stieg er ja aus - leider.
* Der Schauspieler des Adrian, Helmut Berger, ist nur ein Namensvetter vom Dorian-Gray-Visconti-Berger.
mit Steffen Wink, Franka Potente, Helmut Berger, Sebastian Rudolph
Deutschland - 1996 - Komödie - 90 min
Silvias Bauch - Zwei Männer und (k)ein Baby
Oliver (Björn Kegel-Casapetria) und der ältere Hendrik (Joachim Kemmer) sind stockschwul und wünschen sich ein Kind. Möchtegern-Model Silvia (Alana Bock) hat jede Menge Schulden beim Puffganoven Leo und wenig Hemmungen. So löst das schicksalhafte Zusammentreffen der flotten drei eine folgerichtige Kettenreaktion aus: Silvia unterschreibt einen Vertrag als Leihmutter für Oliver und Hendrik. Vor Schwangerschaft und Geburt steht allerdings der Zeugungsakt. Für orthodoxe Homosexuelle eine harte Nuß. Aber Vertrag ist Vertrag. Während Oliver es jugendlich-sportlich nimmt, verzweifelt Hendrik bei der Vorstellung, was da im verschlossenen Zimmer zwischen den beiden Vertragspartnern stattfindet.
mit Joachim Kemmer, Alana Bock, Björn Kegel-Casapietra, Dolly Dollar, Petra Csecsei, Markus Maria Profitlich, Christian Leonard, Dorkas Kiefer, Piet Klocke, Willy Thomczyk, Helmut Zierl, Witta Krüger, Regie: Hugo Egon Balder
Deutschland - 1998 - Komödie - 90 min
Stadtgespräch
Jeden Morgen gibt die Radiomoderatorin Monika (Katja Riemann) Anrufern schnoddrige Beziehungstips. Die männliche Hälfte ihres Publikums hat dabei wenig zu lachen, denn „Kerle“ sind für die selbstbewußte Single-Frau ein rotes Tuch. „Du bist nur noch nicht Mr. PERFECT begegnet.“, meint ihr schwuler Bruder René (Kai Wiesinger), der mit dem hübschen, aber tumben Karl (Moritz Bleibtreu) verbandelt ist. Er überredet Monika zu einer Kontaktanzeige, auf die sich neben zahlreichen Nieten auch Zahnarzt Erik (August Zirner) meldet: Ein Traumtyp, mit dem Monika eine leidenschaftliche Liaison beginnt. Wenig später freundet sie sich mit Sabine (Martina Gedeck) an. Als sie von ihr nach Hause eingeladen wird, erlebt Monika eine Überraschung. Erstaunliches Finale gibt’s wieder live im Radio.
*
Jedesmal wenn Kai Wiesinger und Moritz Bleibtreu als ungleiches Schwulen-Paar auf der Bildfläche erscheinen, stehlen sie in dem ursprünglich für’s Fernsehen gedrehten Streifen zwar der Protagonistin Katja Riemann die Show - trotz allem ist und bleibt die Riemann eine der charmantesten und besten Darstellerinnen im deutschen Film nach 1990!
mit Katja Riemann, August Zirner, Kai Wiesinger, Moritz Bleibtreu, Martina Gedeck, Karin Rasenack
Deutschland - 1995 - 90 min
Mitschnitte
* Erotik-Show der Chippendales - Exklusiv-RTL-Reportage - 1996 - Teil II - ein paar Monate später entdeckten auch diese Pseudo-Heten den schwulen Markt und seitdem werden schniedellose Männer mit viel Muskelmasse gründlich belächelt. Die Show funktioniert nicht mehr.
*
Europameister der Man-Stripper - Exklusiv-RTL-Reportage - 1996
* Mein bester Freund ist schwul - Liebe-Sünde-Beitrag 1997


VRC
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Westler
Felix (Sigurd Rachmann) und Bruce (Andy Lucas) besuchen nach einem Los Angeles-Besuch Ostberlin. Felix lernt einen jungen DDR-Bürger kennen: Der blonde Thomas (Reiner Strecker), der sich mit Gelegenheitsjobs durchs Leben schlägt und wegen seiner Homosexualität ständig Schwierigkeiten mit seiner Umgebung und den Behörden hat. Seine Beziehung zum Westler, die sich in den folgenden Monaten intensiviert, macht ihn endgültig zum Außenseiter. Thomas und Felix, der zur chicen, ausgeflippten Schwulen-Szene Westberlins gehört und nichts anbrennen läßt, haben pro Woche einen Tag und pro Tag vier bis fünf Stunden. Sie haben keine Nacht und die Beziehung hat keine Chance, sich zu entwickeln. Sie treffen sich in Prag, erleben in einem pompösen Hotel eine heiße Liebesnacht und bereiten Thomas' Flucht vor. Die Freude über das mögliche Ende der kaum mehr erträglichen Trennung kämpft mit der Angst vor den Gefahren der Flucht.
mit Sigurd Rachmann, Andy Luca, Rainer Strecker, Christoph Eichhorn, Hans-Jürgen Punte, Andreas Bernhardt, Sascha Hammer, Frank Rediess
Deutschland - 1985 - 94 min

Coming Out
Der junge Lehrer Philipp Klahrmann (Mathias Freihof) übernimmt zum ersten Mal eine eigene 11. Klasse. Beflügelt von seiner neuen Situation lädt er seine Kollegin Tanja (Dagmar Manzel) ein. Es wird ein übermütiger Abend, dem ein für beide überraschendes intimes Zusammensein folgt. Philipp erlebte in seiner Schulzeit eine starke Neigung zu seinem Schulfreund Jakob, die dieser auch erwiderte. Erst die beschwörenden Bitten seiner Eltern (Walfriede Schmitt als Mutter) brachten Philipp dazu, sich von Jakob zurückzuziehen. Seitdem lebte er allein. Die Beziehung zu Tanja erfüllt Philipp mit einem neuartigen Selbstbewußtsein. Aber als er wieder mit Jakob zusammentrifft, weiß er, er hat die zaghaft erotische Beziehung nur verdrängt, nicht bewältigt. Trotzdem will er an ein Leben mit Tanja glauben. Dann lernt er den jüngeren Matthias (Dirk Kummer) kennen, in den er sich sofort verliebt. Heimlich stiehlt er sich von Tanja weg zu Matthias’ Geburtstagsfeier. Beide sind überglücklich, wollen sich nicht mehr trennen. Philipp versucht, Tanja zu verlassen, stürzt sich in Gewissenskonflikte, denn Tanja ist schwanger. Er will ihr nicht wehtun; traut sich nicht, ihr die Wahrheit zu sagen. Das neue Glück zerbricht für Philipp, als Matthias im Konzert auftaucht und ihm Tanja vorgestellt wird. Philipp verliert beide. Matthias ist verzweifelt, er versucht sich mit einer Überdosis Schlaftabletten das Leben zu nehmen. Ebenso verzweifelt trennen sich Tanja und Philipp. Tage- und nächtelang sucht Philipp vergeblich nach seinem Freund Matthias. Philipp vernachlässigt die Schule, seine Schüler. Er ist halb verrückt vor Sehnsucht nach Matthias. Es wird ihm bewußt, was es heißt, besonders für ihn als Lehrer, schwul zu sein. Aber mit der Einsamkeit und der Verzweiflung wächst auch die neue Klarheit. In den Szenekneipen (u. a. Burgfrieden mit Charlotte von Mahlsdorf als Wirtin und phänomenal auch Michael Gwisdek als Kellner Achim) lernt er neue Freunde kennen. Er ist schockiert über die Bedingungen, unter denen sich schwule Männer treffen müssen. Aber immer mehr fasziniert ihn diese neue Welt auch, die eben auch seine eigene ist. Er wird von einem Schlägertyp als „Schwuli“ beschimpft, ein ehemaliger Häftling (Werner Dissel) aus einem Konzentrationslager berichtet ihm, wie Schwule im Nazireich zu Opfern wurden. Er selbst hat längst sein Coming-Out vorbereitet. Vor seiner Schulklasse, vor drei Funktionären und der Schuldirektorin, die in ihm einen Disziplinarfall sehen, bekennt sich Philipp zu seinem Schwulsein. Er hat sich selbst angenommen.
*
Premiere war im Kino Kosmos am 09. November 1989 - der Tag & die Stunde als endlich die Mauer fiel! - DDR - 113 min
*
„Silberner Bär“1990 auf der Berlinale!
* gedreht wurde an vielen Originalschauplätzen mit sehr vielen umtriebigen Typen als Statisten - aus heutiger Sicht für einen "Real-Zuschauer" wie mich sehr amüsant - u. a. in Ost-Berlins damals beliebtester Schwulen-Kneipe "Burgfrieden" im Prenzlauer Berg - wobei die wirkliche Wirtin Helga (einen Gruß hier an dieser Stelle von mir persönlich an diese Frau, die zwar sicherlich ihren Reibach privat durchsetzte; aber immer und wirklich immer für die Männer, die Männer lieben da war!!!) den Platz räumte und im Film spielt Charlotte von Mahlsdorf (siehe VRC 2029) die Betreiberin / Wirtin des Lokales.
* Sicherlich ein sozial-moralisch stark überlasteter Film mit einem darstellerisch völlig überforderten Kummer; aber nichtsdestotrotz der erste offizielle DDR-Schwulen-Film (und historisch bedingt auch der letzte dieser Art), dessen Entstehung von sehr vielen Subkulturen, staatlichen Funktionären und privaten Hoffnungsträgern sehr genau beobachtet wurde.
mit Mathias Freihof, Dirk Kummer, Dagmar Manzel, Michael Gwisdek, Walfriede Schmitt, Gudrun Ritter, Rolf Ludwig, Charlotte von Mahlsdorf
DDR - 1989 - 110 min - Drama
Interview mit Heiner Carow
1994 -
Der Regisseur und Initiator Heiner Carow war auch einer der Schöpfer von dem legendären Film "Die Legende von Paul und Paula" mit AngelicaDomröse und Winfried Glatzeder
Mitschnitte
* Die andere Liebe, Doku 1989 aus der DDR
*
Homosexuelle und Kirche - Der bayrische Rundfunk läßt schwule Männer zu!
*
Papa liebt einen Mann - RTL-Hans-Meiser-Talk 1997 - Teil II


VRC
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Der Sprinter
Es lebe der Sport, der hält dich jung, der macht dich hart! Jung ist Wieland (Wieland Samolak), hart nicht. Er ist schwul. Und er liebt seine Mutter. Ihr zuliebe versucht er, sein Schwulsein loszuwerden. Wie ginge das besser, als Sportler zu werden? Vorher schon ist der blonde Jüngling in der Tanzschule abgeblitzt. Als Läufer macht er Fortschritte. Das Motto des Trainers (Gerhard Olschewski) kommt ihm zupaß: „Keine Zigaretten, kein Alkohol, keine Weiber!“ Oder doch nicht? Schließlich soll ihn ein Weib zur Leistung animieren, ihn, den schwächlichen Rauschgoldengel! Eine blonde, kugelstoßende Dreizentner-Walküre (R. Muhri) hilft weiter. Sie stachelt ihn an. Der Verein steigt auf, die Manager werden mächtiger, Wieland kommt dem Weibe näher. Das Unheil: Beim ersten zarten Kuß fällt der Dame die Kugel aus der Hand und landet auf seinem Fuß. Ein schwuler Sprinter ohne Fuß! Denn der muß amputiert werden.
mit Wieland Samolak, Gerhard Olschewski, Renate Muhri, Miriam Spoerri, Dieter Eppler, Jürgen Mikol
Deutschland - 1984 - Drama - 87 min
Außerirdische
Schwule sind Außerirdische meinen manche Leute. Max, ein Junge vom Lande zieht in die Großstadt Berlin, um zu studieren: sowohl an der Uni, als auch das Schwulsein. Dörflich korrekt will er nur studieren in der Hauptstadt - fickt sich aber logischerweise quer durch den schwulen Dschungel, den es bei ihm zu Hause im Dorf nicht gibt und weswegen er ja sein Dorf auch verlassen hat. Natürlich stellt der Film dar, wie sehr es ihn als anständigen Dorfbewohner verwundert, rund um die Uhr ficken zu können - dem Himmel sei Dank merkt sogar der Dorfjunge in diesem Film: Das Leben ist nicht "Rund-um-die-Uhr-ficken mit jedem verfügbaren Typen" - die sozialen Kontakte sind um Wesentliches wichtiger.
* Authentische s/w-Bilder aus der Hauptstadt.
mit Jasper Brandis, Florian Gärtner, Peter Werner, Matthias Matz
Deutschland - 1993 - Drama 85 min
Mitschnitte
* Papa liebt einen Mann - RTL-Hans-Meiser-Talk 1997 - Teil III


VRC
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Unter der Treppe (Staircase)
Harry (Richard Burton) und Charlie (Rex Harrison) betreiben seit über 20 Jahren einen kleinen Friseursalon in London. Sie führen zwischen Cremetöpfchen und Plunder den tragikkomischen Kleinkrieg eines alten Ehepaares.
* Ziemlich alberner Hollywoodversuch, das Thema Mann für Mann mit Mann darzustellen.
mit Richard Burton, Rex Harrison
Großbritannien - 1968 - 95 min
Abendanzug (Tenue de soireé)     
Antoine (M. Blanc) und Monique (Miou-Miou) sind ein notorisch verkrachtes Pärchen, deren Situation hoffnungslos verfahren scheint. Während Antoine seine Freundin in stiller Verehrung anbetet, beschimpft sie ihn permanent als Versager, weil sie in verarmten Verhältnissen leben muß. Als der großsprecherische vor Virilität strotzende Einbrecher Bob (G. Depardieu) sich in eine ihrer Auseinandersetzungen einschleicht, indem er Monique ohrfeigt und hinterher mit Geld überhäuft, ändert sich ihr Leben schlagartig. Bob unternimmt mit seinen neuen Freunden dreiste Einbrüche in Luxusvillen, wo lebensüberdrüssige Millionäre und frustrierte Ehepaare ein trauriges Dasein inmitten prunkvoller Reichtümer fristen. Monique findet rasch Gefallen an diesem Leben in Saus und Braus, doch Antoine ist beunruhigt, weil Bob sich als bisexuell erweist und ihm unmißverständliche Avancen macht. Als Antoine irritiert seine zärtlichen Gefühle für Bob erkennt und sich ihm hingibt, will der ihn an einen reichen Kunstliebhaber verkaufen. Es kommt zum heftigen Streit, nach dessen Versöhnung Bob und Antoine ein inniges Liebespaar sind. Um Monique loszuwerden, verkauft Bob sie an den Zuhälter Pedro. Die Harmonie zwischen Bob und Antoine hält nicht lange vor. Nach einem Streit läuft Antoine davon und trifft Monique wieder. Als er sieht, wie sie von Pedro geschlagen wird, ersticht er den Zuhälter. Die drei Paradiesvögel sind wieder vereint. Monique ist schwanger und bringt eine Tochter zur Welt. Alle drei verkaufen sich nun für Sex - jeder nach seiner Fasson = der schwächliche alte Antoine als Transe mit schlechter blonder Perücke, der saftstrotzende blonde Hüne Bob mit seinem allzeit bereiten Unterleib und die Frau Monique natürlich klassisch, um dem Kind eine ordentliche Schulbildung zu finanzieren.
*
Goldene Palme in Cannes für Gerard Depardieu und Michel Blanc!
* Für 8 Césars nominiert!

mit Gérard Depardieu, Michel Blanc, Miou-Miou, Jean-Pierre Marielle, Michael Creton, Bruno Cremer
Frankreich - 1986 - Tragikomödie - 90 min



VRC
2 0 2 7 (300'er)
Patient Null (Zero Patience)
* Charmantes
Musical über die ursprünglichen Gay-Aktivitäten und die seelischen Nöte nach Aids.
mit John Robinson, Normand Fauteux, Dianne Heatherington, Richardo Keens-Douglas, Bernard Behrens, Charlotte Boisjoli
Großbritannien - 1993 - Musicaldrama - 95 min
Edward II.
Edward II. (Steven Waddington) wird König, ist mit der französischen Königsschwester Isabella (Tilda „Orlando“ Swinton) verheiratet und macht seinen bürgerlichen Liebhaber Gaveston (Andrew Tiernan) zum Mitregenten. Das ist sein Untergang: Die verschmähte Königin und ihr Günstling Mortimer treiben das Reich in den Bürgerkrieg und die Liebenden in den Tod.
*
Avantgarde-Drama nach dem Stück des Shakespeare-Zeitgenossen Marlowe!
*
Es singt: Annie Lennox!
* Mel Gibson traute sich mit Hollywood bei Braveheart nicht wirklich an das Thema ran.
mit Steven Waddington, Andrew Tiernan, Tilda Swinton, Kevin Collins, John Lynch
Großbritannien - 1991 - 85 min
Salomes letzter Tanz (Der Biß der Schlangenfrau)
Als Salome den Tanz der sieben Schleier in einem viktorianischen Bordell tanzt, ist sie fast noch ein Kind. Ihr Preis: der Kopf des Propheten! Schließlich fällt der letzte Schleier, der Imperator starrt verdutzt auf den Penis der vermeintlichen Salome. Phantasie und Wirklichkeit vermischen sich, bis die erotische Tragödie auf ihr unvermeidliches Ende zusteuert. Zu diesem Zeitpunkt scheint der Meister selbst zum Opfer seiner Leidenschaften zu werden!
*
frei nach Oscar Wilde’s Salome!
mit Glenda Jackson, Stratford Johns, Imogen Millias Scott, Nicolas Grace, Douglas Hodge
Großbritannien - 1990 - 92 min


VRC
2 0 2 8 (300'er)
Wir zusammen allein mit dir
Die zwei Berliner Wolf (Thomas Kretschmann) und Andrè (Dirk Martens), beide Ende Zwanzig, lernen sich im Kino kennen. Schon in den ersten Tagen wird die taufrische Affäre auf die Probe gestellt. Wolf übernimmt kurzfristig die Betreuung des anderthalbjährigen Julian und holt, als dessen Mutter Theresa (Teresa Harder) verunglückt, auch sie zu sich in die Wohnung. Bald wird klar, daß die HIV-infizierte Frau sich umbringen wollte.
mit Dirk Martens, Thomas Kretschmann, Teresa Harder
Deutschland - 1995 - Drama - 90 min
Das Bildnis des Dorian Gray (Il ritratto di Dorian Gray)
Ein blonder, betörend-schlanker junger Mann wird von dem Maler Hallward porträtiert. Bei einer der Sitzungen lernt das Modell Dorian Gray (Helmut Berger) den Lord Henry (Herbert Blom) kennen. Lord Henry ist fasziniert von dem jungen Narziß und verführt ihn zum hemmungslosen Ausleben seiner Jugend. Dorian stößt inbrünstig den Wunsch aus, das meisterhafte Porträt von ihm solle an seiner Stelle altern. Es geschieht. Während Dorian das Leben genießt, mit der Liebe der jungen Schauspielerin Sibyll Vane spielt und als Salonlöwe alterslos Triumphe feiert, verfallen alle anderen um ihn herum körperlich. Bei Dorian verfällt lediglich das auf einem alten Speicher versteckte Porträt als der Spiegel seiner Seele. Immer exzessiver lebt Dorian, immer hemmungs- und gewissenloser. Irgendwann bringt er den Schöpfer seines Porträts um. Nun ist auch Lord Henry nicht mehr in der Lage, mit seinen zynischen Lebensweisheiten das Gewissen seines geliebten Narziß zu beschwichtigen. Auf dem Speicher sticht Dorian in Haß und Überdruß auf das Porträt ein, um diesem Spiegelbild seines Innern nicht länger standhalten zu müssen. Damit aber zerstört er sein wahres Ich. Auf dem Boden liegt ein verwelkter Mann, voller Runzeln und von abstoßendem Aussehen. Erst als die Diener die Ringe an den Händen betrachten, erkennen sie, wer er wirklich ist. * Helmut Berger war damals wirklich eine Ideal-Besetzung!
Deutschland / Italien - 1970 - Drama frei nach Oscar Wilde’s Roman - 100 min - mit Helmut Berger, Herbert Lom, Marie Lijedahl
Beziehungsweise andersrum (A different story)
Albert (Perry King) liebt Männer. Der kernige Schnäuzertyp führt ein verschwenderisches, aber langweiliges Leben. Er ist Modezeichner. Sein einziges Problem scheint es zu sein, andere Kerle aus den Saunen in seine Falle zu locken. Albert läßt sich von einem berühmten Dirigenten aushalten. Doch diese Beziehung hat mehr Sex als Gefühle zum Inhalt. Stella (Meg Foster) liebt Frauen. Sie ist mit einer neurotischen, eifersüchtigen Lehrerin liiert. Ihr Leben ist beherrscht von der krampfhaften Furcht ihrer Geliebten, daß ihre lesbische Beziehung auffliegen könnte und sie ihren Job verliert. Männer waren für sie bisher tabu. Dann geschieht das Wunder: Albert und Stella verlieben sich ineinander. Sie brechen ihre schwul/lesbischen Brücken ab und heiraten. Albert opfert sogar seinen Schnäuzer. Für ihn bringt die Ehe zugleich die amerikanische Staatsbürgerschaft, die er als Däne anders wohl nicht bekommen hätte. Außerdem stand sein großzügiger Ex-Lover gerade im Begriff, ihm den Laufpaß zu geben. Albert scheint rückfällig zu werden: Er betrügt Stella, treibt es unter der Dusche. Doch - es ist kein Mann, wie man vermutet hätte, sein Seitensprung ist eine Frau.
mit Perry King, Meg Foster, Valerie Curtin, Peter Donat, Richard Bull, Barbara Collentine
USA - 1978 - Drama - 95 min


VRC
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Ich bin meine eigene Frau
Rosa von Praunheim schuf ein DokuDrama/Porträt des wohl bekanntesten Transvestiten in der DDR, Charlotte von Mahlsdorf, der das einzige private Gründerzeit-Museum betrieb. In einer Mischung aus Spielszenen, Interviews und erzählten Geschichten schildert der Film Mahlsdorfs bewegtes Leben. Er vermittelt interessante Einblicke in das Leben des Transvestiten von der Kaiserzeit bis zum Mauerfall. Übrigens war und ist das Lebenswerk von Charlotte bis heute eine entscheidende Quelle für alle Historiker, die sich mit der Gründerzeit beschäftigen
mit Charlotte von Mahlsdorf, Jens Taschner, Ichgola Androgyn, Utz Krause, Robert Dietl, Evelyn Cron
Deutschland - 1992 - 90 min -

Wohnsitz : Heimatlos
90 minütige Biographie-Dokumentation über und mit Quentin Crisp
Woubi Cherie
Planet Gay - Die Welt dreht sich andersrum - auch in Afrika, ob Woubi oder Yossi, auch hier müssen alle ihren Weg finden. In dieser Dokumentation werden die Outsider auf dem schwarzen Kontinent beschrieben.
Stadtrand New York


VRC
2 0 3 0 (300'er)
Ein Käfig voller Narren (La cage aux folles)
Nachtclubchef Renato (Ugo Tognazzi) und Drag-Queen Albin alias Zaza (Michel Serrault) leben seit zwanzig Jahren zusammen und betreiben einen glitzernden Travestie-Klub, in dem Albin als ZaZa Napoli der Star ist. Renatos Sohn aus erster (heterosexueller) Ehe (Rémi Laurent) will die Tochter eines erzkonservativen Moralpredigers heiraten und lädt deren Eltern zu seinen "Eltern" ein. Die schwule Lebensgemeinschaft inkl. eines schwarzen „Hausmädchens - muskulös & männlich - aber sehr feminin - Bennie Luke) muß geheimgehalten werden, doch Albin taucht als "Mutter" bei dem Treffen auf.
* ursprünglich ein
Musical "La cage aux folles"
mit Michel Serrault, Ugo Tognazzi, Remi Laurent, Bennie Luke, Michel Calabru, Claire Maurier
Frankreich - 1978 - Komödie - 90 min
Noch ein Käfig voller Narren (La cage aux folles II)
Drag-Queen Zaza (Michel Serrault) kann nicht glauben, daß der Zauber seiner Verführung verflogen sein soll und er nicht als "Blauer Engel" auftreten darf. Nach einem handfesten Krach mit seinem Renato (Ugo Tognazzi) drapiert er sich in einem Café - und prompt beißt ein Jüngling an. Sie läßt sich mit diesem Youngster ein (der sich schon bald als Spion - und das erst als Leiche - entpuppt) und Albin & Renato müssen vor allen Geheimdiensten der Welt fliehen, da man annimmt, sie hätten einen wichtigen Mikrofilm. Sie fliehen in die Berge und es kommt zu einem Show-Down der rivalisierenden Agententruppen und Renato und Albin können versöhnt heimfahren.
mit Michel Serrault, Ugo Tognazzi, Bennie Luke, Michel Galabru
Frankreich / Italien - 1980 - Komödie - 95 min

Ein 3. Käfig voller Narren
Albin (Michel Serrault) erbt nur dann das Riesenvermögen einer entfernten Verwandten, wenn er heiratet und Nachwuchs zeugt. Außerdem will ein rachsüchtiger Verwandter Renato (Ugo Tognazzi) ans Leder. Die Probleme sind vorprogrammiert, doch zum Schluß darf auch Zaza-Albin einmal die Braut sein!
mit Michel Serrault, Ugo Tognazzi
Frankreich / Italien - 1985 - Komödie - 92 min
Out - Geschichten von Lesben und Schwulen
Großbritannien - 30 min



VRC
2 0 3 1
The Birdcage - Ein Paradies für schrille Vögel
Armand Goldman (Robin Williams) und Albert (Nathan Lane) teilen alles miteinander, auch ihr Bett. In ihrem schrillen Drag Queen Nightclub „The birdcage“ in Miami führen die beiden ein herrliches Leben - bis Armands „Fehltritt“, sein Sohn Val (Dan Futterman) beschließt, die Tochter Barbara (Calista Flockhart) des ultrakonservativen Senators Keeley (Gene Hackman) zu heiraten.  Keeley ist davon alles andere als begeistert. Weil er aber gerade Ärger mit der Presse hat, käme ihm eine gutbürgerliche Traumhochzeit eigentlich sehr recht. Also reist der Politiker samt Gattin (Louise (Dianne Wiest) nach Florida. Für den sittenstrengen Politiker müssen die Paradiesvögel plötzlich auf „normal“ machen. Ein fast unmögliches Unterfangen.
*
Remake des Kultfilms „Ein Käfig voller Narren“, das wie viele Neuverfilmungen nicht an das Original herankommt!
mit Robin Williams, Nathan Lane, Gene Hackman, Dianne Wiest, Hank Azaria, Christine Baranski, Calista Flockhart, Dan Futterman
USA - 1996 - Komödie - 114 min
Schwulen-Sirene Marianne Rosenberg
Schaubude 1977 - Marleen / Rosenberg & Extrabreit / Kurzporträt / Liebe kann so weh tun / Rosenberg & Rosa von Praunheim über Schwule / 1. Fernsehauftritt in der Schlagernacht mit Mr. Paul McCartney / Schaubude - Herz aus Glas / Schaubude - Lieder der Nacht / Alles nichts oder - die Tortenshow / 1972 - Er ist nicht wie du / Schaubude 1977 - Marleen / 1975 - Er gehört zu mir / 1975 - Karneval / River-Boat-Talk-Show 1998 / Medley bei Schlager 1998


VRC
2 0 3 2
Priscilla - Königin der Wüste
(The adventures of Priscilla, queen of the Dessert) = Endlich mal raus aus Sydney - darauf haben die schwulen Travestiekünstler Tick alias Mitzi (Hugo Weaving), Adam alias Felicia (Guy Pearce) und ihre „Freundin“ Bernadette (Terence Stamp), ein Transsexueller, schon lange gewartet. Der sangesfreudigen Damenriege im Seventies-Look winkt ein vierwöchiges Engagement in Alice Springs. Mit einem in schreiendem Pink gestrichenen ehemaligen Schulbus, der mittlerweile zu einer Kombination aus Schlafzimmer, Garderobe und Kostümfundus umfunktioniert wurde, rollen die Drag Queens durch Australiens heißes Hinterland. Aber während der Fahrt gibt es bischen Ärger wegen der Geheimnisse: Mitzi verkündet das Geheimnis ihrer Hetero-Ehe, Felicia outet sich als Abba-Fan und Bernadette verdreht einem Mechaniker den Kopf. Als der alte klapprige Bus unterwegs liegenbleibt, erweisen sich freundliche Aborigines und der Provinzler Bob (Bill Hunter) als Retter in der Not. Die drei treffen allerdings auch auf solche Zeitgenossen, die Typen wie sie gar nicht komisch finden.
*
Oscar für die schrillen Kostüme!
mit Terence Stamp, Hugo Weaving, Guy Pearce, Bill Hunter
Australien - 1994 - Komödie - 97 min
To wong foo
oder auch Thanks for everything, Julie Newmar: Ein Kreuz so breit, daß man sich dahinter verstecken könnte, verpackt in einem sündhaft schönen Fummel. Kein Zweifel: Die rabenschwarze Noxeema Jackson (Wesley Snipes) ist einer von New Yorks schönsten Transvestiten. Mit dem Glamourgirl Vida Boheme (
PatrickSwayze) und der naiven Miss Chi Chi (John Leguizamo) will sie zur Transvestitenwahl des Landes nach Hollywood. Aber das Trio kommt nur bis Snydersville. In dem abgelegenen Kaff verreckt ihr Cadillac. Während die Ersatzteile auf sich warten lassen, verschönern die drei Grazien erst ihr schäbiges Hotelzimmer und dann die Lebensumstände der Einwohner. Da ist zum Beispiel Clara (Alice Drummond), die seit Jahren kein Wort spricht. Da ist Carol Ann (Stockard Channing), die von ihrem Virgil (Arliss Howard) verprügelt wird. Da wartet die süße Bobby Lee bislang vergebens, daß sie der scheue Bobby Ray um ein Rendevouz bittet. Für alle halten die Drag Queens tatkräftige Lebenshilfe bereit. Sie selbst allerdings werden von dem Sheriff Dollart (Chris Penn), ein fanatischer Schwulenhasser, verfolgt.
* Quasi-Remake von "Priscilla", das wie viele Neuverfilmungen nicht an das Original herankommt!
* Diese Julie Newmar ist tatsächlich Kult für Drag-Queens. Warum? Sie spielte ab 1966 in der
TV-SerieBatman neben Adam West die erste Catwoman so sexy und smart, daß sie bis heute - obwohl Eartha Kitt, Lee Meriwether, Michelle Pfeiffer und Hale Berry nicht weniger sexy folgten - dafür vergöttert wird.
mit
PatrickSwayze, Wesley Snipes, John Leguizamo, Alice Drummond, Stockard Channing, Chris Penn, Arliss Howard, Ru Paul, Robin Williams, Naomi Campbell
USA - 1996 - Komödie - 100 min


VRC
2 0 3 3
Before Stonewall
„Jeder hat seine eigene story about Stonewall“, sagt die Drag-Queen Hector bzw. Lamanida und erzählt von ihrer Liebesgeschichte des Jahres 1969 bis zum Tod von JudyGarland und dem Überfall auf das Schwulenlokal durch die Polizei.
Großbritannien - 1995 - 100 min - Charmante Zeitreise mit Musik in die Anfänge der Schwulenbewegung.
"
Stonewall“ ist der Name einer Schwulenbar in New York, die 1969 für drei Tage und drei Nächte von Homosexuellen besetzt und gegen die Polizei verteidigt wurde. Schwule verschanzten sich, um nach andauernder Belästigung durch die Mafia und eine bestechliche Polizei ihren Kampf für die Menschen auf der Straße sichtbar zu machen. Und das Wunder geschah: Die Freunde ließen sie nicht allein. In wenigen Stunden waren die Medien erreicht, ein Bann war gebrochen. Seitdem spricht man von Gay Liberation, und seitdem gibt es die große, sichtbare Gay-Community - nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern langsam, aber sicher - auch in vielen anderen Teilen der Welt. „Stonewall“ war ein Wendepunkt in der Geschichte der Schwulenbewegung. Aber schon vorher gab es kulturell und politisch rege Gruppen. Ein Film mit vielen Filmausschnitten, Fotografien, Archivmaterialien, Interviews über den Weg der lesbischen und schwulen Emanzipation - über ein halbes Jahrhundert "paralleler Kultur“.
Mitschnitte
*
CSD 1996 - Sender: RTL 2 & MDR
*
Typisch!-Typisch? - N3-Talk 1982 über das Thema: Wer oder was ist typisch schwul?! (mit "Herrn Schmitt", dem damaligen Lebenspartner von Corny Littmann)
*
diverse Zusammenschnitte über die erste Direktübertragung vom CSD in Köln 1998
Pink Narziß
Dokumentation über die schwulen Träume des
James Bidgood / John Bielgood - Der Amerikaner schuf Traumbilder aus einem künstlichen Paradies; Inszenierungen perfekter Körper vor glitzernden Kitschkulissen. Man kann sie erotisch finden, erstaunlich oder aber einfach schön. Entstanden sind diese Bilder vor mehr als 30 Jahren. Sie waren und sind Inspirationsquelle für Pierre et Gilles. In der Sendung berichtet James Bidgood, wie seine Filme entstanden sind, wie sie ihm verloren gingen und wie er sie zufällig wiederentdeckte.
Dokumentation mit Filmausschnitten - 45 min
Pink Narcissus - den Film an sich - Lange Zeit galt der Urheber dieses Werkes als "Anonymous". 1971 kam der Film nach 7-jähriger Drehzeit mit Modell Bobby Kendall zur erstmaligen Aufführung in Szene-Lokalitäten und erlangte einen gewissen Kultstatus. Das Material wurde ursprünglich auf Super 8 und 16mm gedreht; dementsprechend ist leider teilweise die Bildqualität. Dennoch fesselt er den wohlgeneigten Betrachter, nicht zuletzt auch durch die Musikunterlegung. Durch Mehrfachbelichtung und Einfärbung erlangt der Filmemacher unglaubliche - ja, geradezu unwirklich bonbonhafte Szenarien. Die Modelle sind erstklassig, die Kostüme grandios, die Übergänge zwischen den verschiedenen Szenarien genial und entführen so in eine Traumwelt weitab jeglicher Realität.


VRC
2 0 3 4 (300'er)
D I V I N E - Harry Glenn Milstead, geboren in Baltimore, 19. Oktober 1945 bis 7. März 1988 (Sternzeichen Waage) - Der vulgäre Transvestit mit dem Aussehen einer verfetteten (400 Pfund!!!) amerikanischen Durchschnittshausfrau entwickelte sich zum anerkannten Underground-Star.
Polyester
Die übergewichtige Hausfrau Francine hat Probleme. Obwohl sie in ihrem Vorstadt-Eigenheim von allem nur erdenklichen Plüsch- und Plastic-Luxus umgeben ist, ist in ihrem Leben einiges faul. Die seelischen Grausamkeiten ihrer Familie samt Hund, die Schmähungen der Nachbarn und die Belästigungen der Neugierigen stinken zum Himmel. Und zu allem Überfluß hat Francine auch noch an ihrer außerordentlich sensiblen Nase zu leiden. Ihr einziger Trost - außer dem Alkohol - sind die Tagträume von einem männlichen Idol, dem schönen Playboy Todd, der ihr Hoffnungen macht. Ihr vermeintliches Glück währt nicht lange. Doch sie rächt sich. In einer Vergeltungsszene finden die Übeltäter ihr verdientes Ende.
*
Dieser Film kam mit einer Neuerung ins Kino: Auf einer „Odorama“-Rubbelkarte konnte man zehn Geruchshöhepunkte mitschnuppern.
mit Divine, Tab Hunter, Edith Massey, Mink Stole, Ken King, David Samson, Mary Carlington
USA - 1981 - Trashkomödie - 85 min
Hairspray
Die 60’er Jahre: Die neureiche Amber (Collen Fitzpatrick) ist Star in einer TV-Teeny-Tanz-Show, in der Kids zu neuen Platten abhotten. Sie bekommt Konkurrenz von Tracy (Ruth Brown). Deren Mutter (Divine) ist aber dagegen, daß ihr einziges Kind im Fernsehen auftritt.
*
Divine starb zwei Wochen nach Start des Films.
*
Kult die Musik der TeenieTanzShows der frühen 60'er Jahre des letzten Jahrhunderts
mit Divine, Ruth Brown, Sonny Bono, Debbie Harry, Ricki Lake, Collen Fitzpatrick
USA - 1987 - Musikkomödie - 90 min

Female Trouble - Man, bist du häßlich (Female Trouble)
Enfant terrible John Waters schildert das Leben der Dawn Davenport (Divine), die von zu Hause ausreißt, vergewaltigt wird (von Divine!) - und mordet.
*
Kult-Satire, die vor keinem Horror & Ekel zurückschreckt.
* Original mit Untertiteln
mit Divine, Edith Massey, David Lochary
USA - 1975 - 90 min



VRC
2 0 3 5
Die Rocky Horror Picture Show   
Janet (Susan Sarandon) & Brad (Barry Bostwick), ein ganz normales verklemmtes Pärchen, geraten nach einer nächtlichen Autopanne in den "Transsylvanischen Jahreskongreß“: Eine Gruppe äußerst bizarrer Wesen feiert unter Anleitung des Außerirdischen Transvestiten Dr. Frank Furter (Tim Curry) in einem düsteren Schloß. Der unheimliche Doktor lädt das adrette Paar ein, der "Geburt" seines künstlichen Sexobjektes, einer Art Tarzan im Goldlamé-Slip, beizuwohnen. In der Folge erleben Brad und Janet nicht nur die Vermählung des Doktors, sondern auch die Ermordung von Eddie (Meat Loaf), dem fettleibigen Resultat von Frank N. Furters erstem, fehlgeschlagenem Versuch, den Mann seiner Träume zu erschaffen. Das schockierte Paar macht - nicht immer ganz freiwillig - einige höchst unkonventionelle erotische Erfahrungen, nimmt an einer poppigen Travestierevue teil und wird schließlich Zeuge der Palastrevolution von Frank N. Furters Domestiken Riff-Raff (Richard O'Brien) und Magenta (Patricia Quinn), die den androgynen Wissenschaftler das Leben kostet.
*
Songs wie „Touch me! und „Don’t dream it, be it!“ wurden zu Ohrwürmern und machten aus dem Kult-Theaterstück einen Kult-Film!
*
Man wirft bei den Kinobesuchen mit Reis und macht einen Hip to the left and a hip to the right!
mit Tim Curry, Susan Sarandon, Barry Bostwick, Peter Hinwood, Meat Loaf, Patricia Quinn, Richard O'Brien
USA - 1974 - Kultmusical - 91 min
Victor & Victoria
Paris im Winter 1934: Der junge Liebhaber des alternden Entertainers Toddy (Robert Preston) verschwindet mit dessen Geld. Düstere Aussichten auch für Victoria Grant (Julie Andrews), die vergeblich von Bar zu Bar zieht, um als Sängerin einen Job zu finden. Todd und Victoria lernen sich in einem Lokal kennen, wo sie sich mittels einem Trick mit einer Kakerlake vor der Rechnung drücken. Schon hat Todd die rettende Idee. Er unterrichtet mit Akribie eine Frau darin, wie sich ein Mann bewegt, der vorgibt eine Frau zu sein. Victoria wird zum Grafen Victor Grazinski, gefeierter Travestiestar. Der Chicagoer Nachtclubbesitzer King Marchan (James Garner) verliebt sich auf Anhieb in das Kunstgeschöpf und ist über sich selbst erschrocken. Doch dann erhält er die Gewißheit - sie/er ist eine Frau. Doch Victor/Victoria möchte die Vorteile ihres Mannseins nicht aufgeben und für King Marchan gibt es Ärger, denn seine Gangsterkollegen halten ihn für schwul. Schwul ist aber nur sein Leibwächter, der bald mit Toddy das Bett teilt. Aber am Ende löst sich alles auf.
*
Remake von „Viktor und Viktoria“, Deutschland, 1933
*
Oscar für die beste Filmmusik
mit Julie Andrews, James Garner, Robert Preston, Lesley Ann Warren, John Rhys-Davies, Graham Stark
Großbritannien / USA - 1981 - Musicalkomödie - 130 min


VRC
2 0 3 6
Ein Mann wie E. V. A.
Problematische Verstrickungen und Beziehungen in einem Filmteam, das in einer heruntergekommenen Villa in München unter der Leitung des exzentrischen Regisseurs (Eva Matthes) 'Die Kameliendame’ dreht.
*
E. Matthes spielt den Filmemacher nach dem Vorbild und in der Maske Rainer Werner Faßbinders.
mit Eva Matthes, Lisa Kreuzer, Werner Stocker, Charly Muhammed Huber, Charles Regnier, Carola Regnier
Deutschland - 1984 - Melodram - 93 min
Eine Tunte zum Dessert
Nach ihrem letzten Flop mußte die Filmemacherin Mascha (Imke Barnstedt) mal raus. Aber der Taxifahrer, bei dem sie gestern untergekrochen war, ist nur scharf auf eine Rolle und fände es ansonsten schön, wenn sie jetzt den Frühstückstisch deckte. Während Mascha ihren Selbstfindungstrip woanders fortsetzt, hat sich ihre aufgeweckte Tochter Nina (Suzanne Gautier) eine Ersatzmutter gesucht: Gelegenheitstransvestit Julchen (Lothar Lambert) kocht, backt und veranstaltet Picknicks.
mit Lothar Lambert, Suzanne Gautier, Imke Barnstedt, Mustafa Iskandarani
Deutschland - 1992 - Drama - 80 min
Stadtklinik - Arztserie, Folge: Männer
Nach einer Schlägerei zwischen rivalisierenden Fußballfans wird der 18jährige Dirk verletzt in die Stadtklinik eingeliefert. Christa Baaden versucht, den Grund für seine Aggressivität herauszufinden. Nebenbei heiratet einer der Pfleger seinen Mann!
Deutschland - 1998 - 45 min
* Mitte / Ende der 90'er des letzten Jahrhunderts war es tatsächlich noch selten, daß Gays in TV-Serien vorkamen und ich habe diese Folge mal mitgeschnitten damals. Mittlerweile hat jede Soap ihren Quotenschwulen und es ist zur Normalität geworden. Es sei jedem selbst überlassen, ob er diese Entwicklung gut oder schlecht findet.


VRC
2 0 3 7
Cruising
New York: Ein Sexualmörder geht um. Innerhalb kurzer Zeit werden drei schwule Männer ermordet und grausam zerstückelt. Die Polizei ist bei ihren Ermittlungen in eine Sackgasse geraten. Inspektor Edelson muß handeln. Er verspricht seinem jungen Polizisten Steve (Al Pacino) eine schnelle Karriere, wenn er ihm hilft. Als V-Mann soll er in die New Yorker S/M-Szene eingeschleust werden, wo man den Täter vermutet. Steve spielt mit. Als strammer Ledermann taucht er ein in die nicht zimperliche sadomasochistische Cruising-Welt. Das Milieu scheint ihn nicht kalt zu lassen. Er geht weiter als er eigentlich müßte. Seine Schleichtouren haben Erfolg und er kann dem mordenden Cruiser eine Falle stellen.
mit Al Pacino, Paul Sorvino, Karen Allen, Don Scardino, Richard Fox
USA - 1979 - Thriller - 100 min
Letzte Ausfahrt Brooklyn
Anfang der 50'er Jahre des letzten Jahrhunderts: Das heruntergekommene Arbeiterviertel Red Hook wird von einem Ausstand gelähmt. Vor den Fabriktoren patrouillieren Streikposten. Die Stimmung ist gereizt. Vor diesem Hintergrund spielen sich diverse menschliche Tragödien ab. Da ist zum einen der Gewerkschafter Harry Black (Stephen Lang), der erkennt, daß er homosexuell ist, und nicht weiß, wie er damit umgehen soll. Probleme hat auch die Prostituierte Tralala (Jennifer Jason Leigh), die genau wie Harry nach Liebe sucht, sie aber in ihrem brutalen Umfeld nicht findet. Daß die schwangere Donna (Ricki Lake), deren Bruder Spook (Cameron Johann) in Tralala vernarrt ist, Schwierigkeiten mit ihrem cholerischen Vater (Burt Young) hat, mutet da eher wie eine Lappalie an.
mit Jennifer Jason Leigh, Stephen Lang, Burt Young, Ricki Lake, Peter Dobson, Jerry Orbach, Cameron Johann
Deutschland - 1989 - Drama - 97 min
Mitschnitte
*
Ilona Christen 1999: „Ihr Homos geht mir auf die Nerven!“


VRC
2 0 3 8 (300'er)
Furyo - Merry Christmas, Mr. Lawrence
Java im Jahr 1942. Der sadistische japanische Kommandant Yonoi (Ryuichi Sakamoto) herrscht mit eiserner Faust über ein Kriegsgefangenenlager. Dolmetscher Lawrence (Tom Conti) beobachtet, wie sich zwischen dem neuseeländischen Major Jack Celliers (David Bowie) und dem Samurai-Jünger Yonoi eine gefährliche Haßliebe entwickelt. Als der Major bemerkt, daß Yonoi ihn heimlich begehrt, küßt er ihn öffentlich in dem Augenblick, als sein Untergebener Hicksley (Jack Thompson) hingerichtet werden soll. Während Yonoi durch die Preisgabe seiner heimlichen Wünsche vernichtet ist, wird Celliers zum Tode verurteilt und bis zum Hals in heißen Sand eingegraben.
mit David Bowie, Ryuichi Sakamoto, Tom Conti, Jack Thompson, Johnny Okura Takeshi
Großbritannien - 1983 - Kriegsdrama - 110 min
Ein Vater sieht rot
Matthias Heller (Ulrich Tukur) muß vor Gericht miterleben, wie der Vergewaltiger seines zehnjährigen Sohnes Leo (David Schelle), der Bäcker Jens Kettner (Dietmar Bär), mit einer vergleichsweise "milden" Bewährungsstrafe davonkommt. Außer sich vor Wut und verzweifelt über die Zurückweisung seines Sohnes, greift Heller zur Selbstjustiz.
Deutschland - 1997 - Psychothriller - 93 min
Waterland
mit Jeremy Irons, Ethan Hawke, Sinéad Cusack, Cara Bruno, John Heard, Grant Warnock
Großbritannien - 1987 - 91 min



VRC
2 0 3 9 (300'er)
Auch Männer mögen’s heiß (Pèdale douce)
Tagsüber ist Adrien (Patrick Timsit) geschäftiger Banker, des nachts leidenschaftlicher Schwuler. Zu einem Geschäftsessen kann er nicht ohne Begleitung erscheinen, so nimmt er seine beste Freundin Eva (Fanny Ardant) mit. Die locker-frivole Art der Schwulenbar-Besitzerin schockiert die feine Gesellschaft und das Essen wird ein Desaster. Nur Adriens Chef Alexandre (Richard Berry) ist von Eva fasziniert. Als er ihr nachspioniert und in ihrer Bar auftaucht, wo jeden Abend Party ist, halten ihn plötzlich alle für schwul. Auch seine Frau Marie (Michèle Laroque).
mit Fanny Ardant, Richard Berry, Patrick Timsit, Michéle Laroque
Frankreich - 1996 - Komödie - 100 min
Jeffrey - It’s just sex!
Jeffrey (Steven Weber), der schüchterne Schwule, will keinen Sex mehr. Er versucht es statt dessen mit Telefonsex und Masturbations-Clubs. Aber prompt wird der enthaltsame junge Mann in Versuchung geführt: Im Fitneß-Studio steht plötzlich der Mann seines Lebens Steve (Michael T. Weiss) vor ihm - und seine Prinzipien geraten ins Wanken. Aber Steve ist HIV+ und Jeffrey hin- und hergerissen. Vergeblich sucht er Hilfe bei der New-Age-Predigerin Debra (Sigourney Weaver) und dem lüsternen Priester Dan (Nathan Lane). Auch die Ratschläge seines Vertrauten Sterling (Patrick Stewart) will Jeffrey nicht annehmen. Erst als Sterlings Freund Darius (Bryan Batt) an Aids stirbt, lernt Jeffrey dessen mutige Maxime akzeptieren: „Hasse Aids, nicht das Leben!“ Somit kommt es doch zum rührenden Happy-End mit Steve.
mit Patrick Stewart, Steven Weber, Michael T. Weiss, Sigourney Weaver
USA - 1995 - Tragikomödie - 90 min
Zorro mit heißen Klinge (Zorro, the gay blade)
Zorros Sohn Diego (George Hamilton) ist Schürzenjäger aus Passion. Erst die Begegnung mit dem üblen Gouverneur Esteban weckt sein Kämpferherz. Ihm zur Seite stehen sein schwuler Bruder Bunny und eine Frauenrechtlerin.
mit George Hamilton, Lauren Hutton, Brenda Vaccaro, Ron Leibman, Donovan Scott, James Booth, Helen Burns
USA - 1980 - Abenteuerparodie - 90 min


VRC
2 0 4 0 (120'er)
anders-TV
Das erste deutsche Schwulen-Magazin im Fernsehen wurde von Georg Uecker präsentiert und von Alfred Biolek finanziert.
Homo-Fernsehen für alle? - September 1999 starteten gleich zwei schwullesbische TV-Sendungen. Es ging um zwei Millionen Zuschauer und um 21 Prozent Marktanteil in der begehrten Zielgruppe der 14-49-jährigen. Diese damals überraschend hohe Einschaltquote erreichte das Schwulenmagazin „anders Trend“ im Februar zu später Sendezeit auf RTL. Nachdem David Wilms, der das Projekt für die Produktionsfirma „Pro GmbH“ entwickelt hat, fünf Jahre lang von zögerlichen Sendern abgewimmelt worden war, schien die Zeit endlich reif für schwules Fernsehen jenseits von „Liebe Sünde“ und „Vera am Mittag“-Gästen. Gemeinsam mit „Center TV“, in dessen RTL-Lizenzfenster „anders Trend“ gezeigt wurde, kündigte man drei – jetzt schwullesbische – Sendungen an und plante eine wöchentliche Magazinstaffel. Aber man wurde sich nicht handelseinig. Hinter dem Streit der beiden TV-Firmen verbirgt sich das schwierige Problem, eine relativ kleine (und auch nicht gerade homogene) Zielgruppe zu bedienen und zugleich das Massenpublikum anzulocken, das letztlich einen Quotenhit garantiert „und den will jeder Sender“. Ein wöchentliches Magazin aber läßt beim heterosexuellen Großteil der Zuschauer einen Abnutzungseffekt à la „So genau wollten wir's nun auch wieder nicht wissen“ befürchten. Auch inhaltlich bewegen sich die Macher auf einem schmalen Grat: Eine Sendung, die für Heteros attraktiv ist – vermutlich eine Mischung aus Aufklärungsstunde („So leben die Schwulen!“) und voyeuristischer Bedürfnisbefriedigung („So treiben's die Schwulen!“) – dürfte die eigentliche Zielgruppe herzlich wenig interessieren. "anders Trend“ und "gay-watch“ waren zwei Test-Ballons, die rasch zerplatzten und in heutigen Wiederholungen trashig amüsant und naiv wirken.
Mitschnitte
*
Aktion Standesamt 1996
*
CSD 1996
*
Schwule auf Ibiza
* Mario's
Callboys in Berlin
*
Miami-South Beach und die Schwulen
*
Phoenix-Sauna Düsseldorf


VRC
2 0 4 1
Total eclipse
Der junge, freche, gutaussehende und schwule Dichter Arthur Rimbaud (Leonardo DiCaprio) bringt das Leben von seinem Vorbild Paul Verlaine (David Thewlis) durcheinander. Gerade die provozierende Arroganz, mit der Arthur gegen die Konventionen seiner Zeit verstößt, begeistert Paul. Doch mit seinem neuen Liebhaber riskiert Paul das Ansehen unter seinen Künstlerfreunden und die Liebe seiner Frau (Romane Bohringer). Das Verhältnis der beiden führt unweigerlich zu einer Katastrophe.
* Der Film wird beworben
mit "Leonardos freizügigster Rolle" und ist in den USA vom Markt verschwunden
mit Leonardo Di Caprio, David Thewlis, Romane Bohringer
Frankreich / Großbritannien - 1995 - Künstlerdrama - 100 min
Lautlose Schreie (Hollow Reed)
Mit blutverschmiertem Gesicht steht Oliver (S. Bould) vor der Tür seines Vaters Martyn (M. Donovan). Mitschüler hätten ihn verprügelt, behauptet der Neunjährige. Der geschiedene Martyn hält jedoch Frank (J. Flemyng), den Freund von Olivers Mutter Hannah (J. Richardson), für den Schläger, und das zu Recht. Die Erkenntnis, homosexuell zu sein, zerstörte vor Jahren Martyns Ehe, im Streit ums Sorgerecht hatte der Schwule von vornherein keine Chance. Als aber bei einem Unfall Olivers Hand zerquetscht wird, beschließt der Vater, um sein Kind zu kämpfen.
*
Kühl und distanziert werden hier Schwulenfeindlichkeit von Behörden und falscher Umgang mit mißhandelten Kindern gezeigt!
mit
Martin Donovan, Sam Bould, Jason Flemyng, Joely Richardson
Großbritannien / Deutschland - 1996 - Familiendrama - 95 min


VRC
2 0 4 2
Die Opfer von St. Vincent (The boys of St. Vincent)
Teil 1 - Schrei nach Liebe: Kanada in den 70’er Jahren: Wenn der Leiter des katholischen Waisenhauses St. Vincent den kleinen Kevin (Johnny Morina) in sein Büro zitiert, blicken die übrigen Jungen beschämt zu Boden. Sie wissen, daß Bruder Lavin (Henry Czerny) sich an seinem Schützling vergeht. Auch andere Laienbrüder zwingen die Kinder zum Sex. Kevin kann fliehen, doch Polizisten bringen ihn zurück, ohne seinen Anschuldigungen zu glauben. Außer sich vor Wut, prügelt Lavin ihn krankenhausreif. Als der Hausmeister Kevins Verletzungen entdeckt und seinen furchtbaren Verdacht den Cops mitteilt, forscht Detective Noseworthy (Brian Dooley) nach.
Teil 2 - Späte Wahrheit: „Ich fürchte mich nicht vor Ihnen“, versichert der wegen Kindesmißbrauchs angeklagte Lavin (Henry Czerny) einem Psychiater, „Ich fürchte mich vor mir selbst“. In den 70’er Jahren quälten Lavin und andere Laienbrüder die Kinder in einem kirchlichen Waisenhaus mit Sex und Gewalt. 15 Jahre später kommt der Fall vor Gericht. Lavin hat inzwischen selbst Kinder.
*
Der international mit Preisen überhäufte Film wurde in der kanadischen Provinz Ontario verboten, weil man befürchtete, der lokale Prozeß um Ordensbrüder könne beeinflußt werden, da deren Fall zu diesem Film inspirierte.
mit Henry Czerny, Johnny Morina, Brian Dooley, Philipp Dinn, Sebastian Spence
Kanada - 1993 / 1994 - Thrillerdrama - 180 min


VRC
2 0 4 3
Gossenkind
Der 14-jährige Axel (Max Kellermann) wird von seinem Stiefvater auf den Strich geschickt. Echte Zuneigung lernt er erst kennen, als ein bisexueller Familienvater (Winfried Glatzeder) sich in ihn verliebt.
mit Winfried Glatzeder, Max Kellermann
Deutschland - 1991 - Melodram - 85 min
Der Mann meines Herzens (L' homme que j' aime)
Martin (Marcial di Fonzo Bo) tritt seinen neuen Job als Hausmeister im Schwimmbad an. Sofort verliebt er sich in den schönen Turmspringer Lucas (Jean-Michel Portal), der leider heterosexuell zu sein scheint. Lucas geht Martin erst mal aus dem Weg, kann sich dessen lebenslustiger Art aber auf Dauer nicht entziehen. Auch daß Martin Aids hat, läßt Lucas' Sympathie nicht abkühlen - im Gegenteil. Er nimmt sich vor, Martin die verbleibende Zeit so angenehm wie möglich zu machen.
mit Marcial di Fonzo Bo, Jean-Michel Portal
Frankreich - 1997 - Romanze - 90 min
Ferne Ufer
Marc ist 19 Jahre. Er ist Zivi bei einem Rettungsdienst und natürlich schwul. Als er nach der Arbeit in die kleine Wohnung kommt, in der er alleine mit seinem Vater lebt, findet er einmal mehr eine verkohlte Pizza vor. Bei dem Versuch, sich in einer Tankstelle etwas zu Essen zu besorgen gerät Marc mitten in einen Überfall. Der Räuber ergreift die Flucht, als der 17-jährige Fabian vor Marcs Füßen zusammenbricht. Fabian leidet unter einem unheilbaren Gehirntumor, der sich besonders bei großer Aufregung bemerkbar macht. Marc und Fabian verbringen den restlichen Tag zusammen. Schnell wird deutlich, daß Marc mehr für Fabian empfindet als nur Freundschaft. Tatsächlich scheinen die beiden Jungen zueinander zu finden, als sie sich am Hafen zum ersten Mal küssen. Doch keiner weiß, wie viel Zeit ihnen noch bleibt.
mit Bastian Schreitling, Simon Jegelka, Renke Siefken, Holger Sauvageod, Greta Haß, Roland Osten, Gabi Heilemann, Tina Hagen
Deutschland - 2000 - 50 min -
Kurzfilm - http://www.Ferne-Ufer.de - mit anschließendem 20-minütigem Making Of


VRC 2 0 4 4
Rock Hudson
LKW-Fahrer Roy Fitzgerald träumt von einer Hollywood-Karriere. Unter dem Namen Rock Hudson (Thomas Ian Griffith) schreibt der "All American Guy" Filmgeschichte. Zwischen 1957 und 1965 zählt er zu den Top-Stars - besonders im Duo mit
DorisDay. Kurz vor seinem Aids-Tod 1985 bekennt er offiziell seine Homosexualität und rückt die HIV-Epidemie damit endlich ins Bewußtsein der Öffentlichkeit und auch der Scheinwelt Hollywoods.
mit Thomas Ian Griffith, Daphne Ashbrook, W. R. Moses und natürlich Original-Hudson und
DorisDay
USA - 1990 - Biographiedrama - 93 min
In & Out
Howard Bracket (Kevin Kline) ist ein Lehrer in einem kleinen Nest und verfolgt im Fernsehen, wie fast jeder im provenziellen Örtchen und dessen Umgebung, gespannt die Oscar-Verleihung, auf der ein ehemaliger Schüler, der Jungstar Cameron (Matt Dillon), für seine Rolle als homosexueller Soldat ausgezeichnet wird - und sich daraufhin bei seinem ehemaligen Lehrer bedankt, mit dem Hinweis: "Und er ist schwul!" - Das war diesem jedoch neu. Und seiner Verlobten Emily (Joan Cusack), die neben ihm sitzt, auch. Schließlich steht die Heirat ja kurz bevor. Allen Zuschauern aus der Umgebung fällt gründlich die Kinnlade runter. Hier beginnt das Hin und Her zwischen der Frage, ob an dem unabsichtlichen Outing nicht evtl. doch etwas Wahres ist oder nicht. Eine große Rolle dabei spielt der aufdringliche TV-Reporter Peter Malloy (Tom Selleck), der natürlich seine Story haben will.
*
Der Film nimmt einfach alles auf die Schippe, seien es die Medien, Hollywoodstars oder auch schwule Klischees.
* Die Idee zu diesem Film entstand übrigens, als Tom Hanks auf der Oscar-Verleihung 1994 für "Philadelphia" (siehe VRC 2005) ausgezeichnet wurde und sich dort bei seinem hervorragenden Highschool-Lehrer bedankte, der schwul war!
* Ausgesprochen amüsant ist das Model Shalom Harlow in ihrer ersten Filmrolle, das sich weigert zu essen und eine Telefonwählscheibe nicht bedienen kann.
* Oscar-Nominierung für Joan Cusack
mit Kevin Kline, Tom Selleck, Matt Dillon, Joan Cusack, Debbie Reynolds, Shalom Harlow

USA - 1997 - Komödie - 85 min
Intimes Tagebuch
* Dokumentation über den spanischen Gay-Fotografen Pedro Usablaga - Spanien 2003



VRC
2 0 4 5
Einsam, zweisam, dreisam (Threesome)
Alternativer Titel war: Drei von ganzem Herzen - Computer irren nicht? Vonwegen: Weil sich der Uni-Computer "Alex" nur als Männernamen vorstellen kann, quartiert er eine so benannte junge Dame (Lara Flynn Boyle) im Studentenwohnheim bei zwei Kerlen ein: dem prolligen Weiberhelden Stuart (Stephen Baldwin) und dem zurückhaltenden Eddy (Josh Charles.) Trotz PC-Irrtum kommt man aber ganz gut miteinander aus, sehr gut sogar: Stuart verliebt sich in Alex, Alex verliebt sich in Eddy und Eddy verliebt sich in Stuart. Um allzu kniffligen Verwicklungen vorzubeugen, schließen die Drei einen "No-Sex"-Pakt. Wie erwartet funktionieren die Gefühle und Gelüste nicht nach Verträgen - smile.
* Diesen Film gibt es mit zwei Versionen: Die amerikanische Version endet mit: Frau nimmt Mann. Die europäische Version läßt das Ende des Trios offen.
mit Lara Flynn Boyle, Stephen Baldwin, Josh Charles, A. Arquette
USA - 1994 - Beziehungskomödie - 90 min
Ein Freund zum Verlieben (The next best thing)
Er (Rupert Everett) ist witzig, charmant und bietet immer eine starke Schulter zum Ausweinen, wenn sich die anderen Kerle mal wieder als Schweine erweisen. Die Heldin (Madonna) in Liebesnöten und ihr bester, schwuler Freund sind ein Standard-Duo. Vor Jahren kam es nach durchzechter Nacht zwischen der Yoga-Lehrerin Abbie und dem galanten Gärtner Robert beim gemeinsamen Ertränken ihres Männerfrustes zu einem sexuellen Zwischenspiel mit Folgen. Robert wird ein hingebungsvoller Vater. Doch nach Jahren gerät das aufgeklärte Idyll ins Wanken, als sich Abbie in einen anderen Beau (Benjamin Pratt) verliebt. Plötzlich ist ein Mann zuviel im Haus.  Aber im Streit um das Sorgerecht für den Sohn hat Robert vor Gericht schlechte Karten. Ausnahmesweise siegt hier im Film aber die Vernunft der drei Erwachsenen.
mit Rupert Everett, Madonna, Benjamin Pratt, Illeana Douglas, Lynn Redgrave
USA - 2000 - Komödie - 90 min
Mitschnitte
* Teddy Award 2003 auf der Berlinale - 60 min



VRC
2 0 4 6
Hommes - Men
* brasilianische Aids-Dokumentation - 40 min


VRC 2 0 4 7
Mein Vater, die Tunte
Vor zwanzig Jahren entdeckte Dietrich (Jan-Gregor Kremp) die Liebe zu Männern. Frau und Sohn auf dem Lande zurücklassend eröffnete er in Berlin einen Travestieklub. Nun holt ihn die Familie doch noch ein. Freund Max (Pasquale Aleardi) will mit ihm ein Kind adoptieren. Dietrich zögert. Schließlich hat er noch nicht einmal Kontakt zu seinem leiblichen Sohn, dem angehenden Football-Profi Jan (Matthias Schweighöfer). Dem hat Dietrich via Postkarte ein "echtes Männerleben" auf Montage und als Weltenbummler vorgegaukelt. Ein Zufall reißt ihn aus der Grübelei: Jung-Macho Jan steht an seinem Tresen.
mit Jan-Gregor Kremp, Matthias Schweighöfer, Pasquale Aleardi, Walter Giller, Denis Moschitto
Deutschland - 2001 - Komödie - 95 min
Mitschnitte
* CSD 2005


Taxi zum Klo
Eine authentische Liebesgeschichte zwischen zwei Männern. Frank (Frank Riploh) ist Lehrer, Bernd (Bernd Broaderup) arebeitet in einem Kino. Bernds Zukunftstraum ist das ruhige Leben zu zweit, mit Blumentopf und Bauernhof. Frank braucht und sucht das Abenteuer, die Sehnsucht, die Erfahrung von Grenzen. Frank ist Tag und Nacht in Berlin unterwegs auf dieser Suche nach sexuellen Abenteuern. Er holt sich seine Burschen von der Klappe (öffentliche Stadttoiletten), aus der schwulen Männersauna in der Nacht der Großstadt. Selbst seinen Tankwart begehrt er und nach wochenlangem Zublinzeln beschläft er ihn auch. Bernd ist verzweifelt. Er bekocht Frank, wäscht ihm die Socken; bekommt aber nicht, wonach er sich sehnt: Franks Treue. Auf einem verschrobenen Tuntenball kommt es zur Eskalation.
* Ein schwuler Film aus der Zeit vor Aids, der 1981 den "Max-Ophüls-Preis" in Saarbrücken gewann.
* Auf Grund der Freizügigkeit (auch für damalige Verhältnisse ungewöhnlich) des Films waren die Kinos über Wochen ausverkauft und New York stand Kopf.
* Diese DVD zeigt die ungekürzte "Directors Cut" - Version = Nichts für prüde Gemüter!
* auf dieser DVD befindet sich auch ein 23-minüiges Interview zum Nachfolgefilm "Taxi nach Kairo"
Deutschland - 1980 - 90 min



Twisted
Mitten im New Yorker Underground befinden sich Angel und Lee. Angel kommt vom Strich, ist sympathisch und sensibel und träumt von einer Karriere als Musiker. Um seinen Traum eines Tages zu verwirklichen, läßt er sich von einem widerlichen Gönner finanziell aushalten - und muß sexuell einiges ertragen. Nebenbei arbeitet er in einer Homo-Spelunke als Abräumer. Dort verkehrt der greise Betreiber eines Männerbordells, über den er Lee kennenlernt, einen minderjährigen Jungen, der von der Straße weg als „Frischfleisch“ im Puff für ältere Männer gelandet ist. Zwischen Angel und Lee entsteht Zuneigung, soweit die Bedingungen des Milieus dies zulassen. Einzig Angel, selbst von seinem Freund Eddy skrupellos auf den Strich geschickt, kümmert sich (neben seiner "besten Freundin", einer Travestie-Darsteller"in" in einer Strip-Bar) um den Jungen. Doch der Bordellbetreiber hat etwas zu verlieren und will den minderjährigen Jungen nicht entkommen lassen; um keinen Preis. Als Lee zum „Dienst am Mann“ antreten soll, laufen die Dinge aus dem Ruder.
* spielt im Titel mit dem Wort für "verdreht" und der Anspielung auf die Geschichte des "Oliver Twist"
* Dieser Film wurde mehrfach ausgezeichnet.
* Die DVD ist Original (englischsprachig) mit Untertiteln - selten für deutsches Kino: Es fehlt die Synchronisation.
mit David Norona, Keiven McNeil Craves, William Hickey, Anthony Crivello, Jean Loup, Billy Porter, Elisabeth Franz, Ray Aranha



SpecialGayFun 1 = 240 min Zusammenschnitte der besten & liebevollsten Szenen von und mit und über Männer für Männer aus folgenden Produktionen: Entree-Intro, Ghost (PatrickSwayze), Müller-Werbung, Kuckucksei (Harvey Fierstein), Mein wunderbarer Waschsalon (Daniel Day-Lewis), Summe der Gefühle (Russel Crowe), Jede Menge Leben, Longtime Companion, Abschiedsblicke, Hochzeitsbankett, Geschichten aus San Fransisco, Liebe und andere Grausamkeiten, Wilde Nächte (Cyril Collard), Closing Numbers, Sprung ins Ungewisse (Greg Louiganis / Mario Lopéz), Lost language of cranes, Schrei nach Liebe (Jürgen Prochnow), Sunday-bloody Sunday (Peter Finch), Another Country (Rupert Everett), My private Idaho (River Phoenix und Keanu Reeves), Trilogie eines Lebens, Looking for Langston, Warum auch nicht (Samy Frey), Flesh (Joe Dallessandro), Der verführte Mann, Die blaue Stunde, Un chant d'amour, Querelle (Brad Davis), 120 Tage von Sodom, Blickfang, Männer machen Männer an, Hustler white, Brille mit Goldrand (Philippe Noiret), Maurice (Hugh Grant), Erdbeer und Schokolade, Zerbrochene Zweige, Die flambierte Frau (Matthieu Carriere), Der vierte Mann, Nicht der Homo ist pervers..., Virus ohne Moral, Schwuler Mut, Echte Kerle, Der bewegte Mann, Kondom des Grauens, Coming In, Westler, Coming Out, Außerirdische, Abendanzug (Gerard Depardieu), Zero Patience


SpecialGayFun 2 = 240 min Zusammenschnitte der besten & liebevollsten Szenen von und mit und über Männer für Männer aus folgenden Produktionen: Musikvideo YMCA von Village People, Schmidts Mitternachtshow mit Herrchens Frauchen "Sperma ist ekelhaft", California Dream Men, Männer machen Männer an, Chippendales, Zero Patience, Edward II., Dorian Gray (Helmut Berger), Orpheé (JeanMarais), Stonewall, Cruising (Al Pacino), Auch Männer mögens heiß, Jeffrey (Michael T. Weiss), Total eclipse (Leonardo Di Caprio), Der Mann meines Herzens, Pink Narziß, Gefangen in der Traumfabrik

http://www.officialvillagepeople.com/



siehe unter anderem auch folgende Filme meiner Sammlung:
auf VRC 1019/2 - Plötzlich im letzten Sommer (Suddenly last Summer) - Die reiche Witwe Violet Venable (KatherineHepburn) hat einen Gehirnchirurgen in ihre viktorianisch-gotische Villa gebeten. Sie erzählt ihm von ihrem Sohn Sebastian (M. Clift), der, vierzigjährig, im letzten Sommer gestorben ist. Er war mit seiner hübschen Cousine Catherine (ElizabethTaylor) auf Urlaub in Spanien. Nun verbreite das Mädchen gräßliche Geschichten über ihren Sohn: das müsse aus ihrem Gehirn herausgeschnitten werden... Sebastian ist ein junger Dichterfürst. Er umgibt sich nur mit Schönem und geht unaufhörlich auf Männerfang. Erst benutzt er seine neurotische Mutter als Lockvogel, die in ihrer tyrannischen Mutterliebe sowieso alle Frauen von ihm fernhalten will. Als seine Mutter nach einem Schlaganfall von einer Gesichtslähmung entstellt wird, erwählt er sich seine bezaubernde Cousine Catherine. Mit ihr reist er auch nach Spanien, wo er sie an einem schmutzigen Strand als Lockvogel für junge Männer und Knaben benutzt. Sebastian kommt auf seine Kosten. Eines Tages bricht die lärmende Horde junger Halbwüchsiger, darunter von Sebastian Verführte, wie „ein Schwarm gerupfter Vögel“ über den Dichterfürsten herein. Catherine holt Hilfe. Aber man kann nur noch Sebastians zerfleischte Leiche bergen. „Sie hätten Teile von ihm verschlungen.“ „Diese gräßliche Geschichte“, so Sebastians Mutter, müsse dem Mädchen aus dem Gehirn geschnitten werden. Der Chirurg antwortet nachdenklich: „Man muß zumindest die Möglichkeit in Betracht ziehen, daß diese Geschichte... wahr sein könnte.“ - * nach einem Einakter von Tennessee Williams aus dem Jahr 1958 - mit KatherineHepburn, ElizabethTaylor, Montgomery Clift, Spencer Tracy, Mercedes McCambridge, Albert Dekker - USA - 1959 - Drama - 115 min
auf VRC 1107/1 - Cabaret (mit LizaMinelli)
auf VRC 1178/1 - Manche mögen’s heiß (Some like it hot) - New York zur Zeit der Prohibition: Während in verschwiegenen Hinterzimmern unbekümmert gezecht wird, toben auf den Straßen die Bandenkriege. Die beiden Musiker Jerry (Jack Lemmon) und Joe (Tony Curtis) geraten ungewollt mitten in den Schlamassel hinein, als sie das „Massaker am Valentinstag“ beobachten. Auf der Flucht vor dem Gangsterboß tauchen sie, als Frauen verkleidet, in einer Damen-Combo unter - und geraten prompt in romantische Turbulenzen: Joe verliebt sich in die atemberaubend attraktive Sängerin Sugar (MarilynMonroe mit dem tiefsten Rückenausschnitt der Filmgeschichte), spielt deshalb tagsüber deren „beste Freundin“ und gibt sich nachts als verklemmter Millionenerbe aus, der sich mit 1000 Küssen von Sugar von seiner Impotenz heilen lassen will. Jerry hat sich währenddessen einen echten Millionär Osgood (Joe E. Brown) geangelt; nur weiß der leider nichts von Jerrys dunklem Geheimnis. Bei der Offenbarung am Ende des Films meint Osgood lächelnd: „Nobody is perfect!“ - Ein geradezu ungeheuerliches sensationelles öffentliches Bekenntnis (Outing) für damalige Zeiten. - * Oscar für die besten Kostüme - USA - mit MarilynMonroe, Jack Lemmon, Tony Curtis, Joe E. Brown
auf VRC 1289/1 - Tschaikowski - zwischen Genie und Wahnsinn (mit RichardChamberlain)
auf VRC 1326/1 - Ludwig II. - mit RomySchneider mal wieder als Sissi - Teil I & Teil II - 1864 wird Ludwig II. (Helmut Berger) zum bayrischen König gekrönt. Der kunstsinnige Monarch vernachlässigt seine Staatsgeschäfte. Seine große künstlerische Liebe gilt dem Komponisten Richard Wagner (Trevor Howard) und dem Bau von Schlössern. Seine große sexuelle Vorliebe gilt seinen jungen männlichen Bediensteten. Bedingt durch mehrmalige Syphilis-Infektionen verfälllt er nach und nach dem Wahnsinn und zieht sich in seine einsame nächtliche Traumwelt zurück. Nach seiner Entmündigung ertrinkt er unter myteriösen Umständen im Starnberger See. - Dies ist der 3. Film von Viscontis „Deutsche Trilogie“ (nach „Die Verdammten“ & „Tod in Venedig“).
auf VRC 1425/1 - ... und das Leben geht weiter (And the band played on) - Mit eisgrauen Augen blickt ein berühmter Broadway-Choreograph (RichardGere) aus dem Hotelfenster. Er weiß, daß die Party vorbei ist. Er hat auf seiner Haut Verfärbungen, das sogenannte „Kaposi-Sarkom“, entdeckt und sucht das erste und einzige Ärzteteam auf, das sich mit einer tödlichen Immunschwächekrankheit befaßt: Don Francis (Matthew Modine) und Mary Guinan (Glenn Headly), ein Virologenteam, sind einer Viruserkrankung auf der Spur, die als „Schwulenkrebs“ durch die Medien geistert. Die Zahl der Todesopfer steigt dramatisch. Umfangreichere Forschungen sind gefordert, doch dazu fehlt das Geld und der politische Wille der Verantwortlichen. Es sind ja nur Schwule, die sterben... Bei der Arbeit des Virologenteams sind menschliche Tragödien, Angst, Ablehnung und Diskriminierung ebenso an der Tagesordnung wie der Streit mit ehrgeizigen Forschern und erzkonservativen Politikern. - * Die Mitwirkung von vielen Prominenten in dieser TV-Produktion ist RichardGere zu verdanken, der als erster zusagte und damit alle anderen nach sich zog.
auf VRC 1440/2 - Die Hochzeit meines besten Freundes (My best friend’s wedding) - Restaurantkritikerin Julianne (JuliaRoberts) erfährt plötzlich, daß ihr bester Freund Michael (Dermot Mulroney) ein Millionärstöchterlein (jung, schön und unwiderstehlich) ehelichen will. Sie ist auf dem besten Weg zur Hysterie. Michael war jahrelang in sie verliebt, aber ein Liebespaar wurde aus ihnen nicht - es wurden eben nur beste Freunde. Nun ruft Michael aus Chicago an und lädt sie zu seiner Hochzeit ein - auch gleich noch nächstes Wochenende. Julianne weiß plötzlich, was sie tun muß: nach Chicago reisen und Michael seiner zukünftigen Braut Kimmy (Cameron Diaz) ausspannen. Mit einem erstaunlichen Repertoire an Raffinesse und Hinterlist versucht sie die Hochzeit auf den letzten Drücker zu verhindern und schreckt dabei vor keinem noch so miesen Trick zurück. Sie gibt sich sogar als Verlobte vom schwulen George (Rupert Everett) aus. Und der nutzt das, nach anfänglichem Schock, als Gelegenheit, sie gehörig zu ärgern. - * Hier spielt Rupert Everett (sich auch privat zu seiner Homosexualität bekennender Schauspieler und mittlerweile prädistieniert für alle schwulen Rollen in Hollywood) als zweitbester, homosexueller, sarkastischer Freund George von Julianne alle an die Wand und sein Auftauchen im Film wird mehr erwartet als die Fortsetzung der Story. Seine Rolle wurde wegen des großen Anklangs, den er beim Test-Publikum fand, nachträglich vergrößert.
auf VRC 1912/1 - Spiegelbild im goldenen Auge (Reflections in a golden eye) - Ein abgelegenes Fort in den 50’er Jahren des letzten Jahrhunderts : In zwei Haupthäusern leben die Offiziere mit ihren Frauen. Hinten, direkt neben den Pferdeställen, bleiben die gemeinen Soldaten „so sauber wie Gewehre“ unter sich. Major Penderton (M. Brando) gilt als Ausbund von Mann. Er hat eine attraktive Ehefrau (ElizabethTaylor) und schwört auf die militärischen Tugenden „Ordnung, Kameradschaft, Männlichkeit“. In Wahrheit ist er ein weicher Schöngeist. Er ist schwul. Seine Frau stört das wenig. Ihr ist ihr weißer Hengst im Stall wichtiger. Außerdem läßt sie sich von Oberst Langdon (B. Keith) hinter Brombeerbüschen trösten. Dessen Ehefrau ist am aktiven Eheleben nicht mehr interessiert, seitdem sie sich nach einer Fehlgeburt die Brustwarzen mit einer Gartenschere abschnitt. Major Penderton träumt heimlich über alten Postkarten mit nackten griechischen Jünglingsstatuen von einer anderen Welt. Seinen Soldaten hält er jedoch weiter flammende Vorträge über „Führerschaft, Stärke, Gewalt und Krieg“. Auf unfeine Schwulenwitze seiner Soldaten reagiert er mit einem gequälten Lächeln, in seinem Badezimmer legt er sich verstohlen Rouge auf und streichelt sein Baby-Haut-Kinn. Unter diesen harten Männern im Fort wagt nur der philippinische Hausboy Anacleto schrill und weibisch zu sein. Er gibt sich so, wie Major Penderton hinter verschlossenen Türen agiert. Die Pferdeknechte machen sich über Anacleto lustig. Oberst Langdon meint: „Der Kleine würde nicht glücklich werden in der Armee, aber sie würde einen Mann aus ihm machen.“ Major Penderton hat sich unsterblich in seinen jungen Pferdeknecht Williams (R. Forster) verliebt. Williams kann Frauen nur platonisch lieben. Von seinen Stubenkameraden wird er deswegen als „Jungfrau“ gehänselt. In den frühen Morgenstunden reitet er nackt auf Mrs. Pendertons Hengst durch die Wälder. Major Penderton läßt den jungen Mann nicht aus den Augen und hofiert ihn, soweit dies verdachtsfrei geht. Eines Nachts schleicht er ihm auf seinem Wachgang um das Camp nach. Geschäftig sammelt er alle Bonbonpapierchen auf, die sein Angebeteter fallen läßt. Zuhause faltet er sie liebevoll und legt sie zu seinen Postkarten. Major Penderton scheint glücklich, Williams verbringt viel Zeit mit ihm. Doch die immer enger scheinende Beziehung erweist sich als Trugschluß. Die Aufmerksamkeit des umworbenen Williams richtet sich auf die Frau des Majors. Als Penderton das durchschaut, handelt er rasch. Er bringt seinen Pferdeknecht um... - mit Marlon Brando, ElizabethTaylor, Brian Keith, Robert Forster - USA - 1966 - Drama - 109 min
auf VRC 1917/2 - Die Katze auf dem heißen Blechdach (Cat on a hot tin roof) - Auf dem Landsitz des Plantagenbesitzers Big Daddy Pollitt (B. Ives) kommt es anläßlich der Feier seines 65. Geburtstages zu explosiven Szenen. Daß der alte Mann an Krebs sterben wird, verschweigt ihm die Familie. Der ältere Sohn Gooper (J. Carson) und dessen Frau Mae (M. Sherwood) spekulieren schon auf die Erbschaft, während der jüngere Sohn Brick (P. Newman) sich - sehr zum Leidwesen seiner attraktiven Frau Maggie (ElizabethTaylor) - nur für Whisky interessiert. Er versucht, die Erinnerungen an seinen verstorbenen Freund Skipper im Alkohol zu ertränken. Maggie, die er verdächtigt, Skipper verführt und so in den Selbstmord aus schlechtem Gewissen getrieben zu haben, widert ihn an. Doch Maggie, die Brick mit fast übermenschlicher Kraft liebt, verzeiht ihm seine ungerechtfertigten Vorwürfe. Verbissen kämpft sie um seine Zuneigung und gegen die intrigante Verwandtschaft. Als Big Daddy Brick Vorhaltungen wegen seiner Trunksucht macht, platzt dieser mit dem gut gehüteten Familiengeheimnis heraus: Er klärt seinen Vater über dessen unmittelbar bevorstehenden Tod auf. * Die Rolle von Brick ist hier ganz eindeutig zweideutig als schwul angelegt, der seinem Liebhaber Skipper nachtrauert und mit seiner schönen Frau Maggie nichts anzufangen weiß. Daraus resultiert denn auch der aggressiv-verbissene Kampf der ansonsten gutbürgerlichen Familie mit den hochkonservativen Lebensansichten gegen den bevorzugten Erben von Old Daddy. - * Oscarnominierung für ElizabethTaylor - mit Burt Ives, Paul Newman, ElizabethTaylor, Jack Carson, Judith Anderson, Madeleine Sherwood - USA - 1958 - Drama - 105 min
auf Original-VRC - Der Schuh des Manitu (Komödie von und mit Michael "Bully" Herbig) - Welcome to Puder-Rosa-Ranch - Wilder Westen in den USA - mitten im 18. Jahrhundert - Der Apachen-Häuptling Abahachi (Michael "Bully" Herbig) und sein Blutsbruder Ranger (Christian Tramitz) sind zuständig für Frieden und Gerechtigkeit. Als Abahachi bei den Schoschonen einen Kredit zur Finanzierung eines Stamm-Lokales aufnimmt, beginnen die Schwierigkeiten: Er gerät an den Gauner Santa Maria (Sky Dumont), der ihm nicht nur eine Schrottfassade andreht und mit dem geliehenen Geld durchbrennt, sondern die Blutsbrüder bei den Schoschonen auch noch anschwärzt. So kommt es dazu, daß im Land, wo die Schoschonen wohnen, mangels Kriegsbeil, der "Klappstuhl" ausgegraben wird. Der indianische Zwillingsbruder mit seiner Schönheitsfarm auf der Puder-Rosa-Ranch, ein ominöser Grieche, der Indianer werden will (Rick Kavanian) und eine wunderschöne Saloon-Schlampe namens Uschi (Marie Bäumer) helfen beim Durchsetzen der Gerechtigkeit und Ende gut = alles gut. - * Dieser Film von und mit Michael "Bully" Herbig = Regie, Drehbuch, Produzent, Hauptrollen - war der bis dato erfolgreichste Kinofilm Deutschlands! - Deutschland - 2001 - 82 min
- siehe auch http://www.Schuh-des-Manitu.de und/oder http://www.Bullypara.de
auf Original-DVD - Periode 1 - (T)Raumschiff Surprise (Komödie von und mit Michal "Bully" Herbig) - Im Jahre 2054 hat die Menschheit den Mars besiedelt. 250 Jahre später kehren die Nachkommen der ersten Siedler zurück. Ihr Ziel ist es, die Erde zu erobern und deren Bewohner zu vernichten. Und tatsächlich scheint die Lage aussichtslos.: Die Invasioin hat begonnen. Königin Metapha befiehlt dennoch, "nicht den Sand in den Kopf zu stecken". Denn es gibt eine letzte Hoffnung: Die durchweg schwule Besatzuing des (T)Raumschiffes Surprise muß auf einer Zeitreise in die Vergangenheit die Besiedlung des Planeten Mars rückgängig machen. Die Crew ist allerdings gerade mit einer sehr viel dringenderen Mission beschäftigt: Sie steckt mitten in der Vorbereitung ihrer Tanznummer für die "Miss Waikiki Wahl" und nimmt deshalb nur sehr widerwillig ein Taxi zur Erde. - Deutschland - 2004 - 84 min - mit Michael "Bully" Herbig, Christian Tramitz, Rick Kavanian, Anja Kling, Til Schweiger, Sky Dumont
auf VRC 6004/2 - A chorus line (Musical)
auf VRC 7508/2 - Der Name der Rose (Thriller) - Mönchs-Thriller nach einer Romanvorlage von Umberto Eco um einen Mord aus schwuler Begierde in einem Kloster. = Franziskanermönch William von Baskerville (S. Connery) trifft 1327 mit seinem Novizen (C. Slater) zum Konvent in einer Benediktinerabtei ein. Ihr Aufenthalt gleicht einem Alptraum: Ein Mönch schwimmt tot in einem Faß voll Blut, ein anderer liegt ertrunken im Badezuber. Die Bewohner des heiligen Ordens glauben, der Teufel treibe sein Unwesen. William zweifelt daran. Er hält den Mörder für sterblich und macht sich auf die Suche. Eine Spur führt ihn zu jenem Turm, hinter dessen wuchtigen Mauern sich die sagenumwobene Bibliothek der Abtei befindet. Langsam kommt William der Lösung näher. Nur der Abt des Klosters scheint nicht sehr an der Klärung des Falles interessiert zu sein. Er sieht den Antichristen am Werk und holt Williams Erzfeind, den Inquisitor Bernardo Gui (F. Murray Abraham) zu Hilfe. Zwischen den Rivalen beginnt ein erbitterter Kampf. - mit Sean Connery, Christian Slater, F. Murray Abraham, Elya Baskin - Deutschland / Italien / Frankreich - 1986 - 129 min
auf VRC 9006/0 - Mary & Gordy (Musik-Show-Special)
auf VRC 9010/2 - Zarah Leander (Musik-Schlager-Special)

http://www.teddyaward.org
Das weltweit erste internationale, offiziell anerkannte schwule Filmfestival fand in Berlin statt.


               
http://www.VerzaubertFilmfest.com = schwules Filmfestival in Berlin Ende des Jahres

Wenige Links sollen hier stellvertretend für viele andere stehen:
http://www.SchwulesMuseum.de = schwules Museum in Berlin
http://www.Prinz-Eisenherz.com = schwuler Buchladen in Berlin
http://www.Brunos.de/Shop = schwuler Buchladen in Berlin
http://www.QuerVerlag.de = schwuler Verlag in Berlin
http://www.Pro-Fun.de = schwuler Filmversand


Viele weitere Filme, die ich nicht habe, aber gerne sehen würde.







Logisch freue ich mich über Kommentare, Ergänzungen etc.